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Integration - das unbekannte Wesen?

Erstellt von strike, 10.05.2011, 16:39 Uhr · 4.566 Antworten · 221.031 Aufrufe

  1. #421
    Avatar von Micha L

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    Ja, genau auf dem Gebiet der Historie

    Nehmen wir also die Vorfahren des Mohammed, d.h. die Stämme der Arabischen Halbinsel und ihre Zeitgenossen im Römischen Reich (zunehmend Christen).
    Die hatten zwar Beziehungen, waren aber sehr verschieden - wie es (Halb)nomaden und Seßhafte nur sein können. Von daher gab es keine gemeinsame Geschichte.

    Was Du ansprichst sind Gemeinsamkeiten zu den Israeliten in alttestamentlicher Zeit. Die lebten tatsächlich als Nomaden ganz genau so wie die frühen Araber. Deshalb war die Übernahme des Alten Testaments durch Mohammed überhaupt möglich.

    Mit dem Christentum hat das nichts zu tun. Das entstand und entwickelte sich in den Großstädten unter Seßhaften.

  2.  
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  3. #422
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Werden denn die muslimischen Babies vorher gefragt, ob sie denn Moslem werden wollen? Finde ich ja erstaunlich, dass die Moslem-Babies so frühreif sind. Sollten wir mal von lernen.
    Über Deine Bemerkung bin ich verwundert, weil es nicht um das Hineingebären geht, sondern um Taten Erwachsener, die sich dabei bewußt auf ihren Glauben berufen. Das tun getaufte Übeltäter, die Z. B. in Thüringen Schwarze verfolgen, nicht. Das geht gar nicht, weil Rassismus christlichen (übrigens auch muslimischen) Grundsätzen widerspricht.
    Das christliche Bekenntnis spielt in dem hier besprochenen Zusammenhang fast nie eine Rolle, das Bekenntnis zum Islam eine beherrschende.

  4. #423
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Über Deine Bemerkung bin ich verwundert, weil es nicht um das Hineingebären geht, sondern um Taten Erwachsener, die sich dabei bewußt auf ihren Glauben berufen. Das tun getaufte Übeltäter, die Z. B. in Thüringen Schwarze verfolgen, nicht. Das geht gar nicht, weil Rassismus christlichen (übrigens auch muslimischen) Grundsätzen widerspricht.
    Das christliche Bekenntnis spielt in dem hier besprochenen Zusammenhang fast nie eine Rolle, das Bekenntnis zum Islam eine beherrschende.
    Na ja....
    Schauen wir doch mal in das Grundgesetz der BRD:

    "Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen [...] hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben"

    Okay, kein Christentum, aber man bezieht sich bewusst auf Gott. Genau das tun die Terrorkämpfer ja auch.
    D.h. der deutsche Staat agiert schon in der Verantwortung vor Gott. So äußern sich die - zumindest christlich geprägten - Kanzler mit den Worten "so wahr mir Gott helfe".

    Und es gerade in Sachen Integration spricht man ja gerne von einer christlichen Leitkultur (sie dann auch mal zur "freiheitlich-demokratisch deutschen Leitkultur" wird, um den religiösen Bezug zu verschleiern), um eben muslimische Einflüsse zu verhindern.

    Noch stärker sind die Einflüsse in den USA: "God bless America" oder England: "God save the queen".
    Also man erzähle mir nicht, im goldenen Westen wird nichst im Namen Gottes getan. Sicherlich ist der Einfluss des Einzelnen geringer. Da gebe ich dir recht. Das liegt aber am System. Der einzelne Bürger hat ja eh kaum noch was zu sagen. Aber der Staat spricht ja im Namen des Volkes. Und das wiederum ist dann im Ernstfall schlimmer als Taten von einzelnen Idioten.
    Soll heißen: einen von einem muslimischen Staat ausgelösten Krieg gegen einen westlich geprägten Staat hat es weniger häufig gegeben als Kriege, die von einem christlich geprägten Staat ausgingen.

  5. #424
    Avatar von Micha L

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    Stimmt. Aber das sind humane Grundsätze und Segenswünsche.

    Was hat das mit Terror und heiligem Krieg zu tun. Der letzte Kreuzzug ist lange her.

    Im Namen des christlichen Glaubens wird kein Krieg mehr geführt.

    Als Einziges Beispiel fällt mir da der Cu-Clux-Clan ein - einige wenige Irre von Gestern in der US-Provinz - keine weltweites Problem mit massenweisen Unterstützern.

  6. #425
    Avatar von Uns Uwe

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Man findet also zu jedem Thema immer die Antworten, die man finden will.
    Damit dürftest Du dich wohl selber meinen. Im übrigen meine ich nicht, dass die Mehrheit der MuslimeTerroristen sind, sondern die meisten Terroristen Muslime sind.

  7. #426
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Im Namen des christlichen Glaubens wird kein Krieg mehr geführt.
    Der Krieg in Afghanistan wurde durchaus als Krieg bezeichnet.
    Dadurch soll bekanntlich u.a. Deutschland und seine christlich geprägte Kultur(!) verteidigt werden.

