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Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.412 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    ...Beamte sind Leute, die man im wirklichen Leben nicht brauchen kann :-).
    TELC und BAMF sind zwei Institutionen, die ich gefressen habe. Die gehören beide auf den Prüfstand.
    Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge arbeiten mehr als 2.000 Bedienstete. Die schaffen es nicht, die Kursgebühren zeitnah zu erstatten.

    Eigenlob stinkt:

    Telc-Werbekampagne mit Jubel-Porträt über BAMF-Chef Manfred Schmidt - SPIEGEL ONLINE

    TELC weiss, warum sie ihren Gönner über den grünen Klee lobt:

    TELC benötigt sechs Wochen, um die Prüfungen für Deutsch B 1 und B 2 zu bearbeiten und die Ergebnisse mitzuteilen. Angemessen wäre ein Zeitraum von max. 7 Tagen (anstelle von 42 Tagen).

  2.  
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  3. #52
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    TELC und BAMF sind zwei Institutionen, die ich gefressen habe.
    Was hat die TELC mit Beamten zu tun?

  4. #53
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Was hat die TELC mit Beamten zu tun?
    TELC GmbH lebt von der Vetternwirtschaft mit den Beamten in den Ministerien des Bundes und der Länder und ist unmittelbar vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abhängig.
    "Das Bundesministerium des Innern, vertreten durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, beauftragte die telc GmbH gemeinsam mit dem Goethe-Institut e. V., den Deutsch-Test für Zuwanderer A2-B1 als Abschlussprüfung für Integrationskurse zu entwickeln. Die telc GmbH hat anschließend den Auftrag erhalten, diese Prüfung durchzuführen und weiterzuentwickeln."

    Zur Erinnerung:
    TELC benötigt sechs Wochen, um die Prüfungen für Deutsch B 1 und B 2 zu bearbeiten und die Ergebnisse mitzuteilen. Angemessen wäre ein Zeitraum von max. 7 Tagen (anstelle von 42 Tagen).

    telc GmbH - die Europäischen Sprachenzertifikate:*telc Partner

    Die Lobhudelei des telc auf den eher antriebsarmen Chef des BAMF ist überhaupt nicht angebracht.
    Das für Migranten und Steuerzahler nachteilige Zusammenwirken von Goethe-Institut, TELC GmbH, BAMF und den Ministerien ist in meinen Augen eine typische Vetternwirtschaft (im Gegensatz zur Korruption übrigens nicht strafbar).

    Die Leiterin der Sprachabteilung des Goethe-Institut Bangkok, Dr.U.L., hatte vorher übrigens in leitender Funktion bei der TELC GmbH gearbeitet.
    Der Leiter des BAMF war vorher im Innenministerium tätig.
    "Selten dürfte ein Behördenleiter in einer Werbekampagne so bejubelt worden sein. Der Text erzählt die Geschichte eines steilen Aufstiegs. Vom "guten Abitur", über die Stationen im Innenministerium, wo er "auf der Karriereleiter immer höher steigen konnte", bis zum Wechsel an die Spitze des BAMF"

  5. #54
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Die telc GmbH hat anschließend den Auftrag erhalten, diese Prüfung durchzuführen und weiterzuentwickeln."
    "
    Da die TELC eine GmbH ist, bedeutet dies, dass dort eben keine Beamten beschäftigt sind, weil eine GmbH keine Beamten beschäftigen kann, weil ihr die Dienstherrenfähigkeit fehlt.

    Wenn die TELC zu langsam arbeitet, dann musst du auf die dort Beschäftigten schimpfen, aber dies sind eben mit Sicherheit keine Beamten.

  6. #55
    Avatar von Helli

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    Lasst uns noch ein wenig auf die Beamten schimpfen. Ich war selbst im öffentlichen Dienst (kleiner kommunaler Angestellter) und habe erleben müssen, dass die Beamten unserer Kleinstadtverwaltung mit schöner Regelmäßigkeit befördert wurden (deswegen heißt das ja auch Regelbeförderung) ohne dass sich an deren Aufgabengebiet irgendetwas geändert hätte. Für die Angestellten blieb außer den kümmerlichen tariflichen Zuschlägen nichts übrig.
    Insgesamt ist das ganze Gefüge des öffentlichen Dienstes dringend reformbedürftig. Ein großes Problem ist der sogenannte Stellenkegel.
    Will ein Amtsrat an der Spitze seiner Abteilung zum Oberamtsrat aufsteigen, muss der personelle Unterbau ausgebaut werden, also muss mehr Arbeit her. Das ist in der Regel kein Problem, denn die Vorschriften dafür schafft sich der Apparat ja selbst.
    Umgekehrt genau so. Fällt Arbeit weg, werden also Mitarbeiter nicht mehr gebraucht, rutscht der Kegel und damit die Spitze auch. Der Inhaber dieser Spitze hat daran natürlich kein Interesse und wird seine "nutzlosen" Mitarbeiter unter allen Umständen halten und irgendwie beschäftigen.
    Letztlich ist es ein Unding, dass alle unsere Parlamente von der Gemeinde/Stadt bis zum Bundestag von Beamten dominiert werden. In kleinen Gemeinden/Städten oft durch persönliche Abhängigkeiten und in Land und Bund durch die viel zu hohe Präsenz (getoppt noch von dem Anteil der Lehrer in dieser Beamtengemeinde). Warum soll es neben einer "Frauenquote" nicht dafür ebenfalls eine Regelung geben?

  7. #56
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    nun ja , ist man ja von dir gewohnt , wenn dir was nicht paßt , verstehst du falsch .
    Die Versorgungswerke sind natürlich , im Gegensatz zu den Pensionen selbst finanziert .
    Ihre Rendite ist nur deshalb so gut , weil der Staat u. seine Beamten keinen Zugriff haben .

