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Hat Wulff alles richtig gemacht?

Erstellt von strike, 19.12.2011, 08:18 Uhr · 903 Antworten · 50.916 Aufrufe

  1. #651
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Es sind Peanuts! ...
    Wenn man erlebt, dass einigermassen wichtige soziale Projekte - in denen mehreren Dutzend beduerftigen Menschen tatsaechlich geholfen wird - am Fehlen von 50.000 Euro scheitern, dann wird man derartige Entscheidungen nicht mehr ganz so emotionslos und rein rational betrachten.

  2.  
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  3. #652
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Wenn man erlebt, dass einigermassen wichtige soziale Projekte - in denen mehreren Dutzend beduerftigen Menschen tatsaechlich geholfen wird - am Fehlen von 50.000 Euro scheitern, dann wird man derartige Entscheidungen nicht mehr ganz so emotionslos und rein rational betrachten.
    Um eines ganz klar zu sagen:
    ich verteidige hier NICHT, dass Wulff und überhaupt ein Politiker praktisch für gar nichts so viel Geld bekommt!
    Mir geht es hier nur um die Unverhältnismäßigkeit des Aufregungsgrades, da hierbei klar wird, inwieweit die deutschen Bürger die ALLGEMEINE Verschwendung von Steuergeldern überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wird, bzw. vorher - inwieweit die meisten Politiker mehr Mist bauen als Wulff jemals gemacht hat (ohne seine Taten dadurch zu beschönigen).

    Es ist zwar richtig, dass bei sozialen Projekten 50.000 EUR fehlen. Aber es geht dann halt nicht nur um EIN Projekt. Jede Stadt hat dann eben mal so 10-100 Projekte, bei denen Geld fehlt. Und dann sind es bundesweit eben gerne mal 100.00 Projekte und multipliziere das dann mal mit 50.000 EUR. Und es sind eben nicht 100.000 Ex-Präsidenten, sondern nur einer.

    Es ist eher überlegenswert, ob man einen Bundespräsidenten überhaupt braucht. Und wen man dann schon dabei ist, kann man sich die Frage auch gleich bei Bundestagspräsident, Kanzler und Politiker überhaupt stellen. Erst dann in dieser Größenordnung würde es Sinn machen.
    Wenn nicht so viel Steuern gezahlt werden müssten, hätten die Bürger auch mehr Geld, um auf privater Ebene soziale Projekte aufzubauen, bzw. zu unterstützen. Sehr viel Geld frisst einfach die Verwaltung auf, wenn man dem Staat die Entscheidung überlässt, welche soziale Projekte unterstützungswürdig sind und welche nicht.

    Mich nerven einfach diese banalen, aber medienwirksamen Diskussionen, die am Ende ein paar Cent pro Bürger bringen, aber an die wirklich großen Beträge keiner denkt. Und die beginnen eben erst im Milliardenbereich und betreffen nicht eine Person, sondern sehr viele oder ganze Bereiche.

  4. #653
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    *
    Ich gebe dir insofern recht, als es ja nicht wirklich um 200.000 Euro (plus Auto plus Wachmannschaft plus Buero plus Sekretariat) geht, sondern (nur) um die Differenz zu dem, was ihm ohnehin schon aus seiner vorherigen Politikerzeit "zusteht".

    Dennoch koennte man auch bei Deiner Rechnung sicher ein paar wirklich Beduerftigen helfen, waehrend es hier nur mehr um noch mehr Luxus geht.

    Immerhin: wenn von den 200.000 Euro plus alles ausgegeben und nicht als Sonderausgaben bei der Steuererklaerung geltend gemacht wird, dann fliessen ja Mehrwertsteuer, Krankenkassenbeitraege, sonstige Steuern usw. usf. zurueck.

    Ob damit ein Bundesverdienstkreuz gerechtfertigt werden kann?

  5. #654
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Dennoch koennte man auch bei Deiner Rechnung sicher ein paar wirklich Beduerftigen helfen, waehrend es hier nur mehr um noch mehr Luxus geht.
    Die Möglichkeit besteht ja aus staatlicher Sicht gar nicht. Es wäre ja im Prinzip einfach: "wir geben das Geld Bedürftigen". Da stellt sich dann die Frage: "ist das verfassungskonforn?" Dazu müsste ggf. das Grundgesetz geändert werden. Dagegen klagt dann ggf. jemand. Das Bundesverfassungsgericht tagt. