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Integration - das unbekannte Wesen?

Erstellt von strike, 10.05.2011, 16:39 Uhr · 4.566 Antworten · 220.372 Aufrufe

  1. #261
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Ban Bagau Beitrag anzeigen
    Also Französisch als "Sprache", mag ich nicht.
    Siehst du, so unterschiedlich ist das halt. Für mich ist franzöisch die mit Abstand schönste Sprache der Welt. Ich fände es toll, wenn es Weltsprache wäre, aber die Franzosen haben es ja genauso vergeigt wie die Deutschen. Also muss ich mich eben damit abfinden, dass französisch kaum noch eine Rolle spielt. Und auch würde ich mich freuen, wenn alle Welt deutsch spricht. Wäre ja total einfach für mich. Aber das wäre unfair gegenüber den 6,9 Mrd. Menschen, für die deutsch so unbekannt ist wie für uns rumänisch.
    Also muss ich mich mit englisch abfinden, obwohl ich die Sprache kaum erotischer als deutsch finde.
    Auch thai muss sich halt mit einem Außenseiterstatuts abgeben. Ist ja auch nicht besonders schön. Da klingt das chinesische schon angenehmer. Aber so hat eben jeder seine kulturellen Vorlieben. Türkisch ist z.B. auch schöner als deutsch.
    Ist halt wie in einem Museum: nicht für jeden sind Picasso-Kunstwerke schön. Und nicht jeder mag Bach.

    Mir kann also niemand erzählen, die Deutschen mögen allein nur zu 100% die deutsche Kultur. Was sind denn zumeist die Blockbuster im Kino? USA-Kultur. In den Charts dominiert i.d.r. britische und amerikanische Kultur, in der Küche die italienische. Im Fernsehen wird fast alles aus Holland übernommen. D.h. die sogenannte deutsche Kultur ist doch schon längt international geprägt. Und ob da nun ein bisschen türkische, iranische, thailändische oder namibische Kultur hinzukommt, macht den Kohl nicht fett und ist sogar sehr schön. Aus der Türkei und dem Iran stammen z.B. richtig tolle musikalische Hits, die uns bislang von den deutschen Medien vorenthalten worden sind.

    Also nieder mit der Integration und dafür mehr Vielfalt.

  2.  
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  3. #262
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Also nieder mit der Integration und dafür mehr Vielfalt.
    Das ist ungefaehr so, wie sich Heavy Metal Music im Opernhaus zu wuenschen oder ....... Parties in der Sonntagsschule. Chaos und Buergerkrieg waere die Folge, da der durchschnittliche Buerger zur Anarchie nicht in der Lage ist.

    Haette auch selbst ein Problem damit, wenn z. B. jemand auf dem Nachbargrundstueck seine "Kultur" nachts lautstark ausleben moechte, weil dieses in seinem Herkunftsland eben Usus ist. When in Rome do as the Romans, denn wenn man in Rom den Hunnen gibt, dann wird mit Sicherheit Aeger mit den Roemern vorprogrammiert sein. Haben wir doch jetzt schon bereits und zwar in jedem Land. Nur das unbelehrbare Deutschland scheint noch an die Farce Multikulti zu glauben. Oder muss zumindest so tun wegen des historischen Schuldnerkomplexes.

    Da bleibt es natuerlich nicht aus, dass da ACDCer sich gemuessigt fuehlen in's Opernhaus einzuruecken und sei es nur aus reiner Provokation. DAS ist naemlich menschlich, aber verdammt Multikulti zum scheitern. Mangelnde Toleranz und zwar in JEGLICHER Lobby. Alle Menschen sind eben nicht gleich sondern jeder Einzelne ist bereits verschieden und dies verlangt dann eben nach Kompromissen von ALLEN zu denen aber die wenigsten bereit sind.

