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mal wieder die Amerikaner

Erstellt von Doc-Bryce, 04.09.2009, 10:55 Uhr · 1.069 Antworten · 33.026 Aufrufe

  1. #1001
    Avatar von Dieter1

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Der Plan von Bush ist im ersten Ansatz gescheitert. Man muss jetzt halt sehen, wie man die Scherben wegkehrt.

  2.  
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  3. #1002
    Avatar von Conrad

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Dieter1",p="817863
    Der Plan von Bush ist im ersten Ansatz gescheitert. Man muss jetzt halt sehen, wie man die Scherben wegkehrt.
    Vor allem muß man mal die Sprengstoffattentate verringern. So wie bisher wird das nichts:

    Sicherheitstechnik-Skandal
    Dunkle Geschäfte mit dem Sprengstoffschnüffler

    Von Ulrike Putz, Tel Aviv

    Der ADE 651 wurde als Wunderwaffe im Kampf gegen den Terror in alle Welt verkauft. Der Sprengstoffdetektor konnte angeblich Autobomben "riechen". Jetzt haben Experten nachgewiesen: Das Gerät ist nutzlos. Hat der Chef der Herstellerfirma Hunderte Menschen auf dem Gewissen?

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...673669,00.html

  4. #1003
    Avatar von

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Dieter1",p="817849
    Ausserdem fehlen die im Irak gebundenen Truppen auf dem allein entscheidenden Schauplatz in Afghanistan.
    Dieter, hast auf dieser Seite viel richtiges geschrieben, aber dass ausgerechnet Afghanistan der alles entscheidende Schauplatz sein soll das halte ich dann doch fuer ein Geruecht. Da musst du dann schon eher ueber die Grenze nach Osten schauen. Und den Blick nach Norden in die ehemaligen Sowjetrepubliken und nach Westchina wuerde ich auch dabei nicht vergessen.
    Langsam rueckt ja auch der Jemen in den Fokus, in den er von Anfang an gehoert haette. Daneben ist der Tschad genauso entscheidend. Und wenn wir ueber den alles entscheidenden Kofliktherd reden wollen dann ist das ohne Zweifel Israel/Palaestina. Daran haengt von Anfang an die ganze verdammte Auseinandersetzung. Und so lange das nicht geloest ist wird auch nie Ruhe sein.

    Der Westen traegt doch nur noch Rueckzugsgefechte aus. Dass man nicht (mehr) gewinnen kann ist den meisten doch mittlerweile klar. Afghanistan ist da eins der keinesten Raedchen.

  5. #1004
    Avatar von Dieter1

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Josef, Du hast meinen Kontext missverstanden. Ich wollte zum Ausdruck bringen, von den beiden Konflikten im Irak und Afghanistan ist der in Afghanistan der Entscheidende, was den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus und seine Versorgungsbasen angeht.

    Das daneben Pakistans Stammesgebiete ebenfalls ein entsprechendes Potential besitzen ist unbestreitbar.

    Die Situation im Jemen ist meilenweit von der in Afghanistan unter den Taliban entfernt. Die Regierung des Jemen deckt im Gegensatz zu den Taliban keine Terroristen und stellt auch keine Infrastrukrur zur Verfuegung.

  6. #1005
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Dieter1",p="818213
    Die Regierung des Jemen deckt im Gegensatz zu den Taliban keine Terroristen und stellt auch keine Infrastrukrur zur Verfuegung.
    Mal abgesehen davon, daß Taliban nirgendwo die Regierung stellen...:

    Geheimverhandlungen in Dubai
    Taliban - plötzlich heftig umworben

    Die Afghanistan-Konferenz in London rückt die Taliban in den Mittelpunkt der Friedensbemühungen: Zum einen reicht der Westen kriegsmüden Mitläufern die Hand zur Versöhnung. Zum anderen sucht die internationale Gemeinschaft auch den direkten Kontakt zu ihren Kriegsgegnern. Die UN sollen bereits Geheimverhandlungen führen.

    Zwischen Kommandeuren der Taliban und Vertretern der Vereinten Nationen hat es UN-Kreisen zufolge bereits ein geheimes Treffen zur Vorbereitung von Friedensverhandlungen gegeben. Die Gespräche hätten am 8. Januar in Dubai stattgefunden. Das Treffen mit dem UN-Sondergesandten für Afghanistan, Kai Eide, sei auf Bitten der Taliban zustande gekommen. Es habe auf einer höheren Ebene stattgefunden als bislang bekannte Gespräche 2008 in Saudi Arabien. Eide selbst wollte sich nicht dazu äußern, ob es ein solches Treffen gegeben hat oder nicht.

