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Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.398 Aufrufe

  1. #121
    Avatar von sombath

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    Warum soll eine Frauenquote gehen und eine Beamtenquote nicht ?
    Ich war 14 Jahre in der SPD , ich weiß wie der Hase läuft .
    Alles wird im Hinterzimmer vorher abgesprochen !
    Ich kenne einen Finanzbeamten , der für den Landtags-Wahlkampf 3 Monate bei vollen
    Bezügen vom Dienst freigestellt wurde .
    Ein Gegenkandidat von der FDP war Anwalt und mußte alles am Abend erledigen !
    Das ist unsere Demokratie !

    Sombath



    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Selbst wenn man wollte (was rechtlich gar nicht möglich ist), es ist schlichtwegs unmöglich, bei den Wahlkreiskandidaten eine Beamtenquote einzuführen, weil man ja nicht weiß, welcher Kandidat in welchem Wahlkreis gewinnt.

    Wer etwas anderes behauptet, der erzählt schlicht und einfach Blödsinn.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von Ron22

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    Kennst du die Realitaet in den Grossparteien, oder gibst du hier nur deine Ueberzeugungen wieder?

    Es sieht doch so aus: Um parteiintern auch nur ansatzweise in eine Position zu gelangen die eine Bundestags- oder Landtagskandidatur ermoeglicht, ist fuer Normalsterbliche eine jahrelange Vorarbeit erforderlich. Engagement in der Partei auf lokaler oder regionaler Ebene, Uebernahme von Parteiaemtern, Mandate in der Lokalpolitik, all das ist sehr zeitaufwaendig. Man muss sowohl mit den Inhalten um die es geht vertraut sein, als auch mit den handelnden Personen. Damit tun sich Beschaeftigte im Oeffentlichen Dienst sehr viel leichter, weil sie sich erstens mit den Angelegenheiten, um die es in der Lokalpolitik geht, oft von Berufs wegen vertraut sind, und weil zweitens der Oeffentliche Dienst die Moeglichkeit zum Strippenziehen bietet. Man sieht bei der Arbeit regelmaessig andere Lokalpolitiker, kann daher anstehende wichtige Entscheidungen z.B. schon mal in der Mittagspause vorbesprechen.

    Der Zeitaufwand beim Hochdienen ueber die Lokalpolitik ist jedenfalls nicht zu unterschaetzen. Mindestens 3 Stunden am Tag inklusive Wochenenden sind allemal erforderlich um sich politisch zu positionieren, und das ueber Jahre hinweg. Das kannst du vielleicht als Student locker stemmen, oder als Hausfrau, als Lehrer, Beamter, Jurist, Pfarrer, Gewerkschaftsfunktionaer etc. Aber als Vollzeit-Arbeitnehmer in einer halbwegs verantwortungsvollen Position ist das schon sehr problematisch, und wenn man auch noch Familie hat, dann es es voellig unmoeglich.

    Denn mit ein paar Wochen Wahlkampfzeit ist es eben nicht getan. Die aussichtsreichen Positionen auf den Landeslisten sind rar, und die Partei wird dir kaum eine aussichtsreiche Listenposition geben, wenn du dir nicht wenigstens ueber ein paar Jahre in der Partei einen Namen gemacht hast. Sicher gibt es den einen oder anderen "Quereinsteiger", der zunaechst in einem anderen Bereich Karriere macht und dann in die Politik umschwenkt, aber diese Faelle in den Grossparteien eher selten, zumal die Bezuege von Abgeordneten im Vergleich zur Privatwirtschaft nicht besonders attraktiv sind.
    Das werden aber sicher viele Arbeitnehmer anders sehen.

    Zum Jahreswechsel 2013 kommt nun der zweite Teil der damals beschlossenen Erhöhung obendrauf: Das Einkommen der Volksvertreter steigt nochmals um 292 Euro – auf 8252 Euro im Monat. Das ergibt ein Jahresgehalt von 99 024 Euro. Zum Vergleich: Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im ersten Quartal 2011 durchschnittlich 3264 Euro brutto im Monat.
    Diäten-Erhöhung zum Jahreswechsel: Mindestens 8252 Euro jeden Monat: So viel verdienen die deutschen Politiker wirklich - Diäten-Erhöhung - FOCUS Online - Nachrichten

  4. #123
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Warum soll eine Frauenquote gehen und eine Beamtenquote nicht ?
    Es gibt in keinem deutschen Parlament eine Frauenquote, weil auch diese bei unserem Wahlsystem schlichtwegs nicht möglich ist. Ich habe ja bereits mehrfach die Befürworter einer Beamtenquote aufgefordert, zu erläutern, wie diese bei den Wahlkreisabgeordneten funktionieren soll. Ich habe bisher noch keinen Vorschlag hierzu gelesen.

    Was derzeit diskutiert wird, ist eine Frauenquote in den Spitzenämtern der Wirtschaft. Aber dies hat ja mit dem Parlament nichts zu tun.

  5. #124
    Avatar von sombath

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    Du schreibst immer das Gleiche .
    Ich schreibe von den Kandidaten der Pateien ! !
    Wenn zB bei uns die Kandidaten für die Stadtratswahl aufgestellt werden ,
    erstellt der Parteivostand eine Wahlliste .
    An erster Stelle Lehrer , 2. Lehrer . 3. Finanzbeamter , 4. Verwaltungsbeamter , 5. Freigestellter Betriebsrat ,
    und dann kommen Maurermeister , Busfahrer usw .
    Da die SPD ca. 4 bis 6 Kandidaten bei der Wahl durch bringt , kannst du raten wieviel Beamte
    für die SPD im Stadtrat sitzen .
    Bei einer Beamtenquote zB 5 : 1 , würde nur ein Beamter für die SPD im Stadtrat sitzen .
    In einem hast du recht , würden mehr " Nichtbeamte " zur Parteiversammlung gehen und sich
    dort so verhalten wie sie reden , käme der Parteivorstand mit seiner " Beamtenliste " nicht durch .
    Aber die Parteien sind auch aus diesem Grund gegen eine Mitgliederbefragung .

