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Kurzfristiger Atomausstieg in Deutschland....

Erstellt von Conrad, 13.04.2011, 11:39 Uhr · 339 Antworten · 13.788 Aufrufe

  1. #211
    Avatar von franky_23

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    Gab hier mal einen Moderator, der doch dachte auch Bunga-Bunga-Man wird Italien mit der Atomkraft beglücken. Doch ein paar naive Bürger haben für Italien wie schon zuvor anders entschieden. Nicht auszuschließen, dass dies auch in einigen anderen Ländern künftig so sein könnte. Somit haben wird ja schon Italien, Österreich, Deutschland, alles Industrieländer die freiwillig auf die energietechnische Nutzung der Atomspaltung verzichten.

    Vielleicht kommt ja Conrad beim second reload auf die Idee, dass Energie in einem Verbundsystem zu betrachten ist. Wer hat schon mal bei seinen Stadtwerken für einen Versuchshaushalt nachgefragt. Im einfachsten Fall durch einen anderen Zähler, der einfach unterschiedliche Tarife für Schwach und Hoch- und Spitzenlast bringt. Conrad, hast du das?

    Wingman, du hast recht, derzeit wird über die Braun- und Steinkohleentschwefelung die ganze Gipsplattenproduktion versorgt und noch mehr. Dass manche erst nach der nächsten Wiedergeburt mitbekommen, dass derzeit die Haushalte mit Heizungen das meiste an Schwefeldioxid produzieren, wundert eh nicht. Sämtliche Treibstoffe sind schwefelärmer als vor 20 Jahren. Auch bei Rußpartikels finde ich es lächerlich, dass man viele Dieselmotoren aus der Umweltzone verbannt. Im Regierungsviertel in Berlin gilt doch die 4 er Zone, oder? Selbst die Barmer Ersatzkasse beschrieb vor ein paar Jahren in einem Prospekt über Rauchen den Versuch eines im Stand laufenden Traktors und einer Person die in der gleichen Zeit (0.5 h?) 4 Zigaretten rauchte. Die Staubpartikelkonzentration durch den Raucher war höher.


    Wieso ist dies überhastet, es ist doch im Grunde der Energiekompromiss, den wir aus Rot-Grün hatten und das ist ja nun schon einige Jährchen her.

    Die Kosten? Das Netz war veraltet, in den letzten 20-30 Jahren wurde nichts investiert, sondern der Mehrverbrauch wurde über die damals wesentlich höheren Sicherheitsreserven abgepuffert, die nun verbraucht sind. Mit der derzeitigen Technik hat man die Versorgungssicherheit verschlechtert, so dass man ohnehin Milliarden hätte investieren müssen.

    Nun gliedert man die Netze aus, die gewinnbringenden Kraftwerke sind eine Sparte und der ebenfalls gewinnbringende Vetrieb bleibt eh den Konzernen.

    Für die abgewirtschafteten Netze macht man nun die neuen Energien verantwortlich? Hätten die Bayern und Schwaben in ihren Höhenlagen ein paar mehr Windräder, dann müsste nicht soviel von Nord nach Süd durchgeleitet werden.

    Wenn die Kabel in den Boden verlegt werden, dann benötigt man auch keine überdimensionierten Schneisen. Werden bei neuen Trassen dann neuere ummantelte Kabel verwendet, dann können die Sicherheitsabstände teilweise verringert werden. In den Ortschaften haben sie dies weitgehend erledigt. Wieso nicht bei den Überlandleitungen?

  2.  
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  3. #212
    Avatar von wingman

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Man kann es ja irgendwie verstehen.

    Ausserdem kann ein Flugzeug auf so ein Atomkraftwerk fallen. Das ist weltweit zwar noch nie passiert. Aber trotzdem. Auch wenn die Chance auf so einen Flugzeugabsturz eins zu einer Trillion steht, kann es trotzdem passieren.

    Soll doch die ganze Welt über uns lachen, wir haben Angst vor dem Atom, wir wollen das Atom nicht, es soll weg, einfach nur weg !! Es ist die Atomangst.......
    Wenn aber ein Flugzeug auf ein Reaktorgebäude fällt, möchte ich mir die daraus resultierenden Folgen in Deutschland nicht vorstellen. Evtl. eine Stadt wie z.B. Frankfurt für Jahrzehnte unbewohnbar +- xxx km.....................