    Bei der PKV haben die Beamten ja einen bevorzugten Restkosten Beitrag .
    Frag doch mal Chak , was er für einen Beitrag bezahlt .
    Die Beiträge sind genauso hoch wie in der staatlichen Rentenversicherung bis zur Beitragsbemessungsgrenze, nur dass hinterher höchstwahrscheinlich mehr raus kommt.

  8. #57
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Insgesamt ist das ganze Gefüge des öffentlichen Dienstes dringend reformbedürftig. Ein großes Problem ist der sogenannte Stellenkegel.
    Helli, du bringst die Sache auf den Punkt. Aber leider sägen sich die Abgeordneten aus dem dem öffentlichen Dienst nicht den Ast ab, auf dem sie sitzen.
    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Da die TELC eine GmbH ist, bedeutet dies, dass dort eben keine Beamten beschäftigt sind, weil eine GmbH keine Beamten beschäftigen kann, weil ihr die Dienstherrenfähigkeit fehlt.
    So schlau bin ich auch. Deshalb hatte ich auch niemals die Behauptung aufgestellt, dass bei Telc GmbH Beamte beschäftigt seien.
    Telc GmbH sitzt auf dem hohen Ross, weil der angeblich so geniale Chef des Bamf mit Telc verbandelt ist.
    Fakt ist, dass meine philippinische Schwiegertochter sowohl nach der Deutsch B 1 Prüfung, wie auch nach der Deutsch B 2 Prüfung jeweils sechs Wochen auf das Prüfungsergebnis vom Monopolisten Telc GmbH warten musste. Das ist eine Frechheit.
    Es ist ebenso dummdreist von Telc GmbH, solch eine Lobhudelei auf den Chef vom Bamf abzuliefern und überall zu verbreiten.

    "So beschreibt es zumindest ein Porträt, das in diesen Tagen quer durch die Republik geschickt wird. Es trägt den Titel: "Eine erstaunliche Beamtenkarriere." Ein Poster mit Schmidts Konterfei soll schon bald in Rathäusern, Volkshochschulen, Stiftungsbüros hängen - das wünschen sich die Initiatoren einer Werbekampagne für Integration."

    Telc-Werbekampagne mit Jubel-Porträt über BAMF-Chef Manfred Schmidt - SPIEGEL ONLINE

    Dieser Schwachsinn von Telc GmbH wird doch von den Steuerzahlern finanziert.

  9. #58
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Insgesamt ist das ganze Gefüge des öffentlichen Dienstes dringend reformbedürftig. Ein großes Problem ist der sogenannte Stellenkegel.
    Will ein Amtsrat an der Spitze seiner Abteilung zum Oberamtsrat aufsteigen, muss der personelle Unterbau ausgebaut werden, also muss mehr Arbeit her. Das ist in der Regel kein Problem, denn die Vorschriften dafür schafft sich der Apparat ja selbst.
    Umgekehrt genau so. Fällt Arbeit weg, werden also Mitarbeiter nicht mehr gebraucht, rutscht der Kegel und damit die Spitze auch. Der Inhaber dieser Spitze hat daran natürlich kein Interesse und wird seine "nutzlosen" Mitarbeiter unter allen Umständen halten und irgendwie beschäftigen.
    Kann es sein, dass du die vor ein paar Jahren durchgeführte Dienstrechtsreform völlig verschlafen hast? Die von dir geschilderten Zustände hat es vor 50 Jahren gegeben, heute sieht das nicht mehr so aus.

    Außerdem werden höherwertige Dienstposten ausgeschrieben. Ein Behördenleiter kann bei einer Aufwertung seines Dienstpostens nicht davon ausgehen, dass er den dann höherwertigen Dienstposten behält, sondern er muss damit rechnen, dass er seinen Dienstposten räumen muss, weil ein anderer Bewerber zum Zuge kommt.

  10. #59
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass du die vor ein paar Jahren durchgeführte Dienstrechtsreform völlig verschlafen hast? Die von dir geschilderten Zustände hat es vor 50 Jahren gegeben, heute sieht das nicht mehr so aus.
    Ich glaube darauf hingewiesen zu haben, dass ich selbst kein Beamter war. Deswegen muss ich mich auch nicht mit der mir unbekannten Theorie auseinandersetzen. Ich habe mich auf selbst erlebte Praxis bezogen und die Erinnerungen daran sind noch sehr frisch.

  11. #60
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Ich glaube darauf hingewiesen zu haben, dass ich selbst kein Beamter war. Deswegen muss ich mich auch nicht mit der mir unbekannten Theorie auseinandersetzen. Ich habe mich auf selbst erlebte Praxis bezogen und die Erinnerungen daran sind noch sehr frisch.
    Du schreibst, dass der öffentliche Dienst dringend reformbedürftig ist, aber du kennst die erst vor wenigen Jahren durchgeführte Dienstrechtsreform nicht, mit der das Beamtenrecht weitreichend umgestaltet wurde.

    Es werden eben immer wieder alte Geschichten aufgetischt, die weitgehend nicht mehr stimmen. Wie ein Dienstposten bewertet wird, dafür gibt es sehr unterschiedliche Grundlagen. Meist wird das Anforderungsprofil die Bewertung bestimmen, die Kopfzahl der Beschäftigten in einer Behörde ist in den meisten Fällen nicht das ausschlaggebende Kriterium.

    Insofern sind die von dir als Nicht-Beamter gemachten Beobachtungen größtenteils nicht zutreffend.

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