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Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.414 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von sombath

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    Ich habe ja geschrieben , der Polizeibeamte hat mehr Netto als Brutto .
    Hast du das auch beachtet ?

    Sombath



    Zitat Zitat von schimi Beitrag anzeigen
    hatte ich neulich mal gelesen, was so ein normaler Polizist und auch ein Soldat verdient, da bekommt man Tränen in den Augen.
    Noch schlimmer wird es doch, wenn Leute mit Studium, sagen wir mal ein Ing. oder ein Jurist in den Staatsdienst geht.
    Wenn die nicht wenigstens eine vernünftige KV und Altervorsorge hätten, würde das doch niemand machen.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von schimi Beitrag anzeigen
    ich finde, dass der öffentliche Dienst in Deutschland ganz gut funktioniert.
    Im Vergleich zu was? Zum öffentlichen Dienst in Mali oder zur privaten Wirtschaft in Deutschland? Zum ersten Punkt kann ich nichts sagen, weil mir die Erfahrungswert für Mali fehlen, zum zweiten Punkt ein klares nein. Der öffentliche Dienst wäre schon längst ein Schlecker-Fall, wenn nicht der Steuerzahler für die Fehler aufkommen müsste.

  4. #23
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von schimi Beitrag anzeigen
    In grossen Unternehmen ist es ja auch nicht anders als bei den Beamten, Ein Drittel ist meist faul und wird durchgeschleppt, ein Drittel arbeitet normal und das letzte Drittel sind die Leistungsträger. Hüben wie drüben gleich.
    Die Hauptprobleme bei den beamteten Mitarbeiter(inne)n im öffentlichen Dienst sind:

    a. Die Höhe der Besoldung richtet sich selten nach Leistung. Ältere Mitarbeiter wurden bereits mehrfach befördert und können es sich aufgrund der Unkündbarkeit von Beamten leisten, Dienst nach Vorschrift zu machen und sind dadurch deutlich überbezahlt.

    b. Das Parteibuch spielt - insbesondere in Kommunen - eine herausragende Rolle. Beamte mit dem richtigen Parteibuch, die sich in der Parteiarbeit Verdienste erworben haben, werden erheblich schneller befördert, als besonders fleissige und tüchtige Beamte bzw. Beamtinnen ohne Parteibuch. Ich kenne persönlich Beamte, die mit Besoldungsgruppe A 9 anfingen und bei der Pensionierung die Besoldungsgruppe A 15 hatten, die auch für die Höhe der Pension angesetzt wird. Es ist auch völlig ungerecht, dass sich die Höhe der Pension im Wesentlichen nach der Höhe der Besoldung in den letzten drei Dienstjahren richtet.
    Das war früher in den Kommunen die Regel, dass Beamte mit dem richtigen Parteibuch drei Jahre vor der Pensionierung noch einmal befördert werden, damit sie die deutlich höhere Pension nach der letzten Besoldungsgruppe erhalten. Diese Unsitte hat nicht unwesentlich zu den schlechten Haushaltslagen der Kommunen beigetragen.

    c. Die Abgeordneten in den Parlamenten werden auch nach Beamtenrecht bezahlt. Insofern hat niemand von den Volksvertretern ein Interesse daran, die gesetzlich verankerten Privilegien der Beamten und Beamtinnen in Frage zu stellen.

    d. Aufgrund von Frauenförderplänen werden Beamtinnen erheblich besser gestellt als männliche Beamte. Ich kenne Frauenförderpläne aus Verwaltungen mit folgendem Inhalt:
    Wenn sich auf zwei ausgeschriebene Planstellen 30 Männer und drei Frauen bewerben, dann müssen alle drei Frauen zum Vorstellungsgespräch geladen werden (100 %), jedoch nur drei männliche Bewerber (10 %). Egal, wie die Bewerber(innen) beurteilt werden, muss mindestens eine der beiden Planstellen mit einer Frau besetzt werden.

    e. Das schlimmste Problem bei der Beamtenbesoldung ist die Tatsache, dass bei richtig faulen Beamten und Beamtinnen, die sich sehr häufig krank melden, weder eine Kündigung noch eine Reduzierung der Höhe der Besoldung möglich ist.
    In Berlin sind die Beamten und Beamtinnen im Jahresdurchschnitt 35 Arbeitstage (sieben Wochen) krank gemeldet. Hinzu kommen noch sechs Wochen Urlaub ohne Bildungsurlaub. Durchschnittlich arbeiten die Beamten und Beamtinnen in Berlin nur Zweidrittel des Jahres, wenn man auch die Feiertage berücksichtigt.

    f. Früher hieß es in Deutschland:
    "Ein Beamtenrock ist eng, aber er hält warm !"
    Das hat sich geändert:
    Die Beamtenbesoldung ist sehr auskömmlich. In der freien Wirtschaft wird meist deutlich mehr Leistung abverlangt. Ich war selbst drei Jahre mit Besoldungsgruppe A 13 im Landesdienst beamtet, bevor ich auf eigenen Wunsch aus dem Beamtenverhältnis ausschied und mich selbständig machte. Der Hauptgrund war, dass ich aufgrund meines falschen Parteibuches auf eine völlig unattraktive Planstelle versetzt werden sollte. Ein Beamter kann übrigens ohne Kündigungsfrist kündigen, wenn er keine angefangenen Arbeiten auf dem Tisch liegen hat.

  5. #24
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat Zitat von Uns Uwe Beitrag anzeigen
    Beamte sind wie Bananen - mal grün, mal gelb.
    Und im Endstadium schwarz.

  6. #25
    antibes
    Avatar von antibes
    Diese erzwungen Gleichstellung von Frauen ist ein Produkt des Feminismus der schlechten Art. Als Arbeitgeber wird man gezwungen gegen sein Willen zu besetzen, was üblicherweise nach der Qualifikation passieren müsste. Auch empfand ich das Arbeiten mit jüngeren Frauen nicht so entspannend wie mit älteren Damen. Die Jüngeren waren oft überzogen ehrgeizig, dem Miteinander nicht fähig und wenn sie so die Ziele nicht durchsetzen können, dann begann der Einsatz der Weiblichkeit. In unserem jetzigen Büro haben wir eine nette Mitarbeiterin mit ca. 60 Jahren, lebens- und berufserfahren und dieser Profilneurose völlig fremd. Da kann auch einmal meine Freundin für ein paar Stunden mit mir am Rechner sitzen, ohne dass dann gleich gemauschelt wird.

    Das mit dem Parteibuch stimmt leider auch. Ich habe es besonders in Augsburg erlebt. Man konnte die Parteizugehörigkeit des Oberbürgermeister an den neu besetzten Stellen in den Ämtern gut erkennen. In einer Stadt, in der fast regelmäßig die OB`s samt deren Partei im Wechsel abgewählt werden zudem ein teures Vergnügen für den Stadtsäckel.

  7. #26
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Ein Beamter kann übrigens ohne Kündigungsfrist kündigen, wenn er keine angefangenen Arbeiten auf dem Tisch liegen hat.
    Dann warst nicht auf Lebenszeit verbeamtet, denn da beträgt nach meinem Kenntnisstand die Kündigungsfrist 6 Monate.

  8. #27
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    Was mich aber interessieren wuerde, weiss jemand, ob diese "Staatsbediensteten" dann Rente bekamen oder nach Pension verlangten?
    Bevor es falsch ausgelegt wird, ich habe absolut kein Problem damit, wenn die anstaendigen Menschen aus der ehemaligen DDR, Rente oder Pension bekommen. Das ist eine vollkommen normale Sache im Rahmen des Generationen-Vertrages!
    Was mich aber heftig aergert, dass "Beamte", die Deutsche u.a. gefoltert haben heute wie die Made im Speck von gesamtdeutscher Rente bzw. Pension leben.

  9. #28
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    ....
    Was mich aber heftig aergert, dass "Beamte", die Deutsche u.a. gefoltert haben heute wie die Made im Speck von gesamtdeutscher Rente bzw. Pension leben.
    Da bist Du nicht allein.
    Wobei auch dies leider nichts an dieser Tatsache aendert.

    mupinfo.de » Berndt Fleischer – Das Gesicht der Cottbuser Polizei

    Achte mal in dem Beitrag auf den Namen Berndt Fleischer.
    Der war mein "Erzieher".

    Und achte mal auf solche Nebensaetze in dem Artikel:

    Über 100 frühere hauptamtliche Stasioffiziere sitzen bis heute im LKA Brandenburg in Schlüsselpositionen – davon allein 9 in der Abteilung Staatsschutz.
    Und da geht es nur um irgendwelche Staatssicherheitstypen.
    Staatsanwaelte, Richter, Polizeibeamte, Abgeordnete?
    Sind auf einen Schlag alles unbescholtene und redliche Renten- bzw. Pensionsempfaenger geworden.

    Geil, gelle?

    Achso, noch was: der Artikel beschreibt ausserordentlich gut die damalige Realitaet in den Staatssicherheitsgefaengnissen.
    Selten was besseres gelesen.


    Ich weiss, das war etwas OT, deswegen habe ich es auch erst ganz unten erwaehnt.

  10. #29
    Avatar von Siamfan

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    Siehste, das ist doch genau, was ich sage, da werden Nicht-Beamte gegen Beamte aufgebracht, Feindbilder OSSI gegen WESSI , Alt gegen Jung, Dick gegen Duenn, Gelb gegen rot ... aufgebaut und hinten sind das alles nur Ablenkungsmanoever.

    Das musst du dir mal vorstellen, da ziehen die den Leuten Zaehne ohne Betaeubung und kassieren heute als Generalmajor Pension.
    p.s.: Irgendwas scheint mit dem rechten Link nicht zu stimmen, bekomme hier laufend Warnungen.

  11. #30
    Avatar von Chak

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    Wie bitte, Stasi-Offiziere sind jetzt beim Staatsschutz? Unglaublich.

    Und an all diejenigen, die meinen, Beamten würde Unrecht getan hinsichtlich der Arbeitsmoral: Meine Mutter hat bei der Rentenversicherung gearbeitet und sie meinte, man hat schon an der Ganggesschwindigkeit erkannt, wer beamtet und wer angestellt war.

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