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Notwehr bei Einbruch

Erstellt von Chak, 04.07.2012, 19:16 Uhr · 59 Antworten · 5.549 Aufrufe

  1. #21
    Antares
    Avatar von Antares
    Lieber @Leopard,
    wo hast Du deine Sachkundeprüfung abgelegt? Natürlich kann gegen einen Einbrecher welcher mit einem Messer bewaffnet ist (und damit auf jemanden losgeht) auch geschossen werden.
    So ist die fortlaufende Rechtssprechung. Im überigen: Lieber stehend vor dem Richter als liegend vor dem Pfarrer!

    M.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von fred1

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    hier darf ich jeden einbrecher erschiessen. nicht nur einbrecher, auch dieb und sonsiges gesindel. auf ausdrueckliche anweisung und wunsch des buergermeisters

  4. #23
    Avatar von Leopard

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    @ Antares

    Leider hast Du nur teilweise Recht.

    Natürlich darfst Du Dich grundsätzlich gegen jemanden welcher mit einem Messer und mit Tötungsabsicht auf Dich los geht mit der Schusswaffe wehren. Das steht außer Frage.

    Das Problem ist aber bei einem Einbruch folgendes:

    Als Jäger, Sportschütze, etc. hast Du Deine Schusswaffe zu Hause wohl kaum griffbereit wenn nachts ein Einbrecher kommt, oder? Falls doch, ist Deine Zuverlässigkeit in Gefahr......

    Stehst Du einem Einbrecher welcher Dich Nachts überrascht also mit der Schusswaffe gegenüber, ist also juristisch schon mal etwas falsch gelaufen....

    Dann auch noch ein Messer beim Einbrecher zu erkennen, welches er in Tötungsabsicht gegen Dich einsetzen will und Dich nicht nur damit erschrecken will ist schwierig zu erkennen und noch schwerer zu beweisen, das musst Du aber wenn Du geschossen hast.....

    Der Einsatz einer Schusswaffe gegen einen Einbrecher ist also in unserer Bananerepublik leider äußerst dumm für den "gesetzestreuen" Bürger......

    Wie bereits von mir geschrieben ist es beim Einsatz eines Hundes übrigens das gleiche. Hat man einen großen trainierten Hund zu Hause, z.B. Schäferhund, und lässt man den auf den Einbrecher gehen, ist man genau so dran als wie wenn man eine Schusswaffe eingesetzt hätte.

    So ist nun mal leider die Linksgrüne Rechtssprechung. Gefällt mir auch nicht, läuft aber hier in D leider so.

  5. #24
    Avatar von Franky53

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    bei einem gut trainierten Wachhund kommt der Einbrecher garnicht ins Haus ,und der stellt ihn höchstens.

    jemand der einen scharfen Hund auf eine Person hetzt ,aus welchem Grund auch immer ,ist für mich ein geistigabnormer Rechtsbrecher.

  6. #25
    Avatar von Leopard

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    Du brauchst den Hund gar nicht hetzen Franky. Wenn der Hund den Einbrecher gestellt hat und der Einbrecher bewegt sich, packt der Hund zu, so ist er trainiert.
    Ändert aber leider nichts am Sachverhalt das der Hundehalter dran ist.

  7. #26
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Leopard Beitrag anzeigen
    Verhältnismäßigkeit der Mittel!

    Ihm "eine drüber hauen" darfst Du nur, wenn er Dich körperlich angreift, also eine Notwehrmaßnahme. Das darfst Du auch nur so lange, wie der Angriff andauert.

    Der Einsatz eines (entsprechend großen) Hundes gegen den Einbrecher gilt übrigens als Waffeneinsatz.

    Wenn er in den Gartenrechen läuft, kannst Du unter Umständen noch haftbar gemacht werden und vom Einbrecher auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt werden. Das ist leider kein Witz.

    Ich wünschte mir, wir hätten in Deutschland die US-Amerikanischen "Stand your ground Gesetze". Da bräuchte man mit Einbrechern nicht lange fackeln und die Gerichte wären entlastet.
    Das ist nicht richtig, wie Antares ja schon schrieb (s.u. noch einmal).
    Es hat mich zwar auch überrascht, aber die "stand your ground"-Gesetze wurden notwendig und auch erst in den den letzten Jahren in etwa der Hälfte der US-Bundesstaaten eingeführt, weil dort im Gegensatz zu Deutschland tatsächlich der Grundsatz bestand, man muss zuerst zurückweichen und darf sich nur bei unmittelbarer Gefahr wehren, wohingegen in Deutschland schon lange gilt, Recht muss nicht Unrecht weichen.

