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Integration - das unbekannte Wesen?

Erstellt von strike, 10.05.2011, 16:39 Uhr · 4.566 Antworten · 220.832 Aufrufe

  1. #491
    Avatar von tuxluchs

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Unter einem sozialen System verstehe ich ein System, in dem nicht schuldhaft hilfsbedürftigen Personen geholfen wird. Also soziale Verantwortung gegenüber Schwächeren zu zeigen. Gerade das tut das derzeitige Sozialsystem eben nicht, weil es auf Gleichheit ausgelegt ist. Kindergeld erhalten z.B. sowohl Bettelarme als auch Superreiche. Gerechtigkeit hat halt nicht immer etwas mit sozialem Verhalten zu tun. Und dadurch entstehen dann solche Probleme, dass manche Leute nicht mit ihren Bezügen klar kommen, während andere es leicht haben trotz anderer Möglichkeiten, an das leichte Geld vom Staat zu kommen. Besser wäre es, wenn der Hilfsbedürfte mehr bekommt und nicht mit den raffinierten Geschöpfen teilen muss.
    Zudem beeinträchtigt das Sozialsystem soziales privates Engagement. Man gibt Bettlern viel weniger, weil man denkt, er bekommt ja schon genug vom Staat. Ein soziales System beinhaltet hingegen auch die private Komponente - nicht nur die staatlich organisierte.




    Das ist zu kurz gedacht. Mindestlöhne greifen in die Natur ein (Angebot und Nachfrage). Die Natur lässt sich nicht so einfach austricksen. Das ging bislang meistens schief.
    Irgendjemand muss ja die höheren Löhne zahlen. Das geht nur mit 3 Mitteln:
    1. der Unternehmer zahlt (klar, wenn er vorher abgezockt hat und somit genug Spielraum hat, ginge das)
    2. ein Mitarbeiter "zahlt", indem er gekündigt wird (denn der Unternehmer hat halt nur ein Gesamtbudget)
    3. der Kunde zahlt (die Preise steigen, somit auch generell - was ist dann schon ein höherer Lohn real wert?)

    Die Anhänger der Mindestlöhne sehen immer nur Punkt 1. Die Punkte 2 und 3, die vermutlich wesentlich häufiger vorkommen werden (auch die Kombi aus 1 und 3 wäre ja z.B. möglich), werden gerne vergessen.

    Was einfach fehlt ist ein gesundes Verhältnis zwischen Zahlungsgebern und nehmern. Es gibt einfach zu wenige Unternehmer und zu viele Angestellte. Daher müssen Leute manche Löhne akzeptieren. Es muss einfach der Anreiz geschaffen werden, mehr Unternehmen zu schaffen. das ist meiner Meinung auch das Erfolgsrezept in Thailand. Da ist jede kleine Garküche ein Unternehmen. In Deutschland wird so etwas durch zu viel Bürokratie verhindert.
    Wenn das Angebot an Mitarbeitern zu gering ist, werden die Unternehmen schon freiwillig mehr Lohn zahlen. Das ist das ganze Geheimnis. Mit Mindestlöhnen erreicht man jedenfalls nicht das Erwünschte. Einzelne Leute werden sicherlich profitieren, aber nicht die Gemeinschaft im Ganzen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird dadurch nur noch größer.

