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Integration - das unbekannte Wesen?

Erstellt von strike, 10.05.2011, 16:39 Uhr · 4.566 Antworten · 220.128 Aufrufe

  1. #1561
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Leipziger Beitrag anzeigen
    ....... quasi aus einer Notwendigkeit wurde dann eine Sitte !
    Hallo - die Aufklaerung fand statt!

    Die koennen diese nette Sitte fortfuehren wo immer sie wollen - selbst wenn die Notwendigkeit dafuer seit Jahrzehnten entfaellt.
    Nur sollten wir uns mal ueberlegen, ob wir in unserem aufgeklaertem Europa solche "Sitten" bei uns dulden (und wahrscheinlich auch bezahlen) muessen, selbst wenn es unserem Verstaendnis von Unversehrtheit voellig widerspricht.

    Fuer mich ist es Hohn, dass das Kupieren des Schwanzes eines Hundes verboten wird (womit ich kein Problem habe), dagegen das Beschneiden aus religioesen Gruenden explizit erlaubt werden soll(womit ich ein Problem habe).
    Einem Kind duerften danach in der Zukunft mit Gesetzeskraft aus religioesen Gruenden Schmerzen zugefuegt werden (natuerlich nur die notwendigen), einem Tier aber nicht.
    Das ist fuer mich nur eines: voellig krank!

    Das im Koran*) eine Beschneidung gar nicht gefordert ist, sollten sich die Abgeordneten mal durch den Kopf gehen lassen, ehe sie solchen Unfug wegen der "Religionsfreiheit" durchwinken ......





    *) ich habe jetzt nicht danach gesucht, die Info kann also auch falsch sein

  2.  
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  3. #1562
    Avatar von Nokhu

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    Egal ob religiös, kulturell, hygienisch oder fanatisch und egal ob Junge oder Mädchen.....für mich ist es schlicht und ergreifend KÖRPERVERLETZUNG.

    Eltern dürfen ihre Kinder nicht schlagen, ja nicht mal anbrüllen. Aber abschnippeln geht problemlos ????
    Jedem Befürworter würde ich gerne das ganze Teil amputieren lassen.

    Deutschland (Politik, Medien und Bevölkerung) ist so dermassen krank. Vor jeder Forderung von irgendwelchen dahergelaufenen Hanseln einknicken und den Diener machen. Hauptsache es ist kein Bio-Deutscher........Bääääääääh.

  4. #1563
    Avatar von strike

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    Eine Meinung der ich folgen kann:

    Die Abwägung der drei immer wieder zitierten Grundrechte, die Grundrechte der Eltern auf Erziehung aus Artikel 6 GG, die Grundrechte des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung gemäß Artikel 2 und das Grundrecht der Religionsfreiheit aus Artikel 4, kann bei seriöser Abwägung tatsächlich nur zu Gunsten des Kindes ausgehen.

    ...
    ...

    Das Grundgesetz hat es verdient, gegen eine ungute Argumentationskette von Gegnern des Beschneidungsurteils in Schutz genommen zu werden. Schon tauchen Stimmen auf, die von einem neuen Antisemitismus sprechen, einem Antisemitismus, der diesmal mit Hilfe des Grundgesetzes, dem Gedanken der Menschenrechte und Kinderrechte hantiere und die Juden erneut erziehen, zivilisieren wolle, diesmal unter dem Vorzeichen der sich für überlegen erklärenden Aufklärung. Auch die ebenfalls atheistischen ..... hätten den Beschneidungsritus als ein Vehikel der Diskriminierung der Juden in ihren Fokus gestellt, an deren Ende die Vernichtung der Juden stand.
    Nebenbei und von wegen Islamphobie: von Muslimen ist da gar keine Rede .....

    Beschneidung: Ein Plädoyer für das Grundgesetz von Bettina Röhl - SPIEGEL ONLINE

  5. #1564
    Avatar von Uns Uwe

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    Jo, endlich! Ab heute iss Ramadan. Juhhuuu, Wer von euch macht mit? Ich werde erst mitmachen, wenn es in der hamburger Verfassung verankert wird. Kann ja nicht mehr so lange dauern. Mehr Rechte für Muslime - Nachrichten Print - WELT KOMPAKT - Hamburg - WELT ONLINE

  6. #1565
    Avatar von Yogi

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    Das ist es, worauf es für mich ankommt.
    die Grundrechte des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung gemäß Artikel 2
    Wenn der Proband später selbst entscheiden kann, kann er sich doch abschneiden lassen, was immer er will.

