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Nordkorea und Südkorea ... und ein wenig USA

Erstellt von Hartmut, 26.11.2010, 10:57 Uhr · 40 Antworten · 3.134 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Hartmut

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    Nordkorea und Südkorea ... und ein wenig USA

    Nun bin ich wahrlich kein Freund dieses Nordkoreanischen Diktators. Aber ein wenig verstehen warum der sauer ist kann ich schon. Was würde die USA sagen, wenn China, Nordkorea und Kuba vor der amerikanischen Küste mal so ein paar Seemanöver veranstalten würden. Das Geschrei möchte ich hören. Wie war es den damals, als die Russen so ein paar kleine Raketen auf Kuba parken wollten. Die Amis haben sich doch nicht mehr eingekriegt.

    Ach so, ein Freund der Amerikaner (gemeint ist ihre Außenpolitik) bin ich noch viel weniger.

    Warum?

    Könnt ihr Punkt für Punkt im Folgenden nachlesen.


    1945, Deutschland:
    Der US-Geheimdienst CIC baut aus Spezialisten der SS und ....-Kollaborateuren
    eine Söldnerarmee von 35.000 Mann für den Guerillaeinsatz gegen die Sowjetunion auf. Erstmals kommen sie in den Karpaten zum Einsatz, wo sie ebenso erfolglos bleiben wie die 1200 Mann, die zu Beginn des Koreakrieges 1950 in der Sowjetunion abgesetzt werden, um durch Sabotageakte eine “Volkserhebung” zu initiieren. Die CIC übernimmt die ....-Spionageabteilung “Fremde Heere Ost” als
    “Organisation Gehlen” und beginnt mit ihrer Hilfe eine zielgenaue Sabotage- und Destabilisierungs-strategie in Osteuropa. Die “Organisation Gehlen” wird später später als “BND –Bundesnachrichten-dienst” der offizielle Geheimdienst der Bundesrepublik Deutschland.
    1945/49, China: Im chinesischen Bürgerkrieg greifen die USA auf der Seite Chiang Kaisheks gegen die Kommunisten ein. Dazu setzen sie japanische Soldaten ein, die sie nach der Kapitulation im Zweiten Weltkrieg gefangen genommen haben.
    1945/53, Philippinen: Gegen die linksgerichteten Huks gehen US-Truppen schon zu der Zeit vor, als die philippinischen Widerstandskämpfer noch gegen die japanischen Invasoren kämpfen.
    Nach dem Krieg werden die Huks brutal niedergeschlagen. Die USA setzen eine Reihe von Marionetten ein, schließlich machen sie Ferdinand Marcos zum starken Mann.
    1947/48, Italien: Die US-Geheimdienste rüsten die Mafia als Terrorgruppe der Rechten gegen Kommunisten und Sozialisten auf. Zu diesem Zweck werden zusätzliche Gangsterspezialisten aus den USA nach Italien gebracht.
    1946/49, Griechenland: Zusammen mit britischen Truppen sorgen US-Einheiten und US-Waffen im “griechischen Bürgerkrieg” für die Niederlage der Widerstandsbewegung, die im Kampf gegen die deutsche Besatzung die Hauptlast getragen hatte. Die [[CIA]] baut die berüchtigte interne Sicherheitspolizei KYP auf.
    1950, USA: Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) legt unter dem Aktenzeichen NSC 68 eine neue Sicherheitsstrategie vor, wonach revolutionäre Veränderungen in der Welt nicht auf binnengesellschaftliche Ursachen, sondern auf den “Sowjetimperialismus” zurückzuführen seien. Auf der Grundlage von NSC 68 stationieren die USA über eine Million Soldaten auf 675 Militärbasen in Übersee. Bis 1975 kommt es weltweit zu 215 militärischen Interventionen der USA.
    1950, Puerto Rico: US-Kommandotruppen schlagen eine Rebellion für die nationale Unabhängigkeit nieder.
    1950/53, Korea: Im Konflikt zwischen dem kommunistischen Nordkorea und Südkorea initervenieren die USA auf der Seite des Südens und setzen dafür die Zustimmung im UN Sicherheitsrat durch. Die US-Luftwaffe zerstört fast 120.000 Einrichtungen in Nordkorea. Der Sprengstoffeinsatz der USA entspricht fast der Hälfte aller von den USA im Zweiten Weltkrieg verwendeten Bomben und Munition. In Südkorea kommen über 500. 000, in Nordkorea über zwei Millionen Menschen ums Leben.
