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Kümmert sich der Staat genug um die Älteren? - ausgedient - allein gelassen?

Erstellt von Yung, 06.08.2018, 19:50 Uhr · 108 Antworten · 1.999 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Yung

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    Kümmert sich der Staat genug um die Älteren? - ausgedient - allein gelassen?



    Mit diesen drei Fragezeichen möchte ich diesen Thread beginnen.
    Immer mehr Ältere > 50 Jahre mit denen ich gesprochen habe, sind der Ansicht, in vielen sozialen Dingen vom deutschen Staat übervorteilt zu werden.
    Und etliche Jüngere verschließen vor der Zukunft ihre Augen.
    Bis zur Rente ist noch viel Zeit oder wird schon nicht so schlimm kommen höre ich oft wenn ich mit ihnen diskutiere.
    Klar - als ich jung war hat mich das auch´nicht`interessiert.
    Doch wie immer - die Rechnung kommt erst hinterher.

    Altersarmut, verlängerte Lebensarbeitszeit, immer mehr beruflicher Druck, hohe zusätzliche Kosten im Krankheitsfall, sinkende Renten , immer geringerer Sozialwohnungsbau, Pflegenotstand, Mietpreis-explosionen, gefühlte geringere Sicherheit, Ungleichbehandlung ....

    Der soziale Brennpunkt - oder für was ist der deutschen Staat verantwortlich?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Nokhu

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    Zitat Zitat von Yung Beitrag anzeigen

    Der soziale Brennpunkt - oder für was ist der deutschen Staat verantwortlich?
    Für das ganze Unvermögen einiger weniger.

  4. #3
    Avatar von Yung

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    Zitat Zitat von Nokhu Beitrag anzeigen
    Für das ganze Unvermögen einiger weniger.
    Genau das habe ich damit gemeint - wieviel Eigenverantwortung hat jeder und für was ist der Staat zuständig??

  5. #4
    Avatar von Socrates010160

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    Je weniger der Einzelne zum Allgemeinwohl beiträgt, umso höher sind dessen Ansprüche an den Staat. So zumindest meine persönliche Erfahrung.

    Die Crux der Veränderung ist, dass man die Notwendigkeit erkennt, aber die Auswirkungen in den persönlichen Bereich ablehnt. Gleichzeitig ist unsere Staatsform durch ein Parteiensystem gesteuert, dessen Wähler denjenigen abstraft, der für den Einzelnen negative Wege beschreitet.

    Das beste Beispiel ist Hartz 4 mit Gerhard Schröder.

    Dadurch werden viele notwendige Entscheidungen entweder nicht oder viel zu spät getroffen, oder nach erneuten Wahlen wieder kassiert.

    Somit ist der Staat jeder Einzelne selbst und jeder Einzelne trägt mit seiner Wahl zu einer Richtungsentscheidung bei. Zudem hat in Deutschland jeder gesunde Mensch die Freiheit und die Möglichkeit, sich selbst weiter zu entwickeln und sich damit von staatlichen Leistungen unabhängig zu machen.

    Für diejenigen, die das aus welchen Gründen auch immer nicht wollen, bietet der Staat eine Grundversorgung, die nach meiner Meinung völlig ausreicht.

  6. #5
    Avatar von strike

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    Lieber Staat, was war nochmal deine Aufgabe? fragt Dushan Wegner gerade heute passend zum Thema.

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Graue Panther, die sich um die RAF Rente kümmern müssen,
    definieren so die Notwehr,,
    etwa in der Art,
    wie Kanther den Notwehrbegriff in seinem Strafverfahren definierte.

    Eigenverantwortung, tja,
    die meisten dachten,
    ich bin Gutmensch, positiv denken, meine Zeit kommt auch noch,
    doch als es dann hiess, sie sind zu alt für dies oder das,
    war klar, dass man sie nur hingehalten, um sie dadurch auszunutzen.

    So können viele Schweizer nur den Kopf schütteln,
    wie sich die Deutschen das Fell über die Ohren haben ziehen lassen.

