Seite 7 von 22 ErsteErste ... 5678917 ... LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 70 von 215

Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.399 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von sombath

    Registriert seit
    03.03.2009
    Beiträge
    2.733
    Chak ,
    du weißt doch so gut wie ich , daß sich ein Beamter nur für den Anteil versichern muß ,
    der oberhalb der Beihilfe ist .
    Das sind im Normalfall 30% .
    Dh , du mußt 100% versichern u. auch bezahlen !
    Der Beamte muß sich nur zu 30% versichern , da er einen Rabatt ( Beihilfe ) von 70% des
    Steuerzahlers erhält .

    Sombath



    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Die Beiträge sind genauso hoch wie in der staatlichen Rentenversicherung bis zur Beitragsbemessungsgrenze, nur dass hinterher höchstwahrscheinlich mehr raus kommt.

  2.  
    Anzeige
  3. #62
    Avatar von sombath

    Registriert seit
    03.03.2009
    Beiträge
    2.733
    Hallo Helli ,
    genau so ist es und es ist leider keine Besserung in Sicht , da die Seilschaft ,
    Beamtenpolitiker , Beamte und Richter sehr gut funktioniert .
    Mein Schwiegervater war Amtsleiter in einer süddeutschen Großstadt und ich habe so
    manches mitbekommen .
    Sein Stellvertreter hat zB. für den Landtag kandidiert und wurde auf Antrag 8 Wochen vom
    Dienst freigestellt .

    Sombath



    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Lasst uns noch ein wenig auf die Beamten schimpfen. Ich war selbst im öffentlichen Dienst (kleiner kommunaler Angestellter) und habe erleben müssen, dass die Beamten unserer Kleinstadtverwaltung mit schöner Regelmäßigkeit befördert wurden (deswegen heißt das ja auch Regelbeförderung) ohne dass sich an deren Aufgabengebiet irgendetwas geändert hätte. Für die Angestellten blieb außer den kümmerlichen tariflichen Zuschlägen nichts übrig.
    Insgesamt ist das ganze Gefüge des öffentlichen Dienstes dringend reformbedürftig. Ein großes Problem ist der sogenannte Stellenkegel.
    Will ein Amtsrat an der Spitze seiner Abteilung zum Oberamtsrat aufsteigen, muss der personelle Unterbau ausgebaut werden, also muss mehr Arbeit her. Das ist in der Regel kein Problem, denn die Vorschriften dafür schafft sich der Apparat ja selbst.
    Umgekehrt genau so. Fällt Arbeit weg, werden also Mitarbeiter nicht mehr gebraucht, rutscht der Kegel und damit die Spitze auch. Der Inhaber dieser Spitze hat daran natürlich kein Interesse und wird seine "nutzlosen" Mitarbeiter unter allen Umständen halten und irgendwie beschäftigen.
    Letztlich ist es ein Unding, dass alle unsere Parlamente von der Gemeinde/Stadt bis zum Bundestag von Beamten dominiert werden. In kleinen Gemeinden/Städten oft durch persönliche Abhängigkeiten und in Land und Bund durch die viel zu hohe Präsenz (getoppt noch von dem Anteil der Lehrer in dieser Beamtengemeinde). Warum soll es neben einer "Frauenquote" nicht dafür ebenfalls eine Regelung geben?

  4. #63
    Avatar von beran

    Registriert seit
    09.12.2012
    Beiträge
    607
    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Chak ,
    Das sind im Normalfall 30% .
    Dh , du mußt 100% versichern u. auch bezahlen !
    Der Beamte muß sich nur zu 30% versichern , da er einen Rabatt ( Beihilfe ) von 70% des
    Steuerzahlers erhält .

    Sombath
    Im Normalfall beträgt die Beihilfe 50%, bei Pensionären allerdings 70%. Aber auch der normale Arbeitnehmer bezahlt nicht 100% bei der Krankenkasse, sondern etwas über 50%. Den Rest trägt der Arbeitgeber. Ähnlich sieht es bei den Rentnern aus, bei denen die Rentenkasse knapp die Hälfte des Beitrages bezahlt.