    1953, Iran: Die gewählte Regierung Mossadegh hat 1951 die Verstaatlichung der Anglo - lranian Oil Company beschlossen. Im August 1953 wird sie in einer Volksabstimmung mit 99,4 Prozent der Stimmen bestätigt. Zwei Wochen später führt das von der [[CIA]] ausgebildete und kontrollierte Offizierskorps einen Putsch durch. Die zuvor englischen Ölfirmen werden von einem US-Konsortium übernommen. Die USA holen denSchah ins Land zurück und liquidieren die iranische Demokratie.
    1954, Guatemala: Die [[CIA]] organisiert den Putsch gegen die rechtmäßige Regierung Arbenz in Guatemala, die im Rahmen der Bodenreform die US-Firma United Fruit Company verstaatlichen will. Unter der von der [[CIA]] ins Amt gehievten Militärdiktatur werden 140.000 Indios umgebracht oder verschwinden spurlos.
    1956, Ägypten: US-Regierung und [[CIA]] wollen die Herrschaft von Präsident Nasser destabilisieren, der sich zu einem der Führer der blockfreien Länder aufgeschwungen hat. Im Juli 1956 ziehen die USA ihre Anleihe für den Assuan- Staudamm zurück, das zentrale Projekt zur Entwicklung der ägyptischen
    Landwirtschaft. Daraufhin kündigt Nasser die Verstaatlichung des Suezkanals an, um selbst über die Gebühren zu verfügen. England, Frankreich und Israel greifen Ägypten in konzertierten Militäraktionen an. Im Gefolge der “Suez-Krise” übernehmen die USA die Rolle der Nummer eins im Nahen Osten, die bis dahin England gespielt hatte.
    1958, Libanon: 14.000 US-Marines besetzen das Land.
    1961, Kuba: Am 1.1.1959 hat sich die von Fidel Castro geführte Revolution gegen den Diktator Batista endgültig durchgesetzt. Als die Revolution ihr Versprechen wahrmachen und den Großgrundbesitz reduzieren will, wird Kuba von den USA mit einem Embargo und vielfältigen Sabotageaktionen überzogen. Im März 1960 wird der französische Frachter “Coubre” im Hafen von Havanna von [[CIA]]-
    Agenten in die Luft gesprengt; 81 Menschen kommen ums Leben, über 300 werden verwundet. In Guatemala trainiert die [[CIA]] eine Söldnerarmee, die im April 1961 die Invasion in der Schweinebucht im Osten Kubas unternimmt. Als die Invasion scheitert, gehen die USA zu einer scharfen Blockadepolitik über, die Kuba nach dem Wegfall der sozialistischen Länder in akute Versorgungsnot bringt.
    1961, Kongo/Zaire: [[CIA]]-Söldner ermorden den ersten nachkolonialen Präsidenten Lumumba, der eine antiimperialistische Position bezogen hätte; die Söldnertruppen übernehmen nach und nach die Macht; 1965 wird Mobutu Präsident von Gnaden der USA, der, ein Jahrzehnte währendes, Schreckensregiment errichtet.
    1962, Laos: Obwohl das Genfer Abkommen die Anwesenheit ausländischer Truppen in Laos verbietet, baut die [[CIA]] im Auftrag der Kennedy-Regierung eine geheime Armee, “L Armee Clandestine”, auf, die auch in Vietnam eingreift. Ihr gehören 35.000 Angehörige der opiumanbauenden Bergstämme an. Die Kosten der Armee werden zum Teil aus den Profiten des Drogengeschäfts finanziert.
    1963-1975, Vietnam: Im Genfer Indochina-Abkommen wird 1954 festgelegt, daß sich die Truppen der Demokratischen Republik Vietnam zunächst auf den Norden des Landes, die Truppen Frankreichs auf den Süden zurückziehen sollen. Die Schlußbemerkung des Abkommens sieht die Vereinigung des Landes vor. Die USA erkennen diese Schlusserklärung nicht an. In Südvietnam setzen sie 1963 eine, ihnen genehme, Militärdiktatur ein, 1964 inszenieren sie den “Zwischenfall in der Tonkinbucht” in der Nähe der nordvietnamesischen Hauptstadt und bombardieren seit 1965 Nordvietnam. Insgesamt kämpfen in Vietnam 2,6 Millionen US-Soldaten. Die Sprengkraft ihrer Bomben und Raketen übertrifft die des Zweiten Weltkrieges um das Dreifache. Flächenbombardements mit Napalm und Chemiewaffen hinterlassen weite Gebiete von verbrannter und verseuchter Erde. In Vietnam kommen drei Millionen Menschen zu Tode, eine halbe Million werden verkrüppelt. 900.000 Kinder bleiben als Waisen zurück.