    Mal ein konkretes Beispiel:
    Friseurinnen klagen oft, dass sie nur für ein paar Euro arbeiten müssen. Mein Vorschlag: die vielleicht 5 Angestellten sollen als gemeinsame Unternehmen einen Friseurladen nebenan aufmachen. Sie haben das Know-How, die Stammkunden finden sie schnell wieder, geteiltes Risiko und Anfangskapital/Kreditaufnahme und sie könnten die kompletten Einnahmen als eigene Angestellte komplett unter sich aufteilen. Das wäre im Prinzip der einfachste Weg, einen höheren Stundenlohn zu erzielen. Und der frühere Arbeitgeber guckt dumm aus der Wäsche: keine Mitarbeiter mehr und noch Konkurrenz bekommen. Tja, hätte er mal mehr bezahlt.
    So kann es laufen. Doch die Leute hoffen lieber auf den Staat und dem Märchen eines geglückten Mindestlohnes. Na ja, mein Problem ist es ja zum Glück nicht.
    Knarf ich muß mal Ziggi holen,
    aber zum ersten Absatz, mach nicht den gleichen Fehler wie MichaeL, das Kindergeld ist, schau mal bei Steuern nach, nur eine unabhängig vom Einkommen erfolgte Vorzurückerstattung von Steuern. Denn du kannst auch auf das Kindergeld verzichten, und die Kosten desselbigen steuerlich absetzen, ein entsprechend lohnendes Einkommen vorrausgesetzt. Abgesehen davon das es das wenigste ist an Förderung was der Staat tun kann, um zukünftige Steuerzahler zu generieren, und zugegeben nicht das vernünftigste. Denn bessere Rahmenbedingungen, die zB. verhindern das Kinder ein Armutsrisiko, oder Belastung für Berufstätigkeit darstellen.

  2.  
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  3. #492
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Meine Frau arbeitet im Schnitt 8 Stunden täglich und muss auch in ihrer Freizeit telefonisch erreichbar sein. Ist halt im Goethe-Institut blöd, wenn das Handy klingelt. Es war auch immer nervig, ins Kino zu gehen. Wenn das Handy vibrierte, musste sie halt immer rausrennen.
    Richtig, als Voraussetzung sehe ich eine Sprache in der heutigen globalen englischsprachigen Welt nicht unbedingt an. Nur, wenn man kein englisch kann, sieht es blöde aus. Dass es sinnvoll sein kann, so viele Sprachen wie möglich zu lernen, darunter natürlich auch die Landessprache, habe ich ja nie angezweifelt - aber immer freiwilig. Nur englisch ist heutzutage ein Muss für jeden Erdenbürger.
    Meine Frau sprach schon fließend Englisch, aber sie hat wohl geahnt, dass sie damit in Deutschland nicht so weit kommt. Wahrscheinlich hat sie das aus den mangelhaften Englischkenntnisse ihrer thailändischen Mitbürger geschlossen.

  4. #493
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Mal ein konkretes Beispiel:
    Friseurinnen klagen oft, dass sie nur für ein paar Euro arbeiten müssen. Mein Vorschlag: die vielleicht 5 Angestellten sollen als gemeinsame Unternehmen einen Friseurladen nebenan aufmachen. Sie haben das Know-How, die Stammkunden finden sie schnell wieder, geteiltes Risiko und Anfangskapital/Kreditaufnahme und sie könnten die kompletten Einnahmen als eigene Angestellte komplett unter sich aufteilen. Das wäre im Prinzip der einfachste Weg, einen höheren Stundenlohn zu erzielen. Und der frühere Arbeitgeber guckt dumm aus der Wäsche: keine Mitarbeiter mehr und noch Konkurrenz bekommen. Tja, hätte er mal mehr bezahlt.
    So kann es laufen.
    Wenn eine der fünf Angestellten Meisterin ist, ja. Wobei man auch als Inhaber eines Friseurladens meist nicht reich wird.

  5. #494
    Avatar von michael59

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Du solltest mal beobachten, wie Politik funktioniert.
    Wenn Gesetze geplant sind, dann geschieht das sehr häufig aus einem bestimmten Anlaß.
    Und es fällt auf, dass es gerade populäre Themen sind. Das sind aber zumeist keine Themen, die die Menschen auf der Straße betreffen, sondern von Medien zu großen Themen gemacht werden, vorrangig von BILD und eben auch von Talkshow wie Anne Will.

    Aha- die grosse Verschwörung- alles wie es die mayas schon vorausgesagt haben.


