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Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

Erstellt von Doc-Bryce, 10.09.2009, 10:44 Uhr · 43 Antworten · 2.812 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von aalreuse

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Das Magna nur ein Strohmann für die Russen ist, davon rede ich schon seit Wochen, wenn nicht Monaten. Ebenfalls war von Beginn an klar, dass es unabhängig vom Interessenten, egal ob aus Russland, China oder Italien, nur um einen Technologie- und Wissenstransfer geht und Opel dabei kurz bis mittelfristig abgewickelt wird.

    Wenn man tatsächlich Opel hätte retten wollen, hätte man Opel zusammen mit GM in die Insolvenz gehen lassen sollen und mit den Steuermilliarden, welche jetzt sinnlos verpulvert werden, Opel aus der Insolvenzmasse herauskaufen sollen und so neben VW einen zweiten quasi staatlichen Autobauer schaffen sollen..

    Es ist schon bezeichnend, wenn der Regierungsbeauftragte in der Opeltreuhand sagt, der Verkauf an Magna sei politisch motiviert und keineswegs betriebswirtschaftlich sinnvoll und spätestens in zwei Jahren ist Opel ein Fall für den Insolvenzverwalter. Da kann der Regierungspressesprecher und später auch Frau Merkel noch so viele Dementi rausgeben. Opel ist tod…..

    Das die Werften in D-Land dank der erheblichen Subventionen in Asien kaputt gehen, ist schon seit fast 30 Jahren immer wieder mal auf der Argenda und wahrlich nichts Neues. Ich selbst bin ja auch ein Opfer der Werftenkrise. Hab ich doch auf einer Großwerft mein Handwerk erlernt… trotzdem ist die örtliche Zahl der Arbeitslosen seit Jahrzehnten praktisch stabil, was für einen sehr erfolgreichen Strukturwandel spricht.

    Diejenigen die Deutschland schlecht reden, sehen nur die paar Unternehmen die International tätig sind. Weit über 70% der Firmen und deren Angestellte sind auf den Binnenmarkt angewiesen. Politisch richtet sich aber alles nur nach den restlichen 30% .

    Tatsächlich erwirtschaftet Deutschland mit seinen paar Millionen Einwohnern nach wie vor das fünfgrößte Bruttosozialprodukt der Erde (lt. CDU Wirtschaftsminister Guttenberg). Also alles kann nicht so schlecht sein in D-Land

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Thaimax

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Stimme Dir da grossteils zu.

    Diejenigen die Deutschland schlecht reden, sehen nur die paar Unternehmen die International tätig sind. Weit über 70% der Firmen und deren Angestellte sind auf den Binnenmarkt angewiesen. Politisch richtet sich aber alles nur nach den restlichen 30% .
    Dass das aber auch einen guten Grund hat solltest Du nicht unter den Tisch fallen lassen. Die 30% der Firmen, die durch den Export leben bringen Geld ins Land, sehr viele Länder dieser Welt gehen den Weg solche Unternehmen von Steuern weitestgehend zu befreien, weil sie Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, und niemandem im Land etwas wegnehmen. Weiters sollte man auch nicht vergessen, dass es genau diese Firmen sind, die wesentlich höhere Löhne bezahlen als jene Firmen, die von einem Lohnanstieg aufgrund der erhöhten Binnennachfrage profitieren würden.

    Bei solchen Firmen sollte man nicht überheblich sagen, dass man sie eh nicht braucht, denn im Gegensatz zu den 70% der Firmen, die den Binnenmarkt bedienen, gibt es keinen Ersatz, wenn diese weiterziehen. Wenn eine Supermarktkette ins Ausland abwandert ist das egal, weil deswegen auch nicht weniger Lebensmittel umgesetzt werden, aber sicherlich nicht bei international tätigen Konzernen. - Leider werden diese Tatsachen sehr gerne unter den Tisch gekehrt um besser gegen die bösen Kapitalisten wettern zu können.

