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Milliardengrab "Stuttgart 21"

Erstellt von Bajok Tower, 30.08.2010, 23:30 Uhr · 517 Antworten · 22.482 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Samuirai

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    Zitat Conrad:
    Wenn es den Bürgern denn um das viele Geld für den Bahnhof leid tut und sie deshalb demonstrieren, warum haben sie dann nicht wegen ihrer Landesbank demonstriert, wo die Beamten Milliarden über Milliarden verzocken.
    Hallo Conrad,
    der deutsche Steuerzahler sollte das Recht haben die Milliardenfinanzierung eines fragwürdigen Projektes für ein privates Unternehmen zu kritisieren. Ich persönlich würde sogar erwarten das eine Landesregierung im Interesse des Bürgers, der immerhin Ihre Gehälter finanziert, sogar auf solch massive Kritik reagiert in ins Gespräch geht.
    Der Stuttgarter Bürger sollte über den Verbleib von Kulturgut und Natur mitbestimmen dürfen. Das könnte sich dann "Demokratie" nennen.
    Wir reden hier nicht von "Peanuts", wir reden auch nicht von "ein paar Querulanten".
    Aber richtiger Blödsinn ist Deine Anspielung darauf das Bürger die für andere Dinge nicht auf die Strasse gehen auch nicht das Recht haben für ein wenig Kulturgut und ein paar Bäume auf die Strasse zu gehen.

    Und resci,
    glaubst Du wirklich die Demonstranten und andere Kritiker berufen sich lediglich auf den Stern?

  2.  
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  3. #62
    expatpeter
    Avatar von expatpeter
    Zitat Zitat von Samuirai Beitrag anzeigen
    glaubst Du wirklich die Demonstranten und andere Kritiker berufen sich lediglich auf den Stern?
    Die andere Hälfte beruft sich auf den Spiegel:
    Bahn-Projekt "Stuttgart 21": Der Abriss beginnt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft


  4. #63
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Samuirai Beitrag anzeigen

    Zitat Conrad:


    Hallo Conrad,
    der deutsche Steuerzahler sollte das Recht haben die Milliardenfinanzierung eines fragwürdigen Projektes für ein privates Unternehmen zu kritisieren. Ich persönlich würde sogar erwarten das eine Landesregierung im Interesse des Bürgers, der immerhin Ihre Gehälter finanziert, sogar auf solch massive Kritik reagiert in ins Gespräch geht.
    Der Stuttgarter Bürger sollte über den Verbleib von Kulturgut und Natur mitbestimmen dürfen. Das könnte sich dann "Demokratie" nennen.
    Wir reden hier nicht von "Peanuts", wir reden auch nicht von "ein paar Querulanten".
    Aber richtiger Blödsinn ist Deine Anspielung darauf das Bürger die für andere Dinge nicht auf die Strasse gehen auch nicht das Recht haben für ein wenig Kulturgut und ein paar Bäume auf die Strasse zu gehen.

    Rein rechtlich gesehen, ist dass alles voll legitimiert, kann man im neuen "Spiegel" nachlesen und auch anderswo.

    Deshalb ist diese Randale, die da veranstaltet wird, der reine Blödsinn. Ja, es werden Bäume "ermordet", wie man so überaus theatralisch formuliert , aber dafür werden neue Bäume gepflanzt und das Projekt, wenn es fertig ist, wird Stuttgart zu einer besseren und angehmeren Stadt machen.

    Und man nicht über jedes neue Haus, Straße, Kraftwerk, Bahnhof einen Volksentscheid veranstalten, dann geht hier in Deutschland nämlich gar nichts mehr. Es geht ja so schon fast nichts mehr.

    Die Bürger wollen ja keine Kraftwerke,keine Stromtrassen, keine Windanlagen, keine Flughäfen, keine Autobahnen, gegen alles und jedes wird geklagt und demonstriert, das hat mit Demokratie langsam nichts mehr zu tun, das ist teilweise einfach nur Blockiererei um der Blockiererei willen, von wegen "denen da oben zeigen wir es jetzt aber mal" und schneidet sich selbst ins eigene Fleisch.

    Der Strom soll natürlich weiterhin aus der Steckdose kommen, aber weder will man neue Windkraftanlagen, Kohlekraftwerke, AKWs und neue Stromtrassen will man natürlich auch nicht.....

    Großprojekte blockiert: Stirbt das Industrieland NRW?

    Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen sind industriepolitische Großprojekte im Wert von sechs Milliarden Euro blockiert. Meist handelt es sich um neue Kohlekraftwerke, Pipelines und Hochspannungsleitungen. Die Landesregierung sieht dies mit „großer Sorge”. Sie fürchtet um die industrielle Basis in NRW.

    Immer mehr industriepolitische Großprojekte im Wert von sechs Milliarden Euro liegen in NRW auf Halde. Meist handelt es sich um neue Kohlekraftwerke, Pipelines und Hochspannungsleitungen. Die Landesregierung sieht dies mit „großer Sorge”. Sie fürchtet um die industrielle Basis in NRW.