    Was bleibt? Einfach das Nest waehlen, das einem am ehesten zusagt anstatt einzufordern, dass das Nest vollends umkonstruiert wird, damit es meinen eigenen Vorstellungen entspricht. Wenn ich keinen Draht zu den Roemern habe, dann bleibe ich Rom einfach fern. Wo ist denn jetzt das Problem? Bereits zuviel Freiheit um mir ihr umgehen zu koennen und daher der Wunsch nach Masslosigkeit? Wie soll mit solch einer Philosophie den Multikulti oder gar die Anarchie funktionieren, wenn man sich nicht einmal eigene Grenzen setzt und zu Kompromissen bereit ist?

  4. #263
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Das ist ungefaehr so, wie sich Heavy Metal Music im Opernhaus zu wuenschen oder ....... Parties in der Sonntagsschule. Chaos und Buergerkrieg waere die Folge, da der durchschnittliche Buerger zur Anarchie nicht in der Lage ist.
    Thailand ist ja auch nicht im Bürgerkrieg versunken, nur weil es nun überall US-Kultur in Form von McDonalds, KFC oder Multiplex-Kinos gibt.
    Multikulti gibt es nicht nur in Deutschland, sondern überall. Klar gibt es immer mal einige Ewig-Gestrige, die den Untergang der Kultur prophezeien, wenn mal wieder ein Anglozismus in die Sprache Einzug hält oder auf der Speisekarte eines Restaurants ein exotisches Gericht steht. Multikulti - ich nenne es mal Globalisierung - ist also schon längst überall am Gange und nicht mehr aufzuhalten. Es geht mir also gar nicht darum, ob Multikulti oder nicht (kein Deutscher kann das aufhalten können, sofern er nicht einen Angriffswelt auf die Welt startet, die der Deutsche natürlich verlieren wird), sondern um die ständige Nörgelei, reale Gegebenheiten mit aller Macht verhindern oder sogar rückgängig machen zu wollen. Der Markt bestimmt zum Glück. Wenn die meisten Menschen lieber Döner, Gyros und Nudeln essen als Rollbraten, dann ist das das demokratischste Messinstrument dafür, dass die Mehrheit Multikulti begrüssen, selbst wenn sie vorgeben, sie lehnen es ab. Körper und Geist sind halt nicht immer eine Einheit. Selbst der größte .... wird sicherlich jammern, wenn plötzlich alle nicht-deutschen Werte, Artikel, Künste usw. aus der Gesellschaft verschwinden würden. Das Forum könnten wir hier gleich mal schließen. Das Internet ist ja keine deutsche Erfindung. Und Kaffeetrinken ist auch schon mal nicht. Und Bier ist auch nicht - stammt ja ursprünglich aus Ägypten. Da bleibt fast nichts mehr übrig. Na gut, ein Buch könnten sie noch lesen. Aber eigentlich auch nicht, denn das Alphabet wurde ja auch nicht in Deutschland erfunden. Zu dumm aber auch.

    Und wenn jemand in seiner Wohnung in angemessener Lautstärke türkische Musik hört, dann gibt es dafür keinen Grund, dagegen etwas zu haben. Der Begriff "Parallelgesellschaft" ist also nur der politisch korrekte Begriff, um seinen Rassenhass oder auch Rassenangst Ausdruck zu verleihen.
    Logische Gründe gibt es nicht - es ist eine Art Verlustangst oder so. Aber komplett unbegründet, ähnlich wie Flugangst - oder Ängste im Allgemeinen.