  7. #1566
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Nur sollten wir uns mal ueberlegen, ob wir in unserem aufgeklaertem Europa solche "Sitten" bei uns dulden
    Also grundsätzlich sehe ich die Sache ja auch durchaus bedenklich. Aber von einem aufgeklärten Europa zu sprechen ist ja wohl ein Hohn.
    Wenn Europa aufgeklärt wäre würde es z.B. folgendes nicht geben:
    - Kriegsdienst
    - Schulpflicht
    - straffreie Abtreibungen (also Babymord)
    - evtl. bald erlaubte Sterbehilfe
    - geduldetete Drogenbelästigung (Zigaretten, Alkohol)
    - Schlachten von Tieren und Verzehr von Fleisch
    - Straffreies Angeln und Jagen (also Morden von Lebewesen)
    - Waffengeschäfte
    - christliche Taufen im Baybalter
    - Strafen für das Äußern von Meinungen (unter dem Deckmantel der Beleidigung)
    - Steuern
    - Kaufen von Steuer-CDs von Verbrechern
    - Visabestimmungen und das Ausgrenzen von Menschen
    - A1-Deutschtests und somit Verhinderung von Ehen
    - Rechts-Glücks-System
    - angebliche Demokratien, 5%-Klauseln
    - Rechtlosigkeit von Kindern und so manchen alten Menschen

    und es gibt noch viele andere Dinge, die ich nennen könnte, die die Menschen vor allem psychisch belasten.

    Komm mir also nicht mit einem aufgeklärten Europa. Europa steckt noch wie andere Kontinente auch GAAAAANZ weit unten in der Skala der "Aufklärung". Insofern ist das kein Grund, andere altertümliche Schwachsinnigkeiten nicht zuzulassen.

    Man muss auch mal etwas ganz anderes bei der Sache bedenken:
    nehmen wir mal folgende Theorie an. Es gibt einen Gott und ein "Paradies", das besser ist als die Erde. Der Eintritt in das Paradies ist die Beschneidung, ansonsten wartet die ewige Hölle.
    Nun stellt sich die Frage: kurzer Schmerz für einen 10tägigen während der Beschneidung vs. ewige Höllenqualen.
    Ist also in dem Fall tatsächlich dem Wohl des Kindes besser getan, wenn Beschneidungen verboten werden würden?

    Wir in der "aufgeklärten" Welt meienn ja, es gäbe so etwas wie Gott, Paradies, Hölle etc. nicht. Das Leben endet mit dem Tod. Fertig. Unser Gott ist der Staat. Nur der bestimmt die Gebote, äh... die Gesetze.

    Unabhängig davon, wie ich die Sache persönlich sehe... ist das nicht ein wenig zu arrogant? Noch niemand hat bewiesen, dass das Leben tatsächlich mit dem Tod endet. Noch niemand hat bewiesen, dass Gott nicht exisitiert. Noch niemand konnte sagen (oder auch nicht), welche Auswirkungen das Handeln auf der Erde auf ein späteres "Leben" haben wird (Karma). Trotz aller "Aufklärung" kann niemand etwas wirklich sicheres behaupten.

    Wie kann man dann verlangen, dass einem staatliche Gesetze wichtigers ein sollen als religiöse, die auf ein wesentliche länegern Zeitraum ausgelegt sind? Wirklich religiöse Menschen interessiert das Leben im Hier und Jetzt relativ wenig. Sie bauen vor auf die wesentlich attraktivere Zukunft. Und angeblich sind dafür einige Dinge notwendig, die halt besonders intensiv bei Buddhisten, Hinduisten, Juden und Moslems gepflegt werden. Früher auch bei Christen, doch die haben sich ja vermehrt der Staatsreligion hingewendet und vergöttern nun eher Frau Merkel.

    Wenn ich wirklich fest an etwas glauben würde, würde ich SELBSTVERSTÄNDLICH meine Gebote wichtiger nehmen als die staatlichen Gesetze. Daran kann auch kein "aufgeklärter" atheistischer Staat unter dem Deckmantel der "christlichen" Werte etwas ändern.

    Allerdings sind ja viele Forderungen in den Religionen menschlich entstanden (Kopftuch, sicherlich auch Beschneidungen etc.). Ob davon das ewige Leben abhängt ist daher mal zu bezweifeln. Aber das zu erkennen liegt nun mal an den Religionen selber. Innere Erkenntnis des Einzelnen ist hier wichtig. Da sollte sich kein Staat einmischen, Atheisten erst recht nicht. Auf Dauer wird das schon einen richtigen Weg nehmen. Und auchv die Aufklärung in Europa wird irgendwann mal in 1000 Jahren angekommen sein. Vorher lohnt es sich kaum, auf Besserungen zu pochen. Ich bin sogar sicher, dass viele Punkte meiner Aufzählung von den meisten Nittaya-Membern sehr kontrovers gesehen werden.