    1963-1990, Südafrika: Mit ihren Aufklärungssystemen unterstützt die [[CIA]] die Jagd auf Gegner des Apartheidsystems. 120.000 Anhänger des ANC werden getötet. Auch die Festnahme von Nelson Mandela wird von der [[CIA]] organisiert.
    1964, Brasilien: Der 1961 gewählte Präsident Joao Goulart setzt vorsichtige soziale Reformen in Gang. Als er Höchstgrenzen für den Abfluß von Profiten ins Ausland erläßt und eine Tochter des US-Konzerns ITT verstaatlicht, organisiert die [[CIA]] einen Putsch und verhilft einer Militärjunta zur Macht, die alle Sozialreformen rückgängig macht und die diplomatischen Beziehungen zu Kuba abbricht.
    1965, Dominikanische Republik: Der 1963 demokratisch gewählte Präsident Jüan Bosch wird wegen seiner sozialreformerischen Pläne vom Militär weggeputscht. Als eine wachsende Volksbewegung seine Rückkehr fordert, schicken die USA 23.000 Mann auf die Insel und schlagen den Aufstand nieder.
    1965, Indonesien: Gegen den antiimperialistischen Kurs von Präsident Sukarno bringt die [[CIA]] die von ihr kontrollierte Armee in Stellung. Als die linke “Volksfront”, die stärkste Stütze des Präsidenten, versucht, die Armeeführung zu entmachten, kommt es zum lange geplanten “Gegenschlag”. Hunderttausende Anhänger Sukarnos werden ermordet. An die Stelle Sukarnos tritt Suharto, ein bedingungsloser Gefolgsmann Washingtons.
    1967, Griechenland: Wenige Wochen vor den Wahlen inszeniert die [[CIA]] den “Obristenputsch” gegen die demokratische Regierung Papandreou. Allein im ersten Monat danach kommen 8.000 Menschen zu Tode. Es beginnt eine siebenjährige faschistische Herrschaft.
    1967, Bolivien: Die [[CIA]] dirigiert den Kampf der bolivianischen Armee gegen die aufständische Guerilla und auch die Festnahme der Gruppe von Che Guevara, der ermordet wird.
    1970-1973, Chile: 1970 erhält der Kandidat der “Unidad Populär”, Salvador Allende, bei den Präsidentschaftswahlen die Mehrheit. Als der Chef der chilenischen Armee, Rene Schneider, sich dem Drängen der USA widersetzt, einen Militärputsch durchzuführen, wird er von einem von der [[CIA]] organisierten Kommando ermordet. Nach dreijährigen Sabotage- und Destabilisierungsaktivitäten führt der Nachfolger Schneiders, General Pinochet, den [[CIA]]-Putsch durch. Präsident Allende wird ermordet, das Fußballstadion in Santiago wird zum Gefangenenlager für Zehntausende Anhänger des demokratischen Präsidenten. Tausende Aktivisten linker Parteien und Gewerkschaften werden von Todeskommandos gejagt und umgebracht. US -Außenminister Kissinger kommentiert das Vorgehen seiner Regierung so: “Ich sehe nicht ein, daß wir zulassen sollten, daß ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig ist.”
    1972, Honduras: Nach direkten Interventionen der USA und Militärputschen 1972, 1975 und 1978 oktroyieren die USA eine Verfassunggebende Versammlung, zu deren Wahl Christdemokraten, Sozialisten und Kommunisten nicht zugelassen sind.
    1975, Osttimor:
    Die USA weigern sich, die von der Befreiungsbewegung Fretilin ausgerufene Republik (vorher eine Kolonie Portugals) anzuerkennen und unterstützen die Invasion des Landes durch das indonesische Suharto-Regime, das selbst wirtschaftlich und militärisch von den USA ausgehalten wird. In den anschließenden Massakern werden 200.000 Timoresen getötet.
