Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 18 von 18

Opfer. Taeter. Gleichheitsgrundsatz?

Erstellt von strike, 28.12.2011, 12:03 Uhr · 17 Antworten · 1.064 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011
    Zitat Zitat von eyeQ Beitrag anzeigen
    ...
    Den Biermann hmmm.... na ja, .... so sehr hat der auch kein Interesse geweckt.
    Zumal er die verqueren Vorstellungen der Westlinken - und wer war damals nicht links? - ueber das Arbeiter-und-Bauern-Paradies sichtbar machte.
    Ein wenig davor wurde die damals beliebteste Rockband der DDR aus dem Verkehr gezogen.



    Ueber die Todesursachen der Bandmitglieder wird heute noch gemutmasst.

    Wie an anderer Stelle im Forum schon erwaehnt, lese ich aktuell Alexander Solschenizyns "Archipel Gulag".
    Spaetestens ab 1974 haette also auch jeder Linke im Westen die Chance die Wahrheit ueber den Kommunismus/Sozialismus zu erfahren und seine Sicht zu ueberpruefen.

    Und daran scheint mir das heutige politische System in Deutschland immer noch zu kranken: gefuehrt von Leuten, die eine traeumerische Vorstellung vom real-existierenden Sozialismus hatten und wohl auch immer noch haben.
    Das erklaert dann auch die Nachlaessigkeit im Umgang mit den Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der DDR, das wohlwollende Nebeneinander der SPD und GRUENEN mit der exSED/PDS - den LINKEN.

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Avatar von Micha L

    Registriert seit
    10.06.2007
    Beiträge
    9.314
    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Aber die Bitterkeit ueber die Etablierung der alten Kader und die Hilflosigkeit der westdeutsche Justiz im Umgang mit den DDR-Verbrechern ist schon immer mal wieder spuerbar.
    Immer mal wieder ist gut gesagt.

    Die Mehrheit interessiert sich dafür nicht mehr. Bürgerrechtler von damals gelten inzwischen nicht selten als staatlich geförderte Querulanten von Gestern. (Die BRD-Wirtschaft hat schon 1990 lieber auf ehemalige Ostmanager gesetzt, statt auf Revolutionshelden, die ganz sicher auch in Konzernen aufmüpfig werden. Das mag die Wirtschaft natürlich nicht)

    Wenn der Staat gegen SED-Größen vorgeht, dann meinen inzwischen nicht Wenige, daß man sie als ehemalige DDR-Bürger mit angreift und solidarisieren sich, völlig vergessend, daß sie ein ganz anderes Leben führten als die Nomenklatura. Die DDR-Verklärung greift um so mehr um sich, um so mehr der SED-Staat heute offiziell kritisiert wird.
    Der klare Verstand scheint nicht Wenigen abhanden gekommen zu sein, die damals voller Wut gegen die SED auf die Straße gegangen sind, auch mit schwarzrotgoldnen Fahnen (nicht selten mit Bundesadler drauf).

    Erklären könnte man das Phänomen dieser Abwendung auch mit der damaligen unrealistischen Demagogie der Union, die mit Slogans wie "Wohlstand für Alle" und "Wohlstand statt Sozialismus" in den letzten DDR-Wahlkampf ging. Die haben sie von Ludwig Erhard übernommen, obwohl kein Wirtschaftswunder zu erwarten war.

    Gruß

    Micha

  4. #13
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    ---- Der klare Verstand scheint nicht Wenigen abhanden gekommen zu sein, .....
    Kein Bezug auf die TaeTaeRae aber zum Thema:

    UN lowers flag for Kim Jong-il; rights group urges equal sympathy for victims - UN Watch

    Opfer?
    Welche Opfer?
    Mal sehen, wann der Mann fuer den Friedensnobelpreis*) vorgeschlagen wird .....


    *) schliesslich war er immer auf der Suche nach militaerischem Gleichgewicht - was dem Frieden immer hilft.

