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Lamatouren für Hartz4 Empfänger, Missstände in den Jobcentern..............

Erstellt von wingman, 18.03.2015, 16:27 Uhr · 16 Antworten · 1.506 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von wingman

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    Lamatouren für Hartz4 Empfänger, Missstände in den Jobcentern..............

    Auf einiges hatte ich mich ja eingestellt. Das die Missstände aber so krass sind, sogar Dokumente und ganze Akten unbearbeitet im Reisswolf landen hätte ich nie für möglich gehalten. "Kunden" werden evtl. Obdachlos durch das Jobcenter...........Wartezeiten von 4 Monaten und länger kommen vor.
    Wo leben wir eigentlich? In einer Bananenrepublik. Was passiert mit einem Sachbearbeiter des Jobcenters der eine oder mehrere Akten unbearbeitet schreddert? Das müsste ja wohl ernste rechtliche Folgen haben.


    Team Wallraff - Reporter undercover - RTL.de

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Nokhu

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Wo leben wir eigentlich? In einer Bananenrepublik.
    Liebliche Worte findest Du für diese Demokratie-Simulation.

  4. #3
    Avatar von DisainaM

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    was soll ich Dir sagen Wingman,

    zwar verbindet viele Jobcenter der Umstand, dass sie chronisch unterbesetzt sind,
    aber es hat sich auch eine Kaffekranzgemeinschaft entwickelt,
    die sich nicht die Butter von ihrem Leben lassen will.

    Ähnlich wie Gefängnisbedienstete, die Jahrzehntelang in die hoffnungslosen Augen ihrer Insassen schauen müssen,
    ist es ein Kampf, nicht zum Alkoholiker zu werden.
    Was hilft, ist der Schlachterhumor der Notärzte,
    die mit ihrem Kollegen rumwitzeln, wieviel Gewinne aus abgezogenen Goldringen bei frisch Verstorbenen denn der Kolege gemacht habe,
    es ist ein Humor, die Tragik des Alltags nicht an sich ran zu lassen.

    und im Jobcenter,
    da hat ein Eigenleben entwickelt,
    - wer sich dauernd um Jobs bewirbt und Probezeiten absolviert, ist ein Unruhestifter, denn er verbraucht viele mehr Arbeitszeit bei der Bearbeitung seiner Fallakte, also muss er für seine Aktivität abgestraft und ruhig gestellt werden.
    Er soll es zu schätzen lernen, endlich seine Bezüge zu bekopmmen, und soll gefällist Ruhe geben und nicht Dauerstress veranstalten.

    Wer das nicht kapiert, lernt,
    auf seine Briefe wird nicht mehr reagiert,
    auf Nachfrage im persönlichen Termin stellt sich raus, welche Briefe sich nicht in der Fallakte befinden, also verschwunden sind.
    Man lässt die fehlenden Schreiben nachkopieren, und sieht zu dass sie in die Fallakte kommen, später bestätigt man im Schreiben, dass ja nun die Fallakte hinsichtlich fehlender Schreiben upgedatet wurden.
    Jeder Brief, den man im Jobcenter abgibt, geht nicht in den Postkasten, sondern wird an der Information übergeben, gleichzeitig lässt man sich die Kopie des Schreibens (für die eigene Akte) abstempeln.

    Es ist ein Dauerkampf geworden, weil Stress von bestimmten Mitarbeitern des Jobcenters nur veranstaltet wird, wenn man kein ruhiger Patient, sondern ein quirliger Arbeitssuchender ist.

    Neben Berlin, sind die Zustände in Bremen wohl mit am schlimmsten.

  5. #4
    Avatar von wingman

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    Plausibele Erklärung............ Nur absolut unakzeptabel.
    Ich erinnere mich gut daran als ALG2 Bezieher nicht nur Pflichten zu haben.
    So würde ich kaum 4 Monate auf das Geld warten, ich hätte bereits lange vorher geklagt und mit Sicherheit gewonnen.
    Die Mitarbeiter im Jobcenter müssten doch so langsam mit Angst im Nacken an ihren Arbeitsplatz gehen......................
    Wird endlich Zeit das dieser "Haufen" ausgemistet und grundlegend reformiert wird.

