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Mal wieder: Irak

Erstellt von Conrad, 28.05.2009, 16:48 Uhr · 141 Antworten · 5.129 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von garni1

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    Re: Mal wieder: Irak

    @wingi, vielleicht helfen dir diese Zahlen weiter.

    Am Mittwoch veröffentlichte die britische Zeitschrift The Lancet die Ergebnisse einer neuen Studie zu den durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak und der anschließenden Besatzung verursachten Todesopfern unter der Bevölkerung.

    Schon vor zwei Jahren hatte die Zeitschrift die Ergebnisse einer Studie der gleichen Forschergruppe veröffentlicht. Damals waren die Wissenschaftler aufgrund von Befragungen von Menschen vor Ort im Irak zu dem Ergebnis gekommen, daß etwa 100.000 Menschen infolge des Angriffskrieges gestorben waren. Die nun veröffentlichte, auf den gleichen wissenschaftlichen Methoden beruhende Studie kommt zu dem Schluß, daß im Irak seit Beginn des US-geführten Angriffskrieges über 650.000 Menschen mehr als infolge der Sterblichkeitsrate im vorangegangenen Jahr zu erwartenden Zahl gestorben sind.

    Wie schon die erste Studie beruhen diese Zahlen auf Befragungen von Haushalten im Irak hinsichtlich der Todesfälle vor und seit Beginn der Besatzung, wobei die Ergebnisse der zweiten Studie die der ersten belegten.. Es kann kaum verwundern, daß die Sterblichkeitsrate von 5,5 pro 1.000 Menschen vor Beginn des Krieges - aber schon nach langen Zeiten der drastischen Sanktionen, der Betrachtungszeitraum beginnt hier am 01.01.2002 - auf 13.3 nach Beginn des Krieges gestiegen ist. Bemerkenswert ist hier vorrangig, daß die Sterblichkeitsrate im Verlauf der Zeit stark ansteigt. Betrug sie in der Zeit vom März 2003 bis zum April 2004 noch 7,5 von 1.000 Menschen, so stieg sie über 10,9 im Zeitraum vom Mai 2004 bis Mai 2005 auf 19,8 in der Zeit vom Juni 2005 bis zum Juni 2006 an. Diese Steigerung ist um so bemerkenswerter, als bei der nun veröffentlichten Studie zwei irakische Provinzen - Muthanna und Dahuk - vollständig ausgeklammert wurden, da eine verwratbare Datensammlung dort nicht möglich war. Die tatsächliche Zahl der Toten liegt also zweifelsohne noch höher.

    Über 600.000 der knapp 655.000 Menschen sind der Studie zufolge gewaltsam getötet worden, wobei keine Unterscheidung zwischen Zivilisten und Widerstandskämpfern gemacht wurde. Über 50.000 Menschen sind demnach infolge der schlechten Versorgungslage - noch schlechter als zur Zeit der von den USA erwirkten UN-Sanktionen - gestorben.

    Den Erkenntnissen der Wissenschaftler zufolge sind also innerhalb von dreieinhalb Jahren der Besatzung rund 2,5 Prozent der irakischen Gesamtbevölkerung getötet worden.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Samuianer

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    Re: Mal wieder: Irak

    Zitat Zitat von garni1",p="730064

    Den Erkenntnissen der Wissenschaftler zufolge sind also innerhalb von dreieinhalb Jahren der Besatzung rund 2,5 Prozent der irakischen Gesamtbevölkerung getötet worden.

    Ach ja....


    UN-Generalsekretär Kofi Annan in Bagdad ausgehandelte Vereinbarung zwischen den Vereinten Nationen und Irak beinhaltet die Bestätigung der Regierung Iraks, alle infolge des zweiten Golf-Krieges von 1991 vom Sicherheitsrat verabschiedeten einschlägigen Resolutionen zu befolgen, darunter die Resolution 687 (vgl. Europa-Archiv, 9/1991, S. D 227 ff.). Irak verpflichtet sich, einer speziell benannten Sondergruppe auch die Präsidentenanlagen zu öffnen, zu denen es den Inspektoren der UNSCOMbislang den Zugang verwehrt hatte.

    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte 1997 mehrere Resolutionen zu Irak verabschiedet (S. 96 f., S. 102 ff., S. 109 f.), doch die Krise spitzte sich, trotz intensiver Besuchsdiplomatie, Anfang 1998 gefährlich zu.


