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Leistung soll sich wieder lohnen

Erstellt von schimi, 10.10.2009, 22:10 Uhr · 110 Antworten · 5.381 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Conrad

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    Zitat Zitat von Thaimax",p="784721
    Das mit dem höheren Schonvermögen und der Nutzung der eigenen Immobilie finde ich grossartig. Das war imho eine sehr grosse Ungerechtigkeit, die die fleissigen und sparsamen unnötig bestraft hat.
    Wenn man mal vergleicht, ein 58jähriger hat sich in 42 Arbeits-Jahren vielleicht 40 000 € zusammengespart, kriegt auf Grund seines Alter kaum jemals wieder nen Job, da ist das wirklich eine gute Sache. Das kann es einfach nicht sein, dass ein 58jähriger mit 42 Berufsjahren genauso behandelt wird, wie ein 18jähriger, der noch nie gearbeitet hat.

    Naja, ich hab jedenfalls richtig gewählt, die wahren Sozialdemokraten sind die, die solche Ungerechtigkeiten aus der Welt schaffen und versuchen die Leute in Arbeit zu bringen....

  2.  
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  3. #32
    Avatar von strike

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="784723
    ... ein 58jähriger mit 42 Berufsjahren genauso behandelt wird, wie ein 18jähriger, der noch nie gearbeitet hat....
    Sozialdemokratische Dialektik*) eben.
    Das versteht nicht jeder.
    Da muss man schon ein paar Jahre SPD-Parteischule mitgemacht haben, um die Weihen eines SPD-Philosophen zu erhalten.



    *) = Lehre von den Gegensätzen in den Dingen bzw. den Begriffen, sowie die Auffindung und Aufhebung dieser Gegensätze.

  4. #33
    Avatar von Conrad

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    Tja, so ist das eben mit Ideologen, statt Klartext zu reden, muß man sich mit deren "Dialektik" rumschlagen. Ein Leitfaden zum Verständnis von Linken generell ist jedenfalls, dass sie immer das Gegenteil vom dem machen, was sie sagen.

  5. #34
    Avatar von phimax

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    Zitat Zitat von strike",p="784704
    Oder reden die da auch vom Zuverdienst?
    Gehe ich von aus.
    Hartz IV bekommen ca. 4.909.000 Mio. Menschen,
    55 % (2.699.950 Mio.) davon sind nicht arbeitslos gemeldet.
    Hier ein paar Zahlen.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="784709
    Die tatsächliche Prozentzahl wird also wesentlich höher liegen.
    Vor dem Hintergrund der von dir genannten Gründen, könnten die 0,2 % durchaus stimmen, oder?

  6. #35
    Avatar von Philip

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    @kcwknarf: Heutiger Beitrag 21 von 5:20 Uhr.

    Du solltest schon anmerken, dass es sich bei deinem Beitrag um Satire handelt.

  7. #36
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    Zitat Zitat von Frederik",p="784784
    @kcwknarf: Heutiger Beitrag 21 von 5:20 Uhr.

    Du solltest schon anmerken, dass es sich bei deinem Beitrag um Satire handelt.
    Nein, absolut nicht. Ich habe das ja schon vor der Wahl festgestellt und hier dargestellt. Aber die FDP wurde ja immer nur als Schreckensgespenst hingestellt. Nun ist also auch von roter Seite zu erkennen, dass das FDP-Konzept das einzige wirkungsvoll ist - sozial, liberal und gewinnbringend für alle Seiten. Und das trotz dem Pakt mit der Union.

    Aber noch ist ja nicht alles durch. Zum finalen Jubeln ist es noch etwas früh. Das Gesundheitswesen muss ja auch noch rangenommen werden.
    Und Schäuble muss natürlich seinen Stuhl räumen.