    Es ist jedenfalls nicht nur einmal vorgekommen, dass am Mittwoch ein Thema behandelt wurde, einige Gesprächspartner einen Politiker in der Runde praktisch niedergeredet haben, dass etwasw genau so gemacht werden müsse und Freitag fand es Einzug in die Bundestagsdebatte, wenig später als Gesetz umgesetzt.
    Ein Beispiel ist der Mindestlohn. Darauf wurde soviel rumgeritten, dass selbst Union und FDP nun eingebrochen sind.
    Du kannst es ja mal verfolgen: einige der letzten Themen waren Bürgergeld, Rentnerpflichtsozialjahr, Reichensteuer, NPD-Verbot. Mal sehen, was von den Dingen bald umgesetzt wird.

    Du solltest einfach noch mehr Themen aufzählen- das erhöht deine Chance richtig zu liegen.


    Medien sind doch die heimliche Regierung. Wenn ein Journalist meint, er würde im Namen des Volkes sprechen, dann glauben das die Politiker gleich.
    Ich würde daher die Talkshows nicht einfach so ignorieren. Sie sind im Grunde megagefährlich (sowohl im Guten als auch im Bösen).
    Wenn der Integrationskurs gut ist, freut mich das. Solage er freiwillig ist und die Frau durch Dreifachbelastung Arbeit, Familie/Haushalt und Integrationskurs überhaupt noch zum Schlafen und Entspannen kommt.

    Mal wieder vom richtigem Leben keine Ahnung- trotzdem weiterschurbeln. Schon mal was davon gehört das der Intergrationskurs Vollzeit abläuft, das für jemand der einen Arbeitsplatz hat die Teilnahme nicht möglich oder der keine Sozialleistung erhält die Teilnahme freiwillig ist. Natürlich nicht- aber was sollst solche sachlichen Informationen stören ja nur das eigene Weltbild.

    Das du natürlich davon ausgehst,das wer offensichtlich eine Thai heiratet zu Hause den Pascha spielt rate ich dir doch nicht so viel von dir auf andere schließen.


    Die meisten Menschen sind schon bei 2 dieser Tätigkeiten völlig ausgelastet. Freizeit bleibt dann ja auch nicht mehr.
    Die Sozialleistungen als Grund für das Lernen der deutschen Sprache zu nennen ist aber genau das Futter, das man den ..... bietet. Warum verdienen die Frauen kein Geld oder der Ehemann kommt für die ganze Familie auf? Ich würde die Sozialleistungen streichen. Und es gibt ja auch eine Menge Jobs, in denen gerade Fremdsprachen sinnvoll sind.
    Was der Bezug auf ..... und meine paranoiden Schübe angeht: sorry, aber ich habe keinen wirklichen Bock auf einen 3.Weltkrieg, auf eine Ausrottung von 2 Milliarden Moslems, auf willkürliche Todesurteile usw. Auch wäre es nicht schön, wenn die Dresdner Frauenkirche mal wieder zerbombt wird, um die Welt von einem neuen deutschen Diktator zu befreien. Die meisten Leute glauben ja, schlimmer als ...... könne es nicht mehr kommen. Ganz schön naiv. Es ist immer gut, wachsam zu sein. Dadurch bin ich aber nicht paranoid. Paranoid ist man, wenn man an die Finanzkrise oder Schweinegrippenepedemie glaubt. Durch diese Märchen werden die wahren Gefahren in der Welt wunderbar vertuscht.

    Die Probleme vieler Rentner haben mit dem dekadenten und heuchlerischem Sozialsystem zu tun. Darauf bezog ich meine Aussage mit der Sackgasse.
    Ich verdränge die negativen Seiten Thailands nicht. Doch im Vergleich zu Deutschland sind sie halt minimal. das mag auch daran liegen, dass die Thairegierung keinen großen EInfluß auf die Bevölkerung hat. Das sieht in Deutschland leider ganz anders aus. Ich habe hier in Thailand jedenfalls auch heute noch nur Probleme mit deutschen Behörden, mit thailändischen noch nie. Die lassen mich also nicht mal hier in Ruhe. Reine Abzocker.
    Na ja, wollen wir doch mal hoffen das dir deine Kohle nicht aus ausgeht.


