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mal wieder die Amerikaner

Erstellt von Doc-Bryce, 04.09.2009, 10:55 Uhr · 1.069 Antworten · 32.963 Aufrufe

  1. #311
    Avatar von Fred

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    Re: mal wieder die Amerikaner








    Deutschland braucht in Afghanistan mehr Soldaten
    (17)
    Von Clemens Wergin
    4. September 2009, 21:48 Uhr


    Über die Folgen des Luftangriffs im Norden Afghanistans gibt es mehrere Versionen – eine Untersuchung soll Klarheit bringen. Doch eines steht jetzt schon fest: Die Soldaten mussten Verstärkung aus der Luft anfordern. Denn die Deutschen haben nicht annähernd genug Bodenpersonal, um die Region in der Fläche abzusichern....

    http://www.welt.de/politik/ausland/a...-Soldaten.html

    Afghanischer Außenminister verteidigt Bundeswehr
    (18)
    10. September 2009, 07:58 Uhr


    Der afghanische Außenminister Rangin Spanta hat sich im Streit über die vom deutschen Oberst Georg Klein angeordnete Bombardierung zweier Tanklastzüge in Kundus vor die Bundeswehr gestellt. Die Soldaten leisteten seit Jahren gute Aufbauarbeit, und im Krieg könne so etwas bedauerlicherweise passieren.....

    http://www.welt.de/politik/ausland/a...undeswehr.html

    Wir können stolz sein auf unsere Soldaten
    Von Richard Herzinger
    10. September 2009, 04:00 Uhr


    Viele Reaktionen auf den Luftangriff gegen die Taliban zeigen die Missachtung für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Dabei verteidigt sie dort unsere Werte


    Noch immer ist nicht eindeutig geklärt, ob bei dem von einem Bundeswehr-Oberst angeforderten Luftangriff auf zwei Tanklastzüge, die von Taliban-Kämpfern gekapert worden waren, Zivilisten ums Leben gekommen sind. Und wenn ja, um wie viele es sich handelt.
    Der afghanische Außenminister Rangin Spanta hat sich im Streit über die vom deutschen Oberst Georg Klein angeordnete Bombardierung zweier Tanklastzüge in Kundus vor die Bundeswehr gestellt.
    Unter dem Eindruck der "antimilitaristischen" Agitation der Linkspartei - aber auch der Heuchelei der Grünen, die den Afghanistan-Einsatz angeblich unterstützen, mit seinem notwendigen militärischen Teil aber nicht in Verbindung gebracht werden wollen - werden in der deutschen Öffentlichkeit zunehmend Ursache und Wirkung verkehrt. Es entsteht der Eindruck, die eigentliche Gefahr für die afghanische Zivilbevölkerung gehe von den internationalen Schutztruppen und damit auch von der Bundeswehr aus. Ungerührt nimmt man zugleich hin, dass ein Demagoge wie Oskar Lafontaine unsere Soldaten regelmäßig mit der ungeheuerlichen Behauptung diffamiert, in Afghanistan würden die internationalen Truppen Unschuldige "ermorden". Derartiges stammt wohlweislich aus dem Munde eines Mannes, der unserer Demokratie abspricht, eine wirkliche Demokratie zu sein, und stattdessen den "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" eines Hugo Chávez preist, der gerade dabei ist, in Venezuela eine offene Diktatur zu errichten. Chávez, der ideologische Verbündete Lafontaines, ist überdies ein enger Komplize des islamistischen, den internationalen Terror fördernden Regimes in Teheran. Lafontaine setzt unter anderem die Repressalien gegen Kommunisten in der Bundesrepublik mit der Unterdrückung aller Andersdenkenden in der totalitären DDR gleich. Dass er und seine Partei, die zu einem großen Teil noch immer aus alten SED-Kadern zusammengesetzt ist, dem Auftrag der Bundeswehr, in Afghanistan Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen, kein Verständnis entgegenbringen, dürfte niemanden verwundern. Beschämend ist aber, dass sich solche Leute bei uns als Wächter von pazifistischer Moral und Menschlichkeit aufspielen können, ohne die geballte Verachtung einer freiheitlichen Gesellschaft spüren zu müssen. Irritierend ist auch die Eile, mit der einige EU-Regierungen, aber auch amerikanische Stellen öffentlich über die Deutschen hergefallen sind, ohne eine seriöse Prüfung der Umstände des Lufteinsatzes abzuwarten.

