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Myanmar (Burma) droht das Schicksal von Tibet

Erstellt von socky7, 04.02.2013, 11:45 Uhr · 22 Antworten · 2.064 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Micha L

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    Naja, schon der Name: "Reich der Mitte".

    Die Großmachtpolitik gibt es, seit es chinesische Kaiser gibt. Nachbarn wurden und werden gewissermaßen immer noch als Barbaren am Rande betrachtet.
    Die Expansion richtete sich nicht nur gegen Vietnam, sondern in alle Richtungen.
    Im Allgemeinen wißt ihr das sicher.

    Vietnam war mehrfach über längere Zeiträume chinesische Kolonie. Die Freiheit mußte stets mit Waffengewalt erkämpft und gesichert werden. Konflikte um Inseln zeigen, daß die Gefahr weiterbesteht.

    Heute wäre Vietnam sogar bereit, wieder US-Stützpunkte einzurichten, weil die permanente Gefahr des großen Nachbarn fortdauert aber der US-Einfluß über den Pazifik hinweg nie wieder frühere Ausmaße annehmen wird.
    Gegenüber Jahrtausenden war der US-Einsatz zeitlich äußerst begrenzt und der Einfluß nicht nachhaltig.

    Wer das weiß, der kann die Rolle Chinas aber auch der USA in Asien einschätzen.

    Schon der kleine arme Kim tanzt den USA auf der Nase herum. Die Atom-Weltmacht China greifen die USA nicht an. Auch das Vietnam-Trauma dürfte noch wirken, das Afghanistan-Trauma wirkt aktuell.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Naja, schon der Name: "Reich der Mitte".
    Die Großmachtpolitik gibt es, seit es chinesische Kaiser gibt. Nachbarn wurden und werden gewissermaßen immer noch als Barbaren am Rande betrachtet.
    Die Expansion richtete sich nicht nur gegen Vietnam, sondern in alle Richtungen.
    Warum rüstet China auf ? Dreimal darf man raten.



    http://www.welt.de/politik/deutschla...-beginnen.html

    Wenn man einen Blick auf diese Landkarte wirft, dann dürfte auch Myanmar mittelfristig eines der Ziele der Expansion von China sein. In Myanmar nimmt die Zahl von Exil-Chinesen stetig zu, insbesondere von Chinesen mit Geld und Macht.
    aus WIKIPEDIA:
    "Myanmar unterhält sei 1988 eine besondere Beziehung zur Volksrepublik China, es besteht jedoch keine formelle Allianz. Lange Zeit war auch in offiziellen Stellungnahmen die Auffassung verbreitet, China betreibe seit 1994 auf den Großen und Kleinen Kokosinseln nördlich der indischen Andamanen und Nikobaren einen Stützpunkt für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (SIGINT) und einen Flugplatz. Zudem kursierten Gerüchte über einen (geplanten) U-Boot-Stützpunkt.[32]Allerdings haben sich diese Berichte mittlerweile als Fehlinformation herausgestellt.[33] Die Volksrepublik China hat außerdem Überlandstraßen zwischen der chinesischen Grenze und dem Zentrum Myanmars in der Mandalay-Ebene finanziert und deren Ausbau logistisch unterstützt. Diese Straßen sind panzertauglich konstruiert und sichern den Chinesen den strategischen Zugang zum Indischen Ozean.Neben der militärischen Zusammenarbeit dient Myanmar den Chinesen auch als Transferroute für den Erdöl- und Erdgastransport aus dem Mittleren Osten, sowie als Lieferant von Strom u. a. Dabei besitzt das Land eine gehobene Relevanz für die chinesische Energiesicherheit, da über den Landweg die äußerst verwundbare Malakka-Straße zumindest zu einem Teil umgangen werden kann. Allein seit März 2010 wurden Investitionen der Volksrepublik China von knapp 8,2 Mrd. US-$ beschlossen, wovon ca. 3,6 Mrd. US-$ auf den Bau des Myitsone-Wasserkraftprojekts im Kachin-Staat entfallen. Letzteres wurde 2011 unilateral von der Regierung Myanmars ausgesetzt, was zu einer deutlichen Abkühlung der bilateralen Beziehungen führte. Viele der maßgeblichen Geschäftsleute in Myanmar haben chinesische Wurzeln. Ein Beispiel dafür ist Tun Myint Naing, auch bekannt unter dem Namen Steven Law, der aus der Familie eines Drogenbarons stammt und gegenwärtig als der reichste Mann Myanmars angesehen wird. Ihm gehört die Firma Asia World, die den Zuschlag zu vielen der aktuellen sino-burmesischen Großprojekte (Tiefseehafen in Kyaukpyu, Erdölpipeline, Dammprojekte) im Land erhielt. Innerhalb der Bevölkerung Myanmars wird das chinesische Engagement jedoch als bedrohlich und ausbeuterisch angesehen. Es kursieren Berichte über Ausbeutung, Enteignungen Zerstörung der lokalen Infrastruktur sowie Missachtung jeglichen Umweltschutzes, so dass in vielen Gegenden des Landes eine anti-chinesische Stimmung herrscht."

  4. #23
    Avatar von Micha L

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    Aber die Chinesen scheinen mittlerweile erkannt zu haben, daß man Länder nicht militärisch besetzen und auflösen muß, um sie zu beherrschen (was sie aber nicht viel besser macht).
    In Afrika fahren sie dieselbe Masche.

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