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Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

Erstellt von strike, 06.11.2009, 21:08 Uhr · 127 Antworten · 6.778 Aufrufe

  1. #101
    Avatar von robert 50

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Zitat Zitat von rolf2",p="794129
    @Strike

    dann kann man dat Messerchen immer noch rausholen, das hat dann auch den Vorteil das mögliche Zeugen klar erkennen können wer der Agressor ist. In aller Regel verhalten sich solche Szenarien jedoch nach festen Schemen, dem s.g. Ritualkampfmuster, zeigt der Angepöbelte seine Unterlegenheit und sucht das Weite, ist der Agressor in der Regel zufrieden.

    Falls der Angepöbelte jedoch vor Ort bleibt, weil er sich ja im Recht fühlt, nimmt er dieses Recht aber möglicherweise mit in sein Grab.
    Ich käme mir blöd vor so zu tun als hätte ich fundamentiertes Wissen über einen Vorgang,von dem du allem Anschein nach komplett uninformiert bist.
    Ich komme aus dieser Gegend und immerhin ist da dieses und jenes der Bevölkerung besser im Ohr hängengeblieben.Heute nun hat sich die Münchner AZ dem Thema angenommen und schildert den Sachverhalt besser und deutlich nachvollziehbarer.
    Also die Türken haben auf diesem kleinen Marktplatz von dem die U-Bahn Eingänge zu erreichen sind vorbeikommende wildfremde Menschen angepöpelt,(vielleicht auch nur ein bischen beleidigt)letztlich auch den Freund des Studenten (Werbung Studentenstadt Garching)welcher zuvor den anatolischen Brüdern mitgeteilt hat,das sie das anpöbeln wildfremder Leute unterlassen sollen.

    Wie war das mit der Zivilcourage nochmal? In dem Zusammenhang fällt mir das postum geehrte Opfer,welches Schüler schützen wollte,und dann selber zu Tode getreten wurde,spontan ein.

    Zurück zum Geschehen,die Auforderung ihr Pöbeln einzustellen namen die lustigen Türken natürlich sehr ernst.Jetzt war ihre Ehre in Gefahr und das veranlasste die wütende Gemeinschaft den Freund des "Messerstechers"umzunieten und Zitat AZ:"ihn anzuspringen Sekunden später liegt der Mann am Boden"!
    Dann haben sie den"Messerstecher" zu Boden gebracht,welchem es aber gelang wieder aufzustehen.Den nächsten Faustschlag der ihn streifte,vermochte er fast auszuweichen.Jetzt packte ihn die nackte Angst er wehrte sich mit dem Messer und flüchtete.

    Da wirds so ne Sache mit dem Ritualkampfmuster den du da beschreibst.Gelle?Sowas hat es mal gegeben als es noch Ehrensache war eine Untenliegenden nicht noch weiter zu verletzen,oder der Kampf Mann gegen Mann ehrhaft war.
    Aber die Integration liebgewonnener Zugezogener bringt auch nicht wie vermutet werden darf nur Sonnenschein,nein auch hier heißt es,wo Licht ist,ist auch Schatten.Manchmal auch überprobertional scheint mir.
    Ach ja der messerstechende angehende Informatiker der TU München hat dafür 604 Tage im Knast gesessen 12500 € Schmerzensgeld gezahlt und bereut natürlich ungezwungenermaßen sein Verhalten.Diese tiefe Demut nahm offensichtlich der Bundesgerichtshof zum Anlaß die teilweisen Aufhebung zu verkünden,nicht ohne darauf hinzuweisen,das der Schuldspruch rechtens sei,allerdings die strafmildernden Umstände zu wenig Berücksichtigung gefunden hätten.

  2.  
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  3. #102
    Avatar von Dieter1

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Der Mann gehoehrt eigentlich fuer das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen!

  4. #103
    Avatar von rolf2

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    @Robert50

    ich seh das ganz pragmatisch, wegen einer Pöbelei seine Gesundheit oder sein Leben aufs Spiel zu setzen ist einfach für die meisten von uns kein kluges Verhalten, ok. vielleicht ritterlich aber auch gleichzeitig weltfremd.

    Anders sieht es aus wenn jemand Hilfe braucht weil er einem tatsächlichen körperlichen Angriff ausgesetzt ist.

    Aber auch hier gilt nach Möglichkeit umsichtiges Verhalten, andere Leute dazuholen, Polizei über Handy anfunken, möglichst viel Aufmerksamkeit bei anderen Passanten erreichen usw.

    moralisch gebe ich dem Einschreitenden recht, nur bitte mit
    Bedacht, denn ralistischerweise muss man eben damit rechnen selbst gehörig auf die Mütze zu bekommen oder eben die Notwehr evtl zu überschreiten und dann das Gesetz zu spüren zu bekommen.