    Mag sein, dass da von europäischer wie auch von amerikanischer Seite gewisse Revanchegefühle gegenüber der deutschen Regierung mitspielen, die sich zu lange als moralischer Oberlehrer einer Kriegsführung aufgespielt hat, die sie anderen überließ. Jetzt aber muss sie sich selbst mit den Dilemmata von Kampfeinsätzen auseinandersetzen. Aber für das Lavieren der Bundesregierung wie für ihre Eiertänze um das Unwort "Krieg" kann die Bundeswehr nichts. Und schon gar nicht können die deutschen Soldaten etwas dafür, die nun selbst auftragsgemäß im Kampf stehen und ihn pflichtbewusst und verantwortungsvoll führen. Es ist deshalb unfair, politischen Ärger auf ihrem Rücken auszutragen.

    Es war deshalb richtig, dass sich Angela Merkel vor dem Bundestag Vorverurteilungen aus dem Ausland verbeten hat. Doch sie muss sich auch nicht wundern, dass mögliche militärische Fehler der Deutschen von den Verbündeten besonders kritisch beäugt werden. Jahrelang hat die Bundesregierung aus Furcht vor der Stimmung in der eigenen Bevölkerung den Eindruck zu erwecken versucht, für den Krieg seien andere, für den friedlichen Aufbau aber die Deutschen zuständig. Und jahrelang wurden die USA aus Berlin für ihre vermeintlich rücksichtslose Kriegsführung kritisiert - jetzt aber, da die Deutschen zeigen könnten, wie man es besser macht, zeigt sich, dass auch sie gegen dieselben Fehler nicht immun sind. So lobenswert Angela Merkels klares Bekenntnis zum Auftrag der Bundeswehr in Afghanistan am Dienstag vor dem Bundestag auch war - ihre Ankündigung einer baldigen internationalen Konferenz, auf der die Bedingungen für einen baldigen Abzug der westlichen Truppen ausgelotet werden sollen, lässt befürchten, dass die Bundesregierung der deutschen Bevölkerung auch weiterhin keinen reinen Wein einschenken will. Ausgerechnet in einer Situation wie der jetzigen von Abzug zu reden - da könnte man den Taliban gleich eine Einladung schicken, die Bundeswehr noch heftiger zu attackieren, scheint sich das für sie doch auszuzahlen.

    Es wird höchste Zeit, dass alle Deutschen, denen Sicherheit vor islamistischem Terror, denen Freiheit und Menschenrechte etwas wert sind, ihre Stimme erheben und sich hinter unsere tapferen Soldaten in Afghanistan stellen, die diese Werte mit ihrem Leib und Leben verteidigen. Für ihren Mut und Einsatz, den sie nicht nur für eine bessere Zukunft der Afghanen, sondern für unser aller Zukunft erbringen, sind wir ihnen Dankbarkeit und Unterstützung schuldig. Viele Deutsche suchen gerne nach Gründen, stolz zu sein. Auf unsere Soldaten der Demokratie können wir es sein



    http://www.welt.de/die-welt/debatte/...-Soldaten.html

  2.  
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  3. #312
    Avatar von Dieter1

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Thaimax",p="772196
    Aber einfach zu behaupten, so aus der sicheren Distanz, dass es keine Zivilisten unter den Opfern gegeben hätte ist schon ein bissl abgedreht, und das Konstrukt, dass man mit diesen Fahrzeugen einen Anschlag geplant hätte ist halt eben nur ein Konstrukt, das man sich ersparen hätte können.
    Die Frage, inwieweit Personen noch als "Zivilisten" anzusprechen sind wenn sie sich mitten in der Nacht in abgelegener Gegend um eine Kriegsbeute einer der beiden Kontrahenten scharen, mit dem Ziel auch was davon abzubekommen, laesst sich nicht einfach beantworten.

    Zum "Konstrukt". Was denkst Du denn hatten die Taliban mit den zwei Tanklastzuegen vor? Ne Tankstelle aufmachen?

    In einem gebe ich Dir Recht. Die Bundesregierung muesste endlich deutlich klar machen, dass die Bundewehr dort kaempft und keine Schultueten verteilt.

    Das geht naemlich erst nach einer erfolgreichen Beendigung des Kampfes.