    Ursache der Blockaden sind vor allem Einsprüche von Bürgerinitiativen, Klagen, schon anhängige Prozesse und lokale Ratsentscheidungen. Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) sagte der WR: „Blockaden im industriellen Sektor können wir uns gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht erlauben. Sie schaffen zusätzliche Risiken für Wachstum und Beschäftigung”.


    Industrie: Großprojekte blockiert: Stirbt das Industrieland NRW? - Politik - DerWesten
    Bahn-Chef spricht "S21"-Gegnern Demorecht ab


    Demonstration gegen Polizeigewalt und "Stuttgart 21" (am Freitag): "Bei uns entscheiden Parlamente, niemand sonst", sagt Grube





    Der Bahn-Chef attackiert die Gegner von "Stuttgart 21": Alles sei demokratisch legitimiert, es gebe kein Recht auf Widerstand gegen den Bahnhofsbau, sagt Rüdiger Grube in einem Interview. Grünen-Chef Özdemir warnt dagegen davor, das Milliardenprojekt "durchzuprügeln".

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Das Bauprojekt sei demokratisch ausreichend legitimiert. "Bei uns entscheiden Parlamente, niemand sonst. Unsere frei gewählten Volksvertreter haben das Dutzende Mal getan: im Bund, im Land, in Stadt und Region. Immer mit großen Mehrheiten", sagte Grube.

    Milliarden-Bauprojekt: Bahn-Chef spricht "S21"-Gegnern Demorecht ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

  5. #64
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Ja, es werden Bäume "ermordet", wie man so überaus theatralisch formuliert , aber dafür werden neue Bäume gepflanzt und das Projekt, wenn es fertig ist, wird Stuttgart zu einer besseren und angehmeren Stadt machen.
    Das ist aber sehr mensch-bezogen. Stell dir vorm es sagt jemand: warum stört es euch, wir hier einige Kinder ermorden. Dafür zeugen wir an andere Stelle neue. Die Argumentation "grüne Zonen umzuschichten" ist ja nur für die Menschen gut, die dann immer noch genug zum Erholen und Atmen haben. Gut, auch die Bäume in ihrer Art werden dadurch nicht aussterben. Aber auch Bäume sind natürlich Individuen. Die Lösung wäre also: die Bäume mitsamt der Wurzeln an eine andere Stelle umzusiedeln. Aber nicht fällen!

    Wenn ich rein als egoistischer Stuttgarter Mensch entscheiden würde, würde ich ja auch sofort sagen, Stuttgart wird durch den neuen Bahnhof attraktiver. Und wirtschaftlich wird es eh eine Verbesserung. Aber es gibt dann auch für mich Dinge im Leben, die wichtiger als persönliches Wohlbefinden und wirtschaftlicher Aufschwung sind. Und das ist das Leben meiner Mitgefährten. Und dazu zähle ich natürlich auch Bäume. Und zwar jeden Einzelnen und nicht in der Gesamtheit.

    Denn Bäume haben keine Lobby. Sie können sich nicht wehren und sind die Leidtragenden unsere Gesellschaft. Und angeblich sind ja in Deutschland alle so sozial. Hartzer jammern, weil sie wenig bekommen. Aber was sollen erst die Bäume sagen, die hier aus Egoismus, Faulheit oder sonstigen niederträchtigen Gründen getötet werden?
    Wenn es um die Bäume im Amazonas geht, klagen alle. Aber vor der Haustür ist das alles erlaubt, oder was?
    Deutschland hat scheinbar nichts gelernt aus seinen grausamen Zeiten...

  6. #65
    expatpeter
    Avatar von expatpeter
    Ich habe vernommen, dass das Abholzen wahrscheinlich nicht erlaubt war, weil da eine besondere Art von insekten, die geschützt werden muss, gefährdet wurde.
    Das ist jetzt kein Witz.

  7. #66
    Avatar von Samuirai

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    Die Projektträger wiesen die Vorwürfe des Architekten als "Panikmache" zurück. "Die Äußerungen von Frei Otto sind fachlich nicht fundiert und entbehren einer soliden Grundlage", sagte Wolfgang Drexler, Sprecher des Bahn-Projekts Stuttgart-Ulm. In Stuttgart seien schon in denselben geologischen Schichten Tunnel gebaut worden, und es sei nichts passiert.
    Auch witzig. Da wird der(ex) planende Architekt als Inkompetent hingestellt. Herr Drexler beweißt gleichzeitig seine "Kompetenz" mit dem Spruch:"In Stuttgart seien schon in denselben geologischen Schichten Tunnel gebaut worden, und es sei nichts passiert" Jeder 8 Klässer weiß das mann den Auftrieb eines vergleichsweise dünnen Rohres nicht mit dem einer "Schachtel" vergleichen kann.
    Unabhängig davon ob das Projekt realisierbar ist, werden die Kosten explodieren, ist nun mal so im Tiefbau mit hohem Grundwasserspiegel. Ein Beispiel ist der Kölner U-Bahn Bau, oder HH Elbtunnel/Oper. ->viel Wasser->viel Ploplem->viel Kohle, von den Risiken (siehe Köln Archiv / Kirchturm) mal abgesehen. Die verantwortlichen Bauträger wissen das und spekulieren auf noch mehr Steuergelder. Nein, Sie spekulieren nicht darauf, Sie rechnen damit. Das ist nichts anderes als Betrug.
    Mich persönlich ärgert das die uns wissentlich verscheis.ern und damit auch noch durchkommen. Bürger die sich dagegen wehren werden als Krawallmacher und Steinzeitdioten dargestellt.

