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mal wieder die Amerikaner

Erstellt von Doc-Bryce, 04.09.2009, 10:55 Uhr · 1.069 Antworten · 32.900 Aufrufe

  1. #1021
    Avatar von ChangLek

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="819034
    Während England, Kanada u. die USA weltweit für Demokratie und Freiheit kämpfen, sitzt die fette deutsche Friedenskartoffel lieber zu Hause auf dem Sofa und ist beleidigt.
    ......dafür freuen sich doch die Heil-USA-Dumpbacken um so mehr - nicht wahr, lieber Herr Conrad.......

    .......aber das dumpfbackige Gefühl kommt natürlich nicht aus einem selbst ;-D, sondern sicherlich vom vielen Kaugummikauen.......

  2.  
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  3. #1022
    Avatar von

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Ja klar, ich bin gefrustet weil ausser dem Durchblicker Lamai keiner mehr den Irakkrieg richtig findet.
    Die geschaffenen Tatsachen die koennen einen aber in der Tat frusten. Nach dem Motto schlimmer gehts nimmer. :-(

    Uebrigens, ob ich gefrustet bin weiss ich heute ab 15 Uhr.

  4. #1023
    Avatar von Conrad

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Extranjero",p="819044
    Ja klar, ich bin gefrustet weil ausser dem Durchblicker Lamai keiner mehr den Irakkrieg richtig findet.
    Die geschaffenen Tatsachen die koennen einen aber in der Tat frusten. Nach dem Motto schlimmer gehts nimmer. :-(

    Uebrigens, ob ich gefrustet bin weiss ich heute ab 15 Uhr.
    Wo haben sie dir das eigentlich eingetrichtert mit dem "US-Imperialismus ? In der DDR ?

  5. #1024
    Avatar von Samuianer

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Paddy",p="818947
    Ungerührt und unglaubwürdig

    von Manfred Bleskin

    Der Auftritt des früheren Premierministers Tony Blair vor dem Untersuchungsausschuss des britischen Parlaments wird als eines der bizarrsten Kapitel in die Politikgeschichte des Königreichs eingehen.

    Der New-Labour-Mann gibt ungerührt zu, dass der Geheimdienstbericht, mit dem er die Parlamentarier zur Unterstützung des Bush-Abenteuers im Irak bewog, nicht den Tatsachen entsprach. Er habe aber damals keine Zweifel am Wahrheitsgehalt der Berichte über die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Zweistromland gehabt. Dies ist so unwahr wie die damaligen Tricks schmutzig waren. Der seinerzeitige US-Außenminister Colin Powell hat a posteriori wenigstens zugegeben, dass sein Vortrag vor dem UN-Sicherheitsrat mit Satellitenfotos von angeblichen Raketenabschussrampen und Silos für Massenvernichtungsmittel zu den schlimmsten Augenblicken seines Lebens gehört.

    Anders Blair: Der hatte in einem Interview für die BBC schon vorher zugegeben, dass man, hätte es keine Berichte über Massenvernichtungswaffen gegeben, andere Gründe für die Invasion gefunden hätte. Hätte das Regime von Saddam Hussein tatsächlich über A-, B- oder C-Waffen verfügt, hätte es sie auch skrupellos eingesetzt. Wie schon im Krieg gegen den Iran und gegen die Kurden im eigenen Land. Die USA, Großbritannien und andere "Willige" aber sind einmarschiert, weil ihnen bekannt war, dass der Diktator nicht mehr über bakteriologische oder chemische Kampfmittel verfügte. Und schon gar keine nuklearen.

    Wenn der Mann, der sein Land zehn Jahre regierte, nun erklärt, man habe verhindern wollen, dass der Irak wieder in den Besitz solcher Waffen gelangt, müsste das Vereinigte Königreich schon lange in den Iran einmarschiert sein.