    Der amerikanische Präsident, Bill Clinton, erläuterte am 17. Februar 1998 im Pentagon die Haltung der Vereinigten Staaten in der Irak-Krise und die Gründe für den amerikanischen Truppenaufmarsch in der Golf-Region (S. 135 ff.). Auch nach Unterzeichnung der Vereinbarung vom 23. Februar 1998 bleiben die USA nach den Worten Clintons „entschlossen und einsatzbereit, um mit allen erforderlichen Mitteln sicherzustellen, daß sich Irak voll und ganz an seine Verpflichtung zur Zerstörung seiner Massenvernichtungswaffen hält“
    http://www.internationalepolitik.de/...nsprozess.html


    lange gaerte es ..


    © DIE ZEIT, 30.06.1961 Nr. 27

    Kuweit, das ölreiche Scheichtum am Persischen Golf, hat seine Souveränität nicht einmal eine Woche lang in Frieden genießen dürfen. Sechs Tage, nachdem England das Scheichtum aus britischer Schutzherrschaft in die staatliche Selbständigkeit entlassen hatte, erklärte der irakische Ministerpräsident Kassem, Kuweit sei „ein integraler Bestandteil des Iraks". Die Armeeführung beglückwünschte Kassem zu dieser Erklärung und versicherte dienstbeflissen, sie harre nur auf „Wink und Ruf".


    1982 [Bearbeiten]
    Eroberung von Chorramschahr

    Am 27. März begann die Offensive gegen den Irak, am 29. April wurde im Gebiet um Howeiza gekämpft, dabei gerieten 12.000 bis 15.000 irakische Soldaten in Gefangenschaft. Bis zu diesem Zeitpunkt zählte man auf irakischer Seite zwischen 60.000 bis 100.000 gefallene und verwundete sowie 50.000 in Gefangenschaft geratene Soldaten. Am 24. Mai wurde Chorramschahr zurückerobert, und am 13. Juli überschritten erstmals iranische Truppen die Grenze zum Irak. Am 30. September erfolgte bei Mandali der erste Wellenangriff mit Freiwilligen der so genannten Basidji, dabei starben 4.000 Iraner. Im


    Höchster Ölpreis seit Kuwait-Krise

    WIEN. Der Ölpreis ist mit mehr als 35 Dollar pro Barrel (159 Liter) auf den höchsten Stand seit der Kuwait-Krise 1990 gestiegen. Der Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate deutete an, dass die Opec im dritten Quartal dieses Jahres ihre Fördermenge erhöhen könnte.

    Archiv » 2004 » 05. Mai
    Textarchiv Berlner Zeitung

    Die irakische Invasion in Kuwait [Bearbeiten]
    Stationierte irakische Truppenverbände in Kuwait, September 1990
    Britischer Soldat während der Operation Desert Shield
    USS Dwight D. Eisenhower

    Am 2. August 1990 drangen ungefähr 100.000 irakische Soldaten in Kuwait mit Panzertruppen und Infanterie ein und eroberten strategische Positionen im Land, einschließlich des Palastes des Emirs. Der Scheich Jaber Al Ahmad Al Sabah floh mit seiner Familie nach Saudi-Arabien. Soldaten plünderten medizinische Versorgungseinrichtungen und bemächtigten sich der Medien. Tausende westlicher Touristen behielt der Irak als Geiseln zurück und versuchte später, sie als Verhandlungsmasse einzusetzen. Der Irak stellte zunächst eine „befreite” kuwaitische Marionettenregierung unter Alaa Hussein Ali auf – welche er aber schnell auflöste – und erklärte später Teile von Kuwait zur verlängerten irakischen Provinz Basra sowie den Rest zur 19. irakischen Provinz.
    Der Erste Golfgkrieg:


    Bis Ende 1983 zählte man auf beiden Seiten 350.000 Tote, 300.000 Verwundete und 90.000 Gefangene.