    Der Mensch an sich ist halt noch nicht soweit und ist erst am Anfang. Machen wir uns nichts vor. Nur diese Überheblichkeit gegenüber allen Fremden, wie sie hier im Thread ........artig zelebriert wird, kotzt mich schon an, belegt aber genau mein Bild von Deutschen. Von wegen aufgeklärt. Die pure Angst kehrt um.

  8. #1567
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Uns Uwe Beitrag anzeigen
    Jo, endlich! Ab heute iss Ramadan. Juhhuuu, Wer von euch macht mit? Ich werde erst mitmachen, wenn es in der hamburger Verfassung verankert wird.
    Siehste, das meine.
    Für dich ist der Staat Gott. Schreibt der Staat oder das Land Hamburg Ramadan in die Verfassung machst du mit! Weil du daran GLAUBST, dass es gut für den Staat ist - nicht mal für dich selbst.
    Ist so etwas nicht genauso bescheuert wie an das zu glauben, was in einer Religions-"Verfassung" steht?

    Ich bin da anders: ich mache Ramadan weder wenn es in einer Bibel, im Koran oder sonst etwas steht, noch in einer staatlichen Verfassung oder einem Gesetz. Sondern nur dann, wenn ICH davon innerlich überzeugt bin, dass es gut für meine Umwelt und für mich ist. Für mich ist ein Staat (egal welcher) nichts anderes als eine Religion/Sekte, praktisch das Instrument des Atheismus - oder auch Teufelswerk.

    Aber ich wollte dich nicht weiter in deinem Gebet an Merkel und dem deutschen Staat stören. Lobpreise ihn weiterhin! Amen.

  9. #1568
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Das ist es, worauf es für mich ankommt.

    Wenn der Proband später selbst entscheiden kann, kann er sich doch abschneiden lassen, was immer er will.
    Grundrecht auf Selbstbestimmung.
    Das würde dann auch bedeuten, ein Kind müsste nicht zur Schule, sondern erst dann, wenn es selbst darüber bestimmen dürfte. Ähnliches gilt für Impfungen.
    Leider gibt es über diese Grundrechte zu viele Ausnahmen in den Gesetzen -wie üblich.

    Grundrechte für Kinder sind somit leider definitiv nicht vorhanden, wie auch beim Meinungsrecht. Insofern ist die Beschneidungszustimmung ja nichts anderes als eine der zahlreichen Ausnahmen.

    Wenn man sich für Kinder einsetzen will, dann sollte man ein ausnahmefreies Grundrecht fordern. Alles andere ist Heuchelei. Und mit diesem Grundrechtsfake haben sicherlich keine Muslime oder Juden begonnen.

  10. #1569
    Avatar von Uns Uwe

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Siehste, das meine.
    Für dich ist der Staat Gott. Schreibt der Staat oder das Land Hamburg Ramadan in die Verfassung machst du mit!

    Ich bin da anders: ich mache Ramadan weder wenn es in einer Bibel, im Koran oder sonst etwas steht, noch in einer staatlichen Verfassung oder einem Gesetz.
    Das war klar, dass Du Hirnamöbe meinen ironischen Beitrag ernst nimmst. Ramadan würde ich nicht mal mitmachen, wenn es nichts zu Essen auf der Welt geben würde.

  11. #1570
    Avatar von Leipziger

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    Hallo strike

    Das Grundgesetz hat es verdient, gegen eine ungute Argumentationskette von Gegnern des Beschneidungsurteils in Schutz genommen zu werden.
    Warum alles verkomplizieren ........ eine Blick nach Amerika sollte doch genügen wie man damit umgehen kann konform zum Grundgesetz bzw. was da sicher auch nicht viel anders sein dürfte , oder ?


    Auch die ebenfalls atheistischen ..... hätten den Beschneidungsritus als ein Vehikel der Diskriminierung der Juden in ihren Fokus gestellt .......
    Eben , und mich beschleicht auch immer wieder das Gefühl dass die Islamophoben unter uns Aufhänger brauchen um ihre Anschauungen zu rechtfertigen ..........

    .......... gerade den Fremdenängstlern müsste es doch am Arsch vorbei gehen , was irgendwelche Kamel und Eseltreiber mit ihren Bälgern treiben , anstatt Mitgefühl zu heucheln , oder ?

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