    Völlig unglaubwürdig wird die Show von Sgt. Tony’s One Man Band, wenn Blair einen Zusammenhang zwischen 9/11 und der Invasion herstellt. Dossiers, denen zufolge sich Emissäre Saddams in Prag mit Leuten von al Q’aida getroffen hätten, erwiesen sich ebenso als Enten [highlight=yellow:8589f01b24]wie die Behauptung der CIA, irakische Abgesandte hätten im westafrikanischen Niger Uran kaufen wollen.[/highlight:8589f01b24]

    Dass Britannien unter seiner Führung das Völkerrecht brach, lässt den jetzigen Privatier völlig kalt. Wie die Anwesenheit von 30 Angehörigen der insgesamt 179 Soldaten Ihrer Majestät, die zwischen Euphrat und Tigris ihr Leben verloren. Er sei nicht Manns genug gewesen, ihr in die Augen zu schauen, sagt eine von ihnen. Als Ausschussvorsitzender Sir John Chilcott Blair Gelegenheit gab, etwas zu bereuen, lehnte Blair ab: "No regrets!" Das dürfte reichen, um Labours Niederlage bei den bevorstehenden Wahlen zum Unterhaus perfekt zu machen.

    http://www.n-tv.de/politik/politik_k...cle704219.html

    ehem... wo kamen dann die 90 Tonnen Yellowcake her, die von dr US-Armee entsorgt wurden - hat die Saddam erbruetet oder ist das auch Alles gelogen?

    Glaubst du immernoch der 9/11 und all die folgenden Anschlaege, der erste, fehlgeschlagenen Anschlag unter der Fuehrung des blinden Fanatikers auf das WTC - ist alles ein Machwerk des CIA, des MI5?

    Warum hing bei der Irak Affaere der BND mit drin?

    Ist wie hier mit den Gelbhemdchen und den Rotjoeppchen, die eine Seite behauptet das, die andere selbstverstaendlich Jenes, aufalle Faelle immer das Gegenteil!

    Nie vergessen das POLITIK immer ein Ziel hat, moeglichst der Opposition oder durch Opposition der anderen Seite, egal was, eins auszuwischen - das ist Kampf ohne Armee, da wird die Tastatur, das Medium zur Waffe und DORT werden die Schlachtfelder von Morgen erstellt!

    Siehe Vietnamkrieg....mit WKI und WKII will ich erst garnicht anfangen, nur da lagen die Interessen noch etwas anders!

    Schau auf die Geschichte der Taleban... wo die herkamen aus was die sich rekrutierten und was letztendlich aus denen geworden ist - schau ganz genau auf die Umstaende, dann muesste auch dir klar sein das man diesen Leute, mit dieser Gesinnung nicht einfach mal eben so, ein Land samt Bevoelkerung ueberlasen darf, ohne sich ueber die Folgen im Klaren zu sein!

    Menschenrechte, oder ist das nur ein Phrase die bei passender Gelegenheit benutzt wird!?

    Na laeutet was?


    Siehe....

  6. #1025
    Avatar von

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Manfred, yellowkake ist nun wirklich ein Allerweltsstoff mit dem du erstmal gar nix anfangen kannst und den du auf dem WEltmarkt problemlos kaufenb kannst ohne dass das besonders jemanden juckt.
    Bezeichnenderweise haben die USA das auch ein bisserl sehr spaet gefunden.
    Alles was ich damit sagen will ist, dass das voellig ueberbewertet wurde und null Relevanz hat. Da koenntest du auch ein in irgend einem Krankenhaus gefundenes Roentgengeraet als Beweis fuer ein Atomprogramm hernehmen. Absurd? Eben.

  7. #1026
    Avatar von tomtom24

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Der Punkt, manfred, ist, dass wir die Araber seit 200 Jahren platt machen und zwar immer mit dem Vorwand, dass sie gefaehrlich fuer uns waeren. Genauso im Irak.

    Ich kenne ein Land mit Todesstrafe, Menschenfolterung, Einsperren ohne Grund und atomfaehigen Material.

    Und keiner regt sich drueber auf.

    Dann kannte ich ein anderes land mit Todesstrafe, Menschenfolterung, Einsperren ohne Grund, ohne atomfaehiges Material

    Und es wurde platt gemacht fuer was? Fuer etwas, das es nie gab

  8. #1027
    Avatar von Conrad

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von tomtom24",p="819419
    Der Punkt, manfred, ist, dass wir die Araber seit 200 Jahren platt machen und zwar immer mit dem Vorwand, dass sie gefaehrlich fuer uns waeren. Genauso im Irak.

    Ich kenne ein Land mit Todesstrafe, Menschenfolterung, Einsperren ohne Grund und atomfaehigen Material.