  5. #264
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Und wenn jemand in seiner Wohnung in angemessener Lautstärke türkische Musik hört, dann gibt es dafür keinen Grund, dagegen etwas zu haben.
    Absolut, in den eigenen vier Waenden hat man sein Heiligtum und kann seine Kultur ausleben, solange alles konform mit den Gesetzen des Gastlandes ist. Ob etwas auf den Fidschi-Inseln Brauch ist, muss in Deutschland niemanden interessieren, denn Deutschland ist ja nicht die Fidschi-Inseln. Problematisch wird es dann, wenn ein Fidschi-Insulaner meint, er koennte seine Braeuche einfach wie zu Hause in der Oeffentlichkeit ausleben. Dieses passiert dann jedoch in Auslaenderghettos. Die eigenen vier Waende sind nicht mehr genug, sondern es wird bewusst in die Oeffentlichkeit getragen, um eben die Fidji-Inseln in der Ferne zu schaffen. Parallelgesellschaften bilden sich, die nichts mit Multikulti zu tuen haben, da sie keine Einheit bilden. Sie koennen auch keine Einheit bilden, da die Kulturen einfach zu unterschiedlich und manchmal absolut gegensaetzlich sind. Eine Nonne sitzt mit einem provozierend bekleideten Gogo-Girl in einem Schnellrestaurant am Tisch und bestellen sich einen Doener, der den beiden vom streng glaubigen Mehmet mit verschmitztem Laecheln serviert wird.

    Natuerlich findet in diesem Zeitalter eine verstaerkte Globalisierung statt, wobei aber ein Gyros, Hamburger etc. kein Multikulti ausmacht. Genausowenig wie ein Deutscher, der einen Toyota faehrt. Es geht nicht um materielle Dinge die international erhaeltlich sind sondern Lebensphilosophien, Weltanschauungen, Moral, Religionen, Hautfarben, Art sich zu bekleiden und zu verhalten etc. Wenn Multikulti doch so einfach waere, dann muessten doch die Israelis und Palestinaenser schon lange nicht mehr bekriegen. Einfach aufhoeren aufeinander zu schiessen (copyright Nobelpreistraeger Herr Obama) und gemeinsam in Jerursalem einen Doener verspeisen. Im Maechen gibt es natuerlich immer Happy End, im wahren Leben aber wohl eher nicht.

  6. #265
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Eine Nonne sitzt mit einem provozierend bekleideten Gogo-Girl in einem Schnellrestaurant am Tisch und bestellen sich einen Doener, der den beiden vom streng glaubigen Mehmet mit verschmitztem Laecheln serviert wird.
    Ja, warum nicht? Wo ist das Problem? Das liegt doch nur an den jeweiligen Einzelpersonen. Indem ich als Nonne, Go-Go-Girl oder Moslem meine, die eigene Weltanschauung anderen aufdrängen zu wollen. Das war ja früher auch so, dass Schwarze nicht in weißen Bussen fahren durfte. Jetzt ist ein Schwarzer sogar US-Präsident. Es geht also, wenn man nur will.
    Auch ist es heutzutage kaum noch bedenklich, wenn man als Hetero mit einem Schwulen quatscht. Oder als Frau Auto fährt. Diese kulturellen Unterschiede gibt es ja auch innerhalb einer Kultur, wie die Beispiele zeigen.
    Die beste Party, die ich jemals mitgemacht habe, war z.B. eine türkische. Da ging richtig die Post ab. Das war aber kein Kulturschock. Party ist Party. Es liegt an der eigenen Einstellung.

    Denn was du aufgezählt hast wie "Lebensphilosophien, Weltanschauungen, Moral, Religionen, Hautfarben, Art sich zu bekleiden und zu verhalten etc." ist im Grunde überall im Kern identisch (außer Hautfarbe vielleicht). Die Religionen entstammen ohnehin aller einer Ur-Religion und der Koran ist ja nichts anderes als eine Auffrischung der Bibel.
    Auch der Buddhismus fiel im Prinzip nicht wirklich vom Baum, sondern ist eine Philosophie, die in den den meisten Menschen ohenhin versteckt ist und die sie teilweise unbewusst ausüben. Geht im Grunde auch gar nicht anders.
    Auch die Moral ist auf Fiji nicht viel anders als in Deutschland. Die "Unterschiede" werden künstlich erzeugt. Indem man immer nur sagt: der Chinese ist doch ganz anders als wir. Es mag zwar in einzelnen Punkten feine Unterschiede geben, die aber zumeist völlig unbedeutend für ein gemeinsames Zusammenleben sind.
    Ich müsste mir ja z.B. die Frage stellen: gibt es weltweit eine Frau, mit der ich wegen ihrer nationalen Kultur nicht zusammen leben könnte? Die eindeutige Antwort ist: nein!

