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Neues von Wikileaks

Erstellt von Conrad, 27.07.2010, 15:56 Uhr · 20 Antworten · 1.676 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Conrad

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    Neues von Wikileaks

    Naja, so richtig neu ist das ja nicht was da "enthüllt" wurde. Dass der Krieg in Afghanistan kein Kaffeekränzchen ist wuste man ja schon. Krieg ist nunmal dreckig, immer.

    Und große Geheimnisse wurden sicher auch keine verraten, da man die derzeitige Strategie der Nato tagtäglich in der Zeitung lesen kann. Die englischsprachige Welt sagt wo es lang geht und was gemacht wird.

    Terroristen werden gezielt gejagt mit Spezialkräften und Drohnen und Terroristen werden gezielt getötet. Auch die Bundeswehr macht da mit. Tja, früher, in der guten alten Zeit konnte man ja immer auf den bösen "US-Imperialismus" schimpfen. Heute macht man selber mit. Es geht um Macht, wirtschaftlichen Einfluß deutscher Unternehmen und um wertvolle Bodenschätze.

    Mit Wikileaks ist es irgendwie so, wie mit Mischa Wolfs Hauptabteilung Aufklärung. Die deutsche Politik konnte man tagtäglich in der Zeitung lesen. Geheimnisse gab es eigentlich keine. Aber Mischa Wolf war der tolle Geheimdienstchef u. die Stasi der "erfolgreiche Geheimdienst". Heute weiß man, die hätten einfach nur täglich die westdeutschen Zeitungen lesen müssen, dann hätten sie gewußt, was Brandt/Schmidt/Kohl vorhatten.

    So ähnlich ist es mit Wikileaks und der freien Presse. Es gibt nichts zu verbergen. Nichts bleibt geheim. Das hat Wikileaks gerade mal wieder bestätigt.

    Wall Street Journal

    "Von den vielen Nicht-Überraschungen in den Dokumenten erfahren wir, dass Krieg die Hölle ist ... , dass Soldaten manchmal Fehler machen, dass militärische Drohnen manchmal abstürzen, dass viele afghanische Politiker korrupt sind und dass afghanische Soldaten oft fliehen, wenn sie unter Beschuss geraten. All das wusste jeder Zeitungsleser bereits. Die Vor-Ort-Perspektive der Dokumente bestätigt, was amerikanische Politiker schon lange sagen: Der Krieg verläuft nicht gut, die Taliban holen auf und eine neue und neu belebte Strategie ist erforderlich. Sowohl die Bush- als auch die Obama-Regierung stellten dieselbe Diagnose in den vergangenen Jahren.



    Beide machten kein Geheimnis daraus. Dieses Jahr ließ Obama mit der Truppenaufstockung Taten folgen. ... Jetzt ist die Zeit, in der kühlere politische Köpfe die Dokumente in einen Kontext stellen ... und vor allem General Petraeus und James Mattis die Zeit geben sollten, die sie brauchen, um in Afghanistan den Erfolg zu bringen. Wir können uns keinen weiteren Anti-Kriegs-Sturm von links leisten."



    Afghanistan-Dokumente: An Wikileaks scheidet sich die internationale Presse | Politik | ZEIT ONLINE

  2.  
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  3. #2
    Avatar von wingman

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    wirklich neues wurde dort nicht verkündet. und die tatsache das dieser krieg nicht zu gewinnen ist, das ist ebenfalls nicht neu. es wäre an der zeit dies einzugestehen und sich endlich aus diesem land zurückzuziehen.
    gleichzeitig bedeutet dies, das alle soldaten quasi umsonst gestorben sind, denn bewegt und erreicht wurde nahezu nichts .

  4. #3
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    wirklich neues wurde dort nicht verkündet. .
    Was besseres hätte Obama eigentlich nicht passieren können. Also kann man davon ausgehen, dass diese Kampagne mal wieder von der CIA gesteuert ist

    Dass man in Afghanistan Brücken, Schulen, Brunnen und Krankenhäuser baut, soll nur das ultrabrutale Vorgehen der Koalitionstruppen verschleiern.

  5. #4
    Avatar von Extranjero

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    Sagen wir besser, was schlechte4res haette Obama nicht passieren koennen.
    BEi den zigtausend Dokumenten auch sdehr nett zu behaupten da stuiende nix neues drin. Schwachfug pur wie man es von Starmoderator ja nicht anders gewohnt ist.

