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Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.402 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wie bitte, Stasi-Offiziere sind jetzt beim Staatsschutz? Unglaublich.
    Jaja@chak-damals wurde auch seitens der betreffenden Stellen im IM der BRD durchaus damit argumentiert, daß diese ehemaligen ja Loyalität zum Staat gezeigt hätten und dies sollte auch bei einer möglichen Eingliederung hervorstechendes Merkmal sein.Ich glaube als Ausschlußkriterium wurden damals nur Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Mord etc.herangezogen. Dann kannste ja mal bei @strike nachfragen, oder Dir den o.g. Artikel der "mupinfo"einziehen, um Dir ein Bild zu machen wo ein Trennstrich zwischen Loyalität und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu machen wäre.
    Richtig ist allerdings auch, das ehemalige ranghohe und dem System loyal Gegenüberstehende mit Hilfe namhafter Anwaltskanzleien höhere Renten, Pensionen etc. mit mitunter erstaunlichem Erfolg einklagen.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hat bei der Rentenversicherung gearbeitet und sie meinte, man hat schon an der Ganggesschwindigkeit erkannt, wer beamtet und wer angestellt war.
    Unglaublich! Jetzt bestimmen schon die Mütter wie man Beamte erkennt! Am Ende meint auch noch jemand, dass die Fluchtgeschwindigkeit einer aufgescheuchten Henne für die Leistungseinstufung herangezogen werden kann. Bei einigen besonderen Exemplaren von Lean Experten und Unternehmensberatern etc. sind solche Kriterien nicht zwangsläufig von der Hand zu weisen.




    Bei der Umstellung von Staaten wird es leider immer solche Probleme geben. Auch damals stellte sich die Frage, ob man an "Mitläufer" oder "befehlsempfangende und ausführende" SED Aktivisten höhere moralische Maßstäbe anlegen darf als bei der Ent....fizierung.

    Für Leittragende von diesen Personen nicht einmal ein schwacher Trost.

    Auch bei der Vergabe der "Persilscheine" ging einiges. Auch bei Richtern,...

    Es gab auch nachhaltige Kriegsgewinnler.

    Auch nur ein sehr prägender Name, nämlich Varta. Wieviele .........sstrategen (incl. SS) waren in der späteren BW?

  4. #33
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wie bitte, Stasi-Offiziere sind jetzt beim Staatsschutz? Unglaublich....
    .... aber wahr. Besteht bestimmt keiner auf einen Link?!


    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Und an all diejenigen, die meinen, Beamten würde Unrecht getan hinsichtlich der Arbeitsmoral: Meine Mutter hat bei der Rentenversicherung gearbeitet und sie meinte, man hat schon an der Ganggesschwindigkeit erkannt, wer beamtet und wer angestellt war.
    @ wo genau bei welcher Rentenversicherung hat deine Mutter den gearbeitet? Ich denke, sie war Angestellte!
    Ich sage seit 30 Jahren bei der Verwaltung der Sozialversicherungstraeger koennen 50-80% der Bediensteten eingespart werden!
    Die Behoerden der kommunalverwaltungen haben in den letzten 15 Jahren etwa 30% der Beamtenstellen eingespart. Durch die staendige Uebernahme neuer Aufgaben, ist das in etwa mit einer effektiven Einsparung von >%.

    Vor Kurzem gab es Ueberschuesse bei der Krankenversicherung. Die koennte es ueberall geben, wenn man die "fleissigen" Angestellten reduzieren wuerde.

    Aber jetzt nochmal die alles entscheidente Frage @Chak, bei welcher Rentenversicherung hat deine Mutter "Beamte" gesehen

  5. #34
    Avatar von Siamfan

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    Ansonsten mal ein paar Eckdaten: in einer kleinen Landeshauptstadt (kommunal Verwaltung) hat es im Verhaeltnis etwa

    800 Beamte
    1400 Angestellte
    1400 Arbeiter

    Bei Landes und Bundesbehoerden gehen die Arbeiter meist gegen Null.