    Jeder Zuwanderer akzeptiert schon einmal die deutsche Kultur, sonst würden sie ja nicht kommen. Warum also sollte die Akzeptanz durch Deutsche nicht möglich sein? Die Deutschen müssten sich doch nicht mal ändern. Aber ob da nun eine verschleierte Frau des Islams sitzt der eine verschleierte Frau des Christentums (Nonne) sollte dem deutschen Restaurantbesitzer egal sein. Ich habe mich auch aufgeregt, als immer mehr Frauen mit BH rumliefen (der BH ist praktisch dei Burka des Christentums). Aber da ich meine erotischen Wünsche nicht über meinen Verstand stelle, respektiere ich halt, dass sich die Frauen dieser Welt anziehen, wie sie wollen.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Wenn Multikulti doch so einfach waere, dann muessten doch die Israelis und Palestinaenser schon lange nicht mehr bekriegen.
    Ja, es wäre einfach. Das ist ein perfektes Beispiel, dass es nur ums Prinzip geht. Es gibt keine logische Erklärung und keinen Grund dafür, warum sich diese Idioten nicht einigen können. Diese Dauerkrieg sind genau die Folge, wenn man Multikulti verhindern will. Auch der zukünftige Krieg mit dem Iran ist im Grunde nur ein Schwanzvergleich auf Kosten der Bürger.

    Auf privater Ebene ist Multikulti längst Alltag und es wird immer mehr, z.B. dank Facebook. Das ist übrigens auch der Hauptgrund, warum es immer wieder Warnungen vor Facebook gibt. Die Politiker wollen weinfach verhindern, dass Deutsche private Kontakte zu Ausländern pflegen. Denn dadurch werden Kriege in Zukunft immer schwieriger. Wer schießt schon auf seinen besten Freund. Und wenn immer mehr Deutsche ihre Freunde einladen wollen, dann bekommen hoffentlich auch immer mehr Menschen mit, wie menschenverachtend die Visapolitik ist.

    Ich hoffe sehr, dass die Bürger nicht auf diese Anti-Facebook-Kampagnen reinfallen.
    Ich überlege mir ferner, ob ich nicht 7 Milliarden Menschen adoptieren sollte. Das wären dann alle Deutsche. Oder zumindest mit jeder Frau der Welt ein Kind zeugen.

  7. #266
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Idealismus ist zwar loeblich, doch wiederum auch sehr weltfremd. Siehe den Herrn Jesus Christus. Absoluter Idealist. Und... bautz, an ein Holzkreuz gehaemmert, als ihn die Realitaet einholte.

    Empfehlung: Lebe Du Deinen Idealismus aus. Ihn jedoch generell zu etablieren wird Dir wohl kaum gelingen.

    Facebook ist lediglich Virtualitaet und Virtualitaet ist nicht Realitaet. Zwei absolut verschiedene Schuhe. In der Virtualitaet kann man vorgaugeln etwas zu sein und etwas zu vertreten, doch in der Realitaet ist man immer nur das, was man ist. Darum auch dieses Draengen nach Datenschutz, Intimssphere und so. Multikulti ist letztendlich so wie das Internet. Virtualitaet, eine irreale Welt. Du machst meiner Meinung nach einen grossen Fehler. Du gehst davon aus, dass alle Menschen im Grunde in Frieden und Harmonie, gesund und erfolgreich leben wollen. Dieses ist jedoch nach meinen Erfahrungen nicht so. Du siehst den BH als Burka fuer das Christentum. Die meisten Frauen tuen dies nicht. Sie tragen gerne BH. Warum? Nun, weil sie keine Haengebrueste haben wollen.

