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Milliardengrab "Stuttgart 21"

Erstellt von Bajok Tower, 30.08.2010, 23:30 Uhr · 517 Antworten · 22.419 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Conrad , habe dein post mit interresse gelesen. Wenn du mir jetzt auch noch sagst, wann die Stuttgarter in den Entscheidungsprozess mit einbezogen wurden, wäre ich dir dankbar.
    Ich meine aber jetzt nicht Wahlen.
    Beim Bau oder Umbau von Bahnhöfen ist ja generell keine Bürgerbeteiligung vorgesehen und Bürgerbescheide gegen geltendes Baurecht sind sinnlos. Ausserdem läuft dieses Projekt ja schon seit 1995, Zeit etwas dagegen zu unternehmen, gabs also genug.

    Protest gegen Stuttgart 21



    Der Protest gegen Stuttgart 21 richtet sich gegen den Rückbau des oberirdischen Gleisfeldes des Stuttgarter Hauptbahnhofs, die Errichtung eines unterirdischen Bahnsteigbereiches und die damit verbundene Umformung des Kopfbahnhofs in einen Durchgangsbahnhof sowie gegen den Abriss der Seitenflügel des Hauptbahnhofsgebäudes, den Eingriff in den benachbarten Schlossgarten und gegen die finanziellen, geologischen, ökologischen und städtebaulichen Konsequenzen des Projekts Stuttgart 21 (S21). Neben dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 tragen weitere Gruppierungen aus Stuttgart und Umgebung den Protest. Die Gegner des Bahnprojekts fordern einen Volksentscheid zum Projekt, der von der CDU-geführten baden-württembergischen Landesregierung abgelehnt wurde.[1][2][3]


    In einer ersten repräsentativen Bürgerbefragung der Stadt Stuttgart im Jahr 1995 bewerteten 51 Prozent der 2200 befragten Bürger das Projekt Stuttgart21 als "sehr gut" oder "gut" und 30 Prozent als "schlecht" oder "sehr schlecht".[5]

    Im Jahr 1997 führte die Stadt Stuttgart eine offene Bürgerbeteiligung zu den städtebaulichen Aspekten von Stuttgart 21 durch. Anregungen aus der Bürgerbeteiligung fanden im Rahmenplan Stuttgart 21 Berücksichtigung. Im Rahmen dieser Bürgerbeteiligung wurden während einer Fragestunde im Rathaus schon im Jahr 1997 kritische Stimmen laut. Insbesondere wurde damals ein Bürgerentscheid gefordert[6]. Laut einer repräsentativen Akzeptanzstudie des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Stuttgart waren Ende 1997 jedoch noch 38% der Stuttgarter Bevölkerung für das Projekt und nur 25% dagegen; der Rest war unentschieden.[7

    Bürgerbegehren 2007


    Am 14. November 2007 wurden im Rathaus 67.000 Unterschriften gegen das Projekt übergeben. 61.193 erwiesen sich als gültig; notwendig waren 20.000. Der Antrag auf Zulassung eines Bürgerentscheids über den „Ausstieg der Landeshauptstadt aus dem Projekt Stuttgart 21“ wurde am 20. Dezember 2007 vom Stuttgarter Gemeinderat mit 45 zu 15 Stimmen abgelehnt, mit der Begründung, dass er rechtlich unzulässig sei. Der Bürgerentscheid richte sich gegen Grundsatzbeschlüsse des Gemeinderats aus den Jahren 1995 (Rahmenvereinbarung) und 2001 (Ergänzungsvereinbarung) und sei entsprechend der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg, die eine Antragsfrist von sechs Wochen nach Veröffentlichung der Gemeinderatsbeschlüsse vorsehe, verfristet.

    Außerdem verfolge der Bürgerentscheid das gesetzwidrige Ziel der Aufhebung der bereits vor Beantragung des Bürgerentscheids wirksam abgeschlossen Ergänzungsvereinbarung. Zudem sei das Ziel der Aufhebung unzulässig, weil es eine dem Gemeinderat vorbehaltene finanzielle Grundsatzentscheidung betreffe.


    Protest gegen Stuttgart 21

    ]
    Hier sieht man, was geplant ist, eine absolute Verbesserung für Stuttgart: http://www.spiegel.de/flash/flash-24449.html

  2.  
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  3. #72
    Avatar von Uns Uwe

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    Ich denke auch, dass in zehn Jahren alle Gärtner lebenslange Gefängnisstrafen bekommen werden. Nach deiner Logik, sind Gärtner nämlich Massenmörder. Du lebst deiner Zeit nicht nur voraus, Du lebst da zu auch noch auf einem anderem Planeten. Erde an kcwknarf - Erde an kcwknarf nano nano. Das heißt auf aussergalaktisch soviel wie: Peace Bruder.

  4. #73
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Uns Uwe Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, dass in zehn Jahren alle Gärtner lebenslange Gefängnisstrafen bekommen werden. Nach deiner Logik, sind Gärtner nämlich Massenmörder. Du lebst deiner Zeit nicht nur voraus, Du lebst da zu auch noch auf einem anderem Planeten. Erde an kcwknarf - Erde an kcwknarf nano nano. Das heißt auf aussergalaktisch soviel wie: Peace Bruder.
    Was sind denn Sklavenhändler? Das war mal ein ehrenwerter Beruf.
    Oder schau mal die Stierkämpfe an. Jahrhundertelang ein kulturelles Ereignis in Spanien. Nun wird es aber so langsam ernst, dass sie bald wirklich verboten werden (einige Regionen in Spanien fangen damit an).

    Es ist alles eine Frage der Zeit und der geistigen Entwicklung des Menschen. Auch deine Nachfahren werden sich entwicklen. Daher sorge ich mich nicht um dich. Und natürlich wird es irgendwann mal keine Gärtner mehr geben. 100%.

  5. #74
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Es ist alles eine Frage der Zeit und der geistigen Entwicklung des Menschen. Auch deine Nachfahren werden sich entwicklen. Daher sorge ich mich nicht um dich. Und natürlich wird es irgendwann mal keine Gärtner mehr geben. 100%.
    Ich fang schon mal damit an. Ich werd in unseren Garten keinem Grashalm mehr Leid antuen. Unser schwuler Mango darf jetzt auch ungehindert in die Stromkabel reinwachsen.

  6. #75
    Avatar von wingman

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    ich bin einmal gespannt darauf welche schiebereien und korruptionsfälle hinter dem projekt stecken. das dürfte nicht ganz ohne sein.

  7. #76
    Avatar von franky_23

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    wingman, hinter knarfs Projekt "back to jungle" oder meinst jetzt Stuttgart.

    Komisch an dem Projekt ist, dass es im Grunde seit 20 Jahren bekannt ist.

  8. #77
    Avatar von Conrad

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    Da das Projekt "Stuttgart 21" so lange bekannt ist, kann man davon ausgehen, dass die Protestierer den Protest einfach verpennt haben und deshalb jetzt umso mehr Randale machen. Dass die hohen Kosten des Projekts der Grund sein sollen, halte ich für lächerlich, da der Steuerzahler generell nicht darüber bestimmen kann, was mit seinen Steuergeldern alles finanziert wird.

    Zumal es sich bei "Stuttgart 21" ja gerade um eine gewaltige Verbesserung für alle handelt. Für die Bürger, die quasi ein neues Stadtviertel bekommen und für die Bahn, weil Stuttgarts Infrastruktur erheblich verbessert wird.

    Man sollte das duchziehen, egal wieviel Randale die Demonstrierer machen. Demokratie bedeutet eben auch, einmal gefaßte und durch alle Instanzen bestätigte Beschlüsse zu akzeptieren. Stattdessen führen sich die Demonstranten wie beleidigte Kleinkinder auf, die ihren Willen nicht kriegen.

    Der demokratische Staat darf eben auch mal stark und wehrhaft sein, um die Demokratie vor mutwilliger Randale einiger Weniger zu schützen.

