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Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

Erstellt von strike, 06.11.2009, 21:08 Uhr · 127 Antworten · 6.775 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von wingman

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    ich denke das alle diskussion darüber nur theorie sein kein. im ernstfall wird man sich kaum entziehen können, insbesondere wenn es um die eigene frau geht.
    die devise lautet dann : der angreifer oder meine frau/ich. und genau danach sollte man handeln........der richter ist mir in dem augenblick völlig gleich.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    @ Nokhu,

    was geht und was nicht-> Richtung ABWEHR..
    ..schau dir das Strafgesetzbuch ganz genau an !!

    Differenzierungen sind nicht soo ohne.

    Bedenke, nach Verurteilung nach STGB. folgt i.d.R. ein Prozess zivilgerichtlich. :-)

    Kosten:
    1. für das Strafverfahren
    2. für das Zivilrechtliche.

    mich hat die " Retteraction " ca. 100.000 DM gekostet.

  4. #123
    Avatar von rolf2

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    wer ein Messer (im sinne des Waffengesetzes) mit sich rumschleppt hat sowieso schon mal schlechte Karten, wenns zum Prozess kommt

    Ein einfacher Schubser kann ausreichen die Gesundheit des Kontrahenten auf immer zu ruinieren, je nachdem wie derjenige fällt, oder in was er fällt (Glasscheibe, vorstehende Tischkante, Heizung etc).

    Das kann lebenslange Rentenzahlungen nach sich ziehen, ein ruiniertes Gebiss, ein zerschlagenes Auge, verdrehte Gelenke,gebrochene Knochen.......das kann alles sehr teuer werden, also immer versuchen etwas cooler an die Sache heranzugehen

    Hinterher denkt man sich dann vieleicht auch, das alles nur
    weil da jemand ne mir unbekannte Tussi angelabert hat (das tut übrigens nicht besonders weh und Frauen kennen sich damit sowieso aus), oder mich irgendwie "beleidigt" hat?

    So`n "Ehrgefühl" oder ein aufgeblasenes Ego können ganz schön teuer werden..........

  5. #124
    Avatar von rolf2

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Zitat Zitat von wingman",p="794820
    ich denke das alle diskussion darüber nur theorie sein kein. im ernstfall wird man sich kaum entziehen können, insbesondere wenn es um die eigene frau geht.
    die devise lautet dann : der angreifer oder meine frau/ich. und genau danach sollte man handeln........der richter ist mir in dem augenblick völlig gleich.
    eher selten ergeben sich solche ultimativen enweder/oder Situationen, vieles in dieser Hinsicht kann man einfach vermeiden durch vorausschauendes Handeln und der Situation angepasste verbale und körpersprachlich eindeutige Zeichen.
    Täter suchen Opfer und keine Gegner.

    Das Schlüsselwort heißt hier Deeskalation

  6. #125
    Avatar von Nokhu

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Zitat Zitat von rolf2",p="795074
    eher [highlight=yellow:40cc0b6ad0]selten[/highlight:40cc0b6ad0] ergeben sich solche ultimativen enweder/oder Situationen,
    Ok, selten. Ist mir aber schon 2x passiert. Bleibende Schäden bei mir nicht, bei den anderen Zeugen gab es nicht.
    Täter suchen Opfer und keine Gegner.
    Warum sollte man dann kein Gegner sein?
    Das Schlüsselwort heißt hier Deeskalation
    Erzähl das den Angreifern.
    Deren Probleme mit überschüssigen Hormonen, Alkohol und Frust jedweder Art sollen sie unter ihresgleichen befriedigen.

    Ich halt es da mit der letzten Aussage von @Wingman und dieser Aussage:
    Zitat Zitat von Nokhu",p="793305
    Von einem bekannten Polizisten kam mal vor Jahren der folgende Rat betreffs Wohnungseinbruch bei eigener Anwesenheit.

    Drittes Nasenloch verpassen, dann gibt es keine Schadenersatzforderungen des Täters. Ärger gibt´s ja trotzdem auf jeden Fall.
    Gleiches, wenn möglich im Strassenkampf.
    Ein Angriff bleibt ein Angriff und wird dementsprechend (nach Möglichkeit) beantwortet.
    Gegen hinterhältige und völlig unmotivierte Angriffe ist man natürlich machtlos. Ebenso gegen eine gegenüberstehende Gruppe.
    Hier könnten dann möglicherweise Mr.Smith und Mr. Wesson helfen.

  7. #126
    NAN
    Avatar von NAN

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Bedenke, nach Verurteilung nach STGB. folgt i.d.R. ein Prozess zivilgerichtlich.
    Richtig, das sollte eigentlich in beide Richtungen gehen, aber leider ist meistens von den Angreifern nichts zu holen.

    Ist schon seltsam was aus diesem Land geworden ist, das seine Soldaten nach Afghanistan sendet weil jemand meint das Deutschland am Hindukusch verteidigt wird, und gegen den dann die Staatsanwaltschaft ermittelt wenn er genau das tut wozu er ausgebildet wurde.