    Nein, nicht jeder Zuwanderer akzeptiert vom Grundsatz deutsche Kultur. Genausowenig wie die meisten Expaten in Thailand die thailaendische. Der Aufenthalt ist lediglich Mittel zum Zweck und es wird bestenfalls versucht, das eigene Dasein so angenehm wie moeglich zu gestalten. Selbst wenn die Roemer in Rom dafuer Federn lassen muessen. Es wird der EIGENENEN Lebensphilosophie gefolgt. So wie Du es auch tust, aber schau, selbst hier im Forum koennen bereits die Wenigsten etwas damit anfangen. Und dieses sind im Regelfall Deine Landsleute. Sei vergewissert, dass die Thais, mit denen ich so zu tun habe, es auch nicht koennten.

    So, eine tuerkische Party war die beste auf der Du warst? Warum? Nun, weil Du Dich in ihr integriert hattest. Bezweifle, dass dieses genauso funktioniert haette, wenn Du dort in Lederhosen und mit Schifferklavier und einem Zentner Bratwurst aufgetaucht waerst. "Eure Mucke, euer Essen ist scheisse... ich zweige Euch was richtig ist". Integration bedeuted zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein und Dich entsprechend zu verhalten. Unabhaengig davon ob Du Deutscher, Tuerke, Farbiger oder Asiat bist. Du hattest Dich als Deutscher auf der tuerkischen Pary integriert. Waerst Du in Lederhosen und mit Schifferklavier und dem Zentner Bratwurst erschienen, dann haettest Du MULTIKULTI betrieben anstatt lediglich nur ein auslaendischer Gast auf einer tuerkischen Party zu sein.

  8. #267
    Avatar von tuxluchs

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    knarfi wie kommst Du auf die Idee das Politiker was gegen Facebook haben, wenn sie das sagen, dann nur für Show. Das beste Instrument zur totalen Kontrolle ist sowas wie Facebook, früher brauchte die Stasi IM's, heute brauchen sie nur noch nen Computer, den die Nutzer bieten ja alles frei Haus. Und Twiiter, StudiVZ xxxxxVZ, u.a, same same

    Solltest Du nicht diese Nachricht vernommen haben? Dann hier:
    US-Gericht: Twitter muss Wikileaks-Daten an US-Behörden geben » Von markus » netzpolitik.org

    In Fort Meade solls ja ner Firma geben, die für alle, zumindestens in Am erika, beheinateten Server dieser Art, ne MS programmierte Backdoor haben. ;)

