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Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.413 Aufrufe

  1. #151
    Avatar von uwalburg

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    Zitat Zitat von peter1 Beitrag anzeigen
    wir leben nicht in einem Beamtenstaat sondern in einer Beamtendiktatur, schon im Bundesparlament 80 % Beamte .
    Schaue ich mir die Pensionen an 70 % des letzten Salaers und der Rest der Deutschen 48 % soll gesenkt werden auf 43% , welche ein Gefaelle.
    Dann die Berechungsprognosen der Staat koenne zukuenftig nicht mehr fuer die Beamtenpensionen aufkommen !!!!! Wie koennte hier Abhilfe geschaffen werden, siehe Griechenland Pensionen kuerzen, Entlassungen.

    mfg
    peter1
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  2.  
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  3. #152
    RAR
    Avatar von RAR

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    Zitat Zitat von peter1 Beitrag anzeigen
    wir leben nicht in einem Beamtenstaat sondern in einer Beamtendiktatur, schon im Bundesparlament 80 % Beamte .
    Schaue ich mir die Pensionen an 70 % des letzten Salaers und der Rest der Deutschen 48 % soll gesenkt werden auf 43% , welche ein Gefaelle.
    Dann die Berechungsprognosen der Staat koenne zukuenftig nicht mehr fuer die Beamtenpensionen aufkommen !!!!! Wie koennte hier Abhilfe geschaffen werden, siehe Griechenland Pensionen kuerzen, Entlassungen.

    mfg
    peter1
    Es sind erstens 80 Prozent, zweitens ist es keine Pension sondern Ruhegenuss und drittens wäre eine Abhilfe die normalen Renten zu kürzen.

  4. #153
    KKC
    Avatar von KKC

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    Zitat Zitat von RAR Beitrag anzeigen
    Es sind erstens 80 Prozent, zweitens ist es keine Pension sondern Ruhegenuss und drittens wäre eine Abhilfe die normalen Renten zu kürzen.
    Erstens ist zu hoch, zweitens ist ne Lachnummer (Ruhegenuss; wusste ich noch nicht, aber das Wort macht bei mir Karriere) und drittens sollte man Beamte und Arbeitnehmer gleichstellen.

  5. #154
    Avatar von Helli

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    Ich hab' mir mal von einem befreundeten Beamten (pensioniert) erklären lassen müssen, dass Beamte
    für ihre "Arbeit" nicht entlohnt sondern vom Staat allimentiert werden und er bliebe Staatsdiener sein
    Leben lang, also auch während dem "Ruhegenuss".
    Während man bei den "niederen" Chargen in den letzten 20 Jahren den Status des Beamten massiv
    abgebaut hat (auch viele Lehrer sind heute im Angestelltenverhältnis) wurden gleichzeitig in den höheren
    Rängen die Beamtenschaft erheblich ausgeweitet bzw. in Positionen hochgelobt, die man vor 20 Jahren
    noch gar nicht kannte. Vor ca. 20 Jahren war der Büroleiter "meiner" Kreisverwaltung ein Amtsrat. Dann
    kamen noch weitere 2 Räte und der erste wurde Oberamtsrat. Das ging weiter mit dann 4 Dezernenten
    und heute 5 Kreisverwaltungsdirektoren - Ende offen.
    Auch bekommen z.B. bei der Polizei die Herrschaften nach ihrer Ausbildung direkt einen Stern (Kommissar)
    auf die Schulter wenn sie auf die Menschheit losgelassen werden. Wachtmeister gibt's nur noch im Fernsehen.

  6. #155
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Vor ca. 20 Jahren war der Büroleiter "meiner" Kreisverwaltung ein Amtsrat. Dann
    kamen noch weitere 2 Räte und der erste wurde Oberamtsrat. Das ging weiter mit dann 4 Dezernenten
    und heute 5 Kreisverwaltungsdirektoren - Ende offen.
    Ein Beamter, der nicht befördert wird, erhält jedes Jahr entsprechend der Tarifvereinbarung ein paar Prozent mehr an Besoldung. Dann geht es ihm etwa so wie einem Angestellten in der freien Wirtschaft.
    Ich kenne in meinem Bekanntenkreis zahlreiche Beamte, die als Inspektoren mit Besoldungsgruppe A 9 anfingen. Danach wurde sie alle paar Jahre befördert:
    Als Inspektor mit A 9 im gehobenen Dienst angefangen. Danach :
    Oberinspektor A 10
    Amtmann A 11
    Amtsrat A 12
    Oberamtsrat A 13
    Dann wurden sie Aufstiegsbeamte vom gehobenen zum höheren Dienst:
    Oberregierungsrat oder Oberverwaltungsrat A 14
    Regierungsdirektor oder Verwaltungsdirektor A 15
    Leitender Regierungsdirektor bzw. Ltd. Verwaltungsdirektor A 16

    Außer der jährlichen Erhöhung der Besoldung erhielten die noch zusätzlich siebenmal erheblich höhere Einkommen aufgrund der höheren Besoldungsgruppe. Manchmal beträgt eine Differenz zwischen zwei Besoldungsgruppen rd. 200 €.