    >95% der Buerger koennen bei einem Behoerdengang nicht uneterscheiden, ob sie von einem Beamten bedient oder einem Angestellten abgefertigt werden.

    Einer der großen Vorteile, die der Beamte mit seiner Familie hat, ist die Behandlung als Privatpatient. Dies macht sich insbesondere bei der Zahnbehandlung bemerkbar.
    Etwas Vergleichbares kostet eine Angestelltenfamilie ein kleines Vermoegen.

  6. #35
    Avatar von Chak

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    Siamfan und Franky_23, da habe ich wohl genau am wunden Punkt erwischt.

    Warum soll da die Frage entscheidend sein, bei welcher Rentenversicherung meine Mutter beschäftigt war? Mal abgesehen davon, dass man sich die Frage leicht selbst beantworten kann.

  7. #36
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Siamfan und Franky_23, da habe ich wohl genau am wunden Punkt erwischt.

    Warum soll da die Frage entscheidend sein, bei welcher Rentenversicherung meine Mutter beschäftigt war? Mal abgesehen davon, dass man sich die Frage leicht selbst beantworten kann.
    Was denn fuer einen wunden Punkt?
    Die entscheidente Frage ist, wo deine Mutter bei einem Rentenversicherungstraeger einen Beamten gesehen hat. Was machst du eigentlich beruflich?

  8. #37
    Avatar von strike

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    Naja, es werden ja immer weniger Beamte, zumindestens sichtbare.
    Schmunzeln musste ich hier:

    Nach Recherchen der ARD-Sendung "Report Mainz" wurde ein Telekom-Beamter wegen Rückenbeschwerden für dienstunfähig erklärt. Kurz darauf gewann er die Vereinsmeisterschaft im Tennis. ....

    Und ehe jetzt die Wellen der Erregung hoch gehen: ja, nicht jeder Beamte wurde Meister.
    Aber bestimmt zuverlaessiger Waehler der etablierten Parteien, die ihnen einen angenehmen Lebensnachmittag und -abend bescherten.

    Ehemalige Staatsbetriebe: Zehntausende Beamte mit 45 in Pension

  9. #38
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Chumpae Beitrag anzeigen
    *
    Hauptsache rechtens.
    Entspannt bleiben.

    ..... die der bundesdeutsche Steuerzahler Jahr für Jahr an "Sonderversorgungen" für ehemalige SED- und DDR-Funktionsträger zahlt: Allein 2006 waren es 1,587 Milliarden Euro, seit 2002 im Durchschnitt etwa anderthalb Milliarden Euro jährlich.
    Die Jungs haben hart gearbeitet und sich diese Sonderverguetungen redlich verdient:

    ... knapp 811 Millionen auf frühere Volkspolizisten. 523,6 Millionen erhielten ehemalige Angehörige der Nationalen Volksarmee einschließlich der Grenztruppen, die den Todesstreifen bewachten und dort mindestens tausend Flüchtling ums Leben brachten. 212,3 Millionen Sonderrenten gingen an Ex-Stasi-Mitarbeiter und 40,8 Millionen an ehemalige Beamte des DDR-Zolls. 2006 kamen insgesamt 327.138 Personen in den Genuss solcher Sonderzahlungen – zwanzig Mal so viele wie von der eng gefassten Definition für SED-Opfer ....
    Ich erinnere: Sonderzahlungen.
    Nun ja, die Kassen sind prall gefuellt, da kann man schon mal grosszuegig sein.
    Alle waren ja eigentlich fuer eine gute Sache, Frieden und Wohlstand und sind nur von dem poesen Honecker so hintergangen wurden.

    Und alles hat seine Ordnung, denn

    ... wiederholt haben Gerichte bis hin zum Bundesverfassungsgericht in den vergangenen rund zehn Jahren ehemaligen DDR-Funktionsträgern rückwirkend und fortdauernd Sonderrenten zuerkannt. Ihre Tätigkeit im Unterdrückungsapparat werde ihnen so als "Lebensleistung" anerkannt, kritisiert Hubertus Knabe, Leiter der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen.