    Verluste [Bearbeiten]
    Friedhof iranischer Gefallener des Iran-Irak-Kriegs in Yazd

    Der Krieg war für beide Länder verhängnisvoll, wobei die Angaben über die Zahl der Verluste je nach Autor stark differieren und letztlich keine exakte Einschätzung erlauben. Es finden sich Quellen, die von 300.000 (Irak) bis 500.000 Toten (Iran) sprechen, andere wiederum gehen von bis zu einer Million Toten insgesamt aus, die konservativste Schätzung geht von mindestens 367.000 Toten aus, 262.000 Iraner und 105.000 Iraker.[29] Es gilt jedoch als sicher, dass der Erste Golfkrieg nach den beiden Weltkriegen, dem Koreakrieg (1950–1953 mit fast vier Millionen Opfern) und dem Vietnamkrieg die verlustreichste militärische Aktion des 20. Jahrhunderts war. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) registrierte im gesamten Verlauf des Krieges nahezu 40.000 iranische und mehr als 67.000 irakische Kriegsgefangene. Die Zahl der vermissten Soldaten mit ungeklärtem Schicksal wurde vom IKRK im Jahr 2008, und damit 20 Jahre nach dem Ende des Krieges, auf mehrere zehntausend geschätzt


    21.01.2003

    IRAK-KRISE
    Pentagon-Mitarbeiter in Kuweit erschossen

    Der drohende Irak-Krieg wirft seine Schatten voraus. Erneut gab es in Kuweit einen Mordanschlag auf Amerikaner. Zwei Angestellte des US-Verteidigungsministeriums wurden in Kuweit-Stadt in eine Schießerei verwickelt. Einer der Männer wurde getötet, der andere schwer verletzt.

    Der Zweite Weltkrieg Eingriff der Alliierten an Menschenleben gefordert hat um dem Kriegshunger des Dritten Reiches ein Ende zu setzen?


    Will mal hier erstmal Schluss machen, will ja keinen, mit Fakten, "langweilen"!

  4. #13
    Avatar von Conrad

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    Re: Mal wieder: Irak

    Gibt es eigentlich auch eine Statistik wieviele Opfer Saddam Husseins Angriffskriege gekostet haben ?

    Am 22. September 1979 griff der Irak den Nachbarstaat Iran mit rund 100 000 Soldaten an. Vordergründige Ursache des Krieges war ein Streit mit dem Iran um die Schifffahrtsrechte im Persischen Golf. Zu den tiefer liegenden Gründen des militärischen Konflikts gehörten unter anderem die Angst Saddam Husseins, der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini könnte versuchen, das Anfang 1979 im Iran etablierte islamistische Regime in den Irak zu exportieren.

    Die Schwäche der iranischen Armee nach den Revolutionswirren und die Unterstützung durch das Ausland, vor allem durch die USA und Sowjetunion, ließen einen Angriff auf den Iran als erfolgversprechend erscheinen. Außerdem kam Saddam Hussein ein Krieg für seine Machtsicherung nach innen sehr gelegen.

    Der Krieg verlief allerdings anders als erwartet. Saddam bot daher dem Iran bereits 1980 und nochmals 1982 einen Waffenstillstand an, doch der Iran lehnte ab. Nach anfänglichen Geländegewinnen wurde die irakische Armee 1982 wieder auf das eigene Territorium zurückgedrängt. Es entstand eine Art Stellungskrieg nach dem Muster des Ersten Weltkriegs.

    Hinzu kamen regelmäßige Raketenangriffe auf irakische und iranische Städte und die Jagd auf gegnerische Öltanker im Persischen Golf. Obwohl der Irak von der gesamten westlichen Welt, der Sowjetunion und China sowie von zahlreichen arabischen Staaten bei der Kriegsführung unterstützt wurde, zog sich der Krieg in die Länge und endete erst am 20. August 1988 mit Inkrafttreten eines Waffenstillstandsabkommens.

    Saddam Hussein stellte das Waffenstillstandsabkommen von 1988 als Sieg dar. Doch der Preis für den "Sieg" war hoch: Auf irakischer Seite starben rund 200 000 Soldaten, auf iranischer Seite schätzungsweise drei- bis viermal so viele Menschen.

    Für das vor dem Krieg an der Schwelle zum Industriestaat stehende Land Irak war der Krieg zu einem wirtschaftlichen und finanziellen Desaster geworden: Verfügte der Irak 1980 noch über finanzielle Reserven von 35 Milliarden US-Dollar, beliefen sich die irakischen Auslandsschulden Ende 1988 auf über 80 Mrd. US-Dollar.[1]

    Die Armee und Saddam Husseins hingegen profitierten von diesem Krieg: Die Armee war bestens mit westlichen Waffen ausgerüstet und von 200 000 Soldaten Ende der 1970er Jahre auf rund 1 Million Soldaten 1988 angewachsen - sie galt zu diesem Zeitpunkt als die viertgrößte Armee der Welt. Und Saddam Hussein hatte den permanenten Kriegszustand dazu nutzen können, jede Opposition im Innern brutal und ohne Angst vor Prostesten des Auslandes ausschalten zu können.

