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Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.378 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von sombath

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    Ja die armen verheirateten Beamten mit ihren armen Kindern sind zu bedauern .
    Aber !
    Die meisten " normalen " Menschen wissen ja nicht , daß ein verh. Beamter mit 3 Kindern
    zum normalen Kindergeld noch zB BadenWürtemb. 673,32 Euro Familienzulage erhält !
    Wenn dann Bezüge mit der " freien Wirtschaft " verglichen werden , ist dieser Familienzuschlag nie dabei !
    Ein Angestellter in der Wirtschaft muß also mindestens ca. 1100 - 1200 Euro Brutto mehr haben
    um dann Netto auf diese 673,32 Euro zu kommen .

    Sombath



    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    80% Beihilfe gibt es nur für Kinder. Nur zur Erinnerung: Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder zu 100% mitversichert. Der Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenkasse zahlt somit für Kinder keine Krankenkasse, während der Beamte für seine Kinder einen eigenen Krankenkassenbeitrag bezahlen muss. Dies ist somit eindeutig eine Benachteiligung der Beamten.

    Die Vorteile als Privatpatient halten sich in Grenzen. Aber du würdest dich wundern, welche Summen von den Ärzten teilweise in Rechnung gestellt werden. Arztrechnungen über 200 Euro sind selbst bei ganz normalen Untersuchungen keine Ausnahme.

  2.  
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  3. #72
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Wenn du vom Personalstand in der Kreisverwaltung sprichst, dann solltest du auch erwähnen, dass dort in erster Linie Arbeiter und Angestellte beschäftigt werden. Beamte dürften dort in der Minderheit sein. Bundesweit liegt der Anteil der Beamten in den Kommunen bei ca. 15%.
    Denkste! Die Arbeiter sind längst in eigenständig geführte Betriebe (Kreiswasserwerk usw.) ausgegliedert worden. Ausser Hausmeister und ein paar Technikern dürften im Verwaltungsgebäude keine Arbeiter mehr sein. Die Reinigungskräfte (Minijobberinnen) gehören einer beauftragten Privatfirma an. Beamten in der Minderheit? Nach meiner Einschätzung keineswegs, denn ich kenne die meisten persönlich (auch einen Alkoholiker, der wegen dieser "Krankheit" seit Jahren mit vollen Bezügen zuhause ist).

  4. #73
    Avatar von JT29

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    Die Unterscheidung Arbeiter und Angestellte gibt schon längst nicht mehr. Schaut Euch halt mal die Stellenpläne genauer an, dann wird man in der Tat feststellen, dass Beran Recht hat.

    Auch wenn Eigenbetriebe gebildet wurde (im Übrigen oftmals wegen des Gebührenrechts), sind diese nur aus dem Kernhaushalt herausgenommen und keineswegs eigenständig.

  5. #74
    Avatar von sombath

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    Ja es ist richtig ,daß immer mehr Angestellte die Stellen von Beamten übernehmen .
    Das ist schon seltsam , da nach Aussagen des Beamtenbundes , Angestellte teurer
    als Beamte sind .
    Wenn man aber die Nettoeinkommen der angestellten Lehrer u. verbeamteten Lehrer vergleicht ,
    sieht man , daß die Beamten ca. 600 Euro mehr haben .
    Wenn der Angestellte dann noch eine private Rentenversicherung und zusätzliche Krankenversicherung hat ,
    ist der Nettounterschied 800 - 900 Euro .

    Sombath



    Zitat Zitat von JT29 Beitrag anzeigen
    Die Unterscheidung Arbeiter und Angestellte gibt schon längst nicht mehr. Schaut Euch halt mal die Stellenpläne genauer an, dann wird man in der Tat feststellen, dass Beran Recht hat.

    Auch wenn Eigenbetriebe gebildet wurde (im Übrigen oftmals wegen des Gebührenrechts), sind diese nur aus dem Kernhaushalt herausgenommen und keineswegs eigenständig.

  6. #75
    Avatar von JT29

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    Dir sollte aber schon klar sein dass die Beschäftigten (es gibt seit dem TVöD keine Angestellten mehr) auch eine ZVK haben

  7. #76
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Ja die armen verheirateten Beamten mit ihren armen Kindern sind zu bedauern .
    Ist schon interessant, wie du versuchst, die Leserschaft zu manipulieren. Mal im Ernst, glaubst du, dass die meisten Beamten 3 Kinder haben?

    Warum also wählst du ein Beispiel mit 3 Kindern? Weil durch ein Gerichtsurteil erzwungen der Familienzuschlag ab dem 3. Kind besonders hoch ist. Nur davon haben die meisten Beamten nichts, weil sie eben keine 3 Kinder haben. Außerdem, wenn du 3 Kinder hast, brauchst du eine größere Wohnung, womit der Familienzuschlag bereits wieder zu einem Großteil aufgebraucht wird. Die höheren Kosten einer großen Familie waren eben der Grund für das Gerichtsurteil, das eine Besserstellung von Beamten mit vielen Kindern forderte.

    Aber du wendest einen weiteren Trick an: Du erweckst den Eindruck, als wäre der Familienzuschlag ein Nettobetrag, indem du schreibst, ein Angestellter müsste brutto fast doppelt so viel mehr verdienen, damit er auf den gleichen Nettobetrag kommt. Der Familienzuschlag der Beamten ist aber ein Bruttobetrag.