    Beamte müssen sich privat versichern, was bedeutet, dass sie die Arztrechnungen erst selber bezahlen müssen und dann erst die Belege bei der Krankenkasse und bei der Beihilfe einreichen können, wobei oftmals die Kosten nicht vollständig übernommen werden, sondern ein Eigenanteil bleibt.

    Außerdem sind die Kinder von Beamten nicht mitversichert, so dass hierfür gesondert Beiträge zu leisten sind.

  5. #64
    Avatar von beran

    Registriert seit
    09.12.2012
    Beiträge
    607
    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Sein Stellvertreter hat zB. für den Landtag kandidiert und wurde auf Antrag 8 Wochen vom
    Dienst freigestellt .
    Wenn er vom Dienst freigestellt wurde, dann ist die Frage, ob er in dieser Zeit Gehalt bekommen hat. Bei einer Freistellung erhält er normalerweise kein Gehalt. Hat er dagegen Sonderurlaub erhalten, dann laufen die Bezüge weiter.

  6. #65
    Avatar von sombath

    Registriert seit
    03.03.2009
    Beiträge
    2.733
    Als Beamter bekommt er kein Gehalt , er wird lebenslang alimentiert !
    Da er sich um ein politisches Amt beworben hat , liefen die Bezüge weiter .
    Sonst hätte ich den Beitrag nicht geschrieben !

    Sombath



    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Wenn er vom Dienst freigestellt wurde, bedeutet das ja, dass er kein Gehalt in dieser Zeit bekommen hat. Was ist also daran zu kritisieren?

  7. #66
    Avatar von Helli

    Registriert seit
    23.02.2013
    Beiträge
    6.273
    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Du schreibst, dass der öffentliche Dienst dringend reformbedürftig ist, aber du kennst die erst vor wenigen Jahren durchgeführte Dienstrechtsreform nicht, mit der das Beamtenrecht weitreichend umgestaltet wurde.

    Es werden eben immer wieder alte Geschichten aufgetischt, die weitgehend nicht mehr stimmen. Wie ein Dienstposten bewertet wird, dafür gibt es sehr unterschiedliche Grundlagen. Meist wird das Anforderungsprofil die Bewertung bestimmen, die Kopfzahl der Beschäftigten in einer Behörde ist in den meisten Fällen nicht das ausschlaggebende Kriterium.

    Insofern sind die von dir als Nicht-Beamter gemachten Beobachtungen größtenteils nicht zutreffend.
    Dann habe ich in meinem ganzen Berufsleben nur die "Nicht-meisten Fälle" erlebt. In #58 teilst Du mit, dass sich die Verhältnisse bereits seit 50 Jahren geändert hätten. In #60 sprichst Du von der "erst vor wenigen Jahren" geänderten Dienstrechtsreform. Ich denke, bei allen Behörden angekommen ist die bis heute nicht. In "meiner" Kreisstadt hat sich der Personalstand der Kreisverwaltung in den letzten 25-30 Jahren mehr als verdreifacht, sie haben vor wenigen Jahren für Millionen neu gebaut - wohl wissend, dass bei der nächsten Verwaltungsreform der Standort wahrscheinlich wegfallen wird. Fast alle Abteilungschefs sind seit Jahrzehnten immer noch die gleichen. Nur früher führten sie die Dienstbezeichnung "Amtmann". Heute nennen sie sich "Kreisverwaltungsdirektor". Parteipolitisch gehören sie alle dem gleichen Verein an (die Farbe spielt heutzutage dabei ja keine Rolle mehr - das ist überall gleich). Mir gehen jetzt noch die Schuhe auf, wenn ich nur daran denke.

  8. #67
    Avatar von sombath

    Registriert seit
    03.03.2009
    Beiträge
    2.733
    50% Beihilfe ist das Min. , sie geht in vielen Fällen bis 80% !
    Hätte ich den Vorteil als Privatpatient , würde ich sehr gerne vorab bezahlen .
    Bei größeren Beträgen wird die Vorabbezahlung auf Antrag auch gestundet .
    Noch nebenbei ,
    Mein Freund ( pensionierter Studiendirektor ) kann dieses Jahr ca. 80 Euro
    Erhöhung seiner Pension erwarten ( ich gönne es ihm von Herzen ) ,
    ich dagegen kann ca, 5 Euro Erhöhung meiner Rente erwarten .
    Und so geht das seit Jahren ! !

