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Piraten - eine Protestpartei ?

Erstellt von socky7, 20.09.2011, 08:01 Uhr · 152 Antworten · 6.697 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Im Grunde also das, was wir bisher auch schon haben, was ja auch nur bedingt funktioniert.

    Ich sage voraus, dass gerade bei den täglichen oder wöchentlichen Abstimmungen über jede Kleinigkeit sich nur eine Handvoll interessieren. Das wird von daher eher weniger repräsentativ als unsere jetzige parlamentarische Demokratie.
    Du übersiehst hierbei aber etwas Wesentliches. Es mag am Anfang vielleicht so sein. Da kommt z.B. eine Abstimmung, bei der dann eine Interessengruppe besonders zahlreich teilnimmt und ihre Belange dann auch durchbringt. Da werden dann schon einieg Bürger spüren, dass sie sich beteiligen müssen, um eben nicht von evtl. Minderheiten überrollt zu werden.

    D.h. es ist ein rein natürlicher Lernprozeß der Entwicklung. Zunächst meint ja jeder, das Volk würde schon in der Gesamtheit die Interessen aller wahrnehmen (was ja auch viele von den Parlamenten glauben) und bleiben zunächst den Wahlen fern. Dieser fatale Irrtum zwingt dann aber jeden Einzelnen zum Handeln (Mitwählen). Dadurch wird es im Laufe der Zeit sehr wohl repräsentativ. Die Anfangszeit zum Lernen ist dabei durchaus bewusst in Kauf zu nehmen, da das Volk diese Demokratie ja erst richtig lernen muss. Und am besten lernt man durch Schäden. oder auch: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Wäre es für die Schüler hilfreich, wenn sie die Sprache verstehen wüeden?
    Welche Sprache: die des Lehreres und die, die sie lernen sollen?
    Beides macht Sinn (letzteres müsste man aber dann nicht mehr lernen). Daher sollten sich Schüler Lehrer oder Software aussuchen können, die ihre Sprache verstehen.

    Wobei ich ja schon mal gesagt habe: Sprachen zu lernen ist bald nicht mehr notwendig. Jagen wir die nächsten 5 Jahrgänge noch irgendwie durch und setzen dann Sprachen vom Lehrplan.
    Aber das Grundprinzip der Motivation gilt ja für alle Bereiche.
    Der ganze Bereich der Bildung sollte man grundlegend ganz radikal verändert werden. Dazu gehört aber Mut und Verstand. Man muss halt ankämpfen gegen die vielen Leute, die immer wieder meinen "es lief doch Jahrhunderte lang gut, warum sollte man da etwas verändern wollen?" Aber gerade, weil etwas von Jahrhunderten erfunden wurde (wie z.B. eine Schule), sollte es dringend revolutioniert werden (gilt ja auch für Autos, staatliche Systeme und all diesem alten Mist aus Vorzeiten des menschlichen Denkens).

  4. #123
    Avatar von Nokhu

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    Und dennoch wird die SPD mit den Grünen die Wahl gewinnen. Woran das wohl liegt?
    Das liegt
    1. an den Systemmedien, die nur rotgrüne Propaganda unter’s Volk streuen und, ergänzend dazu, die echte Opposition in die Gruft schreiben und
    2. am tumben, dösenden Wahlmichel, der wie selbstverständlich die Propaganda und GehirnwäscheNachrichten unreflektiert übernimmt ("das stand doch in der Zeitung…") und alles glaubt, was ihm ........ 2.0 vorsetzt.
    Die wahren Verbrecher Deutschlands sitzen imho in den Redaktionsstuben. Würden die, von linken Ideologien befreit, nur neutral berichten, hätten die Berliner Vollpfosten und die Fachkräfte aus dem Morgenland keine Chance.

  5. #124
    Avatar von Sybers123

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    Nokhu: Hast ja recht, aber man darf sich net beeinflussen lassen, ich z.B. wähle immer rechts. Nicht weil ich Rechtsradikal bin sondern mehr aus Protest. Ich bin ja nicht der einzigste wo sich net beeinflussen lässt von den Medien.