  4. #33
    Avatar von Thaimax

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Der "Nervenkrieg" ist noch nicht zu Ende. Die EU-Kommission achtet penibel darauf, dass die Nerven weiterhin blank liegen. Dafür ist sie ja da, oder? ;-D

    Die EU-Kommission ließ am Freitag wissen, dass sie bei der staatlich gestützten Übernahme von Opel durch Magna auf die strikte Einhaltung des Beihilferechts und der Regeln des gemeinsamen Marktes pochen werde. So dürften beispielsweise keine politischen Bedingungen für den Erhalt staatlicher Unterstützung gestellt werden. Zudem könne der Erhalt bestimmter Standorte und Arbeitsplätze keine Bedingung für Beihilfen sein.
    Quelle: http://derstandard.at/1252680423811/...streng-pruefen

  5. #34
    Avatar von aalreuse

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Zitat Zitat von Thaimax",p="772765
    Stimme Dir da grossteils zu.

    Diejenigen die Deutschland schlecht reden, sehen nur die paar Unternehmen die International tätig sind. Weit über 70% der Firmen und deren Angestellte sind auf den Binnenmarkt angewiesen. Politisch richtet sich aber alles nur nach den restlichen 30% .
    Dass das aber auch einen guten Grund hat solltest Du nicht unter den Tisch fallen lassen. Die 30% der Firmen, die durch den Export leben bringen Geld ins Land, sehr viele Länder dieser Welt gehen den Weg solche Unternehmen von Steuern weitestgehend zu befreien, weil sie Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, und niemandem im Land etwas wegnehmen. Weiters sollte man auch nicht vergessen, dass es genau diese Firmen sind, die wesentlich höhere Löhne bezahlen als jene Firmen, die von einem Lohnanstieg aufgrund der erhöhten Binnennachfrage profitieren würden.

    Bei solchen Firmen sollte man nicht überheblich sagen, dass man sie eh nicht braucht, denn im Gegensatz zu den 70% der Firmen, die den Binnenmarkt bedienen, gibt es keinen Ersatz, wenn diese weiterziehen. Wenn eine Supermarktkette ins Ausland abwandert ist das egal, weil deswegen auch nicht weniger Lebensmittel umgesetzt werden, aber sicherlich nicht bei international tätigen Konzernen. - Leider werden diese Tatsachen sehr gerne unter den Tisch gekehrt um besser gegen die bösen Kapitalisten wettern zu können.
    Nur leider wird aber auch vergessen das es absolut undemokratisch ist, wenn 70% das tun sollen/müssen was die 30% wollen. 70% müssen darben damit es 30% gut geht? das kann es nicht sein.

    In anderen Ländern, Thailand ist da das beste Beispiel, heißt es... ihr wollt Business machen? Bitte schön...aber nach unseren Regeln... Mag sein, das es uns dann etwas mieser gehen würde aber wir wären wieder Herr im eigenen Land und frei.....

  6. #35
    Avatar von Thaimax

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Zitat Zitat von aalreuse",p="772825

    Nur leider wird aber auch vergessen das es absolut undemokratisch ist, wenn 70% das tun sollen/müssen was die 30% wollen. 70% müssen darben damit es 30% gut geht? das kann es nicht sein.
    Dir wird sicherlich schon öfters aufgefallen sein, dass ich ein sehr harrscher Kritiker der zur Zeit stattfindenden Demokratie bin. Ich schliesse mich mit dieser Meinung der Unterschicht und den Arbeitern an, die nach einer "starken Hand" rufen.

    Die demokratischen Werte werden doch sowieso seit Jahren mit Füssen getreten. Die heute eingestellte Umfrage von Fred, dass 37% der Bürger für ein verstärktes Engagement in Afghanistan sind, ist ein Teil davon.

    Vor 2 Monaten waren 70% des Volkes dagegen. Aber wen interessiert schon die Meinung des Volkes, wenn die ja sowieso binnen weniger Wochen vergessen, was sie dachten....

    So, zum Eigentlichen.... wenn jemand kommt und sagt: "He Leute, ihr habt 3 Mio. Arbeitslose. Ich könnte 5.000 davon euch abnehmen, wenn ihr mir das Wirtschaften nicht allzu schwer macht, ich will von euch nichts, ich will kein Geld von den restlichen Bürgern, ich exportiere nur und die Arbeiter und die Angestellten bekommen feines Geld dafür.)

    Für mich hört sich das nach einem sehr vernünftigen Geschäft an. Ein Geschäft, das nichts kostet, sondern Entlastung bringt. - Aber sicherlich, manche mögen das anders sehen, Staaten mit geringer Arbeitslosenzahl und einem vernünftigen Budget sehen das aber so.