    Ich spreche hier lediglich von Realitäten und nicht von
    Wunschdenken oder Scheinwelten.

    Wer meint in der Lage zu sein anderen Leuten zu helfen und dabei bewusst in Kauf nimmt als Krüppel oder sogar niemehr aufzuwachen, nunja der soll von mir aus gerne mal versuchen
    mit skrupellosen Schlägern klarzukommen.

    Die meisten hier dürften wohl eher um die 40 oder älter sein
    untrainiert und nicht kampferfahren, also dementsprechend
    sollte man sich auch realistischerweise verhalten, ansonsten selber böses Aua

  5. #104
    Avatar von Conrad

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Tja, kommt wohl auch sehr drauf an, auf was für einen Richter man trifft. Sitzt da so ein linker Türkenversteher - Gutmensch hat man schlechte Karten, wenn man zurückschlägt und Ali oder Mehmet eine Schramme abbekommt. Der zeigt dich natürlich gleich wegen Körperverletztung an und kriegt womöglich recht, wie aus dem Beispiel Sven G. ersichtlich.

    Ich bin halt auch nicht der Typ der wegrennt, eher jemand der im letzten Moment lieber mit voller Wucht zuerst zuschlägt, wenn man merkt, man kommt da anders nicht mehr raus. Eigentlich war ich erst einmal in so einer Situation, hab dem Typ der kurz davor war, mir ne Kopfnuss zu verpassen ein massives Bierglas an der Schädel gekloppt, der mußte dann ins Krankenhaus. Seine Rockerkumpel waren dann hinter mir her, ich war glücklicherweise schneller u. konnte in ein Taxi flüchten.

    Wochen später hab ich die dann da wiedergetroffen, da waren sie ganz zahm. Ich hab dann mit dem Chef von denen ein paar Bierchen auf meine Rechnung gezischt, dann war wieder alles gut, aber das waren eben Deutsche, da wußte man noch, woran man war.

    Dass weder ich noch einer von den Rockern zur Polizei gelaufen ist, brauch ich wohl nicht noch extra zu betonen.

  6. #105
    Avatar von rolf2

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Für alle die sich mit dieser Materie dann doch stärker befassen wollen, eine WingTsun-Schule gibt es auch in Deiner Stadt, ich hab damit vor 17 Jahren begonnen, weil ich lernen wollte mich und meine Frau zu verteidigen, es gab zu der Zeit viele Übergriffe auf Ausländer von Rechtsradikalen.

    Seit vielen Jahren bilde ich Menschen aller Altersklassen im Bereich SV aus, ist cool und hilft die Sache realistisch zu sehen und zu behandeln.........

    und dort beschäftigt man sich theorethisch und praktisch mit dem Straßenkampf und nicht mit sportlichen Duellen.

    http://www.wingtsunwelt.com/#

  7. #106
    Avatar von robert 50

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Ach noch was dazu,der zum Hauptopfer gewordene Täter,ein Fußballer kann seine angestrebte Treter,sorry Fußballerkarriere nicht fortsetzen.Er spielt jetzt sehr unterklassig,weil er beim Luftholen noch richtige Atemprobleme hat.Damit hat sein Sportlerherz auch nicht gerechnet,das der böse Deutsche sich auf original türkische Weise zur Wehr setzt.

  8. #107
    Avatar von Nokhu

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Zitat Zitat von rolf2",p="794152
    ..ich weiß ja nicht wie Du körperlich und mental drauf bist, ob Du richtig zuhauen und einstecken kannst,
    Ein Messer irgendwo reinstechen kann man auch mit 60 noch.
    ...aber wenn Dir irgend
    son Assi nachruft "scheiß Deutscher" dann kannst du Dir ein Ei drauf pellen....
    Richtig!
    Aber wenn derjenige dir das mit Gewalt in den Schädel hämmern oder in die Stirn schnitzen will, dann sieht es anders aus.
    Da hätten wir dann aber den Unterschied zwischen verbalem und tätlichem Angriff.

    Und Notwehr heisst für mich, wehren in einer Notlage. Dafür brauch ich keine Gesetze.
    Wer angreift musss mit möglicher,auch heftig(st)er Gegenwehr rechnen.

  9. #108
    Avatar von rolf2

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Zitat Zitat von Nokhu",p="794212
    Wer angreift musss mit möglicher,auch heftig(st)er Gegenwehr rechnen.
    Schon richtig, nur das gilt eben für beide Seiten, wer jemanden wegen eines blöden Spruchs körperlich angreift muss das bedenken. Für Zeugen ist es oft sehr schwierig auseinanderzuhalten wer der eigentliche Angreifer und wer das Opfer ist, wer angefangen hat zu schlagen, oder von wem das Messer kam.