  6. #5
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Plausibele Erklärung............ Nur absolut unakzeptabel.
    Ich erinnere mich gut daran als ALG2 Bezieher nicht nur Pflichten zu haben.
    So würde ich kaum 4 Monate auf das Geld warten, ich hätte bereits lange vorher geklagt und mit Sicherheit gewonnen.
    Die Mitarbeiter im Jobcenter müssten doch so langsam mit Angst im Nacken an ihren Arbeitsplatz gehen......................
    Wird endlich Zeit das dieser "Haufen" ausgemistet und grundlegend reformiert wird.
    Es wird ja ab und zu "ausgemistet" wie zB 2012 hier Messerattacke Neuss: Jobcenter-Mitarbeiterin trotz Not-OP gestorben - News Inland - Bild.de oder da Bayern: Tödlicher Messer-Angriff auf Jobcenter-Mitarbeiter

  7. #6
    Avatar von wingman

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    Ich meinte eigentlich mit ausmisten nicht das gewaltsame Vorgehen verzweilter ALG2 Bezieher gegen ihre Fallmanager, sondern das die Verantwortlichen dafür sorgen, das dieses Amt endlich ihre Arbeit macht.
    Auch wenn ich sie rein menschlich verstehen kann, so ist das der falsche Weg. Widerspruch einlegen, Frist setzen, Klage einreichen vor dem Sozialgericht. So wandert man nur gezielt im Gefängnis.
    Wohl kaum um Akten und Dokumente aus Überlastung und/oder Faulheit zu schreddern (was auch ein Straftatbestand sein dürfte).
    Hier in Celle sind zum Beispiel für das Callcenter des Jobcenters bis zu 90 Versuche notwendig um überhaupt jemanden ans Telefon zu bekommen.
    Im Prinzip ein Amt das quasi gewollt unerreichbar ist. Aber die Sachbearbeiter sind hier bislang immer höflich und hilfsbereit gewesen.

    Von Bekannten weis ich das noch immer bei Post vom Jobcenter fast nie ein Ansprechpartner genannt ist, keine Telefonnummer und keine Unterschrift.
    Und die Security im Hause? Die gleicht eher der Altherrenmannschaft des örtlichen Fussballvereins :-).

  8. #7
    Avatar von DisainaM

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    Habe unlängst einen Fall betreut, der lief folgendermassen ab,
    selbständigkeit fehlgeschlagen, Bank bucht Kreditraten vom Konto weiterhin ab, und lässt das Konto verbotender Weise ins Minus laufen, obwohl das Konto als P Konto umgestellt wurde,
    durch das Verhalten der Bank ist die Nutzung des Kontos zum Empfang von Jobcenterzahlungen unmöglich geworden, man kann also nur Zahlungen per Barscheck nutzen, Bankwechsel um anderswo ein unbelastetes P Konto zu errichten, geht nicht, die letzte Bankverbindung bleibt solange bestehen, bis die Bank kündigt, erst dann darf eine andere Bank ein P Konto anbieten.

    Scheck vom Jobcenter ist nur 30 Tage nach Ausstellung nutzbar, Schecks werden im unfrankierten Briefumschlag teilweise 31 Tage nach Ausstellung in den Briefkasten geworfen, (auch andere Briefe des Jobcenters kommen unfrankiert als Einwurf an). Schecks kommen angeblich aus Nürnberg direkt, ist aber nur verschleierungstaktik, wenn der Betroffende am Monatsanfang kein Geld hat, heisst es lapidar, Scheck mus jeden Tag da sein, wird wahrscheinlich gerade bei ihnen zu Hause eingeworfen, Notzahlung können wir ihnen nicht geben, der Betroffende erhält definitiv kein Überbrückungsgeld, sondern wird abgewimmelt, vertröstet, hingehalten. Die Wahrheit ist, Nürnberg schickt nur dann das Geld per Scheck rechtzeitig raus, wenn die Fallmanagerin den Fall bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eingegeben hat. So läuft es in der Regel darauf hinaus, - wer einen Arbeitsversuch unternimmt,
    hat im ersten Arbeitsmonat noch das Geld vom Amt = Zuflussprinzip, da das Geld für den Arbeitsmonat dem Arbeiter erst am ersten des zweiten Arbeitsmonat zu Verfügung steht, doch bei einer Arbeistlosigkeit am 15. eines Monats, wird das letzte Arbeitsgehalt nicht nur für die Zeit bis zum 30. des Monats vom Jobcenter verrechnet, sondern auch für den folgenden Monat.( Verdienst lag bei 1.400 EUR). So besteht ein Anspruch beim Jobcenter erst 45 Tage nach Arbeitsende, wobei der Scheck vom Jobcenter für den Folgemonat, also ab dem 45. Tag nach Arbeitsende, erst am 75 Tag nach Arbeitsende ankommt, dann allerdings klappt es, und der Scheck des danach folgenden Monats, kommt am 78 Tag des Folgemonats an.