  8. #37
    Avatar von Philip

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    @kcwknarf:

    Gut für Arbeitgeber: Sicherlich, die Lohnkosten sinken, aber auf Kosten der Allgemeinheit. Da auch dann die Beiträge zu den Sozialversicherungen sinken, werden diese durch Steuerzuschüsse oder Erhöhung der Arbeitnehmerbeiträge (nicht die der Arbeitgeber) ausgeglichen werden müssen.
    Verschuldung: Da bin ich anderer Meinung. Sie kann ohne Steuererhöhungen bzw. durch Erhöhung der AN-Beiträge zur Sozialversicherung nicht abgebaut werden.
    Krankenversicherung: Hier plant die FDP den Wegfall der bisherigen Beitragszahlung nach der Höhe des Bruttoeinkommen. Beispiel: Ein Vorgesetzter, der an seinem Schreibtisch in seinem schön gewärmten Büro seine Arbeit verrichtet und seine Mitarbeiter, die in der Halle oder draußen bei Wind und Wetter mit schwerer körperliche Arbeit ihre Gesundheit ruinieren, aber dadurch zwangsläufig auch für das Einkommen des Vorgesetzten sorgen. Letztere Gruppe soll nach Vorstellungen der FDP stärker für die Gesundsheitskosten zur Kasse gebeten werden. Sozial ???

  9. #38
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    Zitat Zitat von Frederik",p="784794
    @kcwknarf:
    Gut für Arbeitgeber: Sicherlich, die Lohnkosten sinken, aber auf Kosten der Allgemeinheit.
    Warum auf Kosten der Allgemeinheit, wenn es dann langfristig kaum noch Arbeitslose gibt und somit auch keine H4-Zahlungen mehr von der Allgemeinheit getragen werden müssen?

    Die Hürde, in den Arbeitsmarkt zu kommen, ist jedenfalls geringer und die Chancen, sich hochzuarbeiten, sind jedem gegeben - mit eigenem Einsatz. Ist doch super für die Allgemeinheit. Ich wäre froh, wenn ich die Chance zu meiner Zeit gehabt hätte.

    Zitat Zitat von Frederik",p="784794
    Da auch dann die Beiträge zu den Sozialversicherungen sinken, werden diese durch Steuerzuschüsse oder Erhöhung der Arbeitnehmerbeiträge (nicht die der Arbeitgeber) ausgeglichen werden müssen.
    Eben nicht. Die Sozialleistungen fallen ja zwangsläufig bei Vollbeschäftigung. Die Geringverdienerjobs sind ja auch nur der persönliche Übergang. Wer sich dann mit einem 4 Euro-Job zufrieden gibt und nicht weiter sucht ist ja dann selber Schuld. Mit der neuen Connection innerhalb der jeweiligen Firma, den Kunden, Arbeitskollegen und Partner sollte ja dann was besseres zu finden sein. Denn durch Vitamin B werden immer noch 60-70% der freien Stellen besetzt. Welche Chancen hat denn da ein Arbeitsloser, der nur seinen unfähigen Jobagenturbetreuer und vielleicht noch seine Familei kennt?

    Zitat Zitat von Frederik",p="784794
    Verschuldung: Da bin ich anderer Meinung. Sie kann ohne Steuererhöhungen bzw. durch Erhöhung der AN-Beiträge zur Sozialversicherung nicht abgebaut werden.
    Das wurde doch vor der Wahl ausgiebig erklärt:
    kurzfristig sind weitere Schulden oder massive Einsparungen nötig, um die Wirtschaft anzukurbeln und langfristig die Schulden um so stärker abzubauen.
    Es ist doch schön, dass diese Kurzzeitdenken endlich aufhört.

    Zitat Zitat von Frederik",p="784794
    Krankenversicherung: Hier plant die FDP den Wegfall der bisherigen Beitragszahlung nach der Höhe des Bruttoeinkommen.
    Na ja, da plant die FDP schon noch ein bisschen mehr.
    Das gesamte Gesundheitssystem ist völlig unwirtschaftlich und ungesund - vor allem für die echten Kranken.
    Ich finde es sehr unsozial, wenn es gut verdienende Menschen gibt, die durch ihre Lebensweise fast nie krank werden und derart viel an Versicherungsbeiträgen zahlen müssen für Menschen, die ungesund leben und montags gerne mal blau machen. Auch das Gesundheitswesen braucht einfach mehr persönliche Selbstverantwortung - gerade im Sinne der Allgemeinheit.

