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Interessante merkelsche Reflektionen zu Sicherheit in der FAZ analysiert...

Erstellt von Samuianer, 14.03.2011, 08:32 Uhr · 1 Antwort · 658 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Samuianer

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    Interessante merkelsche Reflektionen zu Sicherheit in der FAZ analysiert...

    ...


    ...Die Schlussbotschaft, die über die Sender ging, lautete: „Bei der Sicherheit darf es keine Kompromissen geben. Das gab es nicht, das gibt es nicht und das wird es nicht geben.“ Das ist grundsätzlich falsch. Sie hätte sagen sollen: Bei der Sicherheit geht es nur mit Kompromissen. Absolute Sicherheit gibt es nicht. Das war immer so, ist heute so und wird immer so sein....
    http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E6488626574F54E81A39580E4394435A6~ATpl~Ecommon ~Scontent.html


    ...recht aufschlussreiche Betrachtungen, der Situation "Sicherheit" und die Haltung der Politiker dazu, besonders was leichtfertige "Erlaubnissentscheidungen" anbetrifft, die in einer 4 jaehrigen Amtszeit, von einer relativ kleinen Gruppe der Bevoelkerung, fuer die gesamte Bevoelkerung getroffen u.U. fuer Jahrzehnte gelten!


    Es gibt die qualitative Aussage „sicher“ nicht, sondern nur eine quantitative Sicherheit, die oft durchaus extrem groß sein kann, so dass insbesondere Politiker daraus gern „sicher“ beziehungsweise „kein Risiko“ machen. Auch wenn das sogenannte Restrisiko 10 hoch minus 6 ist (1 durch 1.000.000) – also sehr klein –, so ist es eben nicht Null......



    ........Wie weit wir davon tatsächlich entfernt sind, zeigt sich daran, dass es einer apokalyptischen Katastrophe bedarf, um von der Kanzlerin zu hören, dass auch für Deutschland Umdenken angesagt ist. Dazu wäre Japan eigentlich nicht nötig gewesen. Alles, was in diesen Zeilen steht, war vorher bekannt.
    Yo.....Umdenken ist angesagt!

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Samuianer

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    Dann findet sich in der online FAZ Ausgabenoch folgender Artikel zur Problematik Druckwasserrekator vs. Siedewasserreaktor - Harrisburg, Tschernobyl, Fukuschima :


    14. März 2011

    Die beiden Kernkraftwerke Fukushima 1 (Daiichi) und Fukushima 2 (Daini) des Energieversorgungsunternehmens Tokyo Denryoku (TEPCO) bestehen aus zehn Blöcken. Alle sind Siedewasserreaktoren, von denen drei bereits vor dem Erdbeben außer Betrieb waren...

    ...
    Der Aufbau eines Siedewasserreaktors ist vergleichsweise einfach, hat er doch nur einen Wasser-Dampf-Kreislauf, der sowohl die Wärme aus der Kettenreaktion abführt als auch den Dampf für den Turbinenantrieb liefert. Wasser durchströmt den Reaktorkern von unten nach oben, erhitzt sich, siedet schließlich, so dass Dampf über die Heißdampfleitung den Reaktorkern verlässt. Dieser Dampf wird direkt auf die Turbine geleitet, die den Generator zur Stromerzeugung antreibt.
    Diese vergleichsweise einfache Konstruktion hat Nachteile: Da der auf die Turbine geschickte Dampf Radionuklide enthält, muss das gesamte Maschinenhaus nach außen hin abgeschirmt werden

    Dagegen die Druckwasserreaktortechnik:


    Beim Druckwasserreaktor, dem häufigsten Reaktortyp weltweit, werden die Steuerstäbe von oben in den Reaktor eingefahren, was bei einer Notabschaltung allein über Schwerkraft möglich ist. Und Druckwasserreaktoren verfügen über zwei getrennte Wasser-Dampf-Kreisläufe. So gibt das im Reaktorkern erhitzte Wasser (Primärkreislauf) in einem Dampferzeuger seine Wärme an einen getrennten Kreislauf (Sekundärkreislauf) ab. Dadurch ist der „Turbinen“-Kreislauf frei von radioaktiven Partikeln, was das Warten der Anlage erleichtert. Und anders als beim Siedewasserreaktor wird der Betriebsdruck des Wassers so hoch gewählt (150 bar, 330 Grad), dass es im Reaktor nicht siedet. Das ermöglicht eine gleichmäßige Benetzung der Brennstäbe und damit eine homogene Wärmeverteilung, was ein gutmütiges Regelverhalten bewirkt.
    http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~E02A1472AFC0F4181878DE9D24A5D3CDC~ATpl~Ecommon ~Scontent.html


    Fazit: Faktor Mensch, Planer, Investoren, private Unternehmen die vom Staat abgesegnete, riskante Technik in Dienst nehmen duerfen.... es ist nicht 'die Kernenergie selbst, es ist Profitsucht und der damit verbundene verantwortungslose Umgang mit dieser Technik!

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