    Und keiner regt sich drueber auf.

    Dann kannte ich ein anderes land mit Todesstrafe, Menschenfolterung, Einsperren ohne Grund, ohne atomfaehiges Material

    Und es wurde platt gemacht fuer was? Fuer etwas, das es nie gab
    Wo wurde denn ein Land plattgemacht ? Die meisten Staaten in der Region gibt es seit gerade mal 80 Jahren.

    Falls du Iran meinst, da gibt es UN-Sanktionen ohne Ende, trotzdem basteln die weiter an ihrer Atombombe. Wenn die plattgemacht werden, brauchen sie sich nicht zu wundern, angedroht wurde es ihnen schon mehrfach, indirekt auch durch die UNO.

    In Afghanistan ist es so, dass es Mudschahedin oder Taliban erst seit Einmarsch der Sowjetunion gibt, eigentlich sind die Schuld an dem Debakel dort. Vorher war Afghanistan ein friedliches und gastfreundliches Hippieparadies.

    31.01.2010



    USA rüstet Raketenabwehr am Persischen Golf auf
    Die USA erhöhen im Atomstreit den Druck auf Iran. Laut einem Zeitungsbericht baut die Armee militärische Abwehrsysteme mehreren arabischen Staaten auf. Vor der iranischen Küste sollen Spezialschiffe Position beziehen, die ferngesteuerte Raketen an Bord haben.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...675079,00.html

  9. #1028
    Avatar von tomtom24

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="819445
    Wo wurde denn ein Land plattgemacht ? Die meisten Staaten in der Region gibt es seit gerade mal 80 Jahren.
    Der große französische Historiker und Politiker Alexis de Tocqueville war ein leidenschaftlicher Vorkämpfer individueller Freiheit. Sie hatte für ihn stets Vorrang vor Gleichheit. Ungleichheit kam für ihn „unmittelbar von Gott“. Kein Wunder also, dass der aufgeklärte Staatsmann wie die meisten seiner Zeitgenossen für Rassengleichheit nicht zu haben war.

    In seinem 1835 erschienen Hauptwerk Über die Demokratie in Amerika stellte Tocqueville die für jene Zeit bezeichnende Frage: „Hat man beim Anblick der Vorgänge in der Welt nicht den Eindruck, dass der Europäer für die Menschen anderer Rassen das ist, was der Mensch für die Tiere bedeutet? Er macht sie seinem Dienst untertan, und wenn er sie nicht mehr unterjochen kann, vernichtet er sie.“ Für den liberalen Denker gab es konsequenterweise “keinen Grund, die muslimischen Subjekte so zu behandeln, als wären sie uns gleich“.

    Nicht anders hat der Westen die muslimische Welt während der letzten zweihundert Jahre behandelt. [highlight=yellow:4b247232de]Arabische Familien wurden in der Kolonialzeit wie „Hyänen, Schakale und räudige Füchse“ gejagt.[/highlight:4b247232de] Die Strategie, mit der die Kolonialherren im 19. Jahrhundert den Widerstand gegen ihre „Zivilisierungsmission“ brechen wollten, hieß: „ruinieren, jagen, terrorisieren“ (Olivier Le Cour Grandmaison). [highlight=yellow:4b247232de]In Algerien wurden mehrfach ganze Stämme, die sich in Höhlen geflüchtet hatten, „ausgeräuchert“[/highlight:4b247232de] („Enfumades“). Der französische Oberst Lucien-François de Montagnac schrieb 1842 [highlight=yellow:4b247232de]in einem Brief aus Algerien: „Wir töten, wir erwürgen[/highlight:4b247232de]. Die Schreie der Verzweifelten, der Sterbenden mischen sich mit dem Lärm des brüllenden, blökenden Viehs. Ihr fragt mich, was wir mit den Frauen machen. Nun, wir behalten einige als Geiseln, andere tauschen wir gegen Pferde, der Rest wird wie Vieh versteigert.“ Um seine dunklen Gedanken zu vertreiben, lasse er manchmal einfach „Köpfe abschneiden. Keine Artischockenköpfe, Menschenköpfe.“