    Mehrere Gründe haben dazu geführt: einerseits unüberlegt gemachte Gesetze sowohl in der Zeit der Regierung Kohl als auch während der rot-grünen Koalition ....
    Es haben also sowohl die einen als auch die anderen was fuer die Integration und den gesellschaftlichen Frieden getan.
    Tja, und wer sich beim Klassenkampf verletzte, der muss auch nicht darben, da gibt es Zuschlag:

    Übrigens erhalten entsprechend gegenwärtiger Rechtslage sogar 979 frühere Stasi-Mitarbeiter eine "Dienstbeschädigungsteilrente", die während ihrer Tätigkeit verletzt wurden – also bei der Unterdrückung der Bürger Ostdeutschland. Durchschnittlich werden an sie, so Staatssekretär Thönnes, 119 Euro im Monat gezahlt – ohne Rücksicht auf die Höhe ihrer regulären Renten.
    Das SED-Opfer darf selbstredend nicht mehr als einen knappen Tausender verdienen, sonst gibbet nichts.
    Und gut, dass die Kassen gerade so schioen voll sind, denn es

    ... wird die Zahl der sonderversorgungsberechtigten Ex-Stasi-Leute bis auf weiteres zunehmen: Derzeit kommen rund drei- bis fünftausend frühere Mielke-Männer jährlich ins Rentenalter.
    Geil, neee?
    Hat schon was in einem Rechtsstaat zu leben.
    Vor allem wenn man im Unrechtsstaat zuvor nicht Opfer sondern Taeter war.

    Anpassen hat noch nie geschadet.
    Es lebe der deutsche Untertanengeist!

    DDR-Vergangenheit : 30mal so viel Geld für SED-Rentner wie für Stasi-Opfer - Nachrichten Politik - DIE WELT

    Stasi-Beamter auf der Strasse: "Wie beurteilen Sie die politische Lage ?"
    Passant: "Ich denke..."
    Stasi-Beamter: "Das genuegt - Sie sind verhaftet!"

  10. #39
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Und ehe jetzt die Wellen der Erregung hoch gehen: ja, nicht jeder Beamte wurde Meister.
    Aber bestimmt zuverlaessiger Waehler der etablierten Parteien, die ihnen einen angenehmen Lebensnachmittag und -abend bescherten.
    Ach strike, du weisst schon, dass bei den ehemaligen Staatsbetrieben stets Sonderabmachungen existieren? Teilweise wurden sie wie bei der Bahn in eigene Gesellschaften ausgegeliedert. ... Die Kosten dafür musste häufig der Bund übernehmen.

    Was ist günstiger, ein am Rücken leidender 45 jähriger oder ein aktiver Beamter für den man keine Verwendung hat, da sie der Privatisierungsmanie einiger Politiker und dem Populismus der Verbesserung der Situation zum Opfer fielen?

  11. #40
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    *
    Richtig gute Werbung fuer Privatisierung war dieser Beitrag aber nicht.

    Es ist eigentlich ueberwiegend so, wenn ein Konzern zu gross ist/wird, haben sich meist schon "Gewohnheitsrechte" eingeschlichen, von denen Beamte nur traeumen koennen.
    Hoechst war ein gutes Beispiel dafuer.

    Ansonsten, kann einer sagen, was einem 45 Beamten an Pension bleibt, wenn er ohne "Rueckenschmerzen" geht?

    Man darf auch nicht vergessen, als die Betriebe noch nicht privatisiert waren, wurde von der Behoerde fuer die Beamten Rueckstellungen gebildet (analog zur Rentenversicherung) auf die zurueckgegriffen werden muss.
    Es kann sogar sein, die Beamten liefen mit ihrer Besoldung auch nach der Privatisierung beim Bund weiter. (bin mir nicht sicher)

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