  4. #213
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Diese Panikargumente a la Flugzeugabsturz verhindern blos eine zielfuehrende Diskussion.
    Die Luecke, die die abgeschalteten AKWs hinterlassen mit fossilen Brennstoffen zu schliessen,
    verschiebt das Problem nur um ein paar Jahrzehnte. Sinnvoller waere es in einem zumindest
    europaeischen Konsens Chancengleichheit herzustellen. Also AKWs fuer die wirklichen Kosten
    in die Verantwortung nehmen. Keine Dauersubventionen fuer Photovoltaik, allenfalls eine
    Anschubfinanzierung. In dem Moment, wo AKWs unwirtschaftlich werden, schwenken die
    Energieversorger um, auch ohne Schadensersatzzahlungen. Die machen das nicht, weil sie AKWs
    so lieb haben, sonder um Geld zu verdienen.
    Nebenbei waere es mal an der Zeit, das Genehmigungsverfahren zu straffen. Saubere und sichere
    Energie ist ein oeffentliches Interesse und sollte nicht jahrelang von ein paar Deppen per
    Gerichtsverfahren verzoegert werden koennen.

  5. #214
    Avatar von Conrad

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    Gestern waren Kohlekraftwerke noch die bösen Klimakiller und man wollte VORREITER beim Klimaschutz sein, davon ist plötzlich keine Rede mehr. Auch der Naturschutz ist plötzlich nicht mehr wichtig. Diese abrupten Meinungsumschwünge scheinen niemanden weiter zu stören, noch wundert man sich. Deutschland ist schon ein merkwürdiges Land.

    Neben dem Klimakiller werden dann zum Ausgleich einige Vogelschredder aufgestellt. Die gute alte Windmühle kommt so plötzlich wieder zu unerwarteten Ehren. Wie die gute alte vertrauenerweckende Kohle ist auch die Windmühle eine veraltete Möglichkeit der Stromerzeugung, eine "Technologie" des 17. Jahrhunderts, aber das macht nichts, drüber Nachdenken wäre zu anstrengend.

    Wenigstens liefert das Kohlekraftwerk auch Wärme zum Heizen u. für Warmwasser. Gestern noch der pöse Klimakiller, heute plötzlich die Rettung vor dem bösen Atom. Bleibt nur noch abzuwarten, was die Bürgerinitiativen zu den Kohlekraftwerken sagen, denn keiner will sich von so einem häßlichen Ding die Sicht auf die noch vorhandene Restnatur versauen lassen.

    Am Ende wirds ein "italienischer" Atomausstieg, statt selbst Atomstrom zu produzieren, wird er eben importiert, denn um Deutschland herum gibts ja mehr als genug AKW.

    Sogar der "Bund" hält die Stromgewinnung aus Kohle für veraltet und klimaschädlich. Aber das macht nichts, denn der Naturschutz wird ja stark eingeschränkt, wenn es gar nicht anders geht, werden Bürger eben enteignet, denn bekanntlich geht ja Gemeinnutz vor Eigennutz

    Kohlekraftwerke: Neubau-Pläne, Widerstand und Erfolge

    EnBW, e.on, RWE, Vattenfall & Co. investieren in die Technik von gestern. An zahlreichen neuen Standorten wollen sie Braunkohle oder Steinkohle verbrennen.

    Werden diese Pläne Realität, dann ist mittelfristig in Deutschland wirksamer Klimaschutz kaum noch möglich. Denn diese Klimakiller-Kraftwerke sollen nach den Vorstellungen der Stromkonzerne 40 Jahre und länger laufen. Doch gegen diese Pläne regt sich Widerstand. BUND-Aktive und zahlreiche Initiativen vor Ort wehren sich.


    Geplante Standorte - BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland

  6. #215
    Avatar von franky_23

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    Conrad, Kohlekraftwerke ist nicht das Nullplusultra, doch mit CO2 senken und Elelektrolyse bei überschüssigem Windstrom gar nicht mehr so problematisch. Die Politik setzt derzeit eher auf Gas, das wieder polistisch abhängig macht.