    Mit Blick auf die Bemühungen erklärten die Taliban, sie hätten noch nicht über eine Teilnahme an möglichen Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung entschieden. Die Taliban-Führer würden darüber aber bald befinden, sagte ein Sprecher der Extremistenorganisation. Der afghanische Präsident Hamid Karsai hatte die Extremisten auf der Afghanistan-Konferenz zu Gesprächen eingeladen.

    Westerwelle lobt Ergebnisse

    In London hatten Vertreter aus rund 70 Ländern ein gemeinsames Vorgehen beschlossen, um acht Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes Frieden ins zerrüttete Afghanistan zu bringen und den Abzug der internationalen Truppen einzuleiten. Die Kontrolle über die Sicherheit soll noch dieses Jahr schrittweise an die afghanische Polizei und Armee übertragen werden. Außerdem forderten die Konferenzteilnehmer von Präsident Karsai Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung und der Entwicklung eigener Institutionen.

    Außenminister Guido Westerwelle verteidigte nach Abschluss des Treffens die Ergebnisse der Konferenz gegen Kritik. Es gebe keine Garantie, dass der von der Staatengemeinschaft beschlossene Strategiewechsel erfolgreich sei, sagte er der ARD. Aber "den alten Weg weiterzugehen, dass wäre garantiert erfolglos gewesen". Mit dem Vorhaben, Taliban-Kämpfer mittels materieller Anreize zum Ausstieg zu bewegen, werde man zwar "nicht an den harten Kern herankommen"; auch gebe es noch "im Detail eine Menge Arbeit zu leisten". Aber man fange nicht bei Null an, sagte Westerwelle mit Blick auf die Gespräche der UN.

    Kritik aus Afghanistan

    Karsais unterlegener Konkurrent bei der Präsidentenwahl, Ex-Außenminister Abdullah Abdullah, kritisierte das Taliban-Ausstiegsprogramm. Es sei besser "in die Zukunft der Menschen zu investieren, die nichts mit den Taliban zu tun haben", sagte Abdullah der "Welt" am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Auch afghanische Bürgerrechtsgruppen und Frauenverbände erklärten, die internationale Gemeinschaft dürfe kein Programm verabschieden, das Terrorismus und die Taliban weiter unterstütze.


    SPD-Verteidigung5experte Rainer Arnold reagierte zurückhaltend auf das Treffen in London. "Man sollte die Konferenz nicht unterbewerten, man darf sie aber auch nicht überschätzen", sagte Arnold bei n-tv. Letztendlich werde nun das nachvollzogen, was seit einem halben Jahr in der Staatengemeinschaft diskutiert worden sei. Zugleich machte Arnold deutlich: "In Afghanistan haben wir Distrikte und Provinzen, wo die Taliban in den letzten Jahren auf dem Vormarsch waren. Dort bedarf es neuer Antworten und wir mussten lernen: Militärische Antworten alleine sind in keiner Weise erfolgreich."

    USA wollen keine "Ausstiegsstrategie"

    Nach Ansicht Westerwelles gibt es für die deutschen Soldaten in Afghanistan jetzt eine klare Abzugsperspektive. Im Jahr 2014 könne die "vollständige Übergabe der Verantwortung an die afghanische Regierung" gelungen sein. Berlin will aber zunächst das deutsche Kontingent von derzeit 4500 um 850 Soldaten aufstocken. Die USA schicken im Kampf gegen die Taliban und das Terrornetzwerk Al-Kaida 30.000 zusätzliche Soldaten.

    US-Außenministerin Hillary Clinton betonte allerdings, dass es sich bei den Beschlüssen von London um keine "Ausstiegsstrategie" handele. Es gehe darum, den Afghanen zur Seite zu stehen.

    Auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz, warnte vor einem zu schnellen Rückzug. Mit einem sofortigen Abzug würde der "gleiche Fehler" wie damals nach dem Rückzug der sowjetischen Armee aus dem Land begangen, sagte Polenz der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Damals sei das Land sich selbst überlassen geblieben und zur "Heimstatt des Terrorismus" geworden.