    Die schreiende Ungerechtigkeit gegenüber Angestellten in der freien Wirtschaft ist jedoch die Pension der Beamten. Die Pensionen richten sich nicht nach der Lebensleistung, sondern im Wesentlichen nach dem Einkommen der letzten drei Jahre.
    Deshalb werden - insbesondere bei Kommunen - die Beamten mit dem richtigen Parteibuch drei Jahre vor der Pensionierung noch einmal befördert, obgleich sich ihre Tätigkeitsmerkmale überhaupt nicht verändert haben.
    Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass viele Kommunen kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen.
    Da die Abgeordneten von den Privilegien der Beamten profitieren, erfolgt keine Änderung in der Gesetzgebung.

  7. #156
    Avatar von peter1

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    @socky7

    -lebenslange Arbeitsgarantie daraus fogt selbst mit 60 kein Problem bei einer Bank einen 5-stelligen Betrag bewilligt zu bekommen, fuer viele in der freien Wirtschaft ein Problem !!!!!!
    -preferierte Krankenbehandlung, da Privatpatient, da gibt es dann auch noch Zuschuesse des Arbeitgebers
    -vorzeitiger Ruhestand fuer besonders gestresste Paedagogen ohne Abzuege
    -oder der Telekomwitz vorzeitig nach HAUSE 35000 UNTER Merkel mit letzenBezuegen
    -Beamte zahlen nicht in die RV ein
    -Es gab eine Erhebung danach besassen Deutsche im Schnitt Euro 150.000 Vermoegen, die Beamten waren hier ueberproportional repraesentiert.
    mfg
    peter1

  8. #157
    Avatar von socky7

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    Die übelsten Auswüchse bei der Beförderung von Beamten sind bei Kommunen anzutreffen, bei Gemeinden, Städten und Landkreisen. Bei den Landesbediensteten und beiden Bundesbediensteten treten geballte Beförderungen insbesondere nach Regierungswechseln auf. Die FDP wurde bei der letzten Bundestagswahl auch deshalb abgestraft, weil sie in ihren fünf Bundesministerien sehr dreist und ungeniert ihre Parteimitglieder auf hoch dotierte Posten beförderte.
    Bei den Kommunen ist es eher so, dass Einstellungen und Beförderungen nach dem Motto erfolgen :
    "Einer von euch - einer von uns:" Hauptsache Parteibuch !
    Es ist für die Abgeordneten in den Parlamenten auch sehr hilfreich, wenn sie in den Verwaltungen jeweils die eigenen Leute auf wichtigen Posten haben, die den Parlamentariern Insidertipps geben. Insofern gilt da auch die Devise : "Eine Hand wäscht die andere!"
    Leidtragende sind deutsche Steuerzahler. Bei denen ist der Fiskus gnadenlos.
    Unglaublich - aber wahr :
    Ich hatte einmal als Beratender Ingenieur in der Ferienzeit eine Steuerschuld (Mehrwertsteuer) von 12.000 DM eine Woche zu spät überwiesen. Prompt kam eine sehr unfreundliche Aufforderung vom Finanzamt einen Säumniszuschlag von 2 % von der zu spät entrichteten Steuerschuld = 240 DM zu überweisen.
    Die Steuern werden auch dringend gebraucht, damit die Beamten ihre Besoldung im Voraus beziehen können. Obgleich der Mai 31 Tage hat, dürften die meisten Beamten ihre Bezüge für den Monat Juni bereits morgen, am 28. Mai, auf dem Konto haben.

  9. #158
    Avatar von socky7

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    Vor den Zeiten der Regierung von Willy Brandt sagte man :
    "Die Jacke des Beamten sitzt eng, aber sie hält warm !"
    Das hat sich geändert :

    "Rund 1,7 Millionen Beamten gibt es, das sind 4 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland.Knapp 740.000 sind im Schul- und Hochschuldienst tätig. 265.000 Polizeibeamte gibt es, zudem 155.000 Finanzbeamte, 144.000 Beamte in Ministerien sowie 20.000 Richter. Insgesamt verdienen Beamte nicht schlecht: Laut den verfügbaren EVS-Daten lag das Nettoeinkommen von Beamtenhaushalten vor fünf Jahren im Durchschnitt bei 4.366 Euro – das waren 25 Prozent mehr als die 3.484 Euro Nettoeinkommen des Durchschnitts der Angestellten. Die Beamtenhaushalte hatten netto auch mehr Einkommen als die meisten Selbständigen und Unternehmer, die im Durchschnitt auf 4.181 Euro kommen."

