Seite 12 von 34 ErsteErste ... 2101112131422 ... LetzteLetzte
Ergebnis 111 bis 120 von 340

Kurzfristiger Atomausstieg in Deutschland....

Erstellt von Conrad, 13.04.2011, 11:39 Uhr · 339 Antworten · 13.751 Aufrufe

  1. #111
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    bei einem wertenden Urteil sicherlich, da es immer offensichtlicher wird, dass die zugrundeliegenden Rechenmodelle und Annahmen falsch waren.

    Wenn du bisher immer 95 km/h gefahren bist und nun wirst du mit 120 geblitzt. Was machst du das nächste Mal? Du würdest den Tacho prüfen und ggf. austauschen, einfach die Geschwindigkeit umrechnen und dann halt mit 80 Fahren, ..

    Gleiches geschieht bei der Wertung ob etwas sicher ist oder nicht. Existierende Risiken sind nie mit eingerechnet oder falsch gewichtet.

    Was du vorschlägst ist, ich bin bisher immer 100 gefahren und micht nie jemand geblitzt,deshalb fahre ich bei 100 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung auch weiterhin 100 auch wenn es in Realität 126 km/h sind. Wenn ich dann ein paar Mal geblitzt werde und zum Idiotentest muss und den Führerschein verliere, dann ist es halt so.

  2.  
    Anzeige
  3. #112
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
    Beiträge
    8.812
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    . Existierende Risiken sind nie mit eingerechnet oder falsch gewichtet.

    .
    Nur das man bei der Atomwende mit in Deutschland nicht existierenden Risiken rechnet. Paßt aber alles gut in das deutsche Mentalitätsschema. Wenn man sich die letzten 100 Jahre ansieht, schüttelt man doch nur noch den Kopf. Nach 1945 ging man völlig irrational und fanatisch gleich an den Aufbau der nächsten Diktatur in Ostdeutschland, gelernt hatte man offensichtlich nichts.

    Wenn man von seiner Regierung nicht mal mehr mit rationalen und nachvollziehbaren Entscheidungen verlangen kann, ist das nicht so toll und läßt eigentlich das Schlimmste befürchten.

  4. #113
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Nur das man bei der Atomwende mit in Deutschland nicht existierenden Risiken rechnet. .
    welche sind dies und in welchem Umfang werden diese eingerechnet?

  5. #114
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
    04.09.2003
    Beiträge
    17.303
    Zitat Zitat von eyeQ Beitrag anzeigen

    Japan ist ja ein Hochtechnologie Land, ich gehe davon aus, das die Reaktoren leidlich gut konstruiert sind oder waren.
    Der Reaktortyp ist vor 40 Jahren gebaut worden, mit dem damaligen Know How....das hat nichts mit "Hochtechnologie Land" zu tun!

    Murphy's law - oder .... happens and has happend and will happen!

    Moechte mal hoeren was ausbricht wenn die Abwaesser der Asse massiv durch Faktor XYZ in das Grundwasser gelangen, oder die Salzstoecke in Gorleben kollabieren, bis dahin und auch danach wird kaum einer seinen PC, die Hi-Fi Anlage, die hauseigene Sauna, den Pool, seine Hausbeleuchtung, seinen Kuehlschrank, die Mikrowelle, den Gott der Gegenwart das Automobil, die .....verlaengerung, den Wohlstandsanzeiger etc. "aus dem Fenster schmeissen"!

  6. #115
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
    Beiträge
    8.812
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    welche sind dies und in welchem Umfang werden diese eingerechnet?
    Das ist doch allgemein bekannt. Die Realität ist die, dass es in Europa in den letzten Jahrzehnten keinen GAU gegeben hat und auch nicht geben wird; mit einer Chance von 1: 1 000 000 000.

    Und bei der Bemessung von Risiken sollte man sich halt an der Realität orientieren und nicht an Milchmädchenrechnungen u. Gefälligkeitsgutachen wie dem, dass das Versicherungsrisiko von AKW angeblich unbezahlbar sei.

    Bei Tausenden von Toten und Schwerverletzten jährlich im Strassenverkehr, sollte man zuerst mal daran denken, diese Risiken von Leib und Leben zu beseitigen, das wäre Realistisch, weil es diese Toten u. Schwerverletzten jedes Jahr in der Realität tatsächlich gibt. Wieviele Tausend Tote und Schwerverletzte gibt es denn jährlich in Deutschland durch die Atomkraft ?

