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Quo vadis SPD?

Erstellt von singto, 13.05.2009, 15:10 Uhr · 254 Antworten · 9.295 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Micha L

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    Re: Quo vadis SPD?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="724311
    Im Grunde ist das Anliegen, das ganze Volk zu vertreten, ja gar nicht verkehrt.
    ...m.E. edel, aber unrealistisch.
    Schon die paar Nittayaner ließen sich nicht vertreten

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="724311
    Man stelle sich vor, die SPD würde tatsächlich nur die Arbeiter vertreten und würde die absolute Mehrehit erreichen. Das kann ja nicht gut gehen.
    Nur die Arbeiter ist auch nicht richtig, s.o.
    Die absolute Mehrheit erreicht sie, wie die Erfahrung zeigt, weder links, noch in der Mitte.
    Es könnte sein, daß sie mit einem neuen alten Profil in Zukunft besser fährt, als beliebig profillos.
    Das Zentrum (dieser alte Begriff ist m. E. prägnanter als das Wort Mitte) ist nun mal von anderen besetzt, die auf dieser Position glaubhafter sind und von da aus mehr Leute erreichen, vor allem die tatsächlichen oder sich so verstehenden Kleinbürger, die "das Volk" am ehesten repräsentieren.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="724311
    Das Problem bei den jetzigen Volksparteien ist, dass sie sich vorher nicht überlegt haben, wie alle Belange berücksichtigt werden können. Dazu muss das gesamte gesellschaftliche System umgekrempelt werden. Und statt Klassenkampf von beiden Seiten muss ein Verständnis in der Gesellschaft für die "Gegenseite" aufgebracht werden.
    Dazu muss jedoch erstmal der Egoimus in der Gesellschaft verschwinden.
    Mit Verlaub: Unrealistische Wunschvorstellungen lösen keine realen Probleme.
    Diese Position vertreten zurecht die Kirchen.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="724311
    Solange die Mitläufer und Blockpolitiker etwas zu Sagen aben
    Parteidisziplin wider besseren Wissens hat mit einem scharfen Profil nichts zu tun.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="724311
    ohne Unternehmer gibt es keine Arbeitnehmer. Und ohne Arbeitnehmer auch kaum Unternehmer. Es sind beide voneinander abhängig.
    Das funktioniert in der Marktwirtschaft objektiv, d.h. von selbst.

    Nebenbei: Ohne gab es wohl, auch wenn das nicht funktioniert hat.

    Gruß

    Micha

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Micha L

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    Re: Quo vadis SPD?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="724320
    Zitat Zitat von Extranjero",p="724314
    Es sit ja auch sehr lustig mitanzusehen wie die aktuelle Regierung genau die Forderungen der Linken umsetzt bei denen sie noch vor ein paar Jahren Weltuntergang geschrien hat. ;-D
    Das Problem ist häufig, dass die Parteien ihre Ideen gar nicht richtig erklären und bewerben
    Das ist Taktik. Als es ins weltpolitische Konzept paßte, wurden die von Moskau abgefallenen "Eurokommunisten", die trotzdem beinharte Kommunisten waren, vom offiziellen Westen hoch gelobt.
    Kurz vor unserer Wende wurde der SED-Mann Modrow, mit dem heute kein Bürgerlicher mehr redet, als "Hoffnungsträger" gehandelt.

    Beim Wettbewerb der Parteien geht Deutschald zunehmend den amerikanischen Weg:
    Vor dem öffentliche Erscheinungsbild von Personen treten Inhalte in den Hintergrund, bis nur noch Losungen das Volk erreichen (d.i. Populismus"). Publicitymanager sind fast wichtiger als politische Strategen.

    Gruß

    Micha

  4. #33
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Quo vadis SPD?

    Die SPD war einmal eine Partei der Zukunft. Ich erinnere mich noch an die Stimmung zum Amtsantritt von Willy Brandt. Zu dieser Zeit war fast jeder Bürger ein bisschen "links". Das fing schon mit den Frisuren an.

