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Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.417 Aufrufe

  1. #171
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Knut_0815 Beitrag anzeigen
    .....
    Lehrer sind auch meist grün oder rot. Ich kann mich an einen Paucker in der Handelsschule erinnern, der war stramm konservativ. Und das schon in den 70ern.
    Aha, nach deiner Aussage sind dann wohl alle Richtungen vertreten.

    Aus meiner Jugend weiss ich, dass meine Lehrerinnen Ende der 50er Jahre in der Grundschule(Volksschule) noch BDMaedels waren. Danach ab 1965 in der Berufsschule wurde ich von Alt..... unterrichtet. Erst Mitte der 70er Jahre hat sich das dann geaendert und es kamen unbelastete Lehrkraefte an die Schulen.

  2.  
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  3. #172
    Avatar von socky7

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    Den deutschen Beamten und Beamtinnen scheint es deutlich besser zu gehen als dem Rest der Bevölkerung.

    "Ausgerechnet das für trockene Zahlenreihen bekannte Statistische Bundesamt hat jüngst mit einer Statistik über den Reichtum der Deutschen viel Erstaunen und Empörung ausgelöst:
    Pensionierte Beamte, so die Erkenntnis, seien mit Nettovermögen von durchschnittlich 300.000 Euro die reichste Gruppe im Land, weit vor den Angestellten und sogar noch vor den Unternehmern."

    Eine Lesermeinung aus der FAZ :

    "Neidkomplex?
    ANTON KOWSKI (ANTONKOWSKI) - 08.09.2014 13:58
    Beamte verdienen sehr gut; per se ist das nicht schlimm. Das tun auch Mitarbeiter der freien Wirtschaft. Nur ist dort die Volatilität (Standardabweichung), also die Streuung um den Durchschnitt, deutlich höher. Das zeichnet sich auch im Vermögensaufbau ab. Beamte sind nunmal unkündbar und haben - neben einem angemessenen Grundgehalt - auch einiges an Versorungsleistungen. Der Barwert der Pension kann man mit ca. 1000 Euro mehr Brutto ansetzen. Die Versicherungsleistungen während Mutterschutz, Krankheit oder Dienstunfähigkeit summieren sich gut und gerne auch auf mehrer hundert Euro Prämie auf, die man als "normaler" Beschäftigter selbst aufbringen muss. Mein wesentlicher Kritikpunkt ist dabei eigentlich nur die überzogene Pensionsleistung. Das Argument auf die Qualifikation der Beamten sehe ich als hahnebüchen an. Nicht weil es nicht stimmt, sondern im Vergleich mit Uniabsolventen in der freien Wirtschaft, stehen die Bemten immer noch besser da. Leider kam mir die Erkenntnis zu spät."

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-13140474.html

  4. #173
    Avatar von socky7

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    Beamte müssen Altparteien wählen, denn die sorgen für ihr Wohlergehen. Bisher hatte ich immer geglaubt, dass sich nur die Linkspartei, die Grünen und die SPD besonders stark und kompromisslos für die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst einsetzen.
    Aber in Thüringen zeigte die Auswertung, dass die CDU - Stimmen zu 48 % von Beamten stammen.

    "Welcher Berufsstand wählte welche Partei? In Thüringen gibt es einige Trends: Die CDU hat die meisten Stimmen bei Beamten (48 Prozent) und Selbstständigen (44 Prozent) gesammelt."

    Ich kann dies nur so erklären, dass in Thüringen die CDU regiert und insofern die eigenen Futtertröge immer bevorzugt füllte. Denn Abgeordnete werden wie Beamte besoldet. Wenn man vermehrt durch Gesetze und Verordnungen Privilegien und z.B. Erhöhungen der Pensionen für Beamte "verordnet", dann profitieren die Abgeordneten im Windschatten davon gleichermaßen.

    Wahlanalyse: AfD in Thüringen und Brandenburg gefragt - SPIEGEL ONLINE

    Das ist schon interessant, wie unser Staat funktioniert bzw. langfristig gegen die Wand gefahren wird.

  5. #174
    Avatar von socky7

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    In Berlin arbeitet jeder Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst durchschnittlich nur achteinhalb Monate. An dreieinhalb Monaten ist sein Arbeitsplatz unbesetzt.