  8. #67
    Avatar von Conrad

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    Ich sagte ja schon: Es ist wie mit dem Strom. Man will keine AKWs, keine Windanlagen und Stromtrassen, aber Strom aus der Steckdose will man, und billig muß er selbstverständlich auch sein. Wahrscheinlich ist Deutschland auch an einem Punkt der Überbevölkerung angekommen, wo zwangsläufig auch langsam kein Platz mehr da ist, um alles immer weiterzutreiben und das Land immer mehr zuzubetonieren.

    Aber in Stuttgart ist es ja genau umgekehrt. Ist der Bahnhof und die Gleis unterirdisch, entsteht oben neuer Platz für Parks und Wohnanlagen. Das macht Stuttgart attraktiver und hebt ganz erheblich die Lebensqualität. Irgendwo ist eben zwangsläufig auch Schluß mit der Demokratie, wenn alles einwandfrei gerichtlich und demokratisch legitimiert ist. Dann muß das durchgezogen werden, egal ob da weiter demonstriert wird, oder nicht.

    Oder es wird eben doch noch ein gerichtlicher Baustopp verhängt. Dann ist der alte Bahnhof abgerissen, der neue wird wg. Baustopp nicht gebaut und Stuttgart hat überhaupt keinen Bahnhof mehr.

    Wäre doch auch eine Variante. Die Demonstranten wären sicher mächtig stolz, sich doch noch durchgesetzt zu haben. Stuttgart als einzigste größere Deutschlands Stadt ohne Bahnhof, vielleicht ist ja genau das, was die Stuttgarter wollten und wer weiß, vielleicht wird so ein neuer Trend geboren Stadt ohne Bahnhof !

  9. #68
    Avatar von resci

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    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    Ich habe vernommen, dass das Abholzen wahrscheinlich nicht erlaubt war, weil da eine besondere Art von insekten, die geschützt werden muss, gefährdet wurde.
    Das ist jetzt kein Witz.
    das war keine Insektenart, das war der äußerst seltene Kurzhaarmolch. Der wurde gesehen wie er seinerzeit vom Neckar raufkroch und sich dann im Schloßpark auf einem Baum verirrte. Das war vor 7 Jahren. Man vermutet es war der letzte seiner Art. Man hat seither auch keinen mehr gesehen oder gehört.
    Deshalb gehörten den 27 Bäumen im Schloßpark bisher die größte Aufmerksamkeit. Damit ists jetzt wohl vorbei. Armer Kurzhaarmolch, jetzt biste wohl tot.
    PS: auch die beiden Entdecker des Kurzhaarmolchs sind bereits verschieden, beide litten an stark fortgeschrittener Leberzirrhose.

    resci

  10. #69
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Das Bauprojekt sei demokratisch ausreichend legitimiert. "Bei uns entscheiden Parlamente, niemand sonst....
    Conrad , habe dein post mit interresse gelesen. Wenn du mir jetzt auch noch sagst, wann die Stuttgarter in den Entscheidungsprozess mit einbezogen wurden, wäre ich dir dankbar.
    Ich meine aber jetzt nicht Wahlen.

  11. #70
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Das ist doch jetzt nicht ernst, oder?
    Nein, ich meine nicht den Typ, der das geschrieben hat, sondern, dass man den hier mit diesem Schmarrn so ziehen lässt. Nicht nur in diesem Fred.
    Du bist wohl auch jemand, für den Meinungsfreiheit nur auf dem Papier steht, ws?
    Ich bin halt einige Jahre voraus.

    Wer hätte denn noch vor wenigen Jahrzehnten gedacht, dass Schwarze gleichberechtigt zu Weißen sein werden?
    Oder Frauen zu Männern. Die Welt entwickelt sich. Und selbstverständlich werden irgendwann auch Tiere und Pflanzen den Menschen gleichgestellt werden. Das mag derzeit genauso absurd klingen, wie ein schwarzer US-Präsident für die Südstaatler vor 100 Jahren. Aber das wird kommen. Und da kannst du nichts gegen machen.

    Man sollte eher drüber nachdenken, was man hier für Kommentare abgibt. Denn das ist in 100 Jahren alles noch von unseren Nachfahren lesbar. Und dann wird man sich stark wundern, wie jemand Tiere und Pflanze unter Menschen setzen konnte. Denk mal drüber nach...

    Ich verwette jedenfalls alle, was ich habe, dass in spätestens 100 Jahren auf Angeln und Blumenpflücken hohe mehrjährige Strafen stehen. Garantiert! Was aber nicht schlimm ist, weil es dann genauso wenig machen, wie heute Menschen morden. Denn die Menschheit wird ja schlauer und moralisch gefestigter. Na ja, ist ja auch keine große Kunst.

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