  9. #268
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Idealismus ist zwar loeblich, doch wiederum auch sehr weltfremd. Siehe den Herrn Jesus Christus. Absoluter Idealist. Und... bautz, an ein Holzkreuz gehaemmert, als ihn die Realitaet einholte.
    Idealisten leben nicht für sich, sondern für alle. Und Jesus hat ja wohl einiges erreicht: nach über 2000 Jahren noch bekannt, viele Menschen himmeln ihn an, seine Ideale werden weltweit mehr oder weniger umgesetzt und er selbst lebt jetzt sein Leben im Himmel bei seinem Vater auf wilden Partys aus. Idealismus zahlt sich also aus.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Empfehlung: Lebe Du Deinen Idealismus aus. Ihn jedoch generell zu etablieren wird Dir wohl kaum gelingen.
    Das ist ja auch gar nicht mein Anliegen. Ich weiß selber, dass das zu meinen irdischen Lebzeiten nicht möglich ist. Dazu lebt die Menschheit noch zu sehr in der Eizelle.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Facebook ist lediglich Virtualitaet und Virtualitaet ist nicht Realitaet.
    Virtualität wird die neue Realität. Meine Frau habe ich in der virtuellen Welt kennengelernt. Und sie ist sowas von real - also für mich, nicht für dich. Tramaico ist wiederum nur virtuell, aber für dich vermutlich sehr real.
    Du siehst, virtuell und real vermischen sich immer mehr und ist am Ende eher eine Sache der Betrachtungsweise.
    Fakt ist jedenfalls: wenn ich jemanden aus Somalia kenenlernen will, der mir die wahren Verhältnisse im Land vermittelt (also ohne auf Propaganda-Medien angewiesen zu sein), dann brauche ich nicht - wie früher - hinzureisen, sondern erledige das übers Internet. Fakes herauszufinden ist relativ einfach. Nach meinen Recherchen sind über 90% aller Personen in Facebook real. Die Fake-Hysterie überlasse ich mal den Medien udn ängstlichen Mitbürgern.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Du gehst davon aus, dass alle Menschen im Grunde in Frieden und Harmonie, gesund und erfolgreich leben wollen. Dieses ist jedoch nach meinen Erfahrungen nicht so.
    Es scheint nicht so zu sein. Weil Menschen auf ihrem Weg beeinflusst werden. Weil sie verängstigt werden und glauben, man würde ihnen etwas wegnehmen. Und dagegen wehren sie sich dann. Weil sie glauben, sie müssten die Anti-Worte Stolz, Ehre, Schutz, Würde, Scham, Anstand oder Tradition ernst nehmen und dabei die wahren Werte des Lebens verdrängen. Doch sie kämpfen gegen nichts. Aber tief im Innern jedes Menschen sitzt eine tiefe Sehnsucht nach Frieden.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Du siehst den BH als Burka fuer das Christentum. Die meisten Frauen tuen dies nicht. Sie tragen gerne BH. Warum? Nun, weil sie keine Haengebrueste haben wollen.
    Die meisten Frauen tragen ja auch die Burka freiwillig, weil sie meinen, es sei für ihren Glauben notwendig.
    In Bezug auf die Hängebrüste frage ich mich allerdings, warum sie keine haben wollen, wenn sie diese in der Öffentlichkeit eh nie zeigen. Frauen sind merkwürdig - in allen Kulturen.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Nein, nicht jeder Zuwanderer akzeptiert vom Grundsatz deutsche Kultur. Genausowenig wie die meisten Expaten in Thailand die thailaendische. Der Aufenthalt ist lediglich Mittel zum Zweck und es wird bestenfalls versucht, das eigene Dasein so angenehm wie moeglich zu gestalten.
    Wenn ich in ein anderes Land ziehe, dann sehe ich doch in dem Land einen Vorteil. Das reicht doch schon dafür, um zu sagen: ich finde das Land besser als mein "eigenes". Ansonsten wäre ich doch schön blöde. dass ich trotzdem eigene Vorlieben mitbringe, ist doch ganz natürlich und kein Problem. Ich esse hier auch kein Thaiessen zum Frühstück, sondern Brötchen mit Nutella. Und? Kratzt das auch nur irgendeinem Thai? Im Gegenteil: ohne mich und andere Farangs würde es den Bäcker in unserer Ecke, der Brötchen und Croissants anbietet, gar nicht geben. Andere Kulturen schaffen also Arbeitsplätze und neue Geschäftszweige. Und ich esse den Thais nicht den ganzen Reis weg.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    So, eine tuerkische Party war die beste auf der Du warst? Warum? Nun, weil Du Dich in ihr integriert hattest. Bezweifle, dass dieses genauso funktioniert haette, wenn Du dort in Lederhosen und mit Schifferklavier und einem Zentner Bratwurst aufgetaucht waerst.
    Nein. Ich hätte da auch in Lederhosen auftauchen können. Ich habe mich auch nicht integriert. Ich saß da nur mit einem Studenten-Freund ganz still in der Ecke und wir folgtem dem Treiben. Doch dann wurden wir integriert, indem uns zahlreiche Türken zum Mittanzen aufgefordert haben. Gastfreundschaft gehört nämlich in den meisten Teilen der Erde zur Basis. Außer in Deutschland natürlich. Günter Wallraff hat das ja gerade mal wieder neulich im Film Schwarz auf weiß gezeigt, wie abweisend Deutsche z.B. auf Schwarze reagieren.