  6. #495
    Avatar von Jarga

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    Hi @Michael59 --dies war jetzt eher schwach als Reaktion, bezw. Antwort und gar nicht Originelles.
    Wenn keine Widerlegung, dann flüchtet sich manch einer zum Totschlagversuch mit VT, zumal die Mayas damit rein gar nichts zu tun haben.

    Gibt sicherlich den ein oder anderen Punkt, wo @kcwknarf entgegnet werden kann, doch sehe ich dies meist in Korinthen, die sein Gesamtbild nicht schmälern würden, also lass ich dies persönlich sein.

    Habe selten eine so gut geführte in der Sache, sowie argumentative Diskussion mitverfolgt wie die laufende mit euch Mitstreitern.

  7. #496
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Uns Uwe Beitrag anzeigen
    Scheinbar hast Du nicht mitbekommen, dass man sich in Deutschland als Wähler nicht "outen" muss. Es finden dort nämlich geheime Wahlen statt.
    Du outest dich nicht als Einzelperson, sondern als Masse. Wenn die NPD plötzlich bei 20% liegen würde, wäre das der endgültige Genickschlag für die Partei und ihre Wähler. Denn spätestens dann muss der Staat reagieren.
    Aber auch als Einzelperson wäre ich vorsichtig. Es gibt ja am Wahltag Prognosen. Diese werden durch Umfragen vor Wahlkabinen gemacht, also nicht geheim. Da wäre ich mir nicht so sicher, ob dabei nicht der Verfasssungsschutz zuschaut. Das Outen beziehe ich also nicht auf den Wahlvorgang an sich.

    Es gibt aber auch den ganz einfachen Grund, nicht NPD zu wählen: Sie schaffen die 5% nicht. Eine verschenkte Stimme. Ich habe oftmals unter starlen Schmerzen auf meine Stimme, z.B. für die Tierschutzpartei, genau aus diesen Gründen verzichtet und z.B. den Grünen gegeben, weil ich dachte, dass sie zumindest ansatzweise ähnliche Ziele haben. Und so erhalten auch die Grauen, die Bibeltreuen, die Violetten, die Kommunisten und auch die NPD eben nicht soviele Stimmen, wie sie es ohne die 5% hätten. Diese Wähler (und ebenso auch die Politiker, denen es ja ähnlich geht, wenn sie irgendwann mal im Bundestag sitzen wollen) durchmischen daher die etablierten Parteien.

  8. #497
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Knarf ich muß mal Ziggi holen,
    aber zum ersten Absatz, mach nicht den gleichen Fehler wie MichaeL, das Kindergeld ist, schau mal bei Steuern nach, nur eine unabhängig vom Einkommen erfolgte Vorzurückerstattung von Steuern. Denn du kannst auch auf das Kindergeld verzichten, und die Kosten desselbigen steuerlich absetzen, ein entsprechend lohnendes Einkommen vorrausgesetzt. Abgesehen davon das es das wenigste ist an Förderung was der Staat tun kann, um zukünftige Steuerzahler zu generieren, und zugegeben nicht das vernünftigste. Denn bessere Rahmenbedingungen, die zB. verhindern das Kinder ein Armutsrisiko, oder Belastung für Berufstätigkeit darstellen.
    Das sind doch Taschenspielereien. Für den einzelnen Bürger ist doch piepschntzegal, ob er Geld direkt vom Staat, aus der Sozialkasse bekommt oder ob er Steuern oder Sozialausgaben einspart. Entscheidend ist, was am Ende des Monats netto in der Kasse liegt. Daher will der Staat ja auch so viele Arbeitnehmer. Die erhalten alles netto ausgezahlt und fragen dann gar nicht danach, was und warum alles vorher abgezogen wird. Das ist bei Unternehmern schon ganz anders.

