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Integration - das unbekannte Wesen?

Erstellt von strike, 10.05.2011, 16:39 Uhr · 4.566 Antworten · 220.505 Aufrufe

  1. #2121
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Man pocht angeblich lediglich auf Gleichberechtigung, hat aber offen gesagt nur eines im Sinn. Provokation.
    Das ist aber auch nicht so einfach zu definieren. Wo fängt die Provokation an? Wenn 2 Schwule sich öffentlich küssen... ist das wirklich eine provakante Zur-Schaustellung oder ein Ausdruck ihrer Liebe, den die beiden nur sich selbst gerade zeigen wollen.
    Soll heißen: grundsätzlich stimme ich ja alle deinen Worten zu. Nur spielt die Betrachtungsweise des Einzelnen hier eine entscheidende Rolle. Mich würde es z.B. überaupt nicht stören, wenn alle Menschen nackt in der City herumlaufen würden. Andere stören sich schon, wenn eine Frau einen Rock anstatt einer Hose an hat.

    Wo soll man da da die allgemein gültige Richtlinie ziehen? Zumal das ja auch noch zeitlich begrenzt ist. Heute sieht man vieles anders als noch vor 10 Jahren. Und auch innerhalb Deutschlands sind die angeblichen kulturellen Werte lange nicht so gemeinsam, wie das gerne dargestellt wird. In Bayern wird man vieles anders sehen als z.B. in Berlin. Schon alleine wenn du ein paar Kilometer raus aus Hamburg fährst, denkt die Landbevölkerung anders als die Stadt.

    An ws soll sich dann der Migrant anpassen. An jeden einzelnen individuell. Oder an das Land (Querschnitt) oder doch lieber auf örtliche Begebeneheiten. Ganz ehrlich: ich kenne kaum Deutsche, die das untereinander können.
    Ich persönlich versuche das, weil ich mich immer (ob bei Kunden, Geschäftspartnern, Freunden, Familie...) auf das Gegenüber einstelle. das klappt nicht immer, aber dadurch erreiche ich durchaus ein gutes Zusammenleben mit allen. Aber nimmt man sich dadurch nicht auch Etwas von sich selber? Wie soll mein Gegenüber eigentlich merken, wie ICH wirklich bin, wenn ich mich im Grunde immer verstelle?

    Ich kann das daher nicht von allen erwarten. Vor allem nicht pauschal für alle Menschen und auch nicht auf Migranten begrenzt.
    Menschen sind nun mal alle verschieden. Es ist doch ein Irrglaube, dass mir jeder Deutsche automatisch näher steht, nur weil er gleich kulturelle Wert hat. Das stimmt ja so auch nicht. Frag doch mal enige Dinge ab: wer ist für die Todesstrafe? Wer mag deutschen Schlager? Wer bevorzugt Eisbein vor Spaghetti? Wer geht jeden Sonntag in die Kirche? Usw.... Wenn es wirklich eine gemeinsame deutsche Kultur und einheitliche Werte geben würde, müsstest du bei jeder Frage unter Deutschen eine klare Spitzenantwort mit jeweils über 90% bekommen. Das bezweifle ich jedoch. Und ähnliches würde passieren, wenn man diese Fragen Migranten stellt.

    Es gibt eben nicht DIE deutsche Kultur und auch nicht DIE muslimische Kultur.
    Und ich habe auch nicht den Eindruck, als wenn Migranten ihre Kultur oder ihre Werte aufdringen würden. Wenn sie das denn wollten, hätten sie es schon längst machen können und auch geschafft.

    Anders sieht es vielleicht bei der Religion Islam aus. Hier liegt es ja in der Natur der Sache, dass jeder Muslim praktisch verpflichtet ist, den Glauben auszubreiten, so wie es ja auch die Pflicht jedes Christen ist. Nicht umsonst klingeln ja ständig Zeugen Jehovas an der Tür.
    Nur ist das ein religiöser Streit und kein gesellschaftliches Problem. Denn es liegt ja wohl an mir selber, ob ich mich von einer anderen Religion überzeugen lasse oder nicht. Vor allem aber ist der Islam ja nicht national beschränkt. Selbst wenn man heute vielleicht noch sagen kann, dass z.B. der Iran und Arabien muslimisch dominiert sind, wie sieht es denn in einigen Jahren aus? Es wird doch eine weltweite erhebliche Durchmischung aller Religionen geben.

    Was ist denn mit den Deutschen, die aus eigener Überzeugung zum Islam konvertieren? Wohin will man denn die abschieben?
    Klar kann man national versuchen, Religionen quasi zu verbieten oder durch Gesetze einzuschränken. Doch wahre Gläubige hindert das nicht. Man sieht doch in der Türkei, Ägypten und anderen Ländern, wie dort Christen gegen Schikane kämpfen.

    Du wirst echte religiöse Überzeugung nicht verhindern können. Und ich finde das auch gut so. Das gilt ja auch für andere Überzeugungen. Dich wird auch keiner davon abbringen, dich für Hunde einzusetzen. Oder würdest du es unterlassen, nur weil es plötzlich ein Staatsgesetz gibt, dass Hundeversorgung verbietet, weil die Mehrheit der Bürger keine Hunde mag?
    Ich hoffe und glaube nicht. Und auch das ist gut so.

    Und jeder Mensch sollte so stark sein, sich gegen Überzeugungsübergriffe zu wehren. Das schaffen viele nicht, daher müssen wir es lernen. Durch staatlichen Schutz schafft das aber keiner. Wie will man sich jemals gegen Tigerangriff wehren, wenn der Staat den Tiger vor dem entscheidenden Sprung erschießt?
    Doch, was passiert, wenn der Staat irgendwann nicht mehr da ist? Dann ist man hilflos.

    Daher plädiere ich für den Selbstschutz gegen angebliche Gefahren wie Islamisierung. Stellt euch mit der Bibel hin, wenn euch jemand den Koran anbietet. Oder gebt einem das Grundgesetz, wenn ihr Atheisten seid.
    Überzeugung vs. Überzeugung. Vielleicht ergeben sich daraus kreative Diskussionen.

  2.  
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  3. #2122
    Avatar von wingman

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    Ich war heute zur Müllverbrennungsanlage bei Helmstedt (Buschhaus). Zwei PKW Anhänger voll mit Müll.
    Hier verbrennen die alles.............sogar die eingelagerten DDR Geldscheine wurden hier verbrannt :-).
    Warum also nicht alle Exemplare des Koran sowie der Bibel verheizen? Dann erfüllen die Schinken endlich mal einen nützlichen Zweck..........sie erzeugen Wärme und damit Energie.

  4. #2123
    Avatar von MadMac

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    Koran & Bibelkraftwerke. Geniale Idee. Reicht fuer mindestens 50 Jahre, Neuauflagen nicht inbegriffen

  5. #2124
    Avatar von strike

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    "Wenn man als Jude nicht mehr sichtbar ist, ist man sicher"

    Traurig, dass so etwas schon wieder in Deutschland moeglich ist.
    Ich war ja die Tage in Berlin und finde es toll, wie modern und weltoffen die Stadt wirkt.
    Es waere wirklich schade, wenn stattdessen solche Schlagzeilen Berlin weltweit bekannt machen.

    ... Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Rabbiner in Berlin warnen Experten vor zunehmender Gewalt gegen Juden. Das jüdische Kolleg in Potsdam rät seinen Studenten jetzt sogar, in der Öffentlichkeit auf die traditionelle Kopfbedeckung Kippa zu verzichten.
    Überfall in Berlin: Jüdisches Kolleg rät Rabbinern vom Kippa-Tragen ab - SPIEGEL ONLINE

  6. #2125
    Avatar von fioncelle

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    Ich selbst bin keine gebürtige Deutsche, von daher würde ich gerne mal meine (subjektive) Sicht der Dinge schildern. Wie ich in meinem Vorstellungsthread breits erwähnte, habe ich über 20 Jahre in Deutschland gelebt und kann so Einiges berichten. Ich kann natürlich nicht von mir auf andere schließen und weiss nicht, ob die, die ähnliche Erfahrungen hatten wie ich, repräsentativ sind, aber ich denke dass es hilfreich ist, es mal aus der Perspektive der "Betroffenen" zu betrachten.

    Von Anfang an hatte man das Gefühl (vermittelt bekommen), dass man nicht wirklich willkommen ist. Ich habe als Kind nie verstanden, warum viele so komisch reagierten, als sie erfuhren aus welchem Land ich komme. Ich dachte mir damals, dass es vielleicht hilft, wenn ich die Sprache schnell lerne. Abgesehen von verwunderten Gesichtern, dass ich es überhaupt geschafft habe, korrekt und akzentfrei zu sprechen, eröffneten sich weitere Abgründe. Ich konnte nämlich verstehen, was alles so über Immigranten geredet wird, was man von ihnen hält usw. Was man so zu hören bekam, war nicht gerade erfreulich. Das Meiste war eine Mischung aus dummen Stammtischgequatsche und (gewollte) Desinformation, gepaart mit Vorurteilen und Stigmatisierungen. Sobald man versuchte mit jemand auf gleicher Höhe zu kommunizieren, wurde dies als Bedrohung der eigenen (vermeintlich) höheren Position gesehen und gleich versucht, niederzuschmettern. Dies konnte verbal, oder auch durch gezielte Missachtung/Ausgrenzung erfolgen. Was aber oft die Sache extrem schwer machte, war dass vieles sehr subtil war, oft erst ersichtlich als das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
    Ich selbst habe mich aber nicht abbringen lassen, meinen Weg zu gehen und mich trotz aller Widerstände durchzukämpfen. Das wird vermutlich daran liegen, dass ich eine stärkeren Charakter habe, denn leider haben viele meiner Landsleute, sowie die aus anderen Ländern frühzeitig resigniert. Sie haben vermutlich nicht die Willensstärke und die Kraft sich durchzusetzen, was man niemand zum Vorwurf machen darf. Jeder geht nunmal mit Konflikten anders um.

    Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Integration in Deutschland nicht wirklich das ist, was es sein sollte. Oft wird nämlich vergessen, dass es an beiden Seiten liegt, dieses zu realisieren. Mittlerweile sind aber beide Fronten sowas von verhärtet, auf beiden Seiten wird auf stur gestellt und dem jeweils anderen die Schuld in die Schuhe geschoben. Denn trotz aller Schwierigkeiten, habe ich auch meine Ziele erreichen können, was ohne Weiteres in meiner Heimat aus vielerlei Gründen so nicht möglich gewesen wäre. Und nicht alle Deutschen sind so abweisend oder ausländerfeindlich. Was viele Migranten nämlich vergessen, ist dass man immer die Möglichkeit hat, sich seinen Freundeskreis auszusuchen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass jetzt wo einige im Ausland leben (hier Thailand) kriegt so manch einer mit, wie es Ausländern in Deutschland ergeht, wobei das in Thailand noch harmlos ist. Mein Aufruf daher:

    Ihr Deutschen, seid netter zu Euren Mitmenschen und akzeptiert auch mal, dass Ihr nicht in allem gut sein könnt. ;)
    Ihr Ausländer, hört auf zu jammern, wacht aus der Letargie auf und kriegt Euren Arsch hoch! ;)

    So, mehr hab ich erstmal nicht zu sagen, danke fürs Lesen.

  7. #2126
    Avatar von Leipziger

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    3.872
    Hallo strike

    Traurig, dass so etwas schon wieder in Deutschland moeglich ist.
    Also "möglich" war das in Deutschland schon immer nur hat man es sich nach 1945 meist aus Gründen der Pietät verkniffen , da hast du dich jetzt wohl etwas falsch ausgedrückt ......

    Und irgend welche Bornierten und Halbdummen unter den Muselmanen sind da nicht vorbelastet bzw. haben eben noch nie Juden ....... .......

    Belustigend dass gerade du da Mitgefühl zeigst oder besser würde wohl passen Mitgefühl heuchelst ........ aber der Feind meines Feindes ist mein Freund , richtig ?!

  8. #2127
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    ... Belustigend dass gerade du da Mitgefühl zeigst oder besser würde wohl passen Mitgefühl heuchelst ........ aber der Feind meines Feindes ist mein Freund , richtig ?!
    Na, dann belustige Dich mal richtig.
    Auf Deine dumm-dreiste Provokation gehe ich nicht weiter ein.
    Deine permanenten Diffamierungen Andersdenkender disqualifiziert Dich als ernstzunehmender Gespraechspartner.

  9. #2128
    Avatar von Uns Uwe

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Deine permanenten Diffamierungen Andersdenkender disqualifiziert Dich als ernstzunehmender Gespraechspartner.
    So isses!

  10. #2129
    Avatar von alhash

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    4.824
    @fioncelle,

    gutes Statement, weiter so

    AlHash

  11. #2130
    Avatar von Joerg_N

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    26.04.2005
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    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    Hallo strike


    ?!
    Lieber Leipziger , du hast es nicht verdient in diesem Land zu leben,
    du zuendelst mehr als jeder .... oder Muselmann,

    Du möchtest dieses Land total kaputt sehen,
    Du gehörst abgeschafft -aber total

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