    Für die Schweizer bietet der Lebensabend das,
    was sie verdient haben,

    manchmal mit weniger Gefühl,



    manchmal mit mehr


  8. #7
    Avatar von x-pat

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    Was heißt "kümmern"? Es ist ja nicht Aufgabe des Staats sich um die Alten zu kümmern, sondern das ist Aufgabe der Gesellschaft. Es sei denn, wir möchten einen Nanny-Staat, der sich in alle Lebensbereiche einmischt. Das ist nicht gerade meine Idealvorstellung. Aufgabe des Staats ist es die sozialen Transferzahlungen so zu gestalten, dass Armut und Leiden im großen Maßstab verhindert wird. Das ist in der Tat in Deutschland gerade nicht mehr so optimal wie es einmal war. Das Prinzip des Generationsvertrags basiert auf einer klassischen Altersspyramide. Bei Verzerrungen der Alterspyramide funktioniert der Generationsvertrag nicht mehr und es kommt zu Problemen auf beiden Seiten. Die Alten bekommen nicht mehr genug und die jungen Erwerbstätigen werden zu sehr geschröpft. In der Phase sind wir jetzt gerade. Das dicke Ende kommt so in 10-15 Jahren, wenn alle Babyboomer in Rente sind.

    Der Staat, bzw. die Politik, hat bisher nicht angemessen auf diese Problematik reagiert. Die Versuche in den 80ern und 90ern eine private Rentenversicherung zu organisieren war nur ein Abwälzungsversuch mit mäßigem Erfolg. Der Schlüssel für dieses Problem wird sein, sich von der Idee des Generationsvertrages zu lösen und ein alternatives Transferzahlungssystem mit einem alternativen Finanzierungsmodell zu finden.

    Cheers, X-pat

  9. #8
    Avatar von crazygreg44

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    wir wünschen uns ja auch bei gelungener Karriere ein Leben ohne staatliche Eingriffe

    gleichzeitig wünschen wir, im Falle eines Scheiterns und einer Notlage

    vom Staat aufgefangen und versorgt zu werden


    Der Preis ist heiss

    jede Risikoversicherung

    hat entsprechendes Kleingedrucktes

  10. #9
    Avatar von freiberger

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    1.123
    Der Staat kümmert sich sehr wohl um seine Alten.Für die,die ihr leben lang irgendwo malocht haben,kümmert er sich einen Sch.e.i.s.s.dreck.
    Für die Beamten,Politiker,Selbstdarsteller in Schwimmwesten oder die langnasen an den staatlichen Lautsprechern ,die ja selbst der Staat sind,hat er(also diese selbst) ausreichend vorgesorgt und kümmertt sich auch liebevoll um deren/eigenes Wohlergehen.

    Staatsbürgerkunde in der guten alten DDR: Im Kapitalismus herrschen die Gesetze des Dschungels.

    Was entnehme ich dem?:

    Entweder du bist da der Oberlöwe oder du findest dich als Hackfleisch wieder.Alte und Kranke sortiert die Natur aus.

    PS: Im Übrigen finde ich dem Socrates seinen Rassismus abstossend,widerlich und menschenfeindlich:

    Zitat:

    "Je weniger der Einzelne zum Allgemeinwohl beiträgt, umso höher sind dessen Ansprüche an den Staat. So zumindest meine persönliche Erfahrung."

    Melde dich mal bei der Entnasifizierungsstelle.Das sind Menschen,die von weit hergekommen sind,weil sie unsere Hilfe brauchen und nicht auch noch hier von solchen wie dir verfolgt,gedemütigt und beschimpft werden wollen.Die haben alles verloren.Ihre Altersvorsorge,ihre Heimat,die Eltern,ihr Gedächtnis und ihre Identität.Vielen blieb nur noch das was sie am Leib trugen von Adidas und Sony.Teilweise mussten die 200 m mit nem Floss fahren bis zum mobilen Anleger.

  11. #10
    Avatar von Charin

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    Welche direkte Hilfe bietest denn du denen an?!?..Ich hoffe doch sehr mindestens 50% deines Einkommens...Brüderliche Teilung nennt sich sowas...

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