    Parteien, die wie CDU/CSU u. FDP, die jahrzehntelang für die Atomkraft getrommelt haben, nimmt man es nicht ab, dass sich die Meinung wegen eines Erdbeben in Japans plötzlich schlagartig um 180 Grad dreht. Weil sich die Risiken der Atomkraft in Deutschland nunmal durch das Erdbeben in Japan nicht verändert haben.

  7. #116
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
    04.09.2003
    Beiträge
    17.303
    Da wir gejammert und getrommelt, die Realitaeten verdraengt, es lebe der Gott der deutschen Gruenen, Linken und Alternaiven - "Oeko" ist das neue Zauberwort, egal was es kostet - nur zahlen will und kann keiner von denen die das fordern, denken offensichtlich auch nicht!

    Komisch das Oeko- ind Oekonomie genauso wie in Oeko-logie enthalten ist, hoechst komisch, auffallen tut das kaum jemanden, der so um Zuhoererschaft seiner Leiden und Klagen darueber winselt!

  8. #117
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
    Beiträge
    8.812
    Da es ja auch das Restrisiko eines Erdbebens und Tsunamis an der Ostsee gibt, warum wurden da keine Schutzvorkehrungen getroffen ? Weil es dort noch nie einen Tsunami u. ein Erdbeben gegeben hat, ganz einfach.

    Und da es in 50 Jahren AKW in Deutschland weder ein Erdbeben u. einen Tsunami mit der Stärke wie sie alle paar Jahre in Japan vorkommen (zumindest Erdbeben) und es auch noch nie in Deutschland einen GAU gegeben hat (auch nicht in anderen Staaten der EU übrigens), ist das Risiko in Deutschland für so eine Katastrophe also de Facto gleich Null.

    Und das Risiko, dass ein vollgetankter A 380 auf ein AKW rauffallen kann, ist genauso groß, wie das, dass ein vollgetankter A 380 auf das Haus rauffallen kann, in dem man wohnt und gerade vor dem Fernseher sitzt. Welche Schutzmaßnahmen kann man denn da ergreifen ? Und wären diese Schutzmaßnahmen überhaupt sinnvoll ? Ich kenne jedenfalls kein Haus, wo man Schutzmaßnahmen ergriffen hat, für den Fall, dass ein vollgetankter A 380 drauffallen kann. Ich kenne auch keine Stadt, die damit rechnet u. sich dagegen schützt, dass ein vollgetankter A 380 drauffallen kann. Komisch oder ?

  9. #118
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    conrad,
    Grafenrheinfeld ist z.B. eine Tiefflugschneise für Militärjets. Mit dem Waffenarsenal, ....

    Ausserdem reduzier es doch nicht auf ein Erdbeben. Wir hatten doch auch den Punkt menschliche Dusseligkeit (USA), menschliche Unvernunft (Ukraine), ........rei, falsche Berechnung (Japan)um nur einen Auszug zu nennen. Vor der Katastrophe wurde die Sicherheit der Anlagen immer herausgestellt. In den Ländern passierte jahrelang nichts gravierendes.

    Und du glaubst so was gibt es nicht in D? Viele der Arbeiter bei einer Revision sind Leiharbeiter die keine Spezialausbildung haben. Vor 20 Jahren war es noch so, dass du in den Reaktorbehälter nur mit Überschuhen rein konntest. Den Zweihandwinkelschleifer (Flex) unterm Arm interessierte niemand. So hält man Sicherheitsstandards ein.

    Seit Jahren ist in Grafenrheinfeld ein Teil verbaut, das falsch konstruiert und hergestellt war. Wo wird dies berücksichtigt? Dies führte z.B. zu einer Kerbwirkung, die gerade dann zerstörerisch sein kann, wenn das Material max. Belastungsszenarien ausgesetzt wird. Wo sind diese Probleme bei der Sicherheit berücksichtigt?
    Das Problem mit dem falschen Bauteil wurde erst ca. 30 Jahre nach der Inbetriebnahme für auswechselnswert angesehen. Da hat ja heute ein normales Verkehrsflugzeug fast mehr Sicherheitsauflagen als ein KKW.

    Ein normaler Absturz eines Flugzeuges verursacht in einem bewohnten Gebiet aber nur bedingt Sekundärschäden und die Sekundärschäden sind ja beim KKW weitaus gefährlicher als die Primärschäden.

    Aus der Erinnerung sind in Grafenrheinfeld auch andere Rohre und Schieber verbaut worden, die keine Zulassungsprüfung hatten.

    Nur ein paar Punkte die jenseits deiner angeblichen Erdbeben- und Tsunamiehysterie angesiedelt sind. Bei dir scheint die Allergie gegen kritischen Zeitgeist chronische Ausmaße anzunehmen.