    Louis de Baudicour, französischer Schriftsteller und [highlight=yellow:4b247232de]Kolonist in Algerien, schilderte eine der vielen Schlächtereien:[/highlight:4b247232de] „Hier schnitt ein Soldat aus Spaß einer Frau die Brust ab, dort nahm ein anderer ein Kind an den Beinen und zerschmetterte seinen Schädel an einer Mauer.“ Victor Hugo berichtet von Soldaten, die sich gegenseitig Kinder zuwarfen, um sie mit der Spitze ihrer Bajonette aufzufangen. Für in Salz eingelegte Ohren gab es hundert Sous. Abgeschnittene Köpfe wurden noch höher prämiert. Arabische Gebeine wurden zeitweise zu Tierkohle verarbeitet (Oliver Le Cour Grandmaison).

    Napoleon III. sah trotzdem die Hand Gottes am Werk: „Frankreich ist die Herrin Algeriens, weil Gott dies gewollt hat.“ Die Algerier sahen das anders. Aber sie mussten für ihre Freiheit einen hohen Blutzoll zahlen. Allein im Unabhängigkeitskrieg zwischen 1954 und 1962 wurden achttausend algerische Dörfer von der französischen Luftwaffe durch Napalmbomben zerstört. Auch vonseiten des FLN, des algerischen Front de Libération National, gab es grauenvolle Akte des Terrors. Albert Camus hat zu Recht darauf hingewiesen. Aber zahlenmäßig stehen sie in keinem Verhältnis zu den [highlight=yellow:4b247232de]Gewalttaten der Kolonialisten. Insgesamt töteten diese während ihrer 130 Jahre dauernden `Zivilisierungsmission´ nach algerischen Angaben weit über zwei Millionen Algerier. Französische Schätzungen gehen von über einer Million getöteten Algeriern und hunderttausend getöteten Franzosen aus.
    [/highlight:4b247232de]
    [highlight=yellow:4b247232de]Den von Großbritannien kolonisierten Irakern erging es nicht wesentlich besser. Winston Churchill warf ihnen wegen ihres Aufstands gegen die britische Unterdrückung im Jahr 1920[/highlight:4b247232de] „Undankbarkeit“ vor und setzte chemische Waffen ein – „mit ausgezeichneter moralischer Wirkung“, wie er anmerkte. [highlight=yellow:4b247232de]„Bomber Harris“, der geistige Vater des „moral bombing“, erklärte nach einem Luftangriff stolz: „Die Araber und Kurden wissen jetzt, was eine richtige Bombardierung ist.[/highlight:4b247232de] In 45 Minuten fegen wir ein ganzes Dorf weg.“ [highlight=yellow:4b247232de]Bombenangriffe galten im Irak auch als effektive Methode zum Eintreiben von Steuern. Der Royal-Air-Force-Offizier Lionel Charlton quittierte 1924[/highlight:4b247232de] erschüttert seinen Dienst, nachdem er in einem Krankenhaus die verstümmelten Opfer gesehen hatte. Er ahnte nicht, dass sein Land achtzig Jahre später den Irak erneut bombardieren würde.

    [highlight=yellow:4b247232de]In Libyen warfen die italienischen Kolonialisten Fässer mit Phosgen- und Senfgas auf Aufständische und Zivilbevölkerung.[/highlight:4b247232de] Stammesführer wurden in Flugzeuge gepackt und aus schwindelnder Höhe abgeworfen. Über hunderttausend Zivilisten wurden in Wüstenlager deportiert, die Hälfte ging kläglich zugrunde. Libysche Mädchen wurden für die Kolonialtruppen als 5exsklavinnen gehalten. [highlight=yellow:4b247232de]Auch die Spanier setzten während der Kabylenaufstände in Marokko chemische Waffen ein. Die Folgen waren grauenvoll.[/highlight:4b247232de]

    [highlight=yellow:4b247232de]Als Vorbild für die Behandlung der Araber galt die Ausrottungsstrategie gegenüber den Indianern Amerikas. Der rassistisch-zivilisatorische Überlegenheitswahn jener Zeit kannte keine Grenzen.[/highlight:4b247232de] Gustave Le Bon, Begründer der Massenpsychologie und Kämpfer gegen den „Gleichheits-Aberglauben“, teilte die Menschen in vier Klassen ein: Die australische und amerikanische Urbevölkerung galten als „primitive Rasse“, die „Neger“ als „niedere“, die Araber und Chinesen als „mittlere“ und die Indoeuropäer als „höhere Rasse“.

    Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hat der Westen die Araber oft als Untermenschen „auf der Stufe eines höheren Affen“ behandelt (Jean-Paul Sartre). Dies gilt für die Entkolonisierungskriege, für die Interventionen zur Sicherung der Rohstoffwege, für die Palästinafrage wie für die von den USA und Großbritannien erzwungenen Irak-Sanktionen. [highlight=yellow:4b247232de]Allein durch diese laut Vatikan „perversen“ Strafmaßnahmen gegen den Irak starben nach UNICEF-Angaben über 1,5 Millionen Zivilisten, darunter rund 500 000 Kinder.[/highlight:4b247232de]

    [highlight=yellow:4b247232de]Der aktuelle Irakkrieg zeigt ebenfalls eine atemberaubende Missachtung der muslimischen Welt. Schon beim Einmarsch der US-geführten Truppen wurden tausende Zivilisten getötet. [/highlight:4b247232de]Unzählige wurden – zum Teil durch uranverseuchte Munition – zu Krüppeln gebombt. Eine in der Medizinfachzeitschrift „Lancet“ veröffentliche Studie unabhängiger amerikanischer und irakischer Ärzte, geht von über 600 000 Irakern aus, die bis Juni 2006 durch das von den Besatzungstruppen angerichtete Kriegschaos ihr Leben verloren. Danach wurden 31 Prozent unmittelbar von den US-geführten Koalitionstruppen getötet, 24 Prozent durch konfessionelle Gewalt und Selbstmordattentate. Bei 45 Prozent der Toten waren die Täter unbekannt; laut Lancet weist die hohe Zahl der Schusstoten jedoch auch hier „auf eine direkte Beteiligung des US-Militärs“ hin.

    Eine Untersuchung des unabhängigen britischen Forschungsinstituts ORB vom Herbst 2007 kommt auf [highlight=yellow:4b247232de]inzwischen über eine Million getötete und etwa genauso viele verwundete Iraker. In Bagdad hat fast jeder zweite Haushalt ein Mitglied verloren. Saddam Hussein hatte in den dreiundzwanzig Jahren seiner Herrschaft laut „Human Rights Watch“ den Tod von 290 000 irakischen Zivilisten zu verantworten.[/highlight:4b247232de]

    Seit Herbst 2007 ist die Zahl der Toten im Irak erfreulicherweise zurückgegangen. Trotzdem sterben nach vorsichtigen Schätzungen von Experten jeden Monat noch immer 6.000 irakische Zivilisten im Chaos des Krieges. Das sind doppelt so viel Menschen, wie am 11. September 2001 im World Trade Center. [highlight=yellow:4b247232de]Der Bevölkerung geht es heute schlechter als unter Saddam (Kofi Annan).[/highlight:4b247232de] Es dürfte nicht viele Iraker geben, die sagen: „Großartig, unser Land ist zerstört, über eine Million Mitbürger sind tot, viereinhalb Millionen sind auf der Flucht, die Kindersterblichkeit ist eine der höchsten der Welt, es gibt kaum Strom, Wasser und Medikamente, Arbeitslosigkeit und Inflation sind auf über 50 Prozent gestiegen, auf die Straße kann man kaum noch – aber es hat sich gelohnt, Saddam ist weg.“

    [highlight=yellow:4b247232de]Nicht ein einziges Mal in den letzten zweihundert Jahren hat ein muslimisches Land den Westen angegriffen. Die europäischen Großmächte und die USA waren immer Aggressoren, nie Angegriffene.[/highlight:4b247232de] Seit Beginn der Kolonialisierung wurden Millionen arabische Zivilisten getötet. Der Westen führt in der traurigen Bilanz des Tötens mit weit über 10 : 1. Die aktuelle Diskussion über die angebliche Gewalttätigkeit der muslimischen Welt stellt die historischen Fakten völlig auf den Kopf. Der Westen war und ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt. Nicht die Gewalttätigkeit der Muslime, sondern die Gewalttätigkeit einiger westlicher Länder ist das Problem unserer Zeit.