    1976, Argentinien:
    Unter Anleitung der [[CIA]] findet ein Militärputsch gegen die zivile Regierung statt. Todesschwadronen im Auftrag des Videla-Regimes terrorisieren das Land. Tausende werden ermordet oder verschwinden für immer. Die [[CIA]] baut Buenos Aires zu ihrer Zentrale aus, von wo sie Mordkommandos gegen mißliebige Personen und Gruppen in ganz Lateinamerika entsendet.
    1976/82, Angola:
    Die USA unterstützen mit Waffen und Spezialkommandos die auch vom rassistischen Südafrika ausgerüsteten Rebellen gegen die Regierung der nationalen Befreiung. Das Land versinkt in einem selbstzerstörerischen Bürgerkrieg.
    1980-1988, Iran/Irak:
    1979 muß im Iran der US-Statthalter Shah Reza Palewi dem Shiitenführer Ayatolla Chomeini Platz machen. US-Präsident Carter stellt daraufhin die nach ihm benannte Doktrin auf: “Ein Versuch einer dritten Macht, Einflußnahme im Persischen Golf zu erreichen, wird als ein Anschlag gegen lebenswichtige Interessen der Vereinigten Staaten gewertet und wird mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich militärischer Gewalt, zurückgeschlagen.” Die USA rüsten den Irak mit modernsten, auch chemischen Waffen zum Angriff auf den Iran aus.
    Mit Beginn der Offensive 1980 wird der Irak auch mit Aufklärungsmaterial von Satelliten und Awacs - Flugzeugen unterstützt. In dem achtjährigen Krieg kommen Hunderttausende ums Leben, unter anderem durch den Einsatz von Giftgas.
    Durch die militärische Unterstützung der USA wird der Irak zur regionalen militärischen Großmacht. Gleichzeitig unterstützen die USA den Iran mit dem Ziel, daß die beiden Länder sich gegenseitig mattsetzen. Über Israel werden Waffen im Wert von 80 Milliarden Dollar an den Iran geliefert.
    1980-1990, Afghanistan:
    Die [[CIA]] heuert aus allen arabischen Ländern Aktivisten des islamischen
    Fundamentalismus an, um sie als “Heilige Krieger” gegen die von den Sowjets gestützte Regierung in Afghanistan einzusetzen. Zu den von der [[CIA]] ausgebildeten Terroristen gehört auch Bin Laden, dessen Organisation “Al-Qaida – Die Basis” unter der Ägide der [[CIA]] entsteht.
    1981/85, Nicaragua: Aus dem Waffengeschäft mit dem Iran finanziert die US-Regierung den Aufbau und Unterhalt einer Söldnertruppe in Nicaragua, die sich vor allem aus Soldaten und
    Offizieren der Armee des früheren Diktators Somoza zusammensetzt. Dieser Einsatz von mehreren tausend “Contras” widerspricht einer ausdrücklichen Festlegung des US-Kongresses.
    1981/92, El Salvador: Die FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Marti) wird zur bestimmenden Kraft gegen die von den USA eingesetzte Regierung. Der [[CIA]]-Agent Roberto d’Aubuisson gründet die ARENA, deren Todesschwadronen Tausende Regimegegner umbringen, darunter den Erzbischof Oscar Romero. Auch nach dem Friedensschluß 1992 setzt die ARENA ihre Mordaktionen fort, was von den UN mehrfach verurteilt wird.
    1982, Falklands/Malvinas: Die USA unterstützen Großbritannien im Feldzug zur Wiedererlangung der Inseln vor Argentinien mit Satellitenaufklärung und anderen technologischen Einrichtungen. 750 argentinische und 250 britische Soldaten kommen bei der Aktion ums Leben.
    1982/84, Libanon: Unter Einsatz von Kriegsschiffen und -flugzeugen sowie ihrer Marines an Land vertreiben die US-Truppen die PLO und installieren die Phalangisten als dominierende Macht. Das Marinekorps in Beirut wird angegriffen, woraufhin die US-Navy das Land von See aus unter Beschuß nimmt.