  6. #125
    Avatar von schimi

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    Zitat Zitat von Nokhu Beitrag anzeigen
    Und dennoch wird die SPD mit den Grünen die Wahl gewinnen. Woran das wohl liegt?.
    Welche Wahl meinst du?

  7. #126
    Avatar von khid

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    Die Antwort lautet: Ja, leider!

    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Protestpartei? Ach was! | c't

    Die Piraten haben in Berlin den etablierten Parteien das Fürchten gelehrt.
    In meinem Wahlbezirk 6 in Berlin-Friedrichshain haben die Piraten 17 % der
    Wählerstimmen erhalten, im gesamten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit rd.
    270.000 Einwohnern rd. 14 %.
    In der neuen Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg
    sind die PIRATEN mit 8 Abgeordneten vertreten, die CDU mit 4.
    In meinen Augen, und ich habe mich eingehend mit der Piratenpartei auseinandergesetzt, sind die Piraten bis jetzt eine reine Protestpartei!

    Es ist immer leicht "Nein" zu etwas zu sagen - oder "so nicht" zu proklamieren. Etwas gänzlich anderes ist es aber, selbst hochkomplexe Sachthemen kompetent zu bearbeiten und wirklich tragfähige Lösungen zu finden!!
    "Die Piraten" haben im Moment nur das "Nein, so nicht!" anzubieten. Echte, finanzierbare und vor allem für jeden tragbare Lösungen haben sie nicht!
    Man kann jetzt zynisch sein und sagen: "Die anderen Parteien doch auch nicht!" und läge damit vermutlich gar nicht mal so falsch!
    Was die "anderen" Parteien aber den Piraten voraus haben, sind funktionierende innerparteiliche Strukturen und für alle Fachbereiche einigermaßen kompetente Personen mit entsprechendem beruflichem/fachlichem Hintergrund. Und: Sie schließen keine Altersgruppe aus, weil diese noch nicht im "Web 2.0" angekommen ist, da "zu alt", "kein Internetanschluss", "etc."!

    Wer "Die Piraten" wählt, wählt also primär den Protest - jedoch keine Lösungen für bestehende und kommende Probleme!

    Beispiele:

    1. Das "Bürgergeld" aka "festes Grundeinkommen für Alle":
    Klingt toll, nicht? Im Grunde versteckt sich dahinter aber nichts anderes, als ein erhöhtes, umbenanntes "Hartz IV"!
    Die Krux: Wenn jeder, so der Gedankengang hinter dem "Grundeinkommen", soviel verdient, dass er "problemlos" davon leben kann, ohne auch nur den kleinen Finger zu rühren, dann werden viele der Menschen, die im Moment für unwesentlich mehr als den Hartz IV Regelsatz Vollzeit arbeiten gehen, schlichtweg zu Hause bleiben! Von denen, die sich jetzt schon in Hartz IV "häuslich eingerichtet haben", gar nicht erst zu reden!!!
    In der Folge wird Arbeit in Deutschland teurer, da die Löhne auf breiter Ebene steigen müssten, um die "Arbeitsaufnahme" attraktiv zu machen - und auf der anderen Seite die Sozialkasse per Steuerabgaben füllen zu können!
    Dann gibt es da noch den Haken, dass das "Grundeinkommen" laut "Piratenpartei" auch über einen Wegfall der bisherigen Rentenversicherung "gegenfinanziert" werden soll. Dies bedeutet in Konsequenz, dass der bestehende Solidarpakt/Generationenvertrag von jetzt auf gleich aufgekündigt würde - und Millionen von Rentnern um ihre rechtmäßig erworbenen Rentenansprüche betrogen würden! (bin gespannt, wie die Expats hier dazu stehen... lol)

    2. Aushölung des Urheberrechts ("Privatkopien"[Raubkopien] für Alle):
    O.k., zugegeben, das Urheberrecht wird seitens GEMA bisweilen sehr kleinlich gehandhabt - ABER:
    Filmstudios wie "MGM" sind nicht plötzlich pleite gegangen, weil sie nur noch Müll produziert haben, sondern auch, weil Raubkopierer immense Umsatzeinbrüche zumindest mitverursacht hatten. Nur ein Beispiel.
    Das Urheberrecht schützt aber auch Bücher und andere Arten "geistigen Eigentums" - z.B. ein Konzept für ein Geschäft, ein Event, ein Fernsehshowkonzept, einen Kunstgegenstand, etc.!
    Ohne Urheberrecht, bzw. mit einem vollkommen unzurreichenden Urheberrecht, würde vielen Dienstleistungsanbietern, Wissenschaftlern und eben auch Künstlern, der wirtschaftliche Boden ihrer Existenz unter den Füßen weggezogen!