    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    1. Das Recht braucht dem Unrecht nicht weichen.
    2. Auch das persönliche Eigentum ist ebenso wie die Körperliche Unversehrtheit Notwehrfähig. (Notwehrfähig ist jedes dem Angegriffenen oder Dritten zustehende Gut und jedes rechtlich anerkannte Interesse)
    3. Die Verhältnissmäßigkeit der Mittel, im StGB ist der Sachverhalt des Notwehrexceses abgebildet. Solange ein Angriff andauert sind alle geeigneten Maßnahmen erlaubt den Angriff zu beenden.

    In praxi "darf" man in Deutschland einen Einbrecher bis zum Eintreffen der Polizei festsetzen oder mit mit einem Warnschuss (z.B.. Jäger, Sportschützen können das theoretisch) vertreiben. In den Rollstuhl prügeln fällt unter Punkt 3.
    Hatt der Einbrecher allerdings eine Waffe, oder einen Gegenstand welchen man als solchen gebrauchen kann in der Hand (großer Schraubenzieher z.B.), sieht es natürlich anders aus......

    M.
    Zitat Zitat von Leopard Beitrag anzeigen
    @ Antares

    Leider hast Du nur teilweise Recht.

    Natürlich darfst Du Dich grundsätzlich gegen jemanden welcher mit einem Messer und mit Tötungsabsicht auf Dich los geht mit der Schusswaffe wehren. Das steht außer Frage.

    Das Problem ist aber bei einem Einbruch folgendes:

    Als Jäger, Sportschütze, etc. hast Du Deine Schusswaffe zu Hause wohl kaum griffbereit wenn nachts ein Einbrecher kommt, oder? Falls doch, ist Deine Zuverlässigkeit in Gefahr......

    Stehst Du einem Einbrecher welcher Dich Nachts überrascht also mit der Schusswaffe gegenüber, ist also juristisch schon mal etwas falsch gelaufen....

    Dann auch noch ein Messer beim Einbrecher zu erkennen, welches er in Tötungsabsicht gegen Dich einsetzen will und Dich nicht nur damit erschrecken will ist schwierig zu erkennen und noch schwerer zu beweisen, das musst Du aber wenn Du geschossen hast.....

    Der Einsatz einer Schusswaffe gegen einen Einbrecher ist also in unserer Bananerepublik leider äußerst dumm für den "gesetzestreuen" Bürger......

    Wie bereits von mir geschrieben ist es beim Einsatz eines Hundes übrigens das gleiche. Hat man einen großen trainierten Hund zu Hause, z.B. Schäferhund, und lässt man den auf den Einbrecher gehen, ist man genau so dran als wie wenn man eine Schusswaffe eingesetzt hätte.

    So ist nun mal leider die Linksgrüne Rechtssprechung. Gefällt mir auch nicht, läuft aber hier in D leider so.
    Was ist deine Quelle für diese Behauptung? Das klingt mehr nach Vorurteil als nach fundiertem Wissen und ist auch nicht richtig. Als Einbruchsopfer muss ich nicht erst genau feststellen, in welcher Absicht der Einbrecher kommt und was er mit dem Messer will, also einen Angriff abwarten. Weder der Baseballspieler, noch der Hundehalter ist dran.

    Ich lasse mich aber, wenn auch ungerne, durch Urteile davon überzeugen, dass ich mich irre.

  8. #27
    Avatar von phi mee

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    Hatte vor ein paar Jahren auch mal diese Art Diskussion mit zwei dösigen Polizisten, nach mehreren Einbrüchen in meinem Haus. Da deren Aufklärungsrate gleich Null ist, die Kriminaltechnische Untersucheung des Türschlosses wurde abgelehnt und dann durch meine Versicherung durchgeführt, und die Deppen von der Spusi auch zu bräsig waren wenigstens mal zu versuchen einen Fingerabdruck zu nehmen, hatte ich die Faxen dicke.

    Als ich sagte ich müsste mich mal mit ein paar Kumpels abwechselnd im Haus auf die Lauer legen um dem/den Einbrechern mal mit nem Knüppel einen neuen Scheitel zu ziehen, meinten die Herren Beamten das dürfe ich nicht dann würde ich mich strafbar machen.