    Das ist auch das Problem mit der Parallelgeseellschaft. Deutsche bemängeln ja immer, die seien nur unter sich. Aber versuch mal als Ausländer eine Wohnung in einem gut bürgerlichen Bezirk zu finden. Ich habe mal in Hamburg in einer Wohnung in einem 12-Familien-Haus gehaust, die von einem älteren Mann als Hausmeister betreut wurde. Mit dem habe ich mich sehr oft als V-Mann unterhalten. Soll heißen: er war praktisch ein .... und ich habe seinen Worten immer zugestimmt, um zu sehen, wie weit er gehen würde.
    Er tat jedenfalls alles, dass in "seinem" Haus kein "Ausländergesindel", wie er immer sagte, unterkam.

    Und es ging auch anders herum: ich suchte mal eine billige Wohnung in einem anderen Bezirk in Hamburg, ein sogenannter Problemstadtteil. Ausländer-Slum halt. War mir aber egal. Ich wollte die Wohnung. Und obwohl ich die besten Referenzen hätte, wie mir der deutsche Vermieter sagte, wolle er mir die Wohnung nicht geben, weil er davon ausging, ich würde mich nur nach wenigen Wochen über die Ausländer im Haus beschweren. Die seien halt anders. Er wolle mir das nicht zumuten.

    Durch diese Vermiet-Politik kann es doch gar nicht zu einer Vermischung kommen! Wenn also immer behaupetet wird, Ausländer schaffen sich eine Parallelgesellschaft, dann liegt das ganz alleine und ausschließlich an den Deutschen! Deutsche wollen einfach keine Ausländer. Und da ist es ganz egal, ob die perfekt deutsch sprechen, freundlich sind oder nicht. Deutsche wollen unter sich bleiben und damit schaffen sich Deutsche eine Parallegesellscahft in einer schon längst globalen Welt!

    Wenn sich also jemand integrieren sollte, dann sind es die Deutschen! Und das ist Fakt und kein Schwachsinn oder Gehetze. Aber in dem Punkt hast du recht: hier werde ich mich vergebens um eine Verbesserung der Lage bemühen. Deutsch bleibt halt deutsch. Da haben die Gene ganze Arbeit geleistet.

  10. #269
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    knarfi wie kommst Du auf die Idee das Politiker was gegen Facebook haben, wenn sie das sagen, dann nur für Show. Das beste Instrument zur totalen Kontrolle ist sowas wie Facebook, früher brauchte die Stasi IM's, heute brauchen sie nur noch nen Computer, den die Nutzer bieten ja alles frei Haus. Und Twiiter, StudiVZ xxxxxVZ, u.a, same same
    Falsch. Bei Stasi holt sich der Staat die Daten zwangsweise (zumeist ganz legal über Gesetze) oder über Spitzel.
    Bei Facebook & Co. gebe ich freiwillig an, was ich anderen und dem Staat verarten möchte. Das ist ein Riesenunterschied!

    Und es ist paradox, wenn der Staat auffordert, man solle keine Daten preisgeben, wenn er dies selber bei Volkszählungen usw. verlangt. Ganz nach dem Motto: deine Daten gehören mir!

    Natürlich ist jedem Staat Facebook ein Dorn im Auge. Nicht umsonst haben China, Iran usw. Facebook zumindest zeitweise gesperrt. Ohne die Internet-Netzwerke hätte es in Nordafrika niemals die Massenproteste gegeben. Auch in Europa werden nun Bürgerproteste immer besser koordiniert. In Spanienn ging es schon los mit einer Demokratiebewegung, die hoffentlich auch bald Deutschland erreichen wird. Denn die Parteien-Demokratie ist ja keine echte Demokratie. Und selbstverständlich haben Politiker Angst vor den Bürgern. Denn soziale Netwzerke erzeugen ja auch mehr Bildung als Schulen jemals erreichen können. Ganz schwer, staatliche Propaganda unterzubringen.