    Der Westen mordet und Bush wie Blair, aber auch Merkel und Obama gehoeren nach Den Haasg und danach lebenslang hinter Gitter. Jedenfalls ist dieser Angriffskrieg laengst verloren. Und das ist gut so.


  6. #5
    KKC
    Avatar von KKC

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    Nachdem jetzt ja öffentlich ist, das Afghanistan voll mit Bodenschätzen ist kann man wohl die politische Mär, das die Demokratie am Hindukusch verteidigt wird ad acta legen.
    Ist halt ein reiner Rohstoffkrieg wie z.B. auch beim Irak.

  7. #6
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Extranjero Beitrag anzeigen
    Sagen wir besser, was schlechte4res haette Obama nicht passieren koennen.
    BEi den zigtausend Dokumenten auch sdehr nett zu behaupten da stuiende nix neues drin. Schwachfug pur wie man es von Starmoderator ja nicht anders gewohnt ist.

    Der Westen mordet und Bush wie Blair, aber auch Merkel und Obama gehoeren nach Den Haasg und danach lebenslang hinter Gitter. Jedenfalls ist dieser Angriffskrieg laengst verloren. Und das ist gut so.

    Naja, du bist ja für bekannt für etwas "merkwürdige" Ansichten, von daher nehm ich dir das nicht krumm.

    Wenn man im aktuellen "Spiegel" die Titelstory liest, wird man tatsächlich feststellen, dass alles was in den "Geheimdokumenten" steht, bereits seit langem allgemein bekannt ist. Auch das Terroristen gezielt getötet werden ist nichts wirklich neues. Das praktiziert der englische SAS schon seit Jahren, wenn nicht sogar seit Jahrzehnten, z.B. in Nordirland.

    Leute wie du sollten sich langsam doch mit der heutigen Realität vertraut machen. Dann wirst du feststellen, dass die Standards von den englischsprachigen Ländern gesetzt werden, hauptsächlich von den USA, Kanada und England. Und das ist auch gut so.

    Statt Bush, Blair und Merkel vor ein Kriegsgericht zu stellen, war es dann doch richtiger, Saddam Hussein vor ein Gericht zu stellen und diesen Massenmörder seiner gerechten Strafe zuzuführen. Dieser Nordkorea-Diktator der sein Volk verhungern läßt, wäre auch so ein Fall. Und natürlich Osama Bin Laden und seine Quaida-Genossen. Auch im Iran werden unter dem derzeitigen Regime die Menschenrechte mit Füßen getreten, Achmadinedschad gehört ebenfalls vor ein internationales Tribunal.

    Ich möchte in diesem Zusammenhang doch gern nochmal auf die Regierungserklärung unseres ehemaligen Bundeskanzlers Schröder hinweisen, der großartig rumtönte, Deutschland werde immer zuerst dabei sein, wenn es darum geht, die Menschenrechte zu verteidigen. Im Irak wurden die Menschenrechte mit Füßen getreten, aber als es darum ging, gegen den Massenmörder vorzugehen, war gerade Wahlkampf und da wäre das natürlich nicht gut beim Wahlvolk angekommen.

    So stellte man sich dann tatsächlich schützend vor Saddam Hussein, es kam sogar Beifall, leider allerdings von der falschen Seite, wie so oft. Von manchen Staaten wird Deutschland geliebt, leider nicht für das, was es gern darstellen würde, nämlich als Erfinder der Demokratie, der Menschenrechte und des Völkerrechts.

    Der Westen mordet und Bush wie Blair, aber auch Merkel und Obama gehoeren nach Den Haasg und danach lebenslang hinter Gitter. Jedenfalls ist dieser Angriffskrieg laengst verloren. Und das ist gut so.
    Und was ist mit Bundeskanzler Schröder, Joschka Fischer, Trittin, Claudia Roth ? Die haben doch die Bundeswehr nach Afghanistan geschickt und nicht Merkel. Also wenn überhaupt, gehören zumindest Schröder und Fischer vor ein Kriegsgericht....