    00000000000000000000000000000000000000000000000000 000000000000000
    Wer also als Arbeitssuchender eine Job-Chance erfgreift, wird bei Nicht-Klappen, vom Amt 75 Tage im Regen stehen gelassen,
    ergo,
    man muss es sich leisten können, ein Job Angebot anzunehmen,
    man muss jemanden kennen,
    der einem die Zeit bis zum 75 Tag nach Arbeitsende zwischenfinanziert, ansonsten verleirt man Wohnung und alles, --- nur weil man ein Job Angebot angenommen hat.

    Über diese Realität wird die Öffentlichkeit getäuscht,

    es wird vorgespielt, dass die Verwaltungsstärke der Mitarbeiteranzahl in den Jobcentern ausreichend wäre,
    das Prinzip aufrecht zu halten, was man der arbeitenden Bevölkerung vorspielt,
    um das Image weiterhin vorzuspielen, Sozialbezieher sind nur arbeitsscheu,
    doch die Wahrheit ist eine Andere.

  9. #8
    Avatar von peter1

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    @disainaM

    stimmt nur bedingt, da es auch atms in jobcentern gibt , dafuer halten die center eine karte vor, die in finz. notlagen zum einsatz kommt. dafuer
    ist natuerlich auch behahrlichkeit erforderlich.

    mfgpeter1

  10. #9
    Avatar von DisainaM

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    in Eurer Gegend vielleicht, doch nicht dort, wo ich seinerzeit Erfahrungen (als Thai begleiter ) sammeln konnte.

    Lustig die Erfahrung,
    die th. Bekannte hatte einen auswärtigen Job angenommen und es wurde ihr im Jobcenter mündlich zugesagt, dass sie keine tägliche Buchhaltung über die Reisekosten führen müsse, es könnte nach Pauschalen abgerechnet werden,
    Dann wurde der Antrag auf Fahrkosten / Reisekosten Erstattung eingereicht, an den dann monatelang erinnert wurde / keine Reaktion,
    dann persönlicher Jobcenterbesuch, - das Schreiben mit dem Antrag befand sich nicht in der Fallakte, verschwunden ? nicht angekommen ? warum hat keiner auf die Erinnerungen zur Antragsbearbeitung reagiert ??? keine Information, mehrere bearbeiten wohl die Fallakte,
    dann das Schreiben, dass der Beleg von jeder Fahrt der letzten Monate einzureichen sei, jede Strassenbahnfahrkarte, jede Zugfahrkarte, jeder Beleg vom auswärtigen Essen von einigen Monaten - ((also doch Buchhaltung-Erforderniss ???)),
    auf den Hinweis, dass seinerzeit doch informiert wurde, dass keine Buchhaltungserfordernis besteht, keine Antwort, wieder keine Reaktion. (soll man klagen ? / Du kannst Thais nicht so einfach zum klagen bewegen, die wollen ihre Ruhe haben und bloss keine Behördenprobleme)

    schätze, es gibt auch andere Migrantengruppen, wo das Jobcenter das Programm abfährt.

  11. #10
    Avatar von Ironman

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    Bei uns macht es schon einen Unterschied in welchem Landkreis man gemeldet ist.

    Die Freundin eines Arbeitskollegen ist kurzzeitig arbeitslos gewesen und ist dann zu ihm gezogen mit Landkreiswechsel. Auch ihr wurde Geld vorenthalten. Im neuen Landkreis haben sie auf der AA die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gemeint das die alte AA das nicht hätte machen dürfen. Nunja, inzwischen hat die Freundin wieder einen Job und die haben nach ein paar Monaten das Geld von der alten AA einfordern können und inzwischen auch bekommen.

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