    Sombath



    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Im Normalfall beträgt die Beihilfe 50%, bei Pensionären allerdings 70%. Aber auch der normale Arbeitnehmer bezahlt nicht 100% bei der Krankenkasse, sondern etwas über 50%. Den Rest trägt der Arbeitgeber. Ähnlich sieht es bei den Rentnern aus, bei denen die Rentenkasse knapp die Hälfte des Beitrages bezahlt.

    Beamte müssen sich privat versichern, was bedeutet, dass sie die Arztrechnungen erst selber bezahlen müssen und dann erst die Belege bei der Krankenkasse und bei der Beihilfe einreichen können, wobei oftmals die Kosten nicht vollständig übernommen werden, sondern ein Eigenanteil bleibt.

    Außerdem sind die Kinder von Beamten nicht mitversichert, so dass hierfür gesondert Beiträge zu leisten sind.

  9. #68
    Avatar von beran

    Registriert seit
    09.12.2012
    Beiträge
    607
    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    In "meiner" Kreisstadt hat sich der Personalstand der Kreisverwaltung in den letzten 25-30 Jahren mehr als verdreifacht, sie haben vor wenigen Jahren für Millionen neu gebaut - wohl wissend, dass bei der nächsten Verwaltungsreform der Standort wahrscheinlich wegfallen wird. Fast alle Abteilungschefs sind seit Jahrzehnten immer noch die gleichen.
    Die Dienstrechtsreform war vor 5 Jahren. Mittlerweile sind die Beamtengesetze nicht mehr einheitlich, die Länder können eigene Gesetze erlassen.

    Wenn du vom Personalstand in der Kreisverwaltung sprichst, dann solltest du auch erwähnen, dass dort in erster Linie Arbeiter und Angestellte beschäftigt werden. Beamte dürften dort in der Minderheit sein. Bundesweit liegt der Anteil der Beamten in den Kommunen bei ca. 15%.

    Zweifel habe ich auch daran, dass die Abteilungschef seit Jahrzehnten immer noch die gleichen sind. Sie müssten dann ja schon sehr jung Abteilungsleiter geworden sein.

  10. #69
    Avatar von beran

    Registriert seit
    09.12.2012
    Beiträge
    607
    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    50% Beihilfe ist das Min. , sie geht in vielen Fällen bis 80% !
    80% Beihilfe gibt es nur für Kinder. Nur zur Erinnerung: Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder zu 100% mitversichert. Der Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenkasse zahlt somit für Kinder keine Krankenkasse, während der Beamte für seine Kinder einen eigenen Krankenkassenbeitrag bezahlen muss. Dies ist somit eindeutig eine Benachteiligung der Beamten.

    Die Vorteile als Privatpatient halten sich in Grenzen. Aber du würdest dich wundern, welche Summen von den Ärzten teilweise in Rechnung gestellt werden. Arztrechnungen über 200 Euro sind selbst bei ganz normalen Untersuchungen keine Ausnahme.

  11. #70
    Avatar von Yogi

    Registriert seit
    05.01.2007
    Beiträge
    27.547
    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Aber auch der normale Arbeitnehmer bezahlt nicht 100% bei der Krankenkasse, sondern etwas über 50%. Den Rest trägt der Arbeitgeber..............
    Rate mal, wer den Beitrag der Arbeitgeber durch seine Arbeitskraft erwirtschaften muss.
    Ausserdem sind selbst diese Beiträge nicht mehr paritätisch aufgeteilt, zu Ungunsten der Arbeitnehmer.

Seite 7 von 22 ErsteErste ... 5678917 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Deutschland und die EU
    Von Tramaico im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 19.03.12, 20:14
  2. Urlaub in Deutschland
    Von andrusch im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 14.02.11, 15:00
  3. Antworten: 82
    Letzter Beitrag: 29.11.07, 15:45
  4. Was nun, Deutschland?
    Von catweazle im Forum Treffpunkt
    Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 14.02.07, 09:05
  5. WAT in Deutschland
    Von DST im Forum Treffpunkt
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 25.07.05, 12:05