    Der Militärkoloss Irak, den der Westen, v.a. die USA, später insbesondere wegen seiner Massenvernichtungswaffen als Bedrohung empfinden sollten, war während der achtziger Jahre von ebendiesen Staaten selbst wie auch von der Sowjetunion geschaffen worden: [highlight=yellow:6e1d550c44]Für seinen Krieg erhielt Saddam Hussein umfangreiche ausländische Hilfe . Die USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, der Sowjetunion, Japan und China gewährten Rüstungshilfe. Der Irak erhielt vom Ausland fast die gesamte Palette damals verfügbarer konventioneller Waffensysteme.

    Außerdem lieferten ausländische Firmen dem Irak Bauteile, Grundsubstanzen und technisches Know-how, um chemische, biologische und auch atomare Waffen sowie ballistische Raketen herzustellen. [/highlight:6e1d550c44]

    Bei der Kriegsführung wurde der Irak u.a. von den USA durch die Lieferung von Zieldaten unterstützt. Auch der Einsatz von international geächteten Chemiewaffen ab 1983 gegen den Iran und später (1988) gegen die Kurden im eigenen Land änderte nichts an dieser Unterstützung. Die arabischen Staaten des Golfkooperationsrats (sogar das spätere Opfer Kuwait!) unterstützten den Irak ebenfalls mit Finanzmitteln in Milliardenhöhe.
    http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/irak/golfkriege.html

    [highlight=yellow:6e1d550c44]Wirtschaftssanktionen und Verelendung der Bevölkerung[/highlight:6e1d550c44]

    Nach Ende des zweiten Golfkriegs Anfang März 1991 (Waffenstillstand 28. Februar 1991, Ende der Kampfhandlungen erst einige Tage später) machte der UN-Sicherheitsrat dem Irak zur Auflage, seine Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketen unter internationaler Kontrolle zu zerstören und entsprechende Rüstungsprogramme zu beenden.

    Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, verlängerte der UN-Sicherheitsrat die nach dem Überfall auf Kuwait im August 1990 verhängten Wirtschaftssanktionen. Das Waffenstillstandsabkommen mit dem Irak sah ferner umfangreiche Wiedergutmachungszahlungen an Kuwait und durch den Krieg geschädigte ausländische Firmen vor. Zu diesem Zweck wurde von den UN in Genf ein Kompensationsfond eingerichtet, der Schadensersatzansprüche von Privatpersonen, Firmen und Regierungen gegen den Irak aufgrund der Besetzung Kuwaits und des nachfolgenden Kriegs regeln sollte. Die dort vorgetragenen Forderungen belaufen sich auf über 330 Milliarden US-Dollar.[4]

    Der UN-Sicherheitsrat richtete die UN-Sonderkommission UNSCOM zur Abrüstung des Irak ein. Da der Irak aber die Arbeit der Inspektoren nicht in dem gewünschten Ausmaß unterstützte, außerdem auch möglicherweise geringe Vorräte an chemischen und biologischen Waffen versteckt hielt, wurden die Wirtschaftssanktionen in dieser Zeit nicht ausgesetzt. Die UN-Wirtschaftssanktionen, die allen UN-Mitgliedern den Handel jeglicher Art mit dem Irak verboten, waren äußerst erfolgreich, ja die erfolgreichsten in der UN-Geschichte überhaupt: Tatsächlich wurde das Land - mit Ausnahme von geschmuggeltem Öl über die Grenzen der Nachbarstaaten und der Abwicklung eines rudimentären Handels über Scheinfirmen - wirtschaftlich total isoliert. Doch dieses Beispiel zeigte, dass Sanktionen kein "friedliches" Mittel der Streitbeilegung sind: Sie hatten nicht das Ende von Saddam Husseins Macht zur Folge, sondern die schnelle Verelendung der Bevölkerung.