    1983, Grenada: Die USA überfallen das kleine mittelamerikanische Land, liquidieren die marxistische Regierung und setzen ein ihnen genehmes Regime ein. Über vierhundert Grenadanier und 84 Kubaner, vor allem Bauarbeiter, werden umgebracht.
    1986, Libyen: In seiner Nationalen Sicherheitsdirektive Nr. 138 erklärt Präsident Reagan 1984 den Kampf gegen staatlich geförderten Terrorismus zum vorrangigen Ziel. Zwei Jahre später wird Libyen zum ersten Testfall der neuen Doktrin. Die Bombardierungen fordern mindestens 40 zivile Opfer, darunter die Tochter von Staatschef Ghaddafi.
    1986, Haiti: Nachdem der US-Vasall “Baby Doc” Duvalier nicht mehr zu halten ist, installieren die USA eine Militärjunta.
    1986, Bolivien: US-Armee-Einheiten kontrollieren weite Teile des Landes, angeblich um den Kokainanbau und -handel zu bekämpfen.
    1989/90, Panama: Ein Bombardement zerstört große Teile von Panama City. 27.000 US-Soldaten übernehmen die Kontrolle und verhaften die Regierung Noriega, dem Drogenhandel vorgeworfen wird. Ein Verbrechen, das der Expräsident jahrelang mit Wissen und zum großen Teil im Auftrag der [[CIA]] begangen hat. Über 2000 Menschen sterben, 15000 werden obdachlos.
    1991, Haiti: Die [[CIA]] veranlaßt einen Militärputsch gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten, Jean-Bertrand Aristide. Die neue Militärjunta stürzt das Land in eine dreijährige Periode schlimmster Menschenrechtsverletzungen.
    1991, Irak: Nach dem Überfall des Irak auf Kuwait bombardieren die USA mit einigen
    Verbündeten den Irak und besetzen weite Teile des Landes. In den ersten Angriffen kommen 200.000 Menschen ums Leben. Die weiteren Bombardierungen und das bis heute andauernde Embargo haben zum Tod von möglicherweise zwei Millionen Menschen geführt.
    1992/94, Somalia:US-Truppen, See- und Luftstreitkräfte stellen sich im Rahmen einer UN-Mission auf die Seite der ihnen genehmen Fraktion im Bürgerkrieg. Der Einsatz endet in einem Fiasko.
    1993/95, Bosnien: Im Rahmen von [[Nato]]-Aktionen bombardieren US-Kampfflugzeuge serbische Stellungen und sorgen für die Lufthoheit der bosnischen Sezessionisten.
    1995, Kroatien:
    US-Kampfflugzeuge bombardieren zwecks Vorbereitung einer kroatischen Offensive
    serbische Flugplätze.
    1998, Sudan: Raketenangriff auf eine pharmazeutische Fabrik, die angeblich Nervengas für Terroristen herstellt. Die USA erklären später, daß es sich um einen Irrtum gehandelt habe.
    1999, Jugoslawien:
    Angeführt von den USA bombardiert die [[Nato]] Jugoslawien. Die 78 Tage währenden Bombardierungen, die dem Völkerrecht und selbst dem [[Nato]]-Vertrag zuwiderlaufen, nennt die [[Nato]] eine “humanitäre Aktion”, weil es darum gehe, die Menschenrechtsverletzungen des Milosevic-Regimes zu stoppen. Die [[Nato]] setzt Uranmunition und Splitterbomben ein. 2.000-4.000 Menschen werden getötet, bis zu 6.000 verletzt, durch die Bombardierung von Chemiefabriken, Erdgasanlagen und
    Erdölraffinerien werden weite Gebiete verseucht.
    Das Kosovo wird von Jugoslawien abgespalten und de facto zum [[Nato]]-Protektorat.
    19. März 2003: US-Truppen dringen in die entmilitarisierte Zone zwischen Kuwait
    und Irak ein. Präsident Bush unterrichtet den Kongress formell von den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Krieg. Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Russlands bekräftigen im UN-Sicherheitsrat ihre ablehnende Haltung gegen einen Angriff auf Irak. Nacht vom 19. zum 20. März 2003: Die USA greifen Irak mit Marschflugkörpern und Bomben an.
    ************************************************** ****************************
    Ende der Aufzählung- Eine wahrlich "stolze" Bilanz!