    Ich glaube der Münchner Student hält sich in Zukunft eher zurück, der Türke wahrscheinlich auch, wäre besser für alle gewesen, die Folgen vorher zu bedenken.

  10. #109
    Avatar von strike

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    Bensheim.
    Hessen.
    09/2008.

    Vier Männer belästigen in einer Diskothek eine Frau.
    Die Nationalität verschweige ich bewusst, um bestimmte Member nicht in Rage zu bringen und zum erneuten Anruf beim BfV zu zwingen.
    Ein junger Deutscher hilft der Frau und wird daraufhin von den Vieren angegriffen.
    Ein weitere Deutscher, 29 Jahre alt, eilt dem Angegriffenen zu Hilfe.
    Der Sicherheitsdienst wirft die 4 Männer raus.
    Allerdings auch die 2 Deutschen.

    Was die 4 Männer mitbekommen.
    Also erwarten sie die 2 und schlagen sofort auf diese ein.
    Einer kann flüchtenund will Hilfe holen.
    Der andere erfährt was Kränkung der Ehre bedeutet.
    Im Gericht heute hört sich das dann so an: "... der 29-Jährige habe sie dann vor der Diskothek provoziert, wonach sie ihm einen "Denkzettel" verpasst haben".
    Als der Mann sich nach diesem "Denkzettel" nicht mehr regt, lässt man ihn auf der Strasse liegen, um zu viert sofort umzukehren, als er versucht doch noch aufzustehen und tritt ihn endgültig ins Koma.
    Ein etwas später anfahrendes Taxi übersieht das Bündel Leben auf der Strasse und überrollt ihn.
    4 Wochen später stirbt der Helfer.

    Einer der vier Männer flüchtet in die Türkei, so dass heute nur drei der Täter verurteilt werden konnten.

    Dazu sollte man sich unbedingt diesen Report gönnen.
    Tja, vor allem dieser Report und die darin getroffenen Aussage:
    Viele Menschen hätten bei Treffen inzwischen eigene Erlebnisse geschildert. Immer wieder mit dem Tenor, dass es sinnlos sei, sich gegen Gewalt aufzulehnen und anderen zu helfen. «Das ist schlimm», sagt die Flugbegleiterin und stellt auch der Polizei kein gutes Zeugnis aus. Ob dort Personal fehle, ob Beamte nicht genug ausgebildet oder nicht genügend motiviert seien, wisse sie nicht. «Aber Betroffene berichten, dass sie bei der Polizei zu wenig Unterstützung finden.»

    Ihnen werde beispielsweise wegen drohender Erfolglosigkeit von einer Anzeige abgeraten. «Das Vertrauen in die Polizei ist gesunken», sagt Salome Saremi. Sie führt ihre eigenen Erlebnisse an. «Im Fall meines Bruders meldete die Polizei nach einem Tag einen ganz fragwürdigen Festnahmeerfolg.» Fabians Schwester trommelte seine Freunde zusammen, gemeinsam erstellten sie eine Liste möglicher Zeugen, ermittelten auf eigene Faust und nannten nach wenigen Tagen den Beamten die vermutlichen Täter. Die Polizisten räumten im Prozess ein, dass die Gruppe um Fabians Schwester ihrer Ansicht nach die tatsächlichen Täter ermittelt und sie zuvor die Falschen festgenommen hatten.
    sollten die Hoffnung auf Unterstützung durch die staatlichen Organe und auf Ergebnisse nach dem ritualisierten Geblöcke der Politik nach Vorfällen dieser Art nicht allzu gross werden lassen.

    Übrigens bekam der Haupttäter heute in Darmstadt zunächst mal 6 Jahre.
    Mal sehen, was nach der Berufung - so es eine gibt - davon übrigbleibt.
    Bei guter Führung sollte "das Thema" nach 2 - 3 Jahre abgesessen sein .....


  11. #110
    Avatar von rolf2

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    Re: Notwehr - oder warum immer weniger Menschen helfen

    @Strike

    so siehts aus, das ist die Realität, und in Thailand sollte man sich auch nicht unbedingt mit angesoffenen Naglaeng oder überhaupt Betrunkenen anlegen......

    besser ist das

    Was hätte man besser machen können?

    z.B. die Security der Disco auf die vier Jungs aufmerksam machen können, ok. das ist jetzt nicht so heldenhaft, aber vermutlich würde der 29jährige heute noch leben.

    andere Möglichkeit:

    Theater spielen nach Augenkontakt mit dem Mädel, auf das Mädel zugehen und sagen, "........ quatsch nicht schon wieder andere Typen an", und sie rasch wegführen aus dieser Situation.

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