    Seit 1991 sind nach Schätzungen internationaler humanitärer Organisationen rund 1,5 Millionen Iraker, darunter über 550 000 Kinder unter fünf Jahren, den Folgen dieser Wirtschaftssanktionen zum Opfer gefallen - durch Mangelernährung und unzureichende medizinische Versorgung. Das entspricht rund sieben Prozent der irakischen Bevölkerung. Hans Graf von Sponeck, Leiter des UN-Hilfsprogramms für den Irak, trat im Februar 2000 aus Protest gegen die Folgen der Wirtschaftssanktionen von diesem Posten zurück. Er warf den Vereinten Nationen sogar Völkermord vor: "Im Übrigen haben nicht nur mein Vorgänger Denis Halliday und ich die Folgen der UNO-Sanktionen als Völkermord und als Verstoß gegen das Völkerrecht kritisiert. Auch der ehemalige Vorsitzende der UNO-Menschenrechtskommission, der belgische Völkerrechtsprofessor Marc Bossuyt, hat den Sicherheitsrat mitverantwortlich gemacht für die Verletzung der Genozid-Konvention der UNO von 1948, der Konvention über die Rechte des Kindes sowie der beiden internationalen Pakte für wirtschaftliche, soziale und kulturelle sowie für bürgerliche und politische Menschenrechte aus dem Jahre 1966."[5]

    Um die Lage der Zivilbevölkerung zu verbessern, startete die UNO im Dezember 1996 das Programm "Öl für Nahrungsmittel" . Es erlaubte Bagdad, den Verkauf einer gewissen Menge von Erdöl auf dem internationalen Markt. Von den Einnahmen wurden zwei Drittel unter internationaler Aufsicht dafür verwendet, Nahrungsmittel, Medikamente und Ersatzteile für die Reparatur von ziviler Infrastruktur (Trinkwasserleitungen etc.) zu kaufen. Das restliche Drittel floss in den oben erwähnten Kompensationsfond für Kriegsschäden in Genf.
    [highlight=yellow:6e1d550c44]US-Truppen evakuieren Uran aus Irak
    Geheimtransport

    05.07.2008 , 22:58

    In einem streng geheimen Einsatz haben US-Streitkräfte die letzten großen Überreste von Saddam Husseins Atomprogramm nach Kanada transportiert. 550 Tonnen Uran holten sie aus dem Irak. [/highlight:6e1d550c44]
    http://www.sueddeutsche.de/politik/884/447619/text/

    550 Tonnen Uran haben sie gefunden und dann fragt man noch nach Massenvernichtungswaffen ? Dass man keine Atombombe im Irak gefunden hat, heißt ja nicht, dass dort keine Atombombe ist. Es wurde nur keine gefunden und inzwischen ist das alles sowieso egal.

  5. #14
    Avatar von Samuianer

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    Re: Mal wieder: Irak

    Das der Mann nach der Kuweit Niederlage, den schweren Verlusten nach dem Iran Krieg, schwerst angeschlagen und gewaltig sauer war, mit Milliarden Schulden an alle erdenklichen Laende die als Waffenlieferanten funktionierten, liegt ja wohl auf der Hand!

    Hatte er seine Truppen und Haende ganz dicht an Saudi Arabien dran, Durch die Invasion erbeutete der Irak Gold im Wert von 614 Millionen Euro. Das Gold wurde Kuwait nach dem Krieg am 6. August 1991 zurückgegeben. Erhatte Kontrole uber das sehr ertragreiche Rumaillah Oelfeld...

    Soldaten plünderten medizinische Versorgungseinrichtungen und bemächtigten sich der Medien. Tausende westlicher Touristen behielt der Irak als Geiseln zurück und versuchte später, sie als Verhandlungsmasse einzusetzen.


    Am 16. August 1990 wies die irakische Regierung 4.500 Briten und 2.500 US-Amerikaner in Hotels ein. Sie sollten als „lebende Schutzschilde“ gegen einen möglichen Angriff der multinationalen Friedenstruppe in strategisch wichtige Einrichtungen verlegt werden.


    Am 14. September 1990 drangen irakische Soldaten in die westlichen Botschaften in Kuwait City ein.

    Am 24. Dezember 1990 droht der irakische Präsident Saddam Hussein, dass Israel das erste Ziel eines Angriffs sein werde, sollten die Koalitionsstreitkäfte angreifen.

