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Kapitalismus quietschfidel !

Erstellt von Conrad, 23.01.2011, 13:53 Uhr · 24 Antworten · 1.968 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Conrad

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    Kapitalismus quietschfidel !

    Sicher eine große Enttäuschung für die, die sich bereits in einem untergehenden spätkapitalistischen System wähnten und hofften, das himmlische Arbeiter- und Bauernparadies werde uns alle gleich und glücklich machen. Es war die Zeit, als es gerade mit den Grünen losging, also so Mitte der 70er Jahre und die ersten "Atomkraft Nein danke" Aufkleber auftauchten.

    Aber gerade in dieser Zeit ging es besonders bunt zu, es war aufregend, viel neue Musik gab es, ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Jugend u. die Gewissheit, dass "Wir, die Jugend" die Welt verändern würden. Doors-Sänger Jim Morrison brüllte "We want the World and we want it NOW !".

    Damals waren die Linken tatsächlich noch progressiv, man wollte die Gesellschaft verändern, denn die Gesellschaft benötigte Veränderung, dringend. Heute sind sie die ewig Gestrigen, die Diktatoren schützen, weil sie glauben, Diktatoren mit Gewalt abzusetzen, wäre völkerrechtswidrig.

    Tja, "wir" haben die Welt verändert, soviel ist mal sicher. Wir haben die Diktatur des Proletariats zum Einsturz gebracht, weil wir wußten, dass wir keine Diktatur wollten und schon gar keine des "Proletariats".

    Hamburg - Ein derzeit populäres Vorurteil besagt: Der Kapitalismus ist am Ende. Hat nicht die Finanzkrise gezeigt, dass "systemisch" etwas falsch läuft? Dass die Staatshaushalte und damit die Steuerzahler zu Geiseln eines maroden Wirtschaftssystems geworden sind? Muss deshalb nicht ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem her? All diese Fragen beantwortet eine Mehrheit der Deutschen mit "Ja!". Das zeigen diverse Umfragen.

    Zukunft der Wirtschaft: Der Kapitalismus ist so quicklebendig wie nie - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Und die "Finanzkrise" hat nur eines gezeigt: Wie leicht es für (nicht mal besonders gute) Verkäufer ist, mittellosen Leuten Kredite aufzuschwatzen für ein Haus, dann noch einen Swimmingpool dazu, dann noch einen zweiten Swimmingpool dazu.......mit dem Argument, dass mit dem Swimmingpool der Wert des Hauses steigt..... Theoretisch stimmt das auch, bloß wenn das alle Hausbesitzer machen und auch noch gleichzeitig, dann stimmt das eben nicht mehr.

    Man wird auch über diese Krise hingwegkommen und auch über die nächste. Es wird erstmal so weiter gehen die nächsten Jahre. Aber durch die weltweite Bevölkerung5explosion sind Grenzen gesetzt. Wenn die Meere endgültig leergefischt sind, das Öl alle ist und der letzte Rest Urwald abgeholzt ist oder überflutet für neue Staudämme, geht es bergab.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Micha L

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    Das hat man uns doch früher im Osten in der Schule beigebracht, daß es im Kapitalismus gesetzmäßig zyklische Krisen gibt. Daher hege ich dahingehend weder negative noch positive Illusionen.
    Es wird gesagt, daß der Marx zwar in seiner Vision scheiterte, die Mechanismen des Kapitalismus aber richtig untersuchte (Anderen geht es bei Visionen auch nicht besser, verglichen mit Gegenwartsanalysen. Die "Wirtschaftweisen" z. B. hatten die Krise 5 vor 12 nicht erkannt).

    Gruß

    Micha

  4. #3
    Avatar von Chak

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    Natürlich geht es dem Kapitalismus gut, und das aus gutem Grunde: Wir sind damit gut gefahren. Wer die Möglichkeit hatte sich den real existierenden Sozialismus anzuschauen und gleichzeitig den Vergleich zu dem Leben im Kapitalismus hatte, der wird wohl nicht so etwas zurück wollen, es sei denn, er neigt zum Masochismus.

    Was die ignorante Mehrheit meint ist dabei nebensächlich.

  5. #4
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Natürlich geht es dem Kapitalismus gut, und das aus gutem Grunde: Wir sind damit gut gefahren. Wer die Möglichkeit hatte sich den real existierenden Sozialismus anzuschauen und gleichzeitig den Vergleich zu dem Leben im Kapitalismus hatte, der wird wohl nicht so etwas zurück wollen, es sei denn, er neigt zum Masochismus.

    Was die ignorante Mehrheit meint ist dabei nebensächlich.
    Wer ist denn die ignorante Mehrheit? In D. wird schließlich mit dem Portemonnaie gewählt. Die Partei, die die meiste Kohle und die wenigsten Steuern verspricht gewinnt. Dieses Versprechen können "Die Linken" u. ä. nicht machen. Jeder weiß schließlich noch zu gut wie die Konsum- und Lebenswelt in der DDR aussah.

    Wie empfindlich die Wähler auf das Finanzgebaren der Parteien achten, sehen wir derzeit an der Lage der FDP: sie war mit Steursenkungen und Steuergerechitgkeit angetreten, und was tat die FDP nach der gewonnen Wahl: zuerst wird die eigene Klientel (Hoteliers) mit einem Steuernachlass zu bedient, während die breite Masse wohl höhere Ausgaben schultern muss. Als Folge dieser 'Arroganz der Macht' ist die FDP bei der Wählerschaft auf das Maß einer Zwergpartei schrumpft...

  6. #5
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Hitori Beitrag anzeigen

    Wie sehr dies zutrifft, sehen wir derzeit an der Lage der FDP: waren mit Steursenkungen und Steuergerechitgkeit angetreten, und die Tat der FDP war die eigene Klientel (Hoteliers) mit einem Steuernachlass zu bedienen, während die breite Masse wohl höhere Ausgaben schultern muss.

    Die breite Masse war doch sogar gegen Steuersenkungen, wie Umfragen ergaben. Erstmal sollten die Schulden abgebaut werden.

    Zitat Zitat von Hitori Beitrag anzeigen
    Als Folge ist die FDP auf das Maß einer Zwergpartei schrumpft...
    Aber nur in den Umfragen.


    Zitat Zitat von Hitori Beitrag anzeigen
    Wer ist denn die ignorante Mehrheit? In D. wird schließlich mit dem Portemonnaie gewählt. Die Partei, die die meiste Kohle und die wenigsten Steuern verspricht gewinnt. Dieses Versprechen können "Die Linken" u. ä. nicht machen.
    Tja, die arbeitende Bevölkerung, ob nun Groß- Mittel- oder Kleinverdiener möchte eben möglichst wenig Steuern zahlen, ist ja wohl verständlich, oder ?. Findest du das verwerflich ? Dann gehörst du sicher nicht zur arbeitenden Schicht der Werktätigen.....

  7. #6
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Die breite Masse war doch sogar gegen Steuersenkungen, wie Umfragen ergaben. Erstmal sollten die Schulden abgebaut werden.



    Aber nur in den Umfragen.




    Tja, die arbeitende Bevölkerung, ob nun Groß- Mittel- oder Kleinverdiener möchte eben möglichst wenig Steuern zahlen, ist ja wohl verständlich, oder ?. Findest du das verwerflich ? Dann gehörst du sicher nicht zur arbeitenden Schicht der Werktätigen.....
    Ich finde da überhaupt nix verwerflich dran. Allerdings, solange die Steuern vernünftig eingesetzt werden - z. B. in Bildung - habe ich nix dagegen.

    PS: Es wären schön wenn ich nicht mehr zu den Werktätigen gehören würde. Meine 6-Tagewoche ist doch ziemlich lang. Und von 3 Wochen durchgehendem Urlaub im Sommer kann ich nur träumen (hab's in 10 Jahre einmal machen können).

  8. #7
    Avatar von J-M-F

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    wer denkt diese krise ist eine kapitalismuskrise, dem ist nicht mehr zu helfen.

    diese krise weitet sich nach wie vor aus. nur wird sie bei uns weniger zur kenntnis genommen (man hält sie mit jubelmeldungen klein) bzw wird sie nicht erwähnt.

    oder warum denkst du, wirtschaft brummt aber keine messbare wahrenverkehrssteigerung , weniger arbeitslose aber senkung der beitragsbemessungsgrenze bzw höheres Defizit der ba

    in anderen teilen der welt, wo man langsam nix mehr zu beissen hat, gib es jeden tag tote durch aufstände. zur zeit versuchen etliche länder sich mit ausfuhrverboten von lebensmitteln die hungerrevolte vom leib zu halten

  9. #8
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von J-M-F Beitrag anzeigen
    wer denkt diese krise ist eine kapitalismuskrise, dem ist nicht mehr zu helfen.

    diese krise weitet sich nach wie vor aus. nur wird sie bei uns weniger zur kenntnis genommen (man hält sie mit jubelmeldungen klein) bzw wird sie nicht erwähnt.

    oder warum denkst du, wirtschaft brummt aber keine messbare wahrenverkehrssteigerung , weniger arbeitslose aber senkung der beitragsbemessungsgrenze bzw höheres Defizit der ba

    in anderen teilen der welt, wo man langsam nix mehr zu beissen hat, gib es jeden tag tote durch aufstände. zur zeit versuchen etliche länder sich mit ausfuhrverboten von lebensmitteln die hungerrevolte vom leib zu halten
    Die Arbeitslosigkeit ist in D. auf dem niedrigsten Stand seit 1992.... Link

  10. #9
    Avatar von J-M-F

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    Zitat Zitat von Hitori Beitrag anzeigen
    Die Arbeitslosigkeit ist in D. auf dem niedrigsten Stand seit 1992.... Link
    und ist das ein grund mitten in der aufzählung aufzuhören zu lesen bzw zu denken??

    ... sklaven waren auch vollbeschäftigt

  11. #10
    Avatar von Chak

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    J-M-F, ich wäre dir sehr verbunden, wenn du mitteilen könntest, wo ich Sklaven her bekomme.

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