  9. #78
    Avatar von kcwknarf

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    Das Problem ist ja auch die Trägheit. In der freien Wirtschaft macht man einen Plan, baut und verdient dann. D.h. 1990 geplant und 1991 hätte der Bahnhof gestanden. Der Staat braucht dafür natürlich 20 Jahre. Dazwischen liegt mindestens 1 Generation.
    Wenn nun die Kids von damals protestieren, weil ihre Großeltern etwas entscheiden haben, ist das nur mehr als verständlich.
    Zumal dann ja auch noch 11 weitere Jahre vergehen, bis dann auch mal ein Zug rollt. Also nach Plan, wird dann wohl eher Stuttgart 28.
    D.h. viele der Planer von damals bekommen das Ergebnis eher als Nachbarschaft zu ihrem Grab mit.

    Ich persönlich bezweifle eh, dass 2028 überhaupt noch jemand Zug fährt, wenn es doch dann persönliche Flugzeug zum kleinen Preis gibt. Dann braucht man Stuttgart nicht unteirdisch zu durchqueren, sondern braucht einfach nur drüber zu fliegen. Aber so weit in die zukunft konnten unsere Urgroßeltern 1990 ja nicht denken.... Sind halt nur Politiker.

  10. #79
    Avatar von Conrad

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    Ich seh generell schwarz für die Demokratie in Deutschland. Wenn der Staat vor ein paar gewaltbereiten Randalierern kapituliert, ist es mit der Demokratie bald vorbei. Irre Halbwüchsige in ihrer kleinkindlichen Trotzphase zünden nachts anderen Leuten die Autos an, weil das angeblich ihr "Protest" gegen den "Kapitalismus" und "das System" ist.

    So geht das hier langsam nicht mehr weiter. Wenn der Staat und die Demokratie zu schwach sind, naja, dann darf man ja mal gespannt sein, wie die Zukunft aussieht. Wahrscheinlich so ähnlich wie die Vergangenheit.

    Totaler Stillstand, weil technikfeindliche Ökofreaks weder neue Bahnhöfe, bessere Infrastruktur und eine bessere und menschlichere Stadt nicht haben wollen, das kann es langsam nicht mehr sein.

    Allerdings glaube ich, dass diese ganze Theater auch mit der Mentalität der Deutschen zu tun hat. Wenn man sich mal die letzten 100 Jahre ansieht.......man kommt sich hier langsam vor wie in der Weimarer Republik, wo der demokratische Staat immer mehr von gewaltbereiten Irren in die Enge und dann zur Aufgabe gezwungen wurde. Grüne und Linke sehen für mich immer brauner aus, langsam outen die sich als das, was sie wirklich sind. Die Strategie ist die der frühen 30er Jahre, vor 1933.

    Vielleicht kommt bald die Zeit, wo die EU die Deutschen vor sich selber retten muß.

  11. #80
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Ich seh generell schwarz für die Demokratie in Deutschland.
    Das ist eher der Beweis dafür, dass diese Art der "Demokratie" nichts taugt.
    In einer echten Demokratie hätte jeder Bürger in BW einen Wahlzettel 1990 im Briefkasten gehabt, auf den er dann alle Pro- und Contras für/gegen Stuttgart 21 aufgelistet gesehen hätte. Und dann wäre da noch ein Ankreuzfeld für Ja oder Nein gewesen unter Angabe einer Maximalsumme.
    Hätte dann das Volk mit 51% für einen Bahnhof votiert, dann wäre das demokratisch gewesen. Und dann hätten auch keine Demonstranten sich nun auflehnen können. Und der Staat müsste auch keine Stärke zeigen.

    Nun ist der Staat aber genötigt, sein Gewaltmonopol zu zeigen, gerade weil er ja keine Legitimität hat. Er vertritt zwar das Volk, aber auch immer in seinem gewünschten Sinne? Sicherlich nicht. Und daher wird es bei dieser Art der "Demokratie" immer wieder zurecht gewaltvolle Proteste geben.

    Es hilft nur eins: der Weg zu einer echten Volksdemokratie muss geebnet werden. Dann muss sich das Volk immer selbst die Schuld geben, wenn es schlecht läuft. Und das führt zwangläufig langfristig immer zu guten Ergebnissen.

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