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Integration - das unbekannte Wesen?

Erstellt von strike, 10.05.2011, 16:39 Uhr · 4.566 Antworten · 220.216 Aufrufe

  1. #901
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass Du derartige Aussagen ernst meinst.
    Du hast doch den Spiegel-Artikel selbst reingestellt.

    Ich zitiere mal:

    Auch perfekt integrierte Muslime werden diskriminiert

    Aber was ist jetzt aus dem Versuch geworden, diesen 4.000.000 Menschen - oder zumindest diesen 56 - eine Stimme zu geben? Ich muss an einen jungen Teilnehmer denken, der über seine Probleme berichtet hat, in einer deutschen Großstadt einen WG-Platz zu finden, weil andere junge Menschen denken, Muslime wie er würden keinen Alkohol trinken und keine Partys mögen. Er ist gar nicht religiös und bezeichnet sich als Atheisten. Trotzdem wird er diskriminiert.

    Ich muss an den jungen Studenten denken, der einen deutschen Pass besitzt, hier geboren wurde und genauso gut Deutsch spricht wie ich. Er sagte mir, dass er sich nicht als "echter" Deutscher, sondern eher als Türke fühlt. Warum? Ich solle doch nur seine Haare anschauen. Niemals würden ihn die Deutschen als einen von ihnen akzeptieren. Und ich muss an den türkischen Kleinunternehmer denken, der vor Zorn fast geweint hat, als ich ihn zu seinen Empfindungen zur "Sarrazin-Debatte" befragt habe. Was er denn noch alles tun müsse, um endlich in Deutschland akzeptiert zu werden?


    So, was sagt uns das denn? Auch perfekt integrierte Ausländer werden nicht akzeptiert. Warum wohl?
    Dieser Ausländerhaß fällt also nicht nur mir auf, sondern sogar dem Spiegel.
    Meine These ist: es ist die Angst, das Anderssein dieser Ausländer, die gefährliche Exotik....

    Es gibt ein wunderbares Kinderbuch "Die Spinne Widerlich". Da stellt eine Spinne anderen Spinnen die Frage, warum die Menschen Spinnen verabscheuen. Dann werden darüber viele Thesen erörtert. Einen echten Grund für die Spinnenphobie gibt es ja nicht. Sie sind ja nicht gefährlich. Sie sind halt nur anders, haben viele Beine, sind schnell und klein.

    Diese Geschichte kann man 1:1 übertragen zum Verhältnis Deutscher:Ausländer (das kann man dann wohl auch als "Moral von der Geschicht" sehen). Es gibt halt eine allgemeine Ausländerphobie, spezifisch vor allem die Islamphobie.
    Die hat freilich nicht jeder Deutsche, aber doch zu einem erheblich hohen Anteil.

    Im Grunde müsste man versuchen, diese Phobie zu heilen - wie bei Spinnenphobie oder der Flugangst auch.
    Wer abstreitet, dass es das gibt, verdrängt einfach die ursächlichen Probleme und schiebt die Schuld immer nur einseitig den Ausländern zu. Doch was können die Spinnen dazu, wenn sie anders aussehen und schönere Häuser bauen können als Menschen?

  2.  
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  3. #902
    Avatar von Waitong

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    Wir sind hier in Bangkok eine Gruppe die sich aus vielen Nationen zusammensetzt. Darunter sind Menschen aus Japan, Korea den Philipinen, Thailand aus englisch sprachigen Laendern. Aus Deutschland, Finnland - und vielen anderen Laendern. Was uns verbindet ist der Glaube.


    Wir haben keine Probleme, wegen unserer Hautfarbe oder Herkunft.



    Wir konzentrieren uns auf unsere Gemeinsamkeit.

  4. #903
    Avatar von Micha

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    Phobie, Angst?

    Die meisten in D haben wohl vor allem Angst, dass man ihnen (noch tiefer) in die Taschen greift. Hat wohl weniger was mit Religionen und Glauben zu tun.

  5. #904
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Phobie, Angst?
    Die meisten in D haben wohl vor allem Angst, dass man ihnen (noch tiefer) in die Taschen greift. Hat wohl weniger was mit Religionen und Glauben zu tun.
    Es gibt noch mehr Ängste: vor der Schweinegrippe, der Vogelgrippe, Feinstaub, Atomkraft, Bankmanagern, unterirdischen Bahnhöfen, vor Arbeitsplatzverlust, vor Mobbing, .............., vor Überwachung durch Google, Facebook oder Überwachungskameras, vor den Juden, den Russen, den Moslems, den Aliens usw.

    Ich kenne keine Nation, die derart ängstlich ist wie die Deutschen. Man muss nur mal bei Facebook schauen, wer so alles seine Daten schützt. Ich habe mal testweise eine Stichprobe für alle 198 Nationen gemacht. Deutschland kommt da ganz schlecht bei weg. Andere würden es klug nennen, ich nenne es ängstlich. Ängstlich zu dem zu stehen, was man macht.

    Ob das nun an den Genen liegt oder von den deutschen Politikern bewusst so anerzogen wurde, um noch mehr Macht ausüben zu können, ist halt noch die Frage. Es ist ja nun mal so, dass die Deutschen vom Staat wie kleine Kinder bis zum Freiheitsentzug beschützt und versorgt werden. "Papa Staat" ist hier durchaus wörtlich zu nehmen. Daher gibt es ja keine natürliche Gefahr mehr, keine Abenteuer, kein selbstverantwortliches Handeln, kein Selbstbewusstsein.
    Da ist die Gefahr natürlich schon sehr groß, dass schon eine Kleinigkeit ausreicht, um eine große Gefahr zu wimmern und Angst zu bekommen.