    Facebook sperren wäre in Europa zu simpel durchschaubar. Also muss man natürlich andere Wege finden, um die Quasi-Dikaturen aufrecht zu erhalten. Also muss man Facebook anprangern. Das klappt ja in Deutschland recht gut. Deren Bürger sind ja auch schön naiv. Wenn die Merkel was sagt, dann hat das ja mehr Gewicht, als wenn Gott persönlich spricht - wahlweise auch Gabriel, Steinbrück oder Schmidt. Im Grunde beliebig austauschbar.
    Die Politiker haben es ja schon geschafft, dass die Bürger freiwillig mehr Steuern zahlen wollen. Da wird ja jeder Hypnotiseur neidisch. Man macht also etwas, was man gar nicht will, findet es aber auch noch gut.
    Dass muss man also den Politikern lassen: das ist die ganz hohe Kunst.

    Zitat Zitat von tuxluchs Beitrag anzeigen
    Solltest Du nicht diese Nachricht vernommen haben? Twitter muss Wikileaks-Daten an US-Behörden geben )
    Ja, dann solltest du aber die US-Behörden anprangern.

    Aber es wäre der falsche Weg, wenn sich Bürger davon abschrecken ließen. Wenn jeder offen zu seiner Meinung steht, dann soll der Staat doch mal ein Gefängnis finden, in dem er 7 Milliarden Menschen unterbringt.
    Wenn ein Staat menschenverachtende Dinge betreibt und Lebewesen grundlos abschlachtet, dann sollte oder muss ein Medium wie Wikileaks auch darüber berichten und selbstverständlich sollten moralisch gefestigte Menschen das auch unterstützen und den Täter verurteilen und nicht den Überbringer der schlechten Nachrichten.

    Dass Staaten den Spieß umdrehen ist ja klar. Das zeigt aber nur, dass "demokratische" Staaten nichts mit Demokratie zu tun haben. Man sollte sich nicht von so ein paar Hirnis vom rechten Weg abbringen lassen und über Facebook die frohe Botschaft des Weltfriedens verkünden - selbst wenn ein paar Märtyrer den steinigen Weg pflastern. Internet und Facebook (um nur ein Beispiel zu nennen) sind die wohl besten Erfindungen aller Zeiten und man sollte den Gründern einen Ehren-Friedensnobelpreis übergeben - mal ganz abgesehen von den unzähligen positiven Möglichkeiten, die diese Medien bieten. Wir leben in einer Epoche, die noch weit über den Buchdruck, "Entdeckung" Amerikas, Wiedervereinigung oder ähnlicher Dinge gehen. Ist euch das eigentlich klar, welche historischen Ausmasse wir gerade erleben? Und da verplempern wir die Zeit mit Uralt-Themen wie Integration?

  11. #270
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Idealisten leben nicht für sich, sondern für alle. Und Jesus hat ja wohl einiges erreicht: nach über 2000 Jahren noch bekannt, viele Menschen himmeln ihn an, seine Ideale werden weltweit mehr oder weniger umgesetzt und er selbst lebt jetzt sein Leben im Himmel bei seinem Vater auf wilden Partys aus. Idealismus zahlt sich also aus.
    Herr Jesus Christus ist nur eins. Tot. Manche himmeln ihn an, weil sie dem Irrglauben aufliegen, ein toter Mensch koennte noch etwas im Leben ausrichten. Selbst nach ueber 2000 Jahren. Das ist kein Idealismus sondern schlichtweg idiotisch.

    Okay, Du hast hier natuerlich einiges voraus. Du lebst ja noch. Treibe es aber nicht zu weit mit Deinem Idealismus, damit Du nicht nachher dem Werdegang des Herrn Christ folgst. Fuer nichts und wieder nichts. Strebe lediglich Deine eigene Zufriedenheit an. Das ist das Maximum, was zu erreichen ist, aber die absolute Majoritaet scheitert bereits hieran. Nein, nicht nur Deutsche.

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