  4. #313
    Avatar von Thaimax

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Dieter1",p="772340
    Die Frage, inwieweit Personen noch als "Zivilisten" anzusprechen sind wenn sie sich mitten in der Nacht in abgelegener Gegend um eine Kriegsbeute einer der beiden Kontrahenten scharen, mit dem Ziel auch was davon abzubekommen, laesst sich nicht einfach beantworten.
    Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass sich das überhaupt nicht feststellen lässt. - Aber so wie Du den Satz formuliert hast, lese ich heraus, dass Du meinst, dass man die zivilen Opfer nicht einem ungenauen Bombenabwurf zuschreiben kann, sondern darauf, dass "reine" Zivilisten einfach nichts, einige Kilometer von ihrem Dorf entfernt, bei Taliban-Kriegsbeute zu suchen haben, ihnen die Gefahr bewusst hätte sein müssen. - Dagegen, wenn Du es so gemeint hast, spricht eigentlich nur eine einzige Sache, nämlich dass die Leute angeblich dazu gezwungen wurden den Taliban zu helfen die Tanker wieder flott zu machen.

    Zum "Konstrukt". Was denkst Du denn hatten die Taliban mit den zwei Tanklastzuegen vor? Ne Tankstelle aufmachen?
    Nein, aber es überrascht halt schon, dass man sich ausschliesslich auf diese These stützen wollte, und nicht etwa, dass es genausogut sein könnte, dass sie den Benzin einfach nur selbst verwenden wollten. So einseitige Darstellungen geben den Kritikern einfach viel zu viel Spielraum und schaffen deswegen einfach schlechte Presse.

    Ich bin ja gegen dieses Engagement in Afghanistan, nicht, weil ich für ein Terror-Regime bin, sondern vielmehr deswegen, weil ich an keinen Erfolg dabei glaube. Ich sehe es als erfolglosen Versuch, der viele Opfer fordert. Abgesehen davon gehöre ich nicht zu denen, die der Meinung sind, dass die Taliban nicht auch etwa in Pakistan Unterschlupf finden würden, von wo aus sie genauso operieren könnten. Was dann? Die Truppen nach Pakistan verlegen? Das ganze könnte sich zu einer Neverending Story entwickeln, oder aber zu einem Abzug, der mehr nach Resignation aussieht als das für die westliche Welt gut wäre.(weswegen ich auch gegen einen überstürzten Rückzug bin, imho wars halt ein Fehler überhaupt dort hinzugehen, jetzt ist es irgendwie zu spät das einfach zu stoppen.)

  5. #314
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Thaimax",p="772349
    Ich bin ja gegen dieses Engagement in Afghanistan, nicht, weil ich für ein Terror-Regime bin, sondern vielmehr deswegen, weil ich an keinen Erfolg dabei glaube. Ich sehe es als erfolglosen Versuch, der viele Opfer fordert. Abgesehen davon gehöre ich nicht zu denen, die der Meinung sind, dass die Taliban nicht auch etwa in Pakistan Unterschlupf finden würden, von wo aus sie genauso operieren könnten. Was dann? Die Truppen nach Pakistan verlegen? Das ganze könnte sich zu einer Neverending Story entwickeln, oder aber zu einem Abzug, der mehr nach Resignation aussieht als das für die westliche Welt gut wäre.(weswegen ich auch gegen einen überstürzten Rückzug bin, imho wars halt ein Fehler überhaupt dort hinzugehen, jetzt ist es irgendwie zu spät das einfach zu stoppen.)
    :bravo:

  6. #315
    Avatar von Thaimax

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Paddy",p="772351
    Zitat Zitat von Thaimax",p="772349
    Ich bin ja gegen dieses Engagement in Afghanistan, nicht, weil ich für ein Terror-Regime bin, sondern vielmehr deswegen, weil ich an keinen Erfolg dabei glaube. Ich sehe es als erfolglosen Versuch, der viele Opfer fordert. Abgesehen davon gehöre ich nicht zu denen, die der Meinung sind, dass die Taliban nicht auch etwa in Pakistan Unterschlupf finden würden, von wo aus sie genauso operieren könnten. Was dann? Die Truppen nach Pakistan verlegen? Das ganze könnte sich zu einer Neverending Story entwickeln, oder aber zu einem Abzug, der mehr nach Resignation aussieht als das für die westliche Welt gut wäre.(weswegen ich auch gegen einen überstürzten Rückzug bin, imho wars halt ein Fehler überhaupt dort hinzugehen, [highlight=yellow:b08f337b66]jetzt ist es irgendwie zu spät das einfach zu stoppen.[/highlight:b08f337b66])
    :bravo:
    Paddy, Deine Zustimmung, vor allem wegen dem von mir gelb markierten Teil, überrascht mich jetzt doch ein wenig.