  2.  
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  3. #2
    Avatar von chrissibaer

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    682
    Zitat Zitat von Hartmut Beitrag anzeigen
    Wie war es den damals, als die Russen so ein paar kleine Raketen auf Kuba parken wollten. Die Amis haben sich doch nicht mehr eingekriegt.
    NK kann doch ein Embargo gegen die USA verhängen.

  4. #3
    Avatar von Hartmut

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    Zitat Zitat von chrissibaer Beitrag anzeigen
    NK kann doch ein Embargo gegen die USA verhängen.
    Ich denke mal, die USA sind gerade dabei, sich selbst zu demontieren. Da würde ein Embargo, vor allen Dingen ein Nordkoreanisches eher Kontraproduktiv sein und die Sache nur noch Verzögern.
    Man sollte die USA nur machen lassen, das schaffen die schon alleine.

  5. #4
    KKC
    Avatar von KKC

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    Hartmut,
    ähnliche Aufzählungen kannst Du von Russland oder China genauso machen. Alle diese Grossmächte oder Möchtegern-Großmächte haben mehr oder weniger Dreck am Stecken; die USA sicherlich am meisten.
    Bzgl. Nordkorea ist das wohl die Strategie der NK; entweder ihr schickt uns Lebensmittel oder wir schiessen, schließlich steht der Winter vor der Tür und in NK müssen weite Bevölkerungsteile nachwievor hungern.
    Im Fall Nordkorea werden die USA die Füße stillhalten, die haben China als Verbündeten (Tibet läßt grüssen)!

  6. #5
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Im Fall Nordkorea werden die USA die Füße stillhalten
    Richtig, aber aus einem anderen Grund. Die US-Strategen sind mit Kim Jong bestens befreundet und täuschen vor, Nordkorea wäre kommunistisch. In Wirklichkeit hat dieses Land mit Kommunismus nichts zu tun.