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...-13065032.html

    Bei den Pensionären ist der Unterschied noch gravierender :

    "Beamte im Ruhestand haben damit auch weit mehr Vermögen als der Rest der Bevölkerung."

    "Der Deutsche Beamtenbund (DBB) wehrt sich gegen die Darstellung, pensionierte Staatsdiener seien die Reichsten im Lande: „Es ist doch abwegig zu glauben, jeder der 1,5 Millionen Versorgungsempfänger habe eine Immobilie in bester Lage, ein stattliches Aktiendepot und eine Pension von 2.850 Euro“, sagt Hans-Ulrich Benra, Vizevorsitzender des DBB."

    Das Problem von Deutschland ist, dass für die Pensionen keine ausreichenden Rücklagen gebildet wurden. Ich erinnere an die Notverordnung Brüning, als die Weimarer Republik nicht genug Geld für die Besoldung der Beamten und Pensionäre hatte.

    Da die Bezüge der Abgeordneten an die Beamtenbesoldung gekoppelt sind, wird sich an der auskömmlichen Besoldung der Beamten und der Vergütung der Angestellten im öffentlichen Dienst auch in Zukunft nichts ändern.
    Trotzdem empfinden es viele deutsche Steuerzahler als sehr merkwürdig, wenn bei Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes auf Arbeitgeberseite quasi beamtete Minister und Staatssekretäre am Verhandlungstisch sitzen, die auch über die Erhöhungen ihrer eigenen Bezüge verhandeln und dementsprechend hochgradig befangen sind. Das ist ja auch nicht ihr eigenes Geld, welches verteilt wird, sondern das Geld der dummen Steuerzahler(innen).

  10. #159
    Avatar von Helli

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Knapp 740.000 sind im Schul- und Hochschuldienst tätig. 265.000 Polizeibeamte gibt es, zudem 155.000 Finanzbeamte, 144.000 Beamte in Ministerien sowie 20.000 Richter.
    @Socky7, ich vermisse die Berufssoldaten, die mit 52 Jahren wegen des "Beförderungsstaus" bereits nach Hause gehen und bis zum Afghanistan"feldzug" über Jahrzehnte Krieg "spielen" durften. Kannst Du Dich noch an die weißen Handtücher erinnern, als es bei einigen mal "warm" werden sollte?

  11. #160
    Avatar von socky7

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    "Beinahe 30 % der Beamten arbeiten regelmäßig von daheim aus."

    "Viele Deutsche arbeiten von daheim aus, zumindest gelegentlich. Das gilt für mehr als die Hälfte aller Angestellte, alle Selbständigen und Freiberufler und sogar für 43 Prozent der Beamten, wie eine aktuelle Untersuchung des Branchenverbands Bitkom zeigt, den der Datenanbieter Statista für FAZ.NET ausgewertet hat."

    Wirtschaft in Zahlen:

    Es ist auch bekannt, dass Beamte - vor allem Richterinnen und Richter - behaupten, dass sie zuhause besser arbeiten könnten als an der Dienststelle mit dem Ergebnis, dass sie am Arbeitsplatz an der zugewiesenen Dienststelle nicht erscheinen. Das erklärt auch die Tatsache, dass Gerichtsverfahren oft Jahre laufen bis ein Urteil verkündet wird.

    Viele Beamte führen auch angemeldete oder nicht gemeldete Nebentätigkeiten aus um ihre bescheidene Besoldung aufzubessern. Das geht natürlich besser von zuhause, wenn kein Kollege über die Schulter schaut.

    An allen Dienststellen in Berlin sind Beamte und Angehörige im öffentlichen Dienst durchschnittlich 35 Arbeitstage = sieben Wochen krank geschrieben. Hinzu kommen noch 30 Arbeitstage = sechs Wochen Urlaub.
    Von 250 Arbeitstagen im Jahr sind demnach Beamte in Berlin 65 Tage krank oder beurlaubt. Hinzu kommen 30 % der restlichen 185 Arbeitstage sog. "Arbeit zuhause" = 56 Tage zuhause.
    Das bedeutet im Klartext : der Durchschnitts-Beamte ist nur an der Hälfte von 250 Arbeitstagen im Jahr an der Arbeitsstelle anzutreffen. Das bedeutet aber noch nicht, dass er dann auch den angefallenen Stau an Arbeit verringert. Ich habe auch schon Beamte in der Verwaltung erlebt, die morgens um 10 Uhr erschienen, von 12 Uhr bis 13.30 Uhr in der Kantine verbrachten und sich um 15 Uhr verabschiedeten.
    (Anm.: Der o.a. Text bezieht sich auf den Durchschnitt aller Beamt(inn)en. Mir sind persönlich sehr fleißige und tüchtige Lehrerinnen bekannt, denen - mit einigen verhaltensgeschädigten und aggressiven Schulkindern in der Klasse - das Berufsleben richtig schwer gemacht wird und die ihr Geld sauer verdienen.)

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