    Ein kleiner Hinweis an diejenigen die hier im Forum schreiben sie würden im Notfall mit einer Waffe auf den Einbrecher schießen. Jeder der eine Waffe in die Hand nimmt muss auch bereit sein sie zu benutzen. Es reicht ein kurzes Zögen und es könnte nach hinten los gehen.
    Übrigens gib es in den USA eine Studie wonach unbewaffnete bei einem Überfall eine größere Überlebenschance hat als derjenige der bewaffnet in den Konflikt eintritt.

  8. #127
    Avatar von rolf2

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    @Nokhu

    als Gegner kann man sich zeigen bevor es zur Sache geht um einen Angriff gar nicht erst interressant werden zu lassen, nicht erst im Kampf.

    Bei der Deeskalation musst Du natürlich unterschiedlich auf
    verschiedene Snenarien reagieren.

    ein nächtlicher Einbruch ins Haus ist halt was ganz anderes als ne Anmache auf der Straße, im Bus oder in der Disco/Kneipe

    Wenn es ums Ganze geht muss man logischerweise mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen.

    Ich versuche hier einerseits Euch dafür zu sensibilisieren Kämpfe im Ansatz zu vermeiden, bzw. wenn es denn zum Kampf kommt an die Folgen zu denken und dann möglichst gut dazustehen vor dem Richter, indem man eindeutige Verteidigungssignale gesetzt hat für anwesende Zeugen.
    Andererseits klarzumachen, daß jeder Kampf das Risiko in sich birgt schwer verletzt oder sogar getötet zu werden.

    Bei einem Angriff/Pöbelei wisst ihr ja nie ob der Täter allein ist oder ob er vielleicht bewaffnet ist, davon ist jedoch heutzutage auszugehen.

  9. #128
    Avatar von

    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Zwar nicht Notwehr, aber wenn man bei solchen Zeitgenossen kann man schon auch zum Gewalttaeter mutieren.
    Mann verklagt seine Retterin
    14.11.2009
    Von Jörg Heinzle


    Es sind dramatische Szenen, die sich am Vormittag des 7. Januar 2006 auf dem Königsplatz abspielen. Vor der Filiale einer Bank bricht ein Mann zusammen, er ist bewusstlos. Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht vor. Und eine Ärztin, die zufällig in der Nähe ist, eilt herbei. Die Medizinerin hilft dem Mann nach Kräften. Der Dank: Jetzt, über drei Jahre später, musste sie vor Gericht erscheinen. Der Gerettete will von seiner Helferin Schmerzensgeld.

    Der Fall, mit dem sich die vierte Zivilkammer des Augsburger Landgerichts zu befassen hat, sorgt für Aufregung unter Medizinern. Kurt Reising, der Sprecher des ärztlichen Kreisverbands, ist empört. „Das sind Auswüchse in unserer Gesellschaft“, schimpft er. „Wenn so etwas zur Regel wird, hilft am Ende keiner mehr“. Reising fürchtet Verhältnisse, wie er sie aus den USA kennt. „Dort laufen Ärzte davon, wenn sich ein Notfall ereignet.“ Aus Angst, danach wegen eines Fehlers vor Gericht zu stehen.

    Die Augsburger Ärztin kann allerdings darauf hoffen, dass die Klage abgewiesen wird. Das ließen die Richter unter Vorsitz von Maximilian Hofmeister in der Verhandlung in dieser Woche durchblicken. Sie sehen offenbar keinen Anlass dafür, ausgerechnet die Frau zu verurteilen, die dem heute 52-Jährigen das Leben retten wollte. Ein Gutachter bescheinigte der erfahrenen Klinikärztin zudem, dass sie in der Notlage absolut richtig gehandelt habe.

    Die Anzeichen hatten damals dafür gesprochen, dass der Mann an einer akuten Unterzuckerung litt. Dieser Zustand kann zu starken Schäden am Hirn und zum Tod führen. Deshalb legte die Ärztin dem Mann eine Infusion mit einer Zuckerlösung. Später stellte sich heraus: Wegen dieser Infusion entwickelte sich eine Venenentzündung an der Einstichstelle am Handrücken. Der 52-Jährige sagt, er leide daran noch immer. Er spricht von Schmerzen sowie von einem Taubheits- und Kältegefühl. Im Nachhinein stellte sich zudem heraus, dass der Mann gar keine Unterzuckerung hatte. Die Ärztin habe das aber, meint der Gutachter, nicht ahnen können. Ihre Reaktion sei angemessen gewesen. Zumal sie in diesem Moment die einzige ausgebildete Medizinerin vor Ort gewesen ist. Ein Notarzt war nicht da.

    Ursprünglich hatte der 52-Jährige von seiner Retterin angeblich bis zu 10 000 Euro gefordert. Er muss jetzt aber damit rechnen, dass er leer ausgehen wird. Sollte die Klage wie erwartet abgewiesen werden, ist das in den Augen von Kurt Reising vom ärztlichen Kreisverband ein wichtiges Signal. Wenn sich Patienten wegen eines „Kunstfehlers“ an die Justiz wenden, sei das völlig in Ordnung. „Doch das hier ist Egoismus“, sagt er. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Hilfsbereitschaft wegen so etwas schwindet.“
    http://www.augsburger-allgemeine.de/...geid,4490.html

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