  7. #216
    Avatar von Conrad

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    Ich sehe Kohlekraftwerke in Deutschland auch nicht als Problem. Sie wurden nur zum Problem gemacht durch einen jedenfalls in Deutschland nachweislich nie eingetretenen Klimawandel. Ausserdem produziert Deutschland sowieso nur 5% des weltweiten Co2, somit kommt es auf das Co2 eh nicht an.

    Mich amüsiert nur der totale Meinungsumschwung.

    Gestern war die Kohle noch der böse Klimakiller, heute ist die Kohle plötzlich die Rettung vor dem Atom. Da sieht man mal ganz deutlich, wie Meinungen gemacht werden. Das wird dadurch ganz einfach, weil kaum jemand mal 5 Minuten nachdenkt und stattdessen alles nachplappert, was die Onkel und Tanten einem in der Glotze vorplappern.

    Die Angst vor dem Atom wurde in Deutschland durch jahrzehntelange Indoktrinierung der Schüler durch die linksradikal-grüne Lehrerschaft erreicht. Ich schätze, es wird in Deutschland nicht einen einzigen Lehrer geben, der gegen den Atomausstieg ist und wenn doch, wird er sich niemals trauen, das öffentlich zu sagen. Das war schon mit Bush und der Befreiung des Irak so, da hat sich deutschlandweit auch absolut niemand getraut, eine andere als "die herrschende Meinung" zu vertreten.

    So ist das eben im traditionell gleichgeschalteten Deutschland und so wird es auch ewig bleiben.

    Also Klimawandel ist nicht mehr, jetzt ist momentan der Atomausstieg en Vogue. Bis zum nächsten von den Medien produzierten Meinungswechsel.

  8. #217
    Avatar von Nokhu

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    Oder überweisen Sie einen Betrag auf das BUND-Spendenkonto:
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    Spendenzweck: "Kohlekraftwerke stoppen"

    Vielen Dank für Ihre großzügige Unterstützung!
    Ihr BUND-Klimateam (klimateam - at - bund.net)

    --------------------------------------------------------------

    Gegen AKW´s, gegen KKW`s, gegen WKA`s .........demnächst gegen Wasserkraft, denn es könnte ein Fischlein in die Turbinen geraten.
    Gegen alles und jedes.

    Leute, kauft Fahrrad-Dynamos und macht euern Strom selber.

  9. #218
    Avatar von eyeQ

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    Strom aus dem Atom der Kohle!?!?!?

    der kommt immer noch aus der Steckdose!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!

  10. #219
    Avatar von eber

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    Hallo, der kann auch in Thailand tötlich sein.

  11. #220
    Avatar von franky_23

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    Conrad, deine Einlassungen sind nicht stichhaltig. Die Gründen, BUND, ... auch übrigens Seehofer favorisiert Gas BHK´s. Die Planungen für den Ersatz alter Kohlekraftwerde bzw. deren Erweiterung ist schon lange geplant und der Widerstand ist unabhängig von KKW´s.
    Ich persönlich habe keine Probleme mit Kohlekraftwerke in den von mir vorgeschlagenem Modell. Die Grünen lehnen wegen der hohen CO2 Belastung bei veringertem Wasserdampfausstoß die Kohlekraftwerke seit jeher ab.

    Wie bitte die Lehrerschaft soll linkradikal grün sein??? Mach mal eine Umfrage unter den Chemie- und Physiklehrern. Aus meiner Sicht funktioniert bei vielen Lehrern keine Introktination, eben der Atomlobby. Ein Lehrer kann doch ohne Probleme zugeben, dass Atomenergie nicht sein Ding ist. Areva Mitarbeiter tun sich da schwerer.

    Conrad, von welchem Busch redest du? Busch der Ältere wurde ja von Kohl bezahlt. Busch der Bornierte bekam schon von einigen Staaten Gegenwind.

    der Klimawandel ist selbstverständlich noch ein Thema, doch nicht das Einzige was es im Leben gibt. Einige können halt max. 1 Problem innerhalb einer Generation versuchen zu betrachten.

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