    Du siehst es aber richtig, dass Geld der falsche Anreiz ist, um Kinder zu erzeugen. Es sollte aber eh nur ein Beispiel sein.

  9. #498
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wenn eine der fünf Angestellten Meisterin ist, ja. Wobei man auch als Inhaber eines Friseurladens meist nicht reich wird.
    Du hast 2 wichtige Punkte angeschnitten:
    Meister sein, um einen Friseurladen führen zu dürfen. Weißt du,w er meine Haare schneidet? Meine Frau. Und sie hat keinen Meister gemacht. Und ich leben trotdzem noch. In Deutschland habe ich mir auch fast immer privat die Haare schneiden lassen. Ist günstiger und auch das habe ich ohne Meistertitel überlebt.
    Anstatt als auf Mindestlöhne zu setzen, sollte man mal lieber solche Zugangsbeschränkungen überdenken. Bei neuen Berufen gibt es so einen Mist nicht. Und genau das fördert aber die Ausbeutung und die Armut.

    Punkt 2: ach ja, der Inhaber des Friseurladens ist meist auch nicht reich? Da hast du absolut recht. Doch wie soll er dann den Mindestlohn zahlen, ohne leuten zu kündigen oder die Preis zu erhöhen? Genau das ist es doch, was ich sagen wollte. Bis auf wenige Großunternehmen und tatsächlichen Ausbeuter-Unternehmen können die meisten Mittelständler gar nicht mehr zahlen. Wie soll dann ein Mindestlohn funktionieren, wenn der über dem bisherigen Budget liegt? Und ich schätze den Anteil bei etwa 90% ein. Die Folge können also nur Inflation (Verringerung der Kaufkraft, insbesondere in Bezug auf das Ausland) oder Massenentlassungen und somit ein Anstieg der Arbeitslosigkeit und Erhöhung der Sozialausgaben sein. Nur wenige werden profitieren. D.h. wenige im Wohlstand, viele in der Armut. Am wenigstens betrifft das die Unternehmer selbst, weil die eben entsprechend durch Preiserhöhungen oder Entlassungen reagieren können. Doch Angestellte müssen bibbern: darf ich trotz Lohnerhöhung bleiben oder muss ich gehen? Also mir wäre das zu unsicher.

    Klar bin ich auch dafür, dass sich Leistung lohnen soll. Doch das ist definitiv der falsche Weg. Es ist eine Augenwischerei der linken Genossen, um Stimmen zu ergattern und den Menschen etwas zu versprechen, was nur wenigen nützen wird. Leider werden aber mal wieder alle darauf reinfallen. Die Umfragewerte für einen Mindestlohn sind ja eindeutig. Wenn man aber mal allen die wirklichen Folgen vorlegen würde, wäre die Zustimmung sicherlich geringer.

    Wichtiger wäre es, wenn Angestellte und Unternehmer sich auf einer Ebene begegnen könnten. Durch die hohe Arbeitslosigkeit haben die Unternehmer eben die freie Auswahl. Arbeitssuchenden fehlt das natürliche Druckmittel, um auf dem Wege höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Mein Boss hatte mir mal vor vielen Jahren auf einer Betriebsversammlung öffentlich gesagt: "jeder hier ist auswechselbar". Damit wollte er zum Ausdruck bringen, wir sollten ja nicht zu hohe Forderungen stellen. Natürlich war das ein Arsch. Aber er hatte leider recht. Wir leben in einer Gesellschaft, in der praktisch jeder gut bezahlte Facharbeiter durch einen Praktikanten ersetzt werden kann. Darunter leidet zwar ggf. die Qualität, aber die spielt oftmals eh keine Rolle. Jeder mogelt sich irgendwie durch. Solange der Kunden zufrieden ist, läuft es. Da kann man drüber jammern, wie man will. Es sind nun mal die Realitäten. Und die kann man mit Zwang nicht umkehren. Man muss eben passend darauf reagieren.

  10. #499
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von michael59 Beitrag anzeigen
    Na ja, wollen wir doch mal hoffen das dir deine Kohle nicht aus ausgeht.