    „Jeder Beschäftigte war im Durchschnitt an 37,6 Kalendertagen krankheitsbedingt abwesend, zwei Tage länger als im Vorjahr“, schreibt die „Berliner Morgenpost“ unter Berufung auf die Senatsinnenverwaltung." Weiterhin fehlt jeder Beamte zwei Tage im Jahr wegen Fortbildung. Vom Betriebsausflug wollen wir nicht reden.
    Hinzu kommen noch sechs Wochen Urlaub.
    Da müssten für zwei Arbeitsplätze drei Planstellen für Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst geschaffen werden, wenn jeder Arbeitsplatz an 252 Arbeitstagen im Jahr besetzt sein soll.

    http://www.focus.de/finanzen/news/ha...id_906288.html

    Ich kenne einen Beamten in Berlin, der war wegen Burnout-Syndrom (Überlastung) ein Jahr krank geschrieben. Nachdem er wieder "gesund" war und an der Arbeitsstelle erschien, beantragte er seinen Jahresurlaub von fast sechs Wochen für den Zeitraum, in dem er krank geschrieben war, der aber für den Urlaubsanspruch als Arbeitszeit angerechnet wird.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom

  6. #175
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    In Berlin arbeitet jeder Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst durchschnittlich nur achteinhalb Monate. An dreieinhalb Monaten ist sein Arbeitsplatz unbesetzt.
    Erinnert mich an den Witz:

    Ein Beamter weckt den anderen am Schreibtisch.
    "Wach auf, Mittagszeit ist!"
    Entgegnet der:
    "Laß mich, ich arbeite heute durch"

  7. #176
    Avatar von DisainaM

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    ist der deutsche Beamtenstaat im Stande, gegen

    world war ε (bola)

    zu reagieren ?

    In Spanien ist gestern eine Krankenschwester, die sich trotz höchster Sicherheitsstandarts in einer Isolierstation,
    bei der Pflege des eingeflogenden infizierten Priesters, ebenfalls infiziert hatte,
    verspätet.
    in Karantäne genommen worden.
    In Deutschland befinden sich in Frankfurt und Hamburg ebenfalls Infizierte in Isolierstationen,

    doch die Frage muss lauten,

    sind die Sicherheitsstandarts der Isolierstationen ausreichend ?

    Sind nicht ganz andere Massnahmen erforderlich, um angemessen, zum Schutz der Bevölkerung, zu reagieren.

    Auch wenn es mit Kosten verbunden ist,
    - sollte man nicht an ganz neue Isolierstationen, auf einer Insel, in einem kompletten Sperrgebiet denken,
    wo das Pflegepersonal nach ihrer Arbeit keine Kontaktmöglichkeit mit der Bevölkerung hat.
    - der gesamte Flugverkehr klassifiziert wird, und man in Transitbereichen ebenfalls "Isolierstandarts anwendet,
    sowie Einreisende aus Risikogebieten einer mindestens 3 Wochen Karantäne-zeit unterstellt.

    Die Kernfrage lautet,
    wie erheblich muss Ebola in Deutschland ankommen, bis es zu geeigneten Gegenmassnahmen kommt,

    ist ein Beamtenstaat handlungsfähig, rechtzeitig tätig zu werden ?

  8. #177
    Avatar von Ironman

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Die Kernfrage lautet,
    wie erheblich muss Ebola in Deutschland ankommen, bis es zu geeigneten Gegenmassnahmen kommt,

    ist ein Beamtenstaat handlungsfähig, rechtzeitig tätig zu werden ?
    Nein, die Frage lautet: Ist Deutschland ein Beamtenstaat? Was hat denn nun Ebola mit der Frage nach einem Beamtenstaat zu tun? Irgendwie erschliesst sich mir das nicht so ganz. Das ist ungefähr so sinnvoll wie die Frage "Sitzen 2 Hochhäuser im Keller und stricken Kartoffeln. Was ist daran falsch? Stimmt. Fische haben garkeine Flügel!"

    Auch im Nitty muss man nicht zwanghaft jeden Thread Hijacken.

  9. #178
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Ironman Beitrag anzeigen
    Nein, die Frage lautet: Ist Deutschland ein Beamtenstaat? Was hat denn nun Ebola mit der Frage nach einem Beamtenstaat zu tun? Irgendwie erschliesst sich mir das nicht so ganz.
    Nach meiner unmassgeblichen Meinung hat das Beamtentum eine ganze Menge damit zu tun, wie ein Staat bei einer Gefährdung reagiert.
    Du erinnerst dich, an die Vogelgrippe, H5N1. Das Beamtentum hat doch ohne eigenes Wissen Impfstoff gekauft ohne Ende. (es hätte nicht andersrum laufen dürfen).
    Gewinner waren aber nur die Pharmazeuten, und hier wage ich mich mal weit aus dem Fenster, einige Beamten.

  10. #179
    Avatar von DisainaM

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    Öffentlichkeitspolitik ist es aus meiner Sicht,
    in den aktuellen Nachrichten um die Ansteckung der spanischen Krankenschwester auf keinen Fall den Begriff "Isolierstation" zu verwenden,
    da sonst der Begriff für deutsche Isolierstationen am vermittelten Sicherheitsgefühl verliert.

    Denn wenn sich eine Krankenschwester in Spanien in einer Isolierstation ansteckt,
    dann ist das Sicherheitssystem mangelhaft,
    dann wurden nach dem Freiwerden der Station nicht alle Dinge im Zimmer entsorgt,
    ev. aus religiösen Gründen nicht das Kreuz im Zimmer als Sondermüll behandelt,
    und aus irgendeinen dummen Fehler die Sicherheitskette durchbrochen.