    Kosten

    Als Kosten des Krieges für die Vereinigten Staaten wurden vom Kongress etwa 61,1 Milliarden US-Dollar errechnet; 52 Milliarden von diesen Kosten wurden von verschiedenen anderen Staaten bezahlt: 36 Milliarden wurden von Kuwait, Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten bezahlt. [highlight=yellow:18576590ae]16 Milliarden wurden von Deutschland und Japan bezahlt. (genannt: „Scheckbuchdiplomatie”, da sich die Länder nicht aktiv mit ihren Soldaten am Krieg beteiligten).[/highlight:18576590ae]

  6. #15
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Mal wieder: Irak

    Zitat Zitat von Samuianer",p="730109
    [highlight=yellow:898c01a44b]16 Milliarden wurden von Deutschland und Japan bezahlt. (genannt: „Scheckbuchdiplomatie”, da sich die Länder nicht aktiv mit ihren Soldaten am Krieg beteiligten).[/highlight:898c01a44b]
    Freiwillig bezahlt?

  7. #16
    Avatar von Samuianer

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    Re: Mal wieder: Irak

    Zitat Zitat von antibes",p="730111
    Zitat Zitat von Samuianer",p="730109
    [highlight=yellow:9f28624a20]16 Milliarden wurden von Deutschland und Japan bezahlt. (genannt: „Scheckbuchdiplomatie”, da sich die Länder nicht aktiv mit ihren Soldaten am Krieg beteiligten).[/highlight:9f28624a20]
    Freiwillig bezahlt?
    Warum nicht, die Wahlen waren ja gewonnen - und die Gelder, Steuergelder, der Waehler!

    nachdem er den Deal, mit Mannesmann durchgestzt hat und der Steuerzahler auch die Gaspipeline bezahlen darf, durch die die Russen ihr Erdgas - jetzt teuer verkaufen koennen - ist er in die Aufsichtsratsvorstaende von Gazprom uebergesiedelt, der "Zigarren-Sozial-Demokrat" Schroeder!




  8. #17
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Mal wieder: Irak

    Während die Amerikaner mit ihren zyklisch geführten Kriegen jedesmal ihre gesamte militärische Infrastruktur auf Kosten der Verbündeten sanieren. Natürlich werden diese am Wiederaufbau nicht beteiligt, bzw. nur als SUB.

    Wasser predigen, Wein trinken......

  9. #18
    Avatar von Conrad

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    Re: Mal wieder: Irak

    Zitat Zitat von antibes",p="730116
    Während die Amerikaner mit ihren zyklisch geführten Kriegen jedesmal ihre gesamte militärische Infrastruktur auf Kosten der Verbündeten sanieren. Natürlich werden diese am Wiederaufbau nicht beteiligt, bzw. nur als SUB.

    Wasser predigen, Wein trinken......
    Was ihr immer alle mit "den Amis" habt. Bei der Befreiung Iraks hat fast die gesamte EU mitgemacht. Dann bist du also tatsächlich der Meinung, die EU würde "völkerrechtswidrige Angriffskriege" führen ? Kann ich mir absolut nicht vorstellen das die EU sowas macht.

    Generell haben die Amis nunmal schlichtweg etwas mehr Durchblick in Sachen Demokratie als die Deutschen, das haben die letzten 100 Jahre klar bewiesen.

    Naja, sie haben auch mehr Durchblick bei Computersoftware und Informationstechnik generell. Und auch bei Musik, Filmen, Dokus....wenn ich so mal das Kinoprogramm anschaue....alles aus USA....die Musik im Radio auch.... ;-D

  10. #19
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Mal wieder: Irak

    Zitat Zitat von Lamai",p="730126
    Naja, sie haben auch mehr Durchblick bei Computersoftware und Informationstechnik generell. Und auch bei Musik, Filmen, Dokus....wenn ich so mal das Kinoprogramm anschaue....alles aus USA....die Musik im Radio auch.... ;-D
    dann wirst du bestimmt nichts aus germanien haben. bei solch einem ami-febel.

  11. #20
    Avatar von Conrad

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    Re: Mal wieder: Irak

    Zitat Zitat von deguenni",p="730128
    Zitat Zitat von Lamai",p="730126
    Naja, sie haben auch mehr Durchblick bei Computersoftware und Informationstechnik generell. Und auch bei Musik, Filmen, Dokus....wenn ich so mal das Kinoprogramm anschaue....alles aus USA....die Musik im Radio auch.... ;-D
    dann wirst du bestimmt nichts aus germanien haben. bei solch einem ami-febel.
    Hat mit Vorliebe nichts zu tun, ist einfach eine Tatsache.

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