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Informationspolitik nach Atomunfall

Erstellt von ElwoodMadsen, 14.03.2011, 14:06 Uhr · 68 Antworten · 4.072 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Nur noch der Block 6 soll stabilisiert sein. Also 5 die aus dem Ruder laufen. Darunter auch der mit Plutoniumgemisch bestückten Brennstäben. Den Betreibern kann kaum (oder gar nichts) alles glauben. Die Arbeiter werden meiner Meinung nach unnötig verheizt.
    Das Salz des Meerwassers verkrustet die Brennstäbe, dann lassen sie sich nicht mehr richtig kühlen.
    Wie will Japan vorgehen, wenn in grosser Menge Plutonium austreten sollte? Das verstrahlte Gebiet wäre für zig tausend Jahre unbewohnbar................
    Ich verstehe deine Sorgen, doch zeig uns bitte die Alternativen auf.
    Keine Arbeiter mehr, kein Meerwasser mehr, die Reaktoren allein lassen und beten?

  2.  
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  3. #22
    Avatar von franky_23

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    aktuell ist vermutlich nur die Alternative, zuschütten und zubetonieren möglich.

    Das Problem ist ja lang bekannt und systemischer Natur, da z.B. Restrisiken minimalst eingestuft werden. Da wurde nicht berücksichtigt, dass es ein großes Erdbeben geben kann, das die Geologen seit langem erwarteten. Dass einfach gepuscht und geschlampt wurde, ... . Pfusch am Bau sind ja geflügelte Worte und dies nicht ohne Grund. Dass man seit Jahren weiss, dass die Strahlenbelastung der Ümhüllungen wesentlich stärker ist als angenommen, somit auch die Materialermüdung.

    Was nützt ein Notkühlsystem wenn es nicht gewartet wird, oder nur auf dem Papier? Die mangelnde Bereitschaft vorgelegte Daten kritisch zu hinterfragen ist ein Problem, das sich die politisch verantwortlichen auf den Hut schreiben müssen.

  4. #23
    Avatar von ElwoodMadsen

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    Zum Zuschütten und Einbetonieren wird es auch kommem .
    Betreiber und Hersteller von AKW z.B.Toshiba mit fast 200 000 Mitarbeitern weltweit machen wiedereinmal die Politik .
    Billiger Strom und Milliarden Gewinne .
    Wachstum und Macht ist wichtiger als der Einzelne . Traurig .
    Jetzt kommt mir bitte nicht mit Arbeitsplätzen und Sozialer Verantwortung daher !

  5. #24
    Avatar von Ban Bagau

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    Post

    Dazu mußt du erst mal das Ding ein bischen abkühlen lassen. Bei 2000 Grad hält auch kein Beton und Sand verglast nur. Hat ja noch nicht mal der schon ausgehärtete Beton der Abklingbechen gehalten. So das, daß stark radioktive Wasser ausgetreten ist und die Arbeiter im angeblich ungefährlichen Löschwasser beim "Elektrokabel montieren" sich die Knöchel verbraten haben. Hast dann nur bischen mehr kontaminierte Brühe. Anderseits nützt es nix das Ding von oben dicht zu machen. Wenn Radioaktive Lava die Bodenplatte durchbricht und kontinuierlich ihren Mist ans Grundwasser abgibt. Leider hat der Reaktortyp einen kleinen Konstruktionsfehler. Die Bodenplatte ist nur 3 Meter dick und nicht wie bei anderen über 10 Meter. Ein nach unten durchschmelzen und abfließen der radioaktiven Jauche hat man in Tschernobyl auch nur verhindern können, in dem man einen 160 Meter langen Tunnel vom Nebengebäude gebuddelt hat und eine extra Bodenplatte aus Spezialbeton nachträglich eingezogen hat. Die Lava war nähmlich trotz Sand und dem anderen Gelumpe was sie da alles reingeschüttet haben auch schon eine Etage tiefer gelaufen. Also Beton drauf, aus dem Augen aus dem Sinn, is da nicht so einfach. Wenn da von unten keine Maßnahmen zu Abdichtung unternommen werden, kannste in Zukunft schön die Grundwasserverbreitungsgebiete der Region für einige Jahrhunderte gut nachvollziehen.

  6. #25
    Avatar von wingman

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    Jetzt zubetonieren würde gar nichts nutzen, die Gefahr weiterer Explosionen würde nur steigen.
    Ich prinzip können die Arbeiter ja nur noch mehr oder weniger zusehen wie die Reaktoren ihrer Eigendynamik folgen.
    Ich befürchte ein zweites Tschenobil, nur langsamer. Dafür umso folgenschwerer.

  7. #26
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Ich befürchte ein zweites Tschenobil, nur langsamer. Dafür umso folgenschwerer.
    Ist schon längst der Fall:

    "Wir haben längst den Super-GAU"

    Verzweifelt versucht die japanische Regierung die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima herunterzuspielen. Dabei ist der Super-GAU nach Ansicht von Wissenschaftlern längst eingetreten.

    Nach Einschätzung des Strahlenexperten ist die Situation bereits jetzt - gemessen an der Radioaktivität - vergleichbar mit der Katastrophe im ukrainischen Kernkraftwerk bei Tschernobyl im Jahre 1986. Da jedoch in der Gegend um Fukushima herum sehr viel mehr Menschen leben, seien die Auswirkungen sogar schlimmer. "Es wird zu einer massiven Zunahme von Krebsfällen kommen, vor allem an Schilddrüse, Lunge und Brust", sagt der Strahlenexperte.

    "In Reaktor 3 ist mit Sicherheit eine Kernschmelze eingetreten"
    Die Strahlenbelastung könnte sogar stärker werden als in Tschernobyl, befürchtet Lengfelder: "In den Reaktoren in Fukushima befinden sich viel mehr radioaktive Stoffe." In Tschernobyl wurden die Brennelemente nur wenige Wochen bis Monate benutzt. In Japan sind jedoch drei bis fünf Jahre üblich. Deshalb sammeln sich dort auch viel mehr radioaktive Nuklide an.

    weiter lesen: Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima: "Wir haben lngst den Super-GAU" - Panorama | STERN.DE

  8. #27
    antibes
    Avatar von antibes
    Die Strahlung in Reaktorblock 2 des AtomkraftwerksFukushima ist zehn Millionen Mal höher als Normal. Das teilte der Betreiber Tepco laut Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo mit. Es geht um das radioaktiv verseuchte Wasser, dass im Turbinen-Gebäude des Reaktorblocks steht. Die Messarbeiten seien abgebrochen und die Arbeiter abgezogen worden, meldete die Agentur.

    Der Betreiber Tesco hatte erst kürzlich, nachdem 3 Arbeiter verletzt bzw. verstrahlt wurden, verlauten lassen, dass die Arbeiter selber daran schuld seien, da sie ja nur den Geigerzähler hätten kontrollieren müssen.

    Strahlung an Fukushima-Reaktor millionenfach erhöht

  9. #28
    Avatar von Dieter1

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    Das bedeutet, die Kernschmelze ist in vollem Gange.

  10. #29
    Avatar von Chris67

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    ...und ich schätze mal, nicht erst seit gestern

  11. #30
    Avatar von Dieter1

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    Der Einschaetzung schliesse ich mich an, bei den derzeit gemessenen Werten laesst es sich halt nicht laenger vertuschen.

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