    3. ...und so weiter, und so fort!

    Protest ist gut - aber, wenn man regieren oder nur mitregieren will, dann sollte man ein Mindestmaß an Intelligenz mitbringen um nicht am Ende größeren Schaden an der Gesellschaft anzurichten, als die ach so 'unfähigen' "etablierten Parteien"!

    Ja, ich finde einige Denkansätze der Piratenpartei "reizvoll" (z.B. die Erleichterung für Nicht-EU-Bürger ihre Berufs- und Schulabschlüsse anerkannt zu bekommen), bin aber realistisch genug sie dennoch nicht zu wählen!

    Wer etwas ändern will, der sollte auf die Straße gehen und dort protestieren. Wem das nicht genug ist, der sollte sich politisch dort engagieren, wo wirklich Aussicht auf Erfolg besteht.

    "Die Piraten" sind in meinen Augen eine Seifenblase, gefüllt mit der heißen Luft der Unzufriedenheit - mehr nicht!

    Meine 2 Satang

  8. #127
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von khid Beitrag anzeigen
    ... Wem das nicht genug ist, der sollte sich politisch dort engagieren, wo wirklich Aussicht auf Erfolg besteht. ...
    Das waere genau wo?

    Ansonsten: schoen, dass der Protest sichtbar wird.
    Die GRUENEN waren ja auch mal Protestpartei, die kann man aber heute auch nicht mehr waehlen, weil sie lange Teil des Systems geworden sind und auch nur noch ihre Pfruende verteidigen.

    Von daher: neues Spiel, neues Glueck.
    Warum mit meiner Stimme die satten und unfaehigen Leute waehlen und in dem irrigen Glauben lassen, dass sie alles richtig machen?
    Frische Luft braucht das Land, vielleicht bleiben ja wenigstens ein paar der etablierten Dummzeugerzaehler und Maerchentanten auf der Strecke.

    Die bisherigen Parteien haben sich das Land zur Beute gemacht.
    Vielleicht wird in Zukunft wegen der Piraten wieder der Buerger etwas ernster genommen.
    Hoffen darf man immer.

    Haste mal nen Euro?


  9. #128
    Avatar von khid

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Das waere genau wo?
    Da, wo man sich am ehesten wiederfindet, schätze ich...

    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Die bisherigen Parteien haben sich das Land zur Beute gemacht.
    Vielleicht wird in Zukunft wegen der Piraten wieder der Buerger etwas ernster genommen.
    Hoffen darf man immer.
    Ich bin mir nicht sicher, ob nicht die Eine oder Andere der etablierten Parteien nicht doch die Belange der Bürger ernst nimmt!
    Bei dem ganzen "Protest" der Piraten, geht so manches an richtigen Ansätzen anderer Oppositionsparteien unter!
    Das Problem ist: Die Piraten genießen derart Aufmerksamkeit, dass die restliche Opposition - und eben NICHT die derzeitige "Klientel-Reagierung" Stimmen einbüßen wird!
    Am Ende kommt dann dabei raus, dass man durch die Protestwahl der Piraten nur einen Regierungswechsel verhindert oder zumindest unnötig erschwert!

    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Haste mal nen Euro?

    "Punks" bekommen von mir grundsätzlich nicht einmal einen Cent!