    Was schließlich die Vergleiche der Bezüge betrifft, ist es so, dass die Bezüge eines Beamten in den öffentlich zugänglichen Gehaltstabellen ablesbar sind. Da wird also nichts verschwiegen.

  8. #77
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Denkste! Die Arbeiter sind längst in eigenständig geführte Betriebe (Kreiswasserwerk usw.) ausgegliedert worden. Ausser Hausmeister und ein paar Technikern dürften im Verwaltungsgebäude keine Arbeiter mehr sein.
    Dass der Anteil der Beamten bei den Kommunen etwa bei 15% liegt, kannst du in Statistiken nachlesen.

    Die von den Kommunen zu leistenden Aufgaben sind ja auch einem Wandel unterlegen. So gab es noch vor 30 Jahren nur sehr wenige Kindergartenplätze. Kinderhortplätze für Kinder unter 3 Jahren fehlten fast vollständig. Ab diesem Jahr soll es nun einen Rechtsanspruch auf eine Kinderbetreuung im Kinderhort geben. Das erfordert natürlich zusätzliches Personal bei den Kommunen (wobei es sich auch in diesem Falle aber nicht um Beamte handelt).

  9. #78
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Wenn man aber die Nettoeinkommen der angestellten Lehrer u. verbeamteten Lehrer vergleicht ,
    sieht man , daß die Beamten ca. 600 Euro mehr haben .
    Wenn der Angestellte dann noch eine private Rentenversicherung und zusätzliche Krankenversicherung hat ,
    ist der Nettounterschied 800 - 900 Euro
    Auch hier arbeitest du wieder mit Tricks. Wieso soll denn der angestellte Lehrer eine private Rentenversicherung und eine zusätzliche Krankenversicherung haben? Angestellte im öffentlichen Dienst erhalten neben der gesetzlichen Rente eine Betriebsrente. Wozu eine zusätzliche Krankenversicherung, wenn er schon in der gesetzlichen Krankenversicherung ist?

    Außerdem ist nicht ersichtlich, ob bei den Nettobezügen des beamteten Lehrers die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung berücksichtigt wurde. Es ist ja nicht einmal angegeben, von welcher Einstufung und von welcher Stufe du ausgegangen bist.

    Allerdings ist es tatsächlich so, dass man Lehrer zunehmend als Angestellte bei einer schlechten Einstufung einstellt, um Geld zu sparen.

  10. #79
    Avatar von Ban Bagau

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    Arrow

    Beamtenstatus ist zumindest in Deutschland und einigen anderen deutschsprachigen Ländern, noch eine erstrebenswerte Rücksicherheit und Garant für gutes Auskommen.
    Besonders auch durch Bezüge im Alter die dem aktuellen Inflationniveau angepaßt sind. Aus ehemals nachteiligen Gehalts-Bedingungen ist durch garantierte Aufstiegschancen und moderaten aber kontinuierlich stetigen Lohnsteigerunerungen, die die freie Wirtschaft, durch ihre kontinuität überholt haben, recht ordentliche Gehaltsansprüche erwachsen.
    Ehemals nachteilige Gehaltsansprüche sollten damals staatlich garantiert durch güstigere Tarife bei Versicherungen und einer vielzahl ähnlicher Nachlässe bei unterschiedlichsten Trägern kompensiert werden. Jede Versicherung hat extra Beamtentarife. Auch wirkt sich die garantierte Regelmäßigkeit des Einkommens auf die Vergabe von Krediten und zu vergünstigten Zinssatz mehr als Vorteilhaft gegenüber dem "Normbürger" aus.

  11. #80
    Avatar von sombath

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    Na ja , wer trickst hier .
    Das die Angestellten im ÖD auch die Fam.zulage erhalten ist klar .
    Mir geht es aber nicht so sehr um den Vergleich Beamte -Angestellte im ÖD ,
    sondern in der " freien Wirtschaft "
    Wenn der Angestellte in der freien Wirtschaft im Alter nicht in Armut fallen will ,
    braucht er eine zusätzliche Altersversorgung , die er in der Regel aus seinem Netto bestreiten muß ,
    da seine Vorsorgepauschale bereits durch die gesetzliche Rentenversicherung aufgebraucht ist .
    Die Beamten , die bereits eine tolle Altersversorgung haben , haben hier auch noch steuerliche Vorteile .
    Der Angestellte in der gesetzlichen Krankenkasse braucht , wenn er im Krankenhaus nicht in
    einem 4 - Bettzimmer liegen u. nicht vom Arzt in Ausbildung behandelt werden will , auch noch
    eine Kranken-Zusatzversicherung .

    Sombath



    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Auch hier arbeitest du wieder mit Tricks. Wieso soll denn der angestellte Lehrer eine private Rentenversicherung und eine zusätzliche Krankenversicherung haben? Angestellte im öffentlichen Dienst erhalten neben der gesetzlichen Rente eine Betriebsrente. Wozu eine zusätzliche Krankenversicherung, wenn er schon in der gesetzlichen Krankenversicherung ist?

    Außerdem ist nicht ersichtlich, ob bei den Nettobezügen des beamteten Lehrers die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung berücksichtigt wurde. Es ist ja nicht einmal angegeben, von welcher Einstufung und von welcher Stufe du ausgegangen bist.

    Allerdings ist es tatsächlich so, dass man Lehrer zunehmend als Angestellte bei einer schlechten Einstufung einstellt, um Geld zu sparen.

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