    Schon mit Helmut Schmidt fing die Loslösung von der Arbeiterbewegung an. Nun ist die Partei nur noch ein Schatten ihrer selbst, kämpft mühsam um ihre Positionen, da sie sich nicht mehr rechtzeitig für die Anforderungen der heutigen Zeit positionieren konnte.

    Andere Parteien haben diese Rückzugsgebiete freudig besetzt. Für mich sind Politiker wie Lafontaine, Westerwelle oder Althaus opportunitische Emporkömmlinge.
    Das Wählen macht fast keinen Spaß mehr.

  5. #34
    Avatar von strike

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    Re: Quo vadis SPD?

    Zitat Zitat von Paddy",p="724302
    ........
    AnalYSE = Tippfehler
    Oder wie sonst wäre diese Aussage zu verstehen???.....
    Paddy,
    es gibt Menschen die mir Gewissenhaftigkeit und Präzision unterstellen.
    Die würde ich mit einem Geständnis des fahrlässigen Umganges mit der Tastatur schwer vor den Kopf stossen.
    Ebenfalls aus der UNIX/Linux-Welt kommend - und damit case-sensitiv denkend - werden die mir ein "Uupps" auch nicht glauben.

    Weisst Du was?
    Jeder kann sich seinen Reim draufmachen.
    Es gibt genau 2 Möglichkeiten (1 oder 0 eben).
    Ich lass mal Raum für Phantasie.

    Bist Du mir sehr böse, wenn ich damit einer Antwort ausweiche?

    Ich hoffe, Du bleibst mir wohlgesonnen.

    Alles Gute,
    Strike

  6. #35
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Quo vadis SPD?

    Zitat Zitat von antibes",p="724337
    Für mich sind Politiker wie Lafontaine, Westerwelle oder Althaus opportunitische Emporkömmlinge.
    Das Wählen macht fast keinen Spaß mehr.
    Wer hat sich denn nun verändert, die SPD oder Lafontaine? ;-D

  7. #36
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Quo vadis SPD?

    Zitat Zitat von antibes",p="724337
    Für mich sind Politiker wie Lafontaine, Westerwelle oder Althaus opportunitische Emporkömmlinge.
    Warum?
    Bei Lafontaine und Westerwelle glaube ich das nicht.
    Lafontaine kann doch mit den Linken nichts erreichen, außer etwas Unruhe. Es will ja keiner mit ihnen regieren.
    Wäre er opportunistisch, wäre er in der SPD geblieben.

    Und Westerwelle hat ja schon mehrmals freiwillig auf eine Regierungbeteiligung verzichtet. Er hätte doch die Ampel oder Jamaika haben können.
    Aber er hat aus inhaltlichen Gründen verzichtet und sich selber dadurch hinter den Idealen der Partei zurückgestellt.

    Ihm werfe ich nur vor, dass er glaubt, er könne die mit der CDU/CSU erreichen. Das ist ein absoluter Irrglaube, weil die mindestens soweit von der FDP entfernt sind wie die Linken.
    Ansonsten ist er der einzige Lichtblick in der oberen Schicht. Weil er eben auch vermittelt, dass soziale Zufriedenheit bei allen nur durch eine Stärkung der Wirtschaft, Verringerung der Steuern und dank der Dynamik des nachfolgenden Geldrausches und der Verringerung der Arbeitslosigkeit erreicht werden kann.

    Diese Logik, dass man nämlich erstmal Geld verschenken muss, um später viel mehr einnehmen zu können, haben nämlich die großen "Volksparteien" nicht gerafft. Die denken immer nur schwarz/weiß, entweder-oder und zu kurzfristig.
    Daher sehe ich die FDP derart als die einzige wahre soziale Partei da oben an, die auch noch die Menschenrechte weitgehend ernst nimmt. Aber mit der CDU zusammen gehen diese Ideale natürlich verloren. Es sei denn, Westerwelle hält sein Wort. Er sagt ja, er gehe auch mit Merkel nur eine Koalition ein, wenn die Ziele der FDP erreicht werden können. Da bin ich auch noch etwas skeptisch.