  5. #14
    Avatar von eyeQ

    Registriert seit
    31.12.2010
    Beiträge
    705
    JA das wohlwollende nebeneinander der Linken.... das sehe ich genauso.

    Das dieser Gysi dieser Verbrecher, ungestraft eine Partei gründen darf, sehe ich mit befremden.
    Es wird diskutiert, die NPD zu verbieten, was ich persönlich weniger gut finden würde, weil die Mitglieder dann nur abtauchen und unberechenbarer werden, solange die eine PArtei haben, sieht man die Fressen und man kann sich auf sie einstellen..
    Die linken mit diesem Oskar, der immer wenn es drauf ankam nur gekniffen hat, diese Wagenknecht ( hübsch zwar aber wenn die redet )und der Gysi...
    Ich bin Wessi, aber ich wundere mich...das Ossis dieses leute nicht gelyncht haben, verstehen hätte ich es können.

    Es bleibt zu vermuten, das alte System oder wie hier oft gesagt wird die Seilschaften arbeiten noch gut miteinander.
    Viele Stellen hier im Osten...wie NOTARE oder auch bei Gericht, sind von alten kommunisten besetzt.
    Weil man hat ja nach dem Mauerfall schnell Leute gebraucht und ich vermute die meisten Leute konnte man nur aus der Stasi oder dem alten Militär rekrutieren.

  6. #15
    Avatar von Chris67

    Registriert seit
    16.01.2008
    Beiträge
    3.007
    Moin,

    Viel schlimmer als dass Leute wie Gysi eine Partei gründen konnten, denn von dem wusste man ja dass er links war, finde ich die vielen ehemaligen Ost-CDU (=> Blockpartei!) Leute, die völlig kritiklos in die West-CDU wechselten. Gleiches gilt für LDPD und FDP. Diese Leute haben die SED Politik in der DDR mitgetragen.

  7. #16
    Avatar von strike

    Registriert seit
    08.12.2007
    Beiträge
    28.011
    Guter Hinweis, Chris.

    In den 22 „Thesen des Christlichen Realismus“ bekannte sich die Ost-CDU „zur sozialistischen Erneuerung der Gesellschaft“ (1. Fassung, 1951) bzw. „zur sozialistischen Gesellschaft“ (2. Fassung, 1952). Unter Verweis auf die „beispielhafte Verwirklichung“ der von Karl Marx entwickelten „Lehre zum Aufbau einer neuen besseren Gesellschaftsordnung“ in der Sowjetunion wurde in diesem Zusammenhang betont, daß der Sozialismus den Christen heute „die beste Möglichkeit zur Verwirklichung der Forderungen Christi und zur Ausübung praktischen Christentums“ gebe. Daß die „Arbeiterklasse auf dem Wege zur Errichtung des Sozialismus die Führung hat“ war für die Ost-CDU ebensowenig strittig wie die Behauptung, daß „der planmäßige Aufbau des Sozialismus...in der weiteren Entwicklung in eine volksdemokratische Ordnung“ führt. Die Partei erkannte diese Entwicklung seit dem 6. Parteitag ausdrücklich „als geschichtlich notwendig und folgerichtig“ an.

    Diese Anpassung an die Ideologie der SED ging so weit, daß spätestens am Ende der 1950er Jahre von einer eigenständigen Parteiideologie kaum mehr die Rede sein konnte. Sie unterschied sich allenfalls darin, daß statt einer marxistischen eine pseudochristliche Begründung für die Politik der DDR und der CDU geliefert wurde, was allerdings bedeutete, daß man keine selbständige Politik mehr anstrebte, sondern stets bemüht war, der SED nicht ihre führende Rolle auch nur annähernd streitig zu machen.


    Aber das war wohl sicher zweitrangig, Hauptsache "Christlich" im Namen.