  7. #316
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Thaimax",p="772356
    Zitat Zitat von Paddy",p="772351
    Zitat Zitat von Thaimax",p="772349
    Ich bin ja gegen dieses Engagement in Afghanistan, nicht, weil ich für ein Terror-Regime bin, sondern vielmehr deswegen, weil ich an keinen Erfolg dabei glaube. Ich sehe es als erfolglosen Versuch, der viele Opfer fordert. Abgesehen davon gehöre ich nicht zu denen, die der Meinung sind, dass die Taliban nicht auch etwa in Pakistan Unterschlupf finden würden, von wo aus sie genauso operieren könnten. Was dann? Die Truppen nach Pakistan verlegen? Das ganze könnte sich zu einer Neverending Story entwickeln, oder aber zu einem Abzug, der mehr nach Resignation aussieht als das für die westliche Welt gut wäre.(weswegen ich auch gegen einen überstürzten Rückzug bin, imho wars halt ein Fehler überhaupt dort hinzugehen, [highlight=yellow:961ca64366]jetzt ist es irgendwie zu spät das einfach zu stoppen.[/highlight:961ca64366])
    :bravo:
    Paddy, Deine Zustimmung, vor allem wegen dem von mir gelb markierten Teil, überrascht mich jetzt doch ein wenig.
    Ich halte es da mit der von mir favorisierten Partei (aus Überzeugung, nicht aus Parteiräson).

    Gefordert ist ein sofortiger, aber geplanter und geordneter Rückzugsbeginn. Weiterhin besteht die Forderung darin, daß dadurch eingesparte Geld und falls notwendig mehr, in Aufbauhilfe sowie Ausbildung von Polizei und Armee zu stecken.

    Eigentlich eine logische Konsequenz Deiner Ausführungen. Etwas anderes hatte ich nie geschrieben.

    Wenn es allerdings um die derzeitige Vernebelungspolitik, die Rechtfertigung der Bombardierung und die Diskrepanz zwischen vorgeblichem Anspruch und der Wirklichkeit geht, habe ich natürlich auch eine dezidierte Meinung dazu.

    Insgesamt teile ich die Meinung von Jürgen Todenhöfer, der 18 Jahre für die CDU im Bundestag saß.

    http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BC...odenh%C3%B6fer

  8. #317
    Avatar von Dieter1

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Thaimax",p="772349
    Zum "Konstrukt". Was denkst Du denn hatten die Taliban mit den zwei Tanklastzuegen vor? Ne Tankstelle aufmachen?
    Nein, aber es überrascht halt schon, dass man sich ausschliesslich auf diese These stützen wollte, und nicht etwa, dass es genausogut sein könnte, dass sie den Benzin einfach nur selbst verwenden wollten.
    Das wuerde den Einsatz zur Vernichtung der beiden Tanker ebenso gut rechtfertigen, denn "fuer sich selbst verwenden" heisst, es handelte sich um militaerische Ressourcen des Gegners.

  9. #318
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Macht Euch schon mal darauf gefasst, daß demnächst eine deutliche Erhöhung des BW-Kontingents in Afghanistan ansteht.

    Nach der Wahl natürlich...

  10. #319
    Avatar von Dieter1

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Paddy",p="772380
    Macht Euch schon mal darauf gefasst, daß demnächst eine deutliche Erhöhung des BW-Kontingents in Afghanistan ansteht.
    Das waere nichts anderes als wie vernuenftig.

  11. #320
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Dieter1",p="772384
    Zitat Zitat von Paddy",p="772380
    Macht Euch schon mal darauf gefasst, daß demnächst eine deutliche Erhöhung des BW-Kontingents in Afghanistan ansteht.
    Das waere nichts anderes als wie vernuenftig.
    Besonders, wenn man's heute schon weiss, aber den Wählern erst nach der Wahl sagt, nicht wahr?

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