  8. #7
    Avatar von Extranjero

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    Lamai, wie auch dir bekannt sein duerfte haben wir eine Parlamentsarmee. Die Bundeswehr haben alle damals im Bundestag vertretenen Parteien ziemlich einstimmig nach Afghanistan geschickt. Die Union machte ja damals fuer die Zustimmung zur Auflage, dass die Bundeswehr unter keinen Umstaenden gegen Drogen vorgehen darf. Der Treppenwitz bleibt auf Dauer haften.
    Das Entsenden war damals auch nicht verwerflich. Entscheidend ist die Umsetzung des Parlamentsauftrags und der ist nun mal Regierungssache. Dass es dabei immer schlechter und menschenverachtender wird das kann man doch schlecht uebersehen. Was will man denn ueberhaupt noch da? Es ging ja mal um den Schutz der dortigen Bevoekerung. Und jetzt knallt man sie reihenweise nieder. Kennt man ja noch aus Vietnam. Toller Schutz der Leute dort indem man sie umbringt.

    Im uebrigen behauptet die amerikanische Regierung ziemlich energisch durch die Veroeffentlichung der Geheimdokumente gaebe es eine starke konkrete Gefaehrdung der Soldaten. Sooo ohne und bekannt koennen die Dokumente also kaum sein wenn davon das Leben der Soldaten abhaengt.

  9. #8
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Extranjero Beitrag anzeigen
    Dass es dabei immer schlechter und menschenverachtender wird das kann man doch schlecht uebersehen. .
    Ja, die Taliban gehen immer grausamer und menschenverachtender gegen die eigene Bevölkerung und gegen die Nato vor.

    Wenn die Nato eines Tages abziehen sollte, werden die Taliban die Hälfte der Bevölkerung Afghanistans umbringen und das Land in ein mittelalterliches islamisches KZ umfunktionieren und in ein Trainingscamp für Terroristen, die sich dann eventuell auch in Deutschland an Bushaltestellen und Wochenmärkten in die Luft sprengen.

    Davon wird mittlerweile überall in der westlichen Welt ausgegangen und deshalb wird es so bald auch keinen Abzug aus Afghanistan geben. Was Wikileaks angeht, habe ich den starken Verdacht, dass die anscheinend auch mit den Taliban zusammenarbeiten. Ich wüßte sonst nicht, wozu die Veröffentlichung dieser Dokumente sonst gut wäre.

    Dass ein Krieg und speziell der Krieg in Afghanistan kein Kaffeekränzchen ist, hat wohl tatsächlich allmählich sogar das deutsche Gutmenschentum begriffen.

  10. #9
    antibes
    Avatar von antibes
    Fragen ergeben sich für mich:

    Was wäre wenn Wikileaks nicht diese Veröffentlichungen gebracht hätte? Dann könnte der Krieg ohne Wissen der Bevölkerung über das wahre Ausmaß geführt werden, Kriegsverbrechen mit eingeschlossen.

    Warum gehen wir davon aus daß unser System für diese Länder passend ist?

  11. #10
    Avatar von Extranjero

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    Lamai, die Kriegsprotokolle sind vor allem ein Beleg, dass der Krieg viel schmutziger vom Westen gefuehrt wird als in der Propaganda dargestellt. Dass es viel merh zivile Opfer gibt. Und er ist der Beweis, dass die Militaers den Angriffskrieg laengst verloren gegeben haben.
    Schon ganz schoen schypophren von dir die zivilen Toten damit rechtfertigen zu wollen, dass es bei uns keine gaebe.
    Glaubst du tatsaechlich imemr noch an Menschen erster und zweiter Klase. An Untermenschen die man so einfach umbringen darf?

    Ist doch voellig belanglos ob in Afghanistan oder Deutschland Menschen sterben. Beides ist gleich zu verurteilen. Der Agressor ist ja wohl hier auch eindeutig. Wenn der Westen sich nicht endlich mit den islamischen Laendern versoehnt und nicht imemr weiter den Kolionalherrn spielt wird er halt untergehen. Immer noch besser als weiter Menschen zu ermorden.

    Aber soweit wird es nciht kommen. Irgendwann wird sich hier doch noch die Vernunft durchsetzen. Da bin ich sehr zuversichtlich.

    Was Wikileaks angeht findest du dort alle moeglichen geheimen Dokumente. Z.B. auch zur Bankenkrise. Ist uebrigens eine australische Seite. Lustig ist ja auch, dass Wikkileaks sehr schnell das Strategiepapier des Pentagons wie dieser die Internetseite bekaempfen wollte online gestellt hat.

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