    Zu Althaus kann ich nicht viel sagen. Ist für mich ein Nobody, also unbedeutend.

    Insgesamt sind mir die Politiker, die auch mal etwas politisch unkorrekt ihr Maul aufmachen lieber als die Schleimer, die diplomatisch dahinsülzen, um möglichst von allen gewählt zu werden. Ich muß ja inhaltlich nicht immer einer Meinung mit denen sein.

  8. #37
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Quo vadis SPD?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="724348
    Zitat Zitat von antibes",p="724337
    Für mich sind Politiker wie Lafontaine, [s:2940e4c4e6]Westerwelle oder Althaus [/s:2940e4c4e6]opportunitische Emporkömmlinge.
    Warum?

    Wäre er opportunistisch, wäre er in der SPD geblieben.
    Das kann man wohl laut sagen! ;-D

    Er hat übrigens sehr lange nicht auf seine Mitgliedschaft verzichtet. Wohl zuerst darauf gesetzt, daß sich die SPD mit der Zeit wieder zurück orientiert. Erst als die Schröder-Fraktion weiterhin (bis Heute) die neue Richtung verschärfte, trat er aus der SPD aus.

    Seine Ämter hatte er geschmissen, weil er Schröders Wahlbetrug nicht mittragen wollte. Da er damals, als SPD-Vorsitzender, unmöglich den Kanzler seiner eigenen Partei stürzen konnte und es ihm darum nicht möglich war (ohne seiner geliebten SPD irreparabel zu schaden), sich genauer zu seinem Abgang zu erklären, hat er das grosse Schweigen gewählt, gleichzeitig zum Kabinettsposten seinen SPD-Vorsitz niedergelegt und dabei in Kauf genommen, nicht verstanden zu werden.

    Ich verstehe dies sowohl als echte Loyalität gegenüber seiner damaligen Partei, als auch gegenüber den damaligen SPD-Wählern die von Schröder betrogen wurden.

    Das Gegenteil also von Opportunismus.

  9. #38
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Quo vadis SPD?

    Übrigens wähle ich erst dann wieder SPD, wenn diese Partei mit der Linkspartei fusioniert und Lafontaine ihr Vorsitzender und Kanzlerkandidat wird.

  10. #39
    Avatar von singto

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    1.055

    Re: Quo vadis SPD?

    Steinmeiers Leidensweg ins Nirgendwo

    So betitelt der Spiegel heute seinen Leitartikel zum Ausgang der Europawahlen

    Für die SPD ist das Europawahlergebnis ein Debakel.
    Rekordtief, noch schlechteres Ergebnis als 2004.
    Ein Ausbruch aus dem 20-Prozent-Keller scheint unmöglich.
    Müntefering und Steinmeier stehen kurz vor der Bundestagswahl mit leeren Händen da,
    ein Absturz unter die 20%-Marke scheint möglich.

    Bei den Kommunalwahlen wurde die SPD z.T. sogar von den Grünen überholt.
    Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt die Partei bei der Gemeinderatswahl in Stuttgart auf 25,4 Prozent und wird zweitstärkste Kraft.
    Nur knapp davor steht die CDU mit 26,9 Prozent - sie sackt um 8,7 Punkte ab.
    Die SPD verliert 7,1 Punkte und kommt nur noch auf 17,4! Prozent.

  11. #40
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Quo vadis SPD?

    Es wird für die SPD noch schlimmer kommen. Opposition und der Abstieg unter die 20%-Marke.
    Irgendwie scheint diese Partei ein Auslaufmodell zu sein. Von allem etwas im Programm, was kleinere Parteien auf das Thema bezogen viel besser können.

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