  7. #36
    Avatar von franky_23

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    [quote="Thaimax",p="772827"]
    Zitat Zitat von aalreuse",p="772825



    So, zum Eigentlichen.... wenn jemand kommt und sagt: "He Leute, ihr habt 3 Mio. Arbeitslose. Ich könnte 5.000 davon euch abnehmen, wenn ihr mir das Wirtschaften nicht allzu schwer macht, ich will von euch nichts, ich will kein Geld von den restlichen Bürgern, ich exportiere nur und die Arbeiter und die Angestellten bekommen feines Geld dafür.)

    Für mich hört sich das nach einem sehr vernünftigen Geschäft an. Ein Geschäft, das nichts kostet, sondern Entlastung bringt. - Aber sicherlich, manche mögen das anders sehen, Staaten mit geringer Arbeitslosenzahl und einem vernünftigen Budget sehen das aber so.
    Tun und Lassen können was man will nach Gutsherren Art hat nur wenig mit freiem Wirtschaften zu tun. Dies kann doch jeder Arbeitgeber. Er kann die Märkte erschließen, die Produktionfaktoren zusammenstellen, er kann die ausgebildeten Arbeitskräfte nutzen, Gewinne machen. Im Gegensatz zur anglikanischen REchnungslegung kann er viel mehr Abschreibungen tätigen, ...

    Er muss halt nur die üblichen Spielregeln, wie korrekte Gehaltszahlung, moderate Unternehmenssteuern etc. zahlen.

  8. #37
    Avatar von Samuianer

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Und die Briten hebeln...


    Magna-Deal entsetzt Großbritannien

    Die Rede ist vom "worst case scenario" für die Opel-Schwester Vauxhall: Großbritannien fürchtet um Tausende Jobs, wenn das GM-Europageschäft an Magna geht. Gewerkschafter haben einen Schuldigen ausgemacht - die Bundesregierung habe den deutschen Werken einen unfairen Vorteil verschafft.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...648496,00.html


    5.500 Arbeitsplaetze bei Vauxhall "gefaehrdet... "der Fluegeschlag einesSchmetterlings im Amazonas.." ist das laengst nicht mehr!

    Ueber der "Globalisierung" haengt das Damoklesschwert, was bekanntlich nur an einem Rosshaar hing!

  9. #38
    Avatar von aalreuse

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Tja ja. Unternehmer Traumwelt. Keinerlei Beschränkung beim Handeln und Wirtschaften. Die Komplette Infarstruktur wie Straßen, Schulen, Krankenhäuser für umsonst. Mein Investionen bezahlt der Staat, topausgebildete Arbeitnehmer, die man nicht selbst ausbilden musste und die am besten noch Geld mitbringen. Dazu ein ständig wachsendes Preisniveau auf dem Markt auf westeuropäischen Niveau. Und natürlich das wichtigste 0% Steuern......

  10. #39
    Avatar von Conrad

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Deutschland darf nach EU-Recht nicht mal mehr seine eigenen Interessen und die Interessen der deutschen Arbeitnehmer verteidigen:

    Belgien und Spanien verärgert

    Opel-Treffen ohne Ergebnis

    Das Treffen der europäischen Staaten mit Opel-Standorten ist in Berlin ohne ein konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Die Teilnehmer einigten sich nicht auf eine konkrete Lastenteilung der geplanten Staatshilfen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Grosse...cle504882.html[img][/img]

  11. #40
    Avatar von Conrad

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    Re: Ist der Nervenkrieg um Opel heute zu Ende?

    Und weiter gehts mit Opel:

    14.11.2009
    Stärkung von Opel-Stammsitz

    [highlight=yellow:4b3841755f]GM verlegt Europazentrale nach Rüsselsheim[/highlight:4b3841755f]

    Opel-Stammsitz in Rüsselsheim: Stärkung des Standorts
    General Motors setzt erneut ein Zeichen des guten Willens: Der Opel-Mutterkonzern verlegt seine Europazentrale von Zürich nach Rüsselsheim. Der Umzug dürfte helfen, die Bundesregierung für eine Milliardenhilfe zu gewinnen. Denn nach SPIEGEL-Informationen ist Kanzlerin Merkel dazu grundsätzlich bereit.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...661296,00.html

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