    Angst führt jedoch zu Antipathie. Das eshe ich ja auch an mir selber. Angst lehne ich ab und daher habe ich mir abgewöhnt, Angst zu haben. Jedoch spüre ich noch eine gewisse Angst vor dem deutschen Staat. Und das mag eben auch ein Grund für meine Antipathie sein. Und so ist es eben auch bei Ängsten for Fremden. Ein schwarzer Mann in der U-Bahn führt bei vielen zu Ängsten wurde mir schon oft genug gesagt wie "ich weiß, dass es rassistisch ist, aber irgendwie verspüre ich immer Angst beim Anblick eines Schwarzen". Keine Einzelfälle.

    Man sollte aber bei sich selbst anfangen, die Probleme zu lösen, bevor man Ausländer abschieben will.
    Man sagt auch: ein Hund beißt nur zu, wenn er spürt, dass man Angst hat. Vielleicht sind das dann auch die Ursachen für so manche kriminellen Akte von Ausländern. Sie spüren einfach die Angst der Deutschen und die damt verbundene Abwehrhaltung.

  6. #905
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Es gibt noch mehr Ängste: vor der Schweinegrippe, der Vogelgrippe, Feinstaub, Atomkraft, Bankmanagern, unterirdischen Bahnhöfen, vor Arbeitsplatzverlust, vor Mobbing, .............., vor Überwachung durch Google, Facebook oder Überwachungskameras, vor den Juden, den Russen, den Moslems, den Aliens usw. ...
    Was willst Du damit sagen? Dass in D niemandem in die Tasche gegriffen wird? Völlig unbegründet?

    Den meisten dürfte es doch egal sein, was andere glauben, welche Religion sie ausüben - oder nicht nicht ausüben etc.
    - solange sie niemandem auf der Tasche liegen.

    D hat imho weniger ein Ausländerproblem als ein Alimentierungsproblem.

  7. #906
    Avatar von Leipziger

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    Hallo Micha

    Den meisten dürfte es doch egal sein, was andere glauben, welche Religion sie ausüben - oder nicht nicht ausüben etc.
    - solange sie niemandem auf der Tasche liegen.

    D hat imho weniger ein Ausländerproblem als ein Alimentierungsproblem.

    Was willst du denn damit zum Ausdruck bringen bzw. werde doch mal deutlicher .........

    Ist doch nicht etwa angelehnt an den NPD-Slogan "sozial statt multikulti" , oder ?

  8. #907
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    Was willst du denn damit zum Ausdruck bringen bzw. werde doch mal deutlicher .........

    Ist doch nicht etwa angelehnt an den NPD-Slogan "sozial statt multikulti" , oder ?
    Kenne keine NPD-Slogan,

    meine einfach, wenn der D-Staat etwas zurückhaltender wird mit der Verteilung des Geldes seiner arbeitenden Bevölkerung an nicht arbeitende, dürfte sich so manches Problem von selbst erledigen.

  9. #908
    Avatar von Leipziger

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    Hallo Micha

    meine einfach, wenn der D-Staat etwas zurückhaltender wird mit der Verteilung des Geldes seiner arbeitenden Bevölkerung an nicht arbeitende, dürfte sich so manches Problem von selbst erledigen.
    Also meinst du wohl man sollte weniger an die Rentner verteilen , oder ?

  10. #909
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Was willst Du damit sagen? Dass in D niemandem in die Tasche gegriffen wird? Völlig unbegründet?
    Den meisten dürfte es doch egal sein, was andere glauben, welche Religion sie ausüben - oder nicht nicht ausüben etc.
    - solange sie niemandem auf der Tasche liegen.
    D hat imho weniger ein Ausländerproblem als ein Alimentierungsproblem.
    Na ja, das ließe sich ja ganz einfach lösen: kein Sozialgeld für Zuwanderer (zumindest für die ersten Jahre, bis sie selbst einiges angearbeitet haben). Warum wird diese einfache Lösung aber nicht ausgeführt? Vermutlich passt es der Regierung eben ganz gut in den Kram, dass sicherlich auch der Angst vor Geldverlust dem Ausländerhaß förderlich ist.
    Man sieht es ja auch in anderen Ländern. Dort, wo der Staat kein Geld den Zuwanderern gibt, ist der Haß auf Ausländer wesentlich geringer. Auch hier zeigt sich: ein sozialer Staat zerstört soziales Verhalten.

  11. #910
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Na ja, das ließe sich ja ganz einfach lösen: kein Sozialgeld für Zuwanderer (zumindest für die ersten Jahre, bis sie selbst einiges angearbeitet haben). Warum wird diese einfache Lösung aber nicht ausgeführt? Vermutlich passt es der Regierung eben ganz gut in den Kram, dass sicherlich auch der Angst vor Geldverlust dem Ausländerhaß förderlich ist.
    Man sieht es ja auch in anderen Ländern. Dort, wo der Staat kein Geld den Zuwanderern gibt, ist der Haß auf Ausländer wesentlich geringer. Auch hier zeigt sich: ein sozialer Staat zerstört soziales Verhalten.
    Da sind wir ausnahmsweise gar nicht so weit voneinander entfernt.

    Fände es gut wenn D mit seinen "Gästen" so ähnlich verfährt wie z. B. Thailand und andere Länder.

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