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Ist Deutschland ein Beamtenstaat?

Erstellt von sombath, 25.12.2012, 10:12 Uhr · 214 Antworten · 14.393 Aufrufe

  1. #101
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Als Lobbyist, weia.
    Ich habe nichts von "Lobbyist" geschrieben. Den smiley verstehe ich in dem Zusammenhang auch nicht.

  2.  
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  3. #102
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    Ich habe nichts von "Lobbyist" geschrieben. Den smiley verstehe ich in dem Zusammenhang auch nicht.
    Das macht mich glücklich.

  4. #103
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    Ein grosser Anteil der Angestellten des oeffentlichen Dienstes, gehen nach Beendigung des Wahlamtes in die freie Wirtschaft.
    Als Lobbyist, weia
    Hast du es jetzt begriffen?

  5. #104
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Das macht mich glücklich.
    Positiv sollst du den Tag beginnen!

  6. #105
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Siamfan Beitrag anzeigen
    Positiv sollst du den Tag beginnen!
    Beenden meintest du wohl.

  7. #106
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Beenden meintest du wohl.
    Stimmt ja, du bist einer der "Thailandfernen"! Wir sind vor ueber 2 Stunden schon vom Markt zurueckgekommen.

  8. #107
    ffm
    Avatar von ffm

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Wer ernsthaft für den Bundestag oder für einen Landtag kandidieren will, der wird es auch in Kauf nehmen, dass er in der heißen Wahlkampfphase (ca 8 Wochen) ohne Verdienst auskommt, um in dieser Zeit Wahlkampfveranstaltungen durchzuführen. Wenn er dazu nicht bereit ist, dann ist er ohnehin in der Politik fehl am Platze, denn er wird auch als gewählter Abgeordneter viel Zeit investieren müssen, so dass seine Freizeit kaum noch vorhanden ist.
    Kennst du die Realitaet in den Grossparteien, oder gibst du hier nur deine Ueberzeugungen wieder?

    Es sieht doch so aus: Um parteiintern auch nur ansatzweise in eine Position zu gelangen die eine Bundestags- oder Landtagskandidatur ermoeglicht, ist fuer Normalsterbliche eine jahrelange Vorarbeit erforderlich. Engagement in der Partei auf lokaler oder regionaler Ebene, Uebernahme von Parteiaemtern, Mandate in der Lokalpolitik, all das ist sehr zeitaufwaendig. Man muss sowohl mit den Inhalten um die es geht vertraut sein, als auch mit den handelnden Personen. Damit tun sich Beschaeftigte im Oeffentlichen Dienst sehr viel leichter, weil sie sich erstens mit den Angelegenheiten, um die es in der Lokalpolitik geht, oft von Berufs wegen vertraut sind, und weil zweitens der Oeffentliche Dienst die Moeglichkeit zum Strippenziehen bietet. Man sieht bei der Arbeit regelmaessig andere Lokalpolitiker, kann daher anstehende wichtige Entscheidungen z.B. schon mal in der Mittagspause vorbesprechen.

    Der Zeitaufwand beim Hochdienen ueber die Lokalpolitik ist jedenfalls nicht zu unterschaetzen. Mindestens 3 Stunden am Tag inklusive Wochenenden sind allemal erforderlich um sich politisch zu positionieren, und das ueber Jahre hinweg. Das kannst du vielleicht als Student locker stemmen, oder als Hausfrau, als Lehrer, Beamter, Jurist, Pfarrer, Gewerkschaftsfunktionaer etc. Aber als Vollzeit-Arbeitnehmer in einer halbwegs verantwortungsvollen Position ist das schon sehr problematisch, und wenn man auch noch Familie hat, dann es es voellig unmoeglich.

    Denn mit ein paar Wochen Wahlkampfzeit ist es eben nicht getan. Die aussichtsreichen Positionen auf den Landeslisten sind rar, und die Partei wird dir kaum eine aussichtsreiche Listenposition geben, wenn du dir nicht wenigstens ueber ein paar Jahre in der Partei einen Namen gemacht hast. Sicher gibt es den einen oder anderen "Quereinsteiger", der zunaechst in einem anderen Bereich Karriere macht und dann in die Politik umschwenkt, aber diese Faelle in den Grossparteien eher selten, zumal die Bezuege von Abgeordneten im Vergleich zur Privatwirtschaft nicht besonders attraktiv sind.

  9. #108
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    Es sieht doch so aus: Um parteiintern auch nur ansatzweise in eine Position zu gelangen die eine Bundestags- oder Landtagskandidatur ermoeglicht, ist fuer Normalsterbliche eine jahrelange Vorarbeit erforderlich. Engagement in der Partei auf lokaler oder regionaler Ebene, Uebernahme von Parteiaemtern, Mandate in der Lokalpolitik, all das ist sehr zeitaufwaendig.
    Ich sehe da keinen Widerspruch zu meinen Aussagen. Ich habe ja auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Engagement in der Politik (und damit in einer Partei) viel Zeit erfordert und damit viel Freizeit drauf geht. Das gilt aber für alle, die sich in der Politik engagieren und damit natürlich auch für politisch Engagierten aus dem öffentlichen Dienst.