    Zitat Zitat von michael59 Beitrag anzeigen
    Aha- die grosse Verschwörung- alles wie es die mayas schon vorausgesagt haben.
    Das hat nichts mit einer Verschwörung zu tun. Das sind Realitäten und naturbedingt. Medien machen das ja auch nicht, um Macht zu bekommen. Ich sagte ja auch, dass sie zwar die heimliche Regierung sind, aber nicht regieren. Das ist ein feiner Unterschied. Sie bestimmen zwar durch Beeinflussung, was die Mehrheit des Volkes denken soll, aber den Weg zur Umsetzung übernimmt dann der Bürger selbst durch Wahlstimme und seine "Vertretung" im Bundestag. Im Prinzip gibt es also durchaus Möglichkeiten, die Bürgermanipulation eines einzelen Journalisten durch Nachdenken zu verhindern. Manchmal kappt das ja sogar.

    Es muss aber nicht bedeuten, dass der Journalist tatsächlich Macht erreichen will. In erster Linie geht es natürlich erstmal um eine hohe Auflage oder Einschaltquote uind dadurch viel Geld. Aber natürlich geht es auch ums eigene Ego. Es ist doch schön, wenn man seinen Enkeln mal sagen kann, dass dies und das nur deshalb entstanden ist, weil ich die große Schlagzeile erfunden habe.
    Aber wie gesagt: keine Kritik von mir, da eine Medium ja von jedem erstellt werden kann. Im Grunde ist eine Form der Basisdemokratie. Nur blöde, wenn das Volk eben nur einem glaubt. Wir brauchen 80 Millionen Medien in Deutschland.

  11. #500
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von michael59 Beitrag anzeigen
    Mal wieder vom richtigem Leben keine Ahnung- trotzdem weiterschurbeln. Schon mal was davon gehört das der Intergrationskurs Vollzeit abläuft, das für jemand der einen Arbeitsplatz hat die Teilnahme nicht möglich oder der keine Sozialleistung erhält die Teilnahme freiwillig ist. Natürlich nicht- aber was sollst solche sachlichen Informationen stören ja nur das eigene Weltbild.
    Ich spreche doch gar nicht vom Integrationskurs in Deutschland. Zu dem kommt man doch gar nicht erst, wenn man nicht vorher im eigenen Land den Deutschkurs erfolgreich abgeschlossen hat, also in Thailand!
    Und der dauert halt so einige Monate oder länger, wenn man durchfällt. Und nun verrate mir mal, wie jemand z.B. aus Kanchanaburi, der 8 Stunden pro Tag arbeitet und seinen Haushalt in Schwung halten muss, auch noch Zeit haben soll, mehrere Monate in Bangkok den Deutschkurs im Goethe-Institut zu absolvieren. Das geht praktisch nur, wenn man seinen Job kündigt und in Bangkok eine Unterkunft mietet oder ständig pendelt. Das kostet dann schön viel Geld. Und ich dachte, Geld sei fremdenfeindlich, wenn man das für eine Zugangsberechtigung fordert, wie es Thailand tut. Ich sage ja: Deutschland fordert Sprache und Geld (zumindest auf diesem indirektem Wege), Thailand will nur Geld sehen. Was ist also humaner?


    Zitat Zitat von michael59 Beitrag anzeigen
    Na ja, wollen wir doch mal hoffen das dir deine Kohle nicht aus ausgeht.
    Keine Sorge. Da ich auf keinen Staat vertraue, sondern nur auf meine Familie, Freunde und mich, wird das nicht passieren. Das weiß ich aus Erfahrung, weil ich schon 2 mal fast pleite war und es in beiden Fällen ohne Staat wieder nach oben geschafft habe. Ohne Hartz 4, ohne Mindestlohn, ohne Fremdsprachenkenntnisse... es ist ein geiles Gefühl, sage ich dir. Und diese Freiheit würde ich einfach jedem mal wünschen. Das ist Leben!

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