  8. #17
    Avatar von tuxluchs

    Registriert seit
    13.08.2011
    Beiträge
    2.962
    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Zumal er die verqueren Vorstellungen der Westlinken - und wer war damals nicht links? - ueber das Arbeiter-und-Bauern-Paradies sichtbar machte.
    Ein wenig davor wurde die damals beliebteste Rockband der DDR aus dem Verkehr gezogen.



    Ueber die Todesursachen der Bandmitglieder wird heute noch gemutmasst.

    Wie an anderer Stelle im Forum schon erwaehnt, lese ich aktuell Alexander Solschenizyns "Archipel Gulag".
    Spaetestens ab 1974 haette also auch jeder Linke im Westen die Chance die Wahrheit ueber den Kommunismus/Sozialismus zu erfahren und seine Sicht zu ueberpruefen.

    Und daran scheint mir das heutige politische System in Deutschland immer noch zu kranken: gefuehrt von Leuten, die eine traeumerische Vorstellung vom real-existierenden Sozialismus hatten und wohl auch immer noch haben.
    Das erklaert dann auch die Nachlaessigkeit im Umgang mit den Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der DDR, das wohlwollende Nebeneinander der SPD und GRUENEN mit der exSED/PDS - den LINKEN.
    Bist Du ein Medium? von wegen Tod vorhersagen?RENFT. Die offizielle Heimseite. Klaus Renft Combo - HEIM

  9. #18
    Avatar von tuxluchs

    Registriert seit
    13.08.2011
    Beiträge
    2.962
    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Immer mal wieder ist gut gesagt.

    Die Mehrheit interessiert sich dafür nicht mehr. Bürgerrechtler von damals gelten inzwischen nicht selten als staatlich geförderte Querulanten von Gestern. (Die BRD-Wirtschaft hat schon 1990 lieber auf ehemalige Ostmanager gesetzt, statt auf Revolutionshelden, die ganz sicher auch in Konzernen aufmüpfig werden. Das mag die Wirtschaft natürlich nicht)

    Wenn der Staat gegen SED-Größen vorgeht, dann meinen inzwischen nicht Wenige, daß man sie als ehemalige DDR-Bürger mit angreift und solidarisieren sich, völlig vergessend, daß sie ein ganz anderes Leben führten als die Nomenklatura. Die DDR-Verklärung greift um so mehr um sich, um so mehr der SED-Staat heute offiziell kritisiert wird.
    Der klare Verstand scheint nicht Wenigen abhanden gekommen zu sein, die damals voller Wut gegen die SED auf die Straße gegangen sind, auch mit schwarzrotgoldnen Fahnen (nicht selten mit Bundesadler drauf).

    Erklären könnte man das Phänomen dieser Abwendung auch mit der damaligen unrealistischen Demagogie der Union, die mit Slogans wie "Wohlstand für Alle" und "Wohlstand statt Sozialismus" in den letzten DDR-Wahlkampf ging. Die haben sie von Ludwig Erhard übernommen, obwohl kein Wirtschaftswunder zu erwarten war.

    Gruß

    Micha
    jaja die ossis, die in der ddr haben unterdrückt aber waren verlässlich, die heute unterdrücken nicht, sind aber nicht verlässlich, also wonach sehnt man sich? verlässlichkeit
    ja die ossis sind eine besondere Spezies

Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Ähnliche Themen

  1. Santika-Opfer
    Von Schwarzwasser im Forum Thailand News
    Antworten: 34
    Letzter Beitrag: 22.10.13, 13:39
  2. 22 Opfer des EHEC - Erregers und...
    Von Samuianer im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 41
    Letzter Beitrag: 09.06.11, 17:20
  3. Der Täter/ Das Opfer von Viernheim
    Von i_g im Forum Sonstiges
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 01.09.09, 14:28
  4. 487 deutsche Tsunami Opfer
    Von Serge im Forum Thailand News
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.05.05, 07:57
  5. Zwei Schweizer Opfer.
    Von odysseus im Forum Thailand News
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 09.02.03, 11:39