    Sombath



    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Es gibt in keinem deutschen Parlament eine Frauenquote, weil auch diese bei unserem Wahlsystem schlichtwegs nicht möglich ist. Ich habe ja bereits mehrfach die Befürworter einer Beamtenquote aufgefordert, zu erläutern, wie diese bei den Wahlkreisabgeordneten funktionieren soll. Ich habe bisher noch keinen Vorschlag hierzu gelesen.

    Was derzeit diskutiert wird, ist eine Frauenquote in den Spitzenämtern der Wirtschaft. Aber dies hat ja mit dem Parlament nichts zu tun.

  6. #125
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Außerdem, von welchen Gremien schreibst du? Zudem ist für die meisten Beamten die Zeit längst vorbei, wo man während der Arbeitszeit so wenig zu tun hatte, dass man sich anderen Dingen widmen konnte. Da hat sicher manche Fachverkaufskraft weniger Arbeitsdruck.
    Wie kann man denn Arbeitsdruck auf Beamte ausüben? Angestellte im öffentlichen Dienst vielleicht noch zu einem gewissen Grade, aber Beamte?

    Außerdem ist das äußerst despektierlich gegenüber Verkäuferinnen, was du da schreibst. Das sind nun wirklich Angestellte mit hohem Druck bei ziemlich bescheidener Bezahlung.

  7. #126
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Warum soll eine Frauenquote gehen und eine Beamtenquote nicht ?
    Ich war 14 Jahre in der SPD , ich weiß wie der Hase läuft .
    Alles wird im Hinterzimmer vorher abgesprochen !
    Ich kenne einen Finanzbeamten , der für den Landtags-Wahlkampf 3 Monate bei vollen
    Bezügen vom Dienst freigestellt wurde .
    Ein Gegenkandidat von der FDP war Anwalt und mußte alles am Abend erledigen !
    Das ist unsere Demokratie !

    Sombath
    So schätze ich das auch ein.

  8. #127
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von sombath Beitrag anzeigen
    Du schreibst immer das Gleiche .
    Nachdem du immer wieder von einer Beamtenquote im Parlament schreibst, würde mich eben interessieren, wie diese konkret bei den Wahlkreisabgeordneten ausgestaltet werden soll. Aber offenbar bist du nicht in der Lage, darauf eine Antwort zu geben.

    Dein Beispiel aus dem Kreistag ist für die Beantwortung der von dir gestellten Frage, ob Deutschland ein Beamtenstaat ist, nicht von Bedeutung, weil dort ja keine Gesetze beschlossen werden. Wenn Deutschland ein Beamtenstaat wäre, dann müsste der Anteil der Beamten im Bundestag und in den Länderparlamenten so hoch sein, dass sie dort die Mehrheit stellen und somit die Gesetze in ihrem Interesse gestalten können.

    Dies ist aber nicht der Fall. Wenn der Anteil des öffentlichen Dienstes im Bundestag bei ca. 30% liegt und davon nur ein Teil Beamte sind, die sich zudem auf verschiedene Parteien verteilen, wie können dann Beamte Abstimmungen im Bundestag gewinnen?

    Die Gesetze, die sich unmittelbar auf die Bezahlung der Beamten auswirken, sind die Gesetze über die Gehaltserhöhungen. Wenn es so wäre, dass die Beamten ihre Gesetze selber machen, dann wären die Gehaltserhöhungen für die Beamten regelmäßig höher als die Erhöhungen für die Tarifkräfte. Wenn du dir mal die Mühe machst diese über einen längeren Zeitraum zu vergleichen, dann wirst du feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist.

  9. #128
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Nachdem du immer wieder von einer Beamtenquote im Parlament schreibst, würde mich eben interessieren, wie diese konkret bei den Wahlkreisabgeordneten ausgestaltet werden soll. Aber offenbar bist du nicht in der Lage, darauf eine Antwort zu geben.

    Was ist da so schwer dran.

    Angenommen 10 Personen müssen gewählt werde - 6 Männer, 4 Frauen.

    Hat der 7te Mann mehr Stimmen als die 1ste Frau, ähhh nenenennäne, Frauenquote, du bist raus, Hohecker.

    USW.

  10. #129
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Was ist da so schwer dran.

    Angenommen 10 Personen müssen gewählt werde - 6 Männer, 4 Frauen.

    Hat der 7te Mann mehr Stimmen als die 1ste Frau, ähhh nenenennäne, Frauenquote, du bist raus, Hohecker.

    USW.
    Ich nehme an, du weisst nicht, was ein Wahlkreisabgeordneter ist. In jedem Wahlkreis wird 1 Abgeordneter direkt gewählt. Jede kandidierende Partei stellt jeweils nur 1 Kandidaten im Wahlkreis auf. Der Kandidat, der am meisten Stimmen erhält ist gewählt.

    Es werden also nicht 10 Personen gewählt, sondern nur 1 Person pro Wahlkreis.

  11. #130
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Ich nehme an, du weisst nicht, was ein Wahlkreisabgeordneter ist. In jedem Wahlkreis wird 1 Abgeordneter direkt gewählt. Jede kandidierende Partei stellt jeweils nur 1 Kandidaten im Wahlkreis auf. Der Kandidat, der am meisten Stimmen erhält ist gewählt.

    Es werden also nicht 10 Personen gewählt, sondern nur 1 Person pro Wahlkreis.
    Mir war irgendwie so, als gäbe es auch noch Landeslisten.

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