    Dass man als Beamter in der heißen Phase des Wahlkampfes für maximal 8 Wochen Sonderurlaub bekommen kann, ist zwar zugegebenermaßen eine Erleichterung gegenüber anderen Berufsgruppen. Wenn man aber die Gesamtzeit aufsummiert, die ein solches politisches Engagement erfordert, fallen diese 8 Wochen kaum ins Gewicht. Wie du richtig schreibst, muss man sich über Jahre hinweg in der Partei hocharbeiten, was eben sehr viel Freizeit erfordert. Dies ist völlig unabhängig vom ausgeübten Beruf.

    Dass darunter die Familie leidet ist klar, aber dies gilt auch für Beamtenfamilien.

  10. #109
    Avatar von Siamfan

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    Zitat Zitat von ffm Beitrag anzeigen
    .... zumal die Bezuege von Abgeordneten im Vergleich zur Privatwirtschaft nicht besonders attraktiv sind.
    ... und das ist doch mit ein (Haupt-)Grund, warum es einen so hohen Anteil aus der oeffentlichen Verwaltung gibt.

    Es ist also kein Loesungsansatz Quoten fuer "Beamte"(Bedienstete des ÖD) einzufuehren, das wuerde zur Senkung der Qualifikation fuehren.
    Der einzig richtige Ansatz ist, die Bezuege der Abgeordneten entsprechend anzuheben.

  11. #110
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Er darf sogar bei Erfolglosigkeit an seinen Schreibtisch zurück und das amtliche Schreiben fertig diktieren, was er vorher angefangen hat. Hat er Erfolg, kommt eine große Plastikhaube über seinen Arbeitsplatz, die nach einer Legislaturperiode wieder weggenommen wird. Die Lage des Griffels hat sich dabei nicht verändert. Packt er zwei Perioden, kann er anschließend in Rente gehen.

    Kann das ein Industriearbeiter auch,
    ohne vorher seinen Gewerkschaftsbonzen hinten rein gekrochen zu sein?

    Kann das ein Kleinunternehmer (z.B. Landwirt) auch?
    Bekommt er vom Staat einen gleichwertigen Vertreter gestellt?

    Kann das ein Handwerker aus einem mittelständigen Betrieb auch?
    ... mit wirklicher Arbeitplatzgarantie?

    Kann das ein IT-Fachmann auch,
    der nach einer Legislaturperiode beruflich weg vom Fenster wäre?

    Kann das eine Hausfrau auch?
    Bekommt die für Haushalt und Kinderbetreuung qualifizierte und kostenfreie Hilfe?

    Also noch mal: Quotenregelung für öffentlich Bedienstete in allen Parlamenten!
    Richtig an deiner Argumentation ist, dass der Beamte nach seinem politischen Mandat wieder einen Arbeitsplatz bekommt. Es wird aber in der Regel nicht der bisherige sein, da auf diesem dann jemand anders sitzt.

    Wie aber sieht es mit den von dir genannten anderen Arbeitnehmern aus?

    Du hast zunächst den Industriearbeiter genannt. Wieso soll der nach seiner politischen Tätigkeit keinen Arbeitsplatz mehr finden? Wir haben in Deutschland bereits jetzt einen Facharbeitermangel und der wird in Zukunft eher zunehmen.

    Dann zu deinem Landwirt. Der kann entweder sein Land in der Zeit seines Mandates an jemand anderen verpachten, oder er kann in dieser Zeit einen Verwalter einstellen. Nach seiner politischen Karriere kann er dann wieder seinen landwirtschaftlichen Betrieb übernehmen.

    Der Handwerksmeister mit seinem mittelständischen Betrieb wird in der Regel einen Meister oder einen guten Gesellen haben, der den Betrieb weiterführt, solange er im Bundestag oder im Landtag sitzt. Auch in diesem Fall kann er dann, wenn er dies entsprechend rechtlich regelt, später wieder in seinem Betrieb einsteigen.

    Der IT-Fachmann kann nach seinem politischen Amt die bezahlte Eingliederungszeit nutzen, um wieder technisch auf dem laufenden zu kommen.

    Für die Hausfrau schließlich gilt, dass es ja künftig einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gibt. Ohnehin könnte sie sich von ihrem Gehalt im Parlament ohne weiteres eine private Kinderbetreuung leisten.

    All deine Argumente sind somit Scheinargumente.

    Genauso wie deine Quotenregelung für Beamte im Parlament eine Scheinlösung ist. Du bleibst ja die Antwort auf die Frage schuldig, wie du denn bei den Wahlkreisabgeordneten eine Quote erreichen willst. Dies ist schlichtwegs nicht möglich, sofern du den Wählern nicht vorschreiben willst, wen sie zu wählen haben.

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