    Habe darauf nur geantwortet, dass sie das mal meine Sorge sein lassen sollen. Wenn die Polizei nicht in der Lage ist mich zu beschützten, dann mache ich es selber. Zum Einen kriegen die es sowieso nicht gebacken was aufzuklären - Was kann ich den dafür das die Einbrecher in Streit geraten und der Eine dem Anderen eins überbrät?

    Ansonten gäbe es noch das Thema Notwehr und schlimmstenfalls die überzogene Notwehr. Das könnten sie dann alles mit meinem Anwalt klären.
    Interessant wäre dann natürlich noch der Richterspruch und die Urteilsbegründung. Wenn der Einbrecher alles darf und der Hausbesitzer gar nichts und der Richter das in seinem Urteil umfasssend begründet, dann weiss ich wo ich mit der Kopie der Urteilsbegründung in Kürze einsteigen würde.

    Ey Richter, isch weiss wo dein Haus wohnt!

  9. #28
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Punkt 2, aus welchem Grund sollte ich meine Gesundheit riskieren, damit die Versicherung einen kleineren Schaden hat;
    wird es mir die Versicherung danken ? - nein Also sollen die Einbrecher ruhig abräumen,
    meine Aufgabe bleibt auf die bessere Abschirmung des Hauses beschränkt, damit ich mir unnötige Laufereien für Wiederbeschaffungen ersparen kann.
    Na ja, damit umgehst du den Kampf mit dem Einbrecher, aber der Kampf mit der Versicherung beginnt.
    Der musst du erstmal nachweisen, dass du die gestohlenen Dinge auch vorher tatsächlich besessen hast.
    Und dann bist du evtl. ja selber Schuld, weil die Abschirmung des Hauses eben sehr fahrlässig war (schirmt man das Haus aber perfekt ab, braucht man keine Versicherung).
    Und wenn sie dir glaubt bekommst du wohl auch nur den aktuellen Restwert erstattet.

    Also ich würde den Einbrecher einen mit der Pfanne drüberhauen und dann im Garten verbuddeln. Dann spielt es auch keine Rolle, ob man das durfte oder nicht.

  10. #29
    Avatar von phi mee

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Und wenn sie dir glaubt bekommst du wohl auch nur den aktuellen Restwert erstattet.
    Einspruch!

    Dann hast du den falschen Versicherungsberater gehabt. Ich bin bei den Einbrüchen auch damit konfrontiert worden. Ich habe eine Aufstellung der gestohlenen Gegenstände eingereicht, Quittungen beigelegt sofern vorhanden, ansonsten übers Internet Wiederbeschaffungskosten ermittelt. Dazu hatte ich bei einigen älteren Dingen, z. B. ein Bookman Translater und ein Casio Terminplaner, beides schon leicht defekt, einen geschätzen Restwert angegeben. Da bekam ich sofort einen Rückruf: "So geht das nicht, sie haben eine Neuwertversicherung, nennen sie uns den damaligen Anschaffungspreis."

    Bis auf einen alten teuren Ring (Erbstück) wurde alles anstandslos beglichen. Beim Ring gab mir der Schadensgutachter einen Schätzwert anhand von vorhandenen Bilder und Bechreibung an. Ich bin mit Bechreibung und Bilder zu einem örtlichen Goldschmied gegangen und habe mich nach einem Neuerstellungspreis erkundigt wenn er mir genau so einen Ring wieder anfertigen würde. Der lag nur ca. 10% über dem Versicherungsangebot, daher habe ich dem Versicherunangebot zugestimmt und kurzfristig das Geld bekommen.

  11. #30
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von phi mee Beitrag anzeigen
    Einspruch!

    Dann hast du den falschen Versicherungsberater gehabt.

    Da bekam ich sofort einen Rückruf: "So geht das nicht, sie haben eine Neuwertversicherung, nennen sie uns den damaligen Anschaffungspreis."
    Du gibst das Stichwort ja schon selber: Neuwertversicherung. Wer natürlich darauf achtet und entsprechend mehr bezahlt ist natürlich auch besser abgesichert, muss aber auch auf verstärkte Kontrolle achten. Denn nichts wäre ja leicher, Altwaren "günstig" neu zu erwerben.

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