    Und wenn bei den FDP-Plänen am Ende für den Gereingverdiener nicht mehr KV-Beiträge herauskommen als vorher ist das doch voll in Ordnung. Oder ist man dann nur neidisch, dass andere genauso wenig zahlen müssen?

    Alles im Staat muss mal ordentlich entrümpelt werden. Und das wird jetzt hoffentlich gemacht. Und das ist auch gut so.

  10. #39
    Avatar von Philip

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    @kcwknarf:

    Krankenversicherung:
    Stell dir mal diese Sitation vor: Du bist Unternehmer in der Branche Baumaschinen. Einer deiner Bagger hat auf einer Baustelle mitten im Schneetreiben und bei eisiger Kälte einen Schaden. Einer deiner Monteure fährt auf die Baustelle und behebt den Schaden. Unabhängig davon, dass er sich eine Erkältung holt, verletzt er sich auch noch und fällt für längere Zeit aus. Okay, du als Unternehmer darfst die ersten sechs Wochen weiterhin den Lohn fortzahlen. Aber nach den Willen der FDP wird der Monteur stärker an den Gesundheitskosten beteiligt. Sozial?
    Es gibt nun mal Berufe, die sich stärker auf die Gesundsheitskosten auswirken. Aber dies dient der Allgemeinheit. Soll nicht dann auch die Allgemeinheit, sprich die Schlipsträger, dafür aufkommen?
    Warum sollte sich dieser Unternehmer weiterhin den Luxus von festangestellen Monteuren leisten? Auch unter den Hartz IV Empfängern sind ausreichend gut qualifizierte Monteure zu finden. Diese als Abrufkräfte einstellen und das Thema Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist erledigt. Mit Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze auf 400,- Euro werden die Hartz IV Kosten zwangsläufig steigen, da mehr Menschen in diesen Teufelskreis kommen.
    Externe Arbeiten vergeben: Nicht wenige Unternehmen vergeben leichte Tätigkeiten an externe Firmen um Lohnkosten zu senken. Bei nicht wenigen dieser externen Firmen sind mehr als 90% der Mitarbeiter 400,- Euro Kräfte. Wo siehst du hier eine Aufstiegsmöglichkeit in einen Vollzeitjob für die Masse?
    Ich könnte hier locker noch weitere Seiten schreiben.

    Um Missverständnisse zu meiden: Bei der Europawahl habe ich FDP gewählt, bei der Kommunalwahl keine der etablierten Parteien und bei der Bundestagswahl durfte ich als Ausländer nicht wählen.

    Ab April 2010 trage ich die Berufsbezeichnung Unternehmer. Für mich persönlich beziehungsweise finanziell gesehen ist die FDP die günstigste Partei. Aber die unteren Lohngruppen in Deutschland haben mit der FDP die A-r-s-c-h-karte gezogen. Obwohl in den letzten Jahren die Unternehmenssteuern gesenkt wurden, ging das Lohndumping munter weiter. Was die Lohnschere angeht, so nähert sich Deutschland langsam aber stetig thailändischen Verhältnissen.

    Ich werde ausschließlich mit etwa drei 400,- Euro-Kräften
    beginnen. Auch wenn die Unternehmenssteuern weiter gesenkt werden, habe ich nicht vor auch nur eine Vollzeitstelle anzubieten. Und da ich auch ein Unternehmen in Thailand gründen werde, kann ich Gewinne zielgerecht verteilen.

  11. #40
    Avatar von Micha

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    Re: Leistung soll sich wieder lohnen

    Zitat Zitat von Frederik",p="784821
    Unabhängig davon, dass er sich eine Erkältung holt, verletzt er sich auch noch und fällt für längere Zeit aus.
    In diesem Beispiel ist die Krankenkasse/Versicherung ganz außen vor.

    Bei Arbeitsunfällen ist vielmehr die Berufsgenossenschaft in der Pflicht. Und im Gegensatz zu staatlichen- und privaten Krankenhäusern, dürfen bei Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken wirtschaftliche Erwägungen keine Rollen spielen, wenn es darum geht, die Gesundheit des Arbeitnehmers wieder herzustellen.

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