  10. #129
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von khid Beitrag anzeigen
    In meinen Augen, und ich habe mich eingehend mit der Piratenpartei auseinandergesetzt, sind die Piraten bis jetzt eine reine Protestpartei!
    Ich finde es immer gut, wenn man sich intensiv mit einem Thema beschäftigt und dann sachlich kristiert als sich den großen Medien-Schlagzeilen blind anzuschließen. Dafür schon mal Applaus.
    Jedoch hat du eines der Grundanliegen der Partei nicht bedacht. Es geht nicht darum, nach der nächsten Wahl mitzuregieren und die Vorschläge wie Grundeinkommen umzusetzen. Hierzu sind die Piraten nämlich viel zu realistisch. Sie betonten gerade in letzter Zeit immer wieder, zunächst einmal nicht mitregieren zu wollen (in Schleswig-Holstein könnten sie es ansonsten ja z.B. mit CDU und FDP). Denn was bringen die tollsten Ideen, wenn man in Koalitionen diese nicht durchbringen kann. Dieses Debakel musste die FDP ja durchmachen.

    Es geht bei den meisten Piraten ja um grundsätzliche politische und gesellschaftliche Veränderungen, die sich langfristig (also vielleicht so in 10 Jahren) verwirklichen lassen. Gute Ideen brauchen seine Zeit und die nötige Entwicklung. Und diese Zeit muss auch in den Köpfen der Politiker der anderen Parteien reifen und insbesondere auch in der Gesellschaft. Daher ist die Stimme für die Piraten keinesfalls unnötig, auch wenn sie zunächst einmal nichts bringt (ähnlich wie bei den Linken, mit denen andere Parteien nicht zuammenarbeiten wollen). Es bringt zwar in den tagesaktuellen jetzigen Abstimmungen keinen Einfluß, aber - und das ist ja viel wichtiger - langfristig eine extrem positive Änderung (sofern das Volk es versteht und nicht selbst nur von heute auf morgen leben möchte).

    Im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung haben die Piraten ja nun doch (aus meiner Sicht leider) eine ganze Menge Ziele ins Programm aufgenommen. Manches stimme ich zu, anderen nicht.

    Bürgergeld:
    ich bin ja ein Verfechter der freien Marktwirtschaft. D.h. Abschaffung aller staatlich organisierten sozialen Systeme. Jedoch ist das nur ein vernünftiger Weg. Ein andere wäre das andere Extrem: es sollen nur diejenigen arbeiten, die es auch wollen. Ein Leben ohne arbeiten zu müssen wäre ja ein lohenswertes Ziel in der Entwicklung des fortschrittlichen Menschens. Und somit wäre im Grunde ein bedingungsloses Grundeinkommen (bzw. langfristig eine geldlose Gesellschaft) ja sehr vernünftig. Wenn sich die freiwillig arbeitende Bevlkerung dazu bereit erklärt, das zu finanzieren (weil sie ja im Gegenzug arbeiten DÜRFEN!), dann würde es ja auch realiserbar sein. Immerhin hätten diejenigen ja auch die Wahl, mit arbeiten aufzuhören und Geld vom Staat zu erhalten.
    Man muss sich dann halt anschauen, ob das aufgeht. Wieviele Menschen arbeiten so gerne, dass sie sogar mehr abgeben möchten? Und wieviele Menschen liegen lieber faul in der Sonne rum ?
    Bislang kann man das nur schätzen.

    Es wird irgendwann ja ohnehin so kommen, wenmn man sich den menschlichen Fortschritt (Elektrizität, Dampfmaschinen, Roboter, Computer) ansieht, die ja stets eine Erleichterung gebracht haben. Nur ohne Piraten wird es eben noch einige Jahrzehnte länger brauchen. Unrealistisch halte ich jedenfalls die Idee der Piraten langfristig gesehen nicht!
    Ich persönlich würde jedoch einen anderen Weg nehmen: erst eine radikale Umsetzung der freien Marktwirtschaft, an dem dann am Ende (also nach mehreren Jahren) ein Leben ohne Zwangsarbeit steht.

    Fakt ist jedenfalls, dass die derzeite soziale Marktwirtschaft am Ende ist. Die Hartz 4-Empfänger jammern, dass sie zu wenig haben, die Steuerzahler jammern, weil sie zu viel Sozialabgaben leisten müssen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Dadurch wurde die Gesellschaft unsozial, spaltet sich immer mehr bis es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen wird oder zu einer Großflucht der Reichen ins Ausland. Trotzdem halten die etablierten Parteien an dieser Sackgasse fest, was eben der große Fehler ist.


