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Kapitalismus quietschfidel !

Erstellt von Conrad, 23.01.2011, 13:53 Uhr · 24 Antworten · 1.966 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von J-M-F Beitrag anzeigen
    und ist das ein grund mitten in der aufzählung aufzuhören zu lesen bzw zu denken??

    ... sklaven waren auch vollbeschäftigt
    Hab ich nicht. Die Frage ist, was für die Entwicklung der Weltwirtschaft relevant ist. Tatsächlich haben Millionen Menschen nicht genug zu Essen. Allerdings haben und hatten - so zynisch es auch klingen mag - Hungeraufstände in Afrika keine merklichen Folgen für die Weltwirtschaft.

    Die Länder, die das allergrößte Risiko von Hungeraufständen trugen waren China und Indien. China hat die Probleme mittlerweile im Griff, in Indien arbeitet man daran. Afrika hingegen ist so etwas wie der vergessene Kontinent und wird, wenn überhaupt, nur als Rohstofflieferant wahrgenommen. Lateinamerika scheint derzeit relativ stabil, aus Südostasien hört man auch nix und in Europa verschwinden tausende von Tonnen von Lebensmitteln auf Müllkippen.

    Etwas anderes wird allerdings sein, wenn mehr und mehr mit Lebensmitteln spekuliert wird. Sollten Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis, Weizen, etc. explodieren, dann könnten ganze Volkswirtschaften ins Schwanken kommen - allerdings nur wenn diese sowieso schon instabil sind. Im Iran z. B. wurden gerade die Subventionen für Treibstoffe und Grundnahrungsmittel erheblich reduziert oder gestrichen. Dennoch gibt es keinen Mucks auf den Straßen...

  2.  
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  3. #12
    Avatar von J-M-F

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    Zitat Zitat von Hitori Beitrag anzeigen
    Die Länder, die das allergrößte Risiko von Hungeraufständen trugen waren China und Indien. China hat die Probleme mittlerweile im Griff, in Indien arbeitet man daran.

    wow wow ... lebensmittelpreisinflationen im zweistelligem bereich hältst du für im griff???

  4. #13
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von J-M-F Beitrag anzeigen
    wow wow ... lebensmittelpreisinflationen im zweistelligem bereich hältst du für im griff???
    Glaubst Du etwas, dass es in China Hungeraufstände geben wird? Tatsächlich wird in China vor Inflation gewarnt, allerdings scheint niemand genau zu wissen wie hoch die Inflation in China ist - offiziell liegt sie bei unter 5%: Link FTD, inoffiziell sieht es wohl etwas anders aus: Link Bloomberg.

    Anyway, laut vielen Kritikern hätte China schon lange an den eigenen Problemen kollabieren müssen (soziale Ungleichheit, gigantische Umweltverschmutzung, exorbitante Korruption, etc.), aber m. E. ist das Land aber dermaßen stabil, dass ich nicht glaube, dass es dort eine *existentielle* Krise geben wird.

  5. #14
    Avatar von Rooy

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    China ist noch lange nicht am Ende!
    Die Chinesen sind für jede Lohnerhöhung dankbar, auch wenn sie nur im Monat einen US $ ausmachen!
    Oder wenn der Bauer sich ein Sitzklo aus Plastik im Hühnerstall installieren kann.... jeder minimale "Luxus" treibt die Leute an!
    Selbst die Einwanderer die z.B. nach Deutschland kommen, die empfinden eine nach unseren Maßstäben unbewohnbare Wohnung als Luxus!
    Das perverse ist die Leute sind mindestens gleichwertig von ihrer Ausbildung und durch den bedingungslosen Willen und die Maximale Kostenkalkulation
    wird ( ich sage mal im Großen ) Asien uns schwer in den .... knallen!
    Das Problem hier wird sein das die die jetzt die Kohle haben nur im Heute leben, was später kommt ist egal ( Meine Enkel sollen selbst was zustande bringen )!!
    Wir müssen uns anpassen! Aber wir werden es verschlafen! Die Chinesen werden ein " Wirtschaftswunder " erleben !!! Europa und die US Amis werden untergehen.

  6. #15
    Avatar von dsching dschog

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Das hat man uns doch früher im Osten in der Schule beigebracht, daß es im Kapitalismus gesetzmäßig zyklische Krisen gibt.
    Was hat man sich dann dabei gedacht?
    Im Westen sind die Krisen zyklisch und hier eine Dauerzustand?

  7. #16
    Avatar von Micha L

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    Dabei wurde nichts weiter als Marx gelehrt, der das lange vorm realen Sozialismus aufschrieb. Sogar heutige bürgerliche Ökonomen sagen, daß seine Analyse des Kapitalismus richtig ist.
    Das hat nichts mit dem Scheitern seiner Zukunftvision zu tun, die natürlich in der DDR als "Märchenstunde" vermittelt wurde.
    Das Prinzip war: Fremde Fehler herauskehren und dabei Vorteile verschweigen, bei gleichzeitiger Schönfärberei der eigenen Zustände und Verschweigen der Fehler. Was sich die Lehrer dabei dachten, haben sie uns natürlich nicht gesagt.

  8. #17
    Avatar von Chak

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    Das fiel ja auch leicht, die Vorteile zu verschweigen, da man die Bürger ja daran hinderte sich die am praktischen Beispiel anzuschauen.

  9. #18
    Avatar von Micha L

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    Du scheinst Dich nicht auszukennen. Wir haben uns mehrheitlich nichts vormachen lassen

  10. #19
    Avatar von Chak

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    Natürlich kenne ich mich aus. Sicherlich konnte man schon einiges durch Fernsehen oder Westbesuche erfahren, aber das praktische Beispiel blieb euch eben verwehrt. Ich habe es ja selbst erlebt, welches Erstaunen der erste Besuch im Westen hervor rief.

    Ich selbst hatte auch bei meinen Besuchen im Osten vor der Wende ein schönes praktisches Beispiel, wie das Leben im real existierenden Sozialismus aussah.

  11. #20
    Avatar von Micha L

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    Unkenntnis führte nicht dazu, daß man über den Westen so schlecht dachte wie die "Aktuelle Kamera" es weismachen wollte. Im Gegenteil. Verbotenes reizt überall und nicht wenige hatten Vorstellungen von einem Schlaraffenland, ähnlich wie Leute in SOA heute.
    Wenn man nicht im Luxus aufwächst wird man ohne den nicht depressiv. Eher beschäftigt hat die geistige Bevormundung. Allerdings hat es auch Spaß gemacht, anders als verordnet zu sein. Es mag seltsam klingen: Aber als alles erlaubt war und die Leute sich vereinzelten, hat man es vermißt, mit Freunden gemeinsam anders zu sein, siehe hier Hippies in der DDR: Mit Jesuslatschen gegen das Regime - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

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