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Ossis sind trinkfester als Wessis ?

Erstellt von socky7, 09.03.2014, 11:25 Uhr · 58 Antworten · 3.174 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von socky7

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    Ossis sind trinkfester als Wessis ?

    Beruhte die Trinkfreudigkeit der Ossis auf niedrigen Preisen für alkoholische Getränke
    oder lag es am Alltagsfrust ?
    (man unterscheide Trinkfreudigkeit und Trinkfestigkeit !)

    Trunksucht als "kapitalistische Verfallserscheinung"

    In anderen Bereichen zeigt der Gesundheitsreport auch 23 Jahre nach der Wiedervereinigung noch deutliche Ost-West-Unterschiede. So diagnostizierten die Ärzte im vergangenen Jahr bei den Bewohnern der Berliner Ostbezirke rund 30 Prozent häufiger eine alkoholische Leberkrankheit. Das sei eine Spätfolge der DDR-Trinkkultur, erläutert DHS-Geschäftsführer Raphael Gaßmann "In der DDR wurde häufiger und mehr getrunken als im Westen".
    Das Problem sei von der Parteiführung verharmlost worden, weil Trunksucht als "kapitalistische Verfallserscheinung" angesehen wurde. "Wer heute im Osten an alkoholbedingten Krankheiten stirbt, ist mindestens 50 oder 60 Jahre alt und damit durch die Trinkkultur der DDR sozialisiert worden. Die wird man nicht los, nur weil sich das politische System geändert hat."

    https://www.rbb-online.de/politik/be...rlin-2013.html

    Menschen die regelmäßig viel Alkohol trinken, sollen angeblich mit der Zeit trinkfester werden. Es gibt aber auch Leute, die dauerhaft nicht viel vertragen können, weil die Leber den Alkohol nicht gut und schnell abbauen kann.

    Ein Löffel Olivenöl soll die Trinkfestigkeit erhöhen :

    http://www.stern.de/politik/geschich...ph-545984.html

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Joerg_N

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    Bei den hohen Renten die die dort einige bekommen ist der schnelle Verfall sicher oekonomisch sinnvoll

  4. #3
    Avatar von Micha L

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    Schnaps war nie Mangelware und getrunken wurde zu jedem Anlaß, sicherlich auch, um die Realität zu vergessen.
    Auch wenn der Konsum selbstverständlicher war als heutzutage - das Delirium war es nicht.

    Natürlich gab es auch das - eventuell befördert durch die Trinkfestigkeit des "Großen Bruders".
    Die Russen sollten ja in jeder Hinsicht Vorbild sein. Da war insbesondere die Nomenklatura bei "Freundschaftstreffen" in Zugzwang.

    Was das Heute betrifft, da gibt es in einer Hinsicht wohl keinen Unterschied - nämlich, daß Wohlhabende weniger betroffen sind: Leute mit hohen Renten leben überall meist gesünder und deswegen länger.
    Der "ökonomische Effekt" ist deshalb kaum gegeben.

    Der Alkoholtod mit 50 bis 60 wird Alkoholkranke generell betreffen, nicht nur eine bestimmte Generation - ganz einfach, weil der Körper in jungen Jahren noch was aushält und dann aber eher versagt als normalerweise.
    Das wird in Zukunft nicht anders sein.

  5. #4
    Avatar von joachimroehl

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    Gibt eine Regel: je weiter nach Osten um so trinkfreudiger und freundlicher werden die Menschen, jedoch sinkt die Lebenserwartung durch steigende Alkoholerkrankungen und Unfällen in Folge von reziprok. Der Tiefpunkt liegt dann irgendwo hinterm Ural, wo Männer eine allgemeine Lebenserwartung von Mitte sechzig haben. Ausnahmen wie Mallorca und Bad Thaya bestätigen die Regel.

    DSC04894.jpg

    Blick in ein ukrainisches Lebensmittelgeschäft (Kurswert 12 UGR : 1 €)

  6. #5
    Avatar von J-M-F

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    Da dieses Phänomen (Alkoholkrankheit) recht häufig mit Armut zu tun hat, ist es kein Wunder das im Osten mehr gesoffen wird. Höhere Arbeitslosenrate, höhere Geringverdienerrate sowie höhere Aufstockerrate bei Rente und Lohn sind im Osten die Regel. Das hat mit nichten mit der DDR oder irgendwelchem billigem Fusel zu tun.

  7. #6
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Gibt eine Regel: je weiter nach Osten um so trinkfreudiger
    Das ist komplexer:

    Im Westen, d.h. in Fankreich, wird mehr Wein getrunken.

    In anderer Richtung gibt es auch Unterschiede, und zwar von der Mitte ausgehend:
    In Norddeutschland wird mehr Schnaps getrunken, in Süddeutschland mehr Bier.

  8. #7
    Avatar von joachimroehl

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    Mediziner unterscheiden zwischen Alkoholikern und Wohlstandsalkoholikern, welche zwar auch an der Flasche hängen, aber überwiegend Hochpreisiges und Edles schlürfen und dann dem Körper Ausgewaschenes wie Vitamin B12 etc. hochdosiert medikamentös zuführen, sich rundum gut ernähren und zudem sportlich aktiv sind..

    Werbung: http://www.orthomol.com/produkte/produktuebersicht

  9. #8
    Avatar von Samuimike

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    Alkohol zerstört Leben!!!

  10. #9
    Avatar von Helli

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    Wird Trinkfreudigkeit und/oder Trinkfestigkeit jetzt im Westen oder
    Osten Pflicht, oder warum soll ich mich mit diesen Unterschieden
    beschäftigen?

  11. #10
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Wird Trinkfreudigkeit und/oder Trinkfestigkeit jetzt im Westen oder Osten Pflicht, oder warum soll ich mich mit diesen Unterschieden beschäftigen?
    Ooch lass mal helli- ich find is ein geiles Thema zum Mitreden.Ick geh jetzt mal uff @socky zurück. Jawoll Du hast Recht-dat Zeug war billig.Getreu dem Motto eines Herrn Breschnew:"wir können die Menschen nicht befriedigen-aber wir könne Sie besoffen machen."
    Außerdem wurde zumindest in den letzten Jahren der sogenannten "DDR" in den Büros und in den Betrieben allgemein schon richtigerweise der Frust weggesoffen.
    AAber-in der "DDR" wurden meistens harte Drogen(Alk)konsumiert. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß ich erst nach der Wende in den Genuss z.B.guter trockener Weine gekommen bin, der mein "Trinkverhalten "insofern beeinflußte, daß ich nicht mehr z.B den "Goldbrand" konsumierte- sondern fortan den z.B. "Pinot Grigio".
    Außerdem wurde nunmehr auf der Arbeit "gearbeitet" und das feuchtfröhliche Trinken auf den Feierabend bzw. das Wochenende verschoben.Nun sind wir alle "Wessies"-und zumindest die Unbekümmertheit mit dem Nachbarn, Kollegen etc. ist uns etwas abhanden gekommen.Dafür stanzen wir jetzt die selben Worte:"...... alles von unseren Steuern...." etc.bei jedem Grillabend.

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