    Urheberrecht:
    es ist ein Irrglauben, dass die Piraten die Urheber schaden wollen. Im Gegenteil. Sie haben es neulich in der Sendung "1 gegen 1" ja auch verdeutlicht. Es geht gerade um die Stärkung des geistige Eigentums. Zur Zeit darf ein Musikschaffender nicht mal auf seiner eigenen Homepage seine Werke publizieren. Da steckt immer die GEMA dazwischen, die ein Quasi-Monopol hat, wie und was man mit Musik machen darf. Ohne GEMA wiederum machte bislang eine Veröffentlichung kaum Sinn. Das ist ein altes verkrustetes System, das abgeschafft gehört.

    Es ist doch ein Irrglaube, dass die Musik- und Filmindustrie durch Raubkopierer geschwächt wurde. Die gehen ja davon aus, dass die Raubkopierer die Alben auch sonst gekauft hätten. Das ist natürlich Quatsch.
    Der Hauptgrund ist eine viel größere Auswahl an (legalen) Möglichkeiten der Unterhaltung. Die Einschaltquoten von ARD und ZDF sind ja auch nicht deshalb gerínger geworden, weil man deren Programme aufzeichnen konnte, sondern weil es mittlerweile über 100 Privatsender gibt

    Es starten alleine in deutschen Kinos jede Woche rund 10 neue Filme, mehr als noch vor 20 Jahren. Das Budget wird immer größer (siehe Avatar etc.). Auch an Musik erscheinen alleine in Deutschland jede Woche mehr als 100 neue Produktionen - mindestens genauso viel wie vor 20 Jahren. Warum ist das so, wenn es denen so schlecht geht, bzw. damit kein Geld mehr zu machen ist?

    Im gegenteil: durch die neuen Medien und Internet lässt sich heutzutage sogar weit mehr Geld hereinholen. Jeder kann Geld machen und nicht nur diejeinigen, die hinter einer großen Label stehen. Und das ist ja auch gerade der Trick: nicht die kleinen Künstler beklagen sich (die wissen inzwischen genau, wie sie das Internet positiv für sich nutzen), sondern die großen Firmen, die es nicht geschafft haben, sich an den Fortschritt zu gewöhnen. Und sollen wir uns von ein paar wenigen Marktführern vorschreiben lassen, wohin sich die Erde dreht? Die etablierten Parteien lassen sich da gerne einlullen (wie bei der Autoindustrie), die Piraten nicht.

    Es mag einige merkwürdige Ideen bei den Piraten geben, die auch ich auf dem ersten Blick komisch finde. Jedoch erscheinen sie oftmals ganz vernünftig, wenn man sich die Hintergründe mal genauer anschaut.
    Und dass ich ja ein Fan von ungewöhnlichen Ideen bin, weiß man ja. Querdenken ist angesagt und nur so kann sich eine Gesellschaft positiv weiterentwicklen. Ich hoffe nur, dass das deutsche Volk das versteht und den langen Weg mit durchhält. Bei der Jugend mache ich mir da keine Sorgen, aber Ältere haben ja oft Probleme, alte Denkstrukturen umzustoßen. Aber das Problem löst sich ja dann in den nächsten 10-20 Jahren auch automatisch.

  11. #130
    Avatar von Micha L

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    10.06.2007
    Beiträge
    9.306
    Eine Protestpartei wählte früher die weit verbreitete Spezies des Stammwählers, wenn man mit "seiner" Partei unzufrieden war und auf "Umkehr" hoffte. Die typische Protestwahl war ein Signal an die alte Favoritin, kein wirkliches Bekenntnis zur "Protestpartei".

    Diese Bindung ist zunehmend verlorengegangen.
    Daher sind die Piraten eher eine "Versuchspartei".
    Deren Wählerschaft wird nicht die großen Erwartungen haben, die früher gegenüber den Etablierten gehegt wurden. Eher ist es der letzte Versuch vor der gänzlichen Politikverdrossenheit.

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