    Wer den muslimischen Extremismus verstehen will, muss versuchen, die Welt wenigstens einmal aus der Sicht eines Muslims zu betrachten. Unser Horizont ist nicht das Ende der Welt. Ein junger Muslim, der Fernsehnachrichten verfolgt, sieht Tag für Tag, wie im Irak, in Afghanistan, in Palästina, im Libanon, in Somalia und anderswo muslimische Frauen, Kinder und Männer durch westliche Waffen, westliche Verbündete und westliche Soldaten sterben.

    Es ist zynisch, wenn westliche Geistesgrößen mit sorgenvoller Miene fragen, wie es denn zum Niedergang der einst „militärisch, ökonomisch und kulturell weit überlegenen arabischen Zivilisation“ kommen konnte (Hans Magnus Enzensberger). Der Westen hat dazu entscheidend beigetragen. Er hat bei seinem Rückzug aus den Kolonien ausgeplünderte und ausgeblutete Länder zurückgelassen. Zu Beginn der Kolonialisierung im Jahr 1830 war die Alphabetisierungsquote Algeriens mit 40 Prozent höher als die Frankreichs und Englands. 1962, beim Abzug der französischen Besatzungstruppen, lag sie unter 20 Prozent. Der Kolonialismus hat der arabischen Welt weit über hundert Jahre Entwicklung gestohlen. Resigniert stellte Tocqueville siebzehn Jahre nach der Eroberung Algeriens durch Frankreich fest: „Die Lichter sind erloschen. Wir haben die muslimische Gesellschaft ärmer, unwissender und unmenschlicher gemacht.“
    Der Quellverweis steht in einem vorangehendem Posting.

    Conrad, sorry, aber du bist es, der die Augen verschliesst. Wer ist her einer gehirnwaesche unterzogen, wenn er all diese Fakten ignoriert?

  10. #1029
    Avatar von Conrad

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von tomtom24",p="819452


    Conrad, sorry, aber du bist es, der die Augen verschliesst. Wer ist her einer gehirnwaesche unterzogen, wenn er all diese Fakten ignoriert?
    Du bist es doch, der ständig krampfhaft versucht, dem angeblichen US-Imperialismus die Schuld in die Schuhe zu schieben.

    Das Desaster in Afghanistan hat allerdings der Sowjet-Imperialismus zu verantworten. Das ist aber für die Gehirnwäsche-Patienten nicht zu begreifen, denn deswegen wurde die Gehirnwäsche veranstaltet, um eine Blockade gegen jedes Gegenargument aufzubauen, was die Lage in einem anderen Licht erscheinen läßt.

    Das altbewährte Politbüro-Prinzip, das nicht sein kann, was nicht sein darf.

  11. #1030
    Avatar von tomtom24

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="819474
    Zitat Zitat von tomtom24",p="819452


    Conrad, sorry, aber du bist es, der die Augen verschliesst. Wer ist her einer gehirnwaesche unterzogen, wenn er all diese Fakten ignoriert?
    [highlight=yellow:37a6535f1e]Du bist es doch, der ständig krampfhaft versucht, dem angeblichen US-Imperialismus die Schuld in die Schuhe zu schieben.[/highlight:37a6535f1e]

    Das Desaster in Afghanistan hat allerdings der Sowjet-Imperialismus zu verantworten. Das ist aber für die Gehirnwäsche-Patienten nicht zu begreifen, denn deswegen wurde die Gehirnwäsche veranstaltet, um eine Blockade gegen jedes Gegenargument aufzubauen, was die Lage in einem anderen Licht erscheinen läßt.

    Das altbewährte Politbüro-Prinzip, das nicht sein kann, was nicht sein darf.
    Wohl auch nicht ganz zu Unrecht. Leider. Ich kann auch die Vergangenheit nicht mehr aendern. Stattdessen sollten wir Deutsche aber aufhoeren, sich nur der direkten Greueltaten an den Juden zu schaemen sondern anfangen, daraus die Konsequenz zu ziehen und jeden Menschen als solchen zu respektieren.

    Es geht beim Hinweis auf die letzten 200 jahre nicht darum, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Es geht darum, dass wir Umdenken muessen. Aber ich weiss, eigene Fehler eingestehen, das kann wirklich kaum einer... (ich mein da jetzt nicht Dich damit)

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