    Einige in Europa fragen sich wahrscheinlich, warum die USA damals die großen "kommunistischen" Länder wie Russland oder China zur freien Marktwirtschaft geführt haben, aber Nordkorea nicht. Nun, die Antwort ist ganz einfach: so ein kleines Land tut nicht weh, aber man kann damit wunderbar abschrecken (viele in Europa glauben ja tatsächlich, in Nordkorea wäre Kommunismus herrschen) und der kommunistischen Idee auf der ganzen Welt schaden. Wenn es als Abschreckungsbeispiel ausgedient hat, wird das Land wieder zurück in Südkorea integriert und es gibt dann eine riesen Inszenierung im TV, wie damals bei der Wiedervereinigung Deutschlands.

  7. #6
    Avatar von Micha L

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    Als Popanz ist das Regime durchaus geeignet.

    Aber
    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Die US-Strategen sind mit Kim Jong bestens befreundet .
    ist eine reine Behauptung, die erst zu belegen wäre.
    Wenn eine Integration in den Süden geplant ist, dann kann man nicht von Freunschaft reden.

    Mir erscheinen solche unbewiesenen Behauptungen eher als taktischer Versuch, den realen Kommunismus schönzureden. Wer sich auskennt, der erkennt den weltweiten Lehrmeister Stalin. Nationale Besonderheiten spielen da eine untergeordnete Rolle.

    Die kommunistische Idee als Widersacher für die USA ist seit dem Zusammenbruch des entsprechenden Weltsystems vor 20 Jahren erledigt. Rußland, China und Europa sind die neuen Widersacher im weltweiten kapitalistischen Wirtschaftssystem. Ein Umsichgreifen der alten Idee ist nicht absehbar. Entsprechende Erscheinungen in Südamerika sind kläglich und wiederum diktatorisch.

    Gruß

    Micha

  8. #7
    Avatar von Micha L

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    Es gibt die Angewohnheit, Ideale mit Realitäten zu vergleichen. Das ist methodologisch falsch.
    Richtig ist es z. B. das kommunistische Ideal mit den bürgerlichen zu vergleichen: - Freiheit/Gleichheit/Brüderlichkeit - die amerikanische Unabhängigkeitserklärung - Die soziale Marktwirtschaft ("Wohlstand für alle"). Das klingt nicht minder gut.

    Beim Vergleich der Realitäten kommt die soziale Marktwirtschaft immer noch besser weg, trotz allen. Die Alternative ist an der Praxis gescheitert, zwangsläufig, weil kurz gesagt diktatorische Macht immer mißbraucht wird und Arbeit ohne Anreize zur Schluderei und Gleichgültigkeit führt. Ein selbstloses "sozialistisches Bewußtsein" ändert daran nichts, weil es sowas generell nur im Ideal gibt, in der Realität nur im Einzelfall, vor allem bei den Führern fast gar nicht................

  9. #8
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    @ Hartmut

    Deine Liste der US-Verbrechen ist gut, aber nicht vollständig. Wobei ich zugebe, dass es fast schon unmöglich ist eine vollständige Liste zu erstellen, denn vieles wurde vertuscht. Ich glaube, die Friedensforschung AG an der Uni Kassel hat sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt und hat zumindest versucht, eine Liste der Nato-Verbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg zu erstellen. Ich muss die Datei erstmal finden...

  10. #9
    Avatar von Micha L

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    Da müßte man dann das "Schwarzbuch des Kommunismus" gegenüberstellen. Allseits Unglaubliches, was Idealen hohnspricht. Aber man kehrt den "eigenen Dreck" gern unter den Teppich..............

  11. #10
    Avatar von wingman

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    ich denke das beim nächsten mal wenn nordkorea seine granaten schickt es ziemlich ernst werden wird. das regime im norden ist grössenwahnsinnig und damit unberechenbar. irgendwann knallt es, das ist wohl unvermeidbar.

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