    Auch der 2. Weltkrieg und seine Auswirkungen im Glaubenskampf gegen Juden wurde zumindest vom Christentum begrüsst:

    Aus einem im Januar 1941 von Bischof Kaller aus Ermland veröffentlichen Hirtenbrief:
    »Wir bekennen uns freudig zur deutschen Volksgemeinschaft und fühlen uns mit ihr untrennbar verbunden in guten wie auch in trüben Tagen ... In diesem echt christlichen Geiste durchleben wir nun auch mit der Teilnahme unseres ganzen Herzens den großen Kampf unseres Volkes um Sicherung seines Lebens und seiner Geltung in der Welt. Mit Bewunderung schauen wir auf unser Heer, das in heldenhaftem Ringen unter hervorragender Führung beispiellose Erfolge erzielt hat und weiterhin erzielt. Wir danken Gott für seinen Beistand. Gerade als Christen sind wir entschlossen, unsere ganze Kraft einzusetzen, damit der endgültige Sieg unserem Vaterland gesichert werde. Gerade als gläubige, von der Liebe Gottes durchglühte Christen stehen wir treu zu unserem Führer, der mit sicherer Hand die Geschicke unseres Volkes leitet.«
    Quelle (S. 416) nach Lewy (S. 253) : Hirtenbrief vom 25.Januar 1941 in: AB Ermland, Nr. 2 vom 1. Februar 1941, S. 13-14.

    Man benutzte damals auch gerne für den Begriff "Angriffskrieg" die Kennzeichnung "Kreuzzug gegen den barbarischen Stalinismus und den jüdischen Bolschewismus". Ein Kreuzzug bezieht sich immer auf eine religiöse Tat im namen Jesu Christus.

    Auch der 1. Weltkrieg wurde partiell als Heiliger Krieg bezeichnet. So heißt es in Wikipedia dazu:
    "In England diente das Bild eines rächenden, geschichtsmächtigen Gottes zum Anwalt englischer Interessen. Auch hier feierte man in Predigten, Presse und Literatur den Krieg mit Deutschland als „heiligen Krieg”.

    Und im 2. Weltkrieg:

    Auch die Alliierten benutzten das Motiv des Heiligen Krieges. Der britische Außenminister Lord Halifax erkannte im Dritten Reich eine Gefahr für das Christentum und propagierte den Heiligen Krieg („Holy War”) gegen Deutschland

    Aber auch in aktueller Zeit gibt es praktisch Glaubenskriege. Man denke nur an Nordirland, wo sich Christen sogar untereinander in die Luft jagen, weil sie sich gegenseitig für ungläubig halten.

    Wie gesagt: es wird heutzutage nicht mehr vorrangig "heiliger Krieg" genannt. Das wäre zu offensichtlich. Man nennt es einfach: "Verteidigung der freiheitlichen Grundordnung". Da diese aber aus christlichen Werten entstanden ist, ist es im Prinzip dasselbe. Die Moslems verteidigen sich ja aus ihrer Sichtweise auch nur. Wenn ...... heute leben würde, würde er auch nicht von einem Blitzkrieg sprechen, sondern davon, "Verantwortung für die Welt zu tragen".

    Es ist also - wie so häufig - nur eine Frage der Definition. Entscheidend ist doch, was hinten bei rauskommt. Und ob man den Leuten klare Worte sagt oder mit süßen Worten verarscht, spielt keine Rolle, wenn am Ende nur Müll bei rauskommt. Wichtiger ist, dass der Einzelne den Durchblick behält und zwischen Gut und Böse unterscheiden kann.

  8. #427
    Avatar von franky_23

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    Was hat der Weltkrieg mit der Integration heute zu tun? Macht halt einen Threat, Die Geschichte der Integration auf.

  9. #428
    Avatar von clavigo

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    Franky, Die Integration hat im weiteren Sinne viel mit dem zweiten Weltkrieg zu tun. Dieser und die Anti-Kolonisationskriege der Folgezeit haben ja gerade zu Migrationsbewegungen bisher unbekannten Ausmaßes geführt.

  10. #429
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Was hat der Weltkrieg mit der Integration heute zu tun? Macht halt einen Threat, Die Geschichte der Integration auf.
    Es geht doch darum, dass die aktuelle Forderung nach Integration nichts anderes bedeutet, als die christlich geprägte Kultur in Deutschland vor Einflüssen anderer Religionen und deren geprägten Kulturen zu bewahren. Im Grunde also ein Glaubenskrieg. Und um das zu verstehen, muss man halt etwas weiter ausholen.
    Wer also der Meinung ist, Religion habe in der öffentlichen Gesellschaft nichts verloren, sollte dann auch keine Integration fordern.
    Wer aber meint, ich hätte eine Klatsche und die deutsche Kultur hätte rein gar nichts mit dem Christentum zu tun, der soll das halt glauben. Kann ich auch nicht ändern. Ich wollte es nur mal festgestellt und für die Nachwelt festgehalten haben.

  11. #430
    Avatar von franky_23

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    Hinterließen nicht schw. Sklaven eine weitaus größere Migrationsbewegung (in Relation zur involvierten Bevölkerung) War es nicht üblich, dass bei den Agyptern, Römern, Hunnen, Wickinger, ... während der Völkerwanderung nicht wesentlich breitere Teile der Bevölkerung migrierten? Dann gibt es auch die out of Afrika Theorie, ... Selbst in Südafrika wanderten die heutigen Schwarzen ein.

    Nehmen wir die USA. Wieviele Ureinwohner gibt es da? Im Prinzip ein Migrationsstaat.

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