    Grafenrheinfeld machte ja bis dto. nur wenig von sich aufmerksam, außer, dass es mehrfach das KKW war, das im Jahr die meiste elektrische Arbeit bereitstellte.



    @ Samuianer

    nach dem was ich in den letzten Monaten las, handelt es sich bei Fukushima 1 um einen Siedewasserreaktor, der von GE abgekupfert (Technischer Stand Mitte der 60 er) wurde. Eigene Auslegungsberechnungen wurden nicht vollständig gemacht. Tsunamis erst im Nachhinein geprüft. Dass die Notkühlsysteme nicht gewartet werden berücksichtigte keine Berechnung. Die Siedwasserreaktoren haben im Kreislauf der Turbinen radioaktives Wasser, da dies zum Primärkreislauf gehört, sprich ein defektes Rohr setzt fast zwangsläufig Radioaktivität frei, da der Primärkreislauf das REaktorgebäude verlässt und ins Maschinengebäude geleitet wird.

    Retundanzen gab es bei dem Typ auch nicht.

    Aber Conrad singt ja heute noch ein Loblied auf die ausgeklügelte Sicherheitstechnik in der Kernkraft und dem Perfektionismus in den Industrieländern.

  10. #119
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
    11.04.2005
    Beiträge
    8.812
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen

    Aber Conrad singt ja heute noch ein Loblied auf die ausgeklügelte Sicherheitstechnik in der Kernkraft und dem Perfektionismus in den Industrieländern.
    Das ist nun etwas übertrieben, denn ich orientiere mich an der Realität, das schrieb ich bereits mehrfach. Trotzdem wäre ein Loblied sogar angebracht, denn die letzten 50 Jahre hat die Sicherheitstechnik in den deutschen AKW tatsächlich hervorragend funktioniert.

    Denn in der Realität hat es noch keinen größeren Störfall in einem deutschen AKW gegeben in den letzten 50 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert ist also sehr gering. Statt alte AKW weiterlaufen zu lassen, sollte man stattdessen lieber neue effektivere AKW bauen.

    Gestern wollte man noch Vorreiter bei der Co2-Einsparung sein u. Kohle- und Gaskraftwerke abschalten, heute will man Vorreiter beim Atomausstieg sein. Und wo will man morgen Vorreiter sein ? Immer wollen die deutschen Hysteriker Vorreiter sein, nur sieht die Realität leider anders aus, denn in der Realität sind immer die anderen die Vorreiter.

  11. #120
    Avatar von Chris67

    Registriert seit
    16.01.2008
    Beiträge
    3.007
    Moin Conrad,

    Du führst ja immer gern Vergleiche mit den Risiken im Straßenverkehr an. Stell Dir vor, Du bist 30 Jahre lang unfallfrei gefahren und fährst immer noch Dein erstes Auto. Wie ist wohl das Risiko einzuschätzen, dass Dir demnächst etwas passiert? Wird es geringer weil es ja schon 30 Jahre lang geklappt hat? Oder wird es größer, wei Dein Auto langsam veraltet?

    In Japan ist auch über 40 Jahre lang kein GAU passiert, und in der Ukraine vor 1985 ebenfalls 25 Jahre lang nicht.

    Ausserdem geht es ja nicht unbedingt um einen sofortigen Ausstieg. Dass der unrealistisch ist, dürfte selbst den AKW-Gegner-Hardlinern klar sein. Es geht um einen beschleunigten Umbau der Energieversorgung hin zu regenerativen Energieträgern, im Gegensatz zu einer kontraproduktiven Verlängerung der Laufzeiten, wie es die Bundesregierung erst im Herbst beschlossen hatte. Wäre man bei dem von Deinem Lieblingskanzler Gerhard S. und seiner Koalition beschlossenen Austiegsfahrplan geblieben, wäre alles soweit in Butter.


    Gruß, Chris

Seite 12 von 34 ErsteErste ... 2101112131422 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Erfahrungen mit kurzfristiger Flugbuchung
    Von gehfab im Forum Touristik
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 15.10.12, 17:11
  2. Deutschland und die EU
    Von Tramaico im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 19.03.12, 20:14
  3. Antworten: 82
    Letzter Beitrag: 29.11.07, 15:45
  4. kurzfristiger Feiertag
    Von Odd im Forum Thailand News
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 18.08.07, 09:36
  5. WAT in Deutschland
    Von DST im Forum Treffpunkt
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 25.07.05, 12:05