    http://www.n-tv.de/politik/afghanist...cle702749.html

  7. #1006
    Avatar von

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Dieter1",p="818213
    Die Situation im Jemen ist meilenweit von der in Afghanistan unter den Taliban entfernt. Die Regierung des Jemen deckt im Gegensatz zu den Taliban keine Terroristen und stellt auch keine Infrastrukrur zur Verfuegung.
    Karzai wird ja oft als Buergermeister von Kabul verspottet. Aber was ist dagegen die jemenistische Regierung? Die hat doch noch weniger Einfluss im Jemen.
    Ausserdem ist das Land laengst dreigeteilt. Die Unabhaengigkeitsbewegung im Westen der ehemaligen Teilungsgrenze, traditionell gemaessigte Westjemen und der Ostjemen der Taliban aus der auch Bind Ladens Clan stammt (Warum man immer von Nord- und Suedjemen spricht ist mir eh schleierhaft. ) Vermutlich sitzt Bin Laden dort auch ganz gemuetlich daheim irgendwo in einem Haeuschen seiner Vorfahren. ;-D

    Ne, da teile ich deine Meinung zum Gefaehrdungspotential nicht. Die Jungs im Jemen und ihre Brueder in Saudi-Arabien hatten in der Vergangenheit das groessere Potential und daran hat sich nix geaendert.

    Afgahnistan ist nach innen, gerade was die Frauen angeht eine Katastrophe, ohne jeden Zweifel. Aber die Gefaehrdung nach aussen geht nicht von den Afghanen aus, da sind ganz andere am Werk. Und Basen fuer diese Jungs gibts weltweit genug, auch ohne Afghanistan.

  8. #1007
    Avatar von Dieter1

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Extranjero",p="818685
    Aber die Gefaehrdung nach aussen geht nicht von den Afghanen aus, da sind ganz andere am Werk. Und Basen fuer diese Jungs gibts weltweit genug, auch ohne Afghanistan.
    Richtig, aber sie geht von Gruppen aus, die das Gastrecht der Taliban geniessen und die Taliban waren bis zu ihrer Entfernung durch Truppen der US gefuehrten Koalition Afghanistans Machthaber.

    Sollte bis hierher sogar paddy verstehen.

    Moegliche Basen dieser Jungs gibt es weltweit, auch richtig. Deswegen ist der Kampf gegen den radikalen Islam auch ein weltweiter.

    Dass dieser Kampf gefuehrt werden muss, fuer den Fall dass man sich nicht demselben unterwerfen moechte, sollte eigentlich als logische Schlussfolgerung einleuchten.

    Dieser Kampf gegen den radikalen Islam ist keiner der um Einsaetze geht, die man auch wieder zuruecknehmen kann, sondern ein globaler Kampf um unsere Wertvorstellungen von Toleranz, Demokratie und allem was damit zusammenhaengt.

  9. #1008
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Dieter1",p="818764
    Zitat Zitat von Extranjero",p="818685
    Aber die Gefaehrdung nach aussen geht nicht von den Afghanen aus, da sind ganz andere am Werk. Und Basen fuer diese Jungs gibts weltweit genug, auch ohne Afghanistan.
    Richtig, aber sie geht von Gruppen aus, die das Gastrecht der Taliban geniessen und die Taliban waren bis zu ihrer Entfernung durch Truppen der US gefuehrten Koalition Afghanistans Machthaber.

    Sollte bis hierher sogar paddy verstehen.
    Ich dacht, wir reden über die aktuelle Situation.

    Abgesehen davon sind bereits, ausserhalb Kabuls, die Taliban de Facto inzwischen wieder Afghanistan's Machthaber.

  10. #1009
    Avatar von Dieter1

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Paddy",p="818767
    Abgesehen davon sind bereits, ausserhalb Kabuls, die Taliban de Facto inzwischen wieder Afghanistan's Machthaber.
    Ja, ausserhalb Kabul, ausserhalb Kandahar, ausserhalb Herat, ausserhalb Kundus....

    Die Taliban stehen mit dem Ruecken zur Wand und mit dem Gesicht zur staerksten Militaermacht der Geschichte, der NATO.

    Denen ihre Tage sind gezaehlt, wenn man es aus westlicher Sicht ernst meint.

  11. #1010
    Avatar von strike

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    Re: mal wieder die Amerikaner

    Zitat Zitat von Dieter1",p="818771
    Die Taliban stehen mit dem Ruecken zur Wand und mit dem Gesicht zur staerksten Militaermacht der Geschichte, der NATO.
    Denen ihre Tage sind gezaehlt, wenn man es aus westlicher Sicht ernst meint.
    Dieter,
    ich glaube nicht, dass man denen Verhandlungen und Geld anbieten würde, wenn es denn tatsächlich so wäre.
    Die Konferenz sucht nach meinem Verständnis nach Wegen, wie man ohne Gesichtsverlust aus der Sache rauskommt.
    Was meiner bescheidenen Meinung nach zu spät ist.

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