    Wenn wir vom deutschen beamtentum sprechen, assoziieren wir damit Dienst auf Weisung,
    kaum ein Beamter wagt, seinen Dienstherrn zu einer Entscheidung zu nötigen,
    und so wird auf eine Krise erst reagiert,
    wenn eine Anordnung erfolgt.

    Für mich persönlich war es auch eine typische Folge eines beamtenstaates, den Fluglinien die freie Entscheidung zu überlassen,
    ob sie über Bürgerkriegsgebiete, wie der Ukraine fliegen wollten,
    keine kurzfristige Entscheidung aus Vernunft,
    sondern die konsequente verwässerung aller aktuellen Entwicklungen,
    um notwendige Konsequenzen aus Entscheidungen erst in aller Ruhe durchzukalkulieren.

    Aus diesem schwerfälligen Entscheidungssystem halte ich auch die notwendige Entscheidungskette des IfSG für unzureichend.

    Das deutsche Infektionsschutzgesetz[1] (IfSG, seltener InfSchG) regelt seit dem 1. Januar 2001 die gesetzlichen Pflichten zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. Zweck des Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Dabei ist unbeachtlich, welcher Art die Infektion ist und auf welchem Wege die Infektion erfolgen kann.
    ...
    Das Infektionsschutzgesetz ist eine bundesrechtliche Regelung auf dem Gebiet der Gefahrenabwehr, die ursprünglich den Ländern vorbehalten ist. Da gerade bei Seuchen und Infektionen Gefahren sehr schnell über Ländergrenzen hinaus entstehen können, erscheint eine bundesrechtliche Regelung sehr sinnvoll.
    Bemerkenswert am Infektionsschutzgesetz ist, dass zum Zwecke der Gefahrenabwehr Grundrechte nach Maßgabe des Art. 19 Abs. 1 S. 1 GG i. V. m. S. 2 (Zitiergebot) eingeschränkt werden können. Angeordnete Schutzmaßnahmen können folgende Grundrechte einschränken: Grundrecht auf die körperliche Unversehrtheit gemäß Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG, die Freiheit der Person gemäß Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG, die Versammlungsfreiheit gemäß Art. 8 Abs. 1 GG, des Brief- und Postgeheimnisses gemäß Art. 10 Abs. 1 GG, die Freizügigkeit gemäß Art. 11 Abs. 1 GG sowie das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung gemäß Art. 13 Abs. 1 GG. Außerdem kann die berufliche Tätigkeit ganz oder teilweise nach Maßgabe des Art. 12 Abs. 1 S. 2 GG untersagt werden.
    Gerade im Fall von Ebola kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren,
    dass die Entscheidungskette von Beamten und nicht von Medizienern gemacht wurden.

    Neben der Auflistung der meldepflichtigen Krankheiten enthält dieser Abschnitt die Regelungen über den Meldeweg vom Meldepflichtigen über das Gesundheitsamt an die entsprechenden Landesbehörden und von dort an das Robert-Koch-Institut. Das Gesundheitsamt übermittelt im Übrigen keine Personendaten, lediglich das Geschlecht sowie Monat und Jahr der Geburt. Die Übermittlung erfolgt in der Regel auf elektronischem Wege mittels spezieller Software. Das Robert-Koch-Institut hat die gewonnenen Informationen im Sinne der Internationalen Gesundheitsvorschriften[2] zu bewerten und, wenn eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite vorliegen kann, die vorgeschriebenen Mitteilungen an die Weltgesundheitsorganisation zu veranlassen. Der Abschnitt enthält ferner die Ermächtigung zur Durchführung sogenannter Sentinel-Erhebungen in Zusammenarbeit mit freiwillig teilnehmenden Ärzten, Krankenhäusern oder anderen medizinischen Einrichtungen.
    Infektionsschutzgesetz ? Wikipedia

  11. #180
    Avatar von Helli

    Registriert seit
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    Beiträge
    6.273
    @DisainaM
    Solche, von Dir zitierten Texte, können nur Beamte in der ihnen eigenen Sprache fabrizieren.
    In den letzten Jahrzehnten sind allerdings viele bisherige Beamtenstellen durch Angestellte
    besetzt worden. Die Denke dieser Leute und deren "Output" ist allerdings das Gleiche. Wir
    haben daher einen "Verwaltungsstaat", wir werden von der Verwaltung regiert, die Politik
    macht nur noch die Fensterreden dazu. Diese Verwaltungen (auf allen Ebenen) greifen immer
    mehr in unser Privatleben, sie schreiben uns Alles und Jedes vor und wollen auch für das Lassen
    eines Fur.zes vorher gefragt werden. Dabei haben sie (besonders die unteren Ebenen) sich im
    Personalbestand in den letzten Jahren gewaltig aufgeblasen.

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