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Italiener sagen: dolce farniente (süßes Nichtstun). Gibt es das auch in Deutschland ?

Erstellt von socky7, 12.04.2012, 20:32 Uhr · 10 Antworten · 1.381 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von socky7

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    Italiener sagen: dolce farniente (süßes Nichtstun). Gibt es das auch in Deutschland ?

    Ein mutiger Angestellter aus dem öffentlichen Dienst verabschiedet sich aus dem "Arbeitsleben":

    Dreiste Abschieds-Mail: 745 000 Euro für 14 Jahre Nichtstun - Aus aller Welt - FOCUS Online - Nachrichten

    Wenn der Mann keinen Internet-Anschluss an seinem Arbeitsplatz hatte, so dass er wenigstens im Dienst online Zeitungen lesen konnte, war das bestimmt bitter für ihn. Dann müssen ihm die acht Stunden täglich, die er am Schreibtisch absitzen musste, wie eine Ewigkeit vorgekommen sein.

    Diese Geschichte wirft ein bezeichnendes Licht auf die Unkündbarkeit der meisten Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst. Daher kann es auch sein, dass die Vorgesetzten die Notbremse zogen, weil derjenige Mitarbeiter mehr Mist als brauchbare Arbeit produzierte und es für die Behörde kostengünstiger wurde, den Mann von Arbeit zu entlasten - wer weiß ?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von waanjai_2

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    Man darf sich auf die Verabschiedungsfeier im Betrieb/in der Verwaltung freuen.
    Es wird heißen, daß er - Mr. X - ein großes Loch "reißen würde."
    Aber auch, dass das Loch, das er riß, ihn nun vertreten würde.

  4. #3
    Avatar von socky7

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    Nach Information der Westdeutschen Zeitung handelt es sich offenbar um einen Vermessungsingenieur in der Stadtverwaltung Menden im Sauerland. Vielleicht ist im Stadtgebiet bereits alles vermessen ?
    Durch Organisationsuntersuchungen oder Fallzahlerhebungen werden Arbeitsplätze so gestaltet, dass sie den Stelleninhaber auslasten“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. "
    Das ist ein weiteres Problem im öffentlichen Dienst, dass die Tätigkeitsmerkmale der zugewiesenen Arbeit zur entsprechenden Vergütungsgruppe passen müssen. Ansonsten hätte man den Angestellten in die Bußgeld-Abteilung versetzen können. Dort fällt immer genügend Arbeit an.

    745 000 Euro für 14 Jahre Langeweile im Amt - Panorama - Home - Westdeutsche Zeitung

  5. #4
    Avatar von waanjai_2

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    Das Phänomen der "inneren Kündigung" ist doch ziemlich weit verbreitet in den Arbeitsstätten in D.

  6. #5
    antibes
    Avatar von antibes
    Die Antwort verrät noch soziales Verantwortungsbewusstsein:

    Was soll jetzt aus den ganzen anderen Nichtstuern werden, die ohne diese Aktion unbemerkt der Rente entgegengedöst hätten? Die werden jetzt möglicherweise entdeckt und müssen etwas tun für ihr Geld!...


  7. #6
    Avatar von waanjai_2

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    Es hängt halt deutlich von der Kompetenz ab, den eigenen Arbeitsplatz bestimmen zu koennen.
    Der Automechaniker in der Werkstatt hat da am wenigsten Gestaltungskompetenz.
    Schon im mitteren Dienst, gibt es die Moeglichkeit des "Dienstes nach Vorschrift". Eigeninitiative zum Wohle der Kunden oder des Unternehmenszieles wird nicht mehr erbracht.
    Die "künstliche Selbstbeschäftigung" und dadurch Abwehr von Eingriffen der Vorgesetzten wird immer mehr von Bedeutung, je mehr die Leute im sog. "hoeheren Dienst" beschäftigt werden.

    Ist doch aber nix wirklich Neues. Neu ist, dass das einer beim Pensionsantritt, auch noch oeffentlich macht. Er hätte aktiv werden koennen und nicht die ganze Zeit als Opferlamm aushalten brauchen.
    Er hat es nicht gewollt oder gekonnt. Sowie so also eine Fehlbesetzung.

  8. #7
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Ist doch aber nix wirklich Neues. Neu ist, dass das einer beim Pensionsantritt, auch noch oeffentlich macht. Er hätte aktiv werden koennen und nicht die ganze Zeit als Opferlamm aushalten brauchen.
    Er hat es nicht gewollt oder gekonnt. Sowie so also eine Fehlbesetzung.
    Nichts gegen unsere Staatsdiener!
    Eine unabhängige Kommission hat festgestellt, daß nur 28 Beamte schon in der Lage sind, sich selbst zu verwalten!

  9. #8
    antibes
    Avatar von antibes
    Er seit der ersten sozial-liberalen Koalition sind die Gehälter der Beamten so richtig gestiegen. Wenn ich nur daran denke, wie viel Geld mein Vater als Pensionär monatlich hatte, dann könnte ich schon neidisch werden.

    Aber er hatte es auch wirklich verdient.

  10. #9
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von Hermann2 Beitrag anzeigen
    Nichts gegen unsere Staatsdiener!
    Da die Abgeordneten vom jetzigen ungleichen System der Altersversorgung profitieren, ist eine Änderung nicht zu erwarten. Ich bin mal gespannt, wann sich die Piratenpartei zu diesem Thema äußert.

    "Im Mittelpunkt der Kritik steht vor allem die Schieflage bei den Pensionen. Ein Beamter erwirbt bereits nach fünf Arbeitsjahren einen Pensionsanspruch von 1400 Euro. Otto Normalrentner darf sich nach dieser Zeit auf gerade einmal 136 Euro Ruhegeld freuen – dabei haben die Beamten noch nicht einmal etwas in die Pensionskasse eingezahlt."

    Late Night: Bei Anne Will sind Staatsdiener Selbstbediener - Nachrichten Fernsehen - WELT ONLINE

  11. #10
    KKC
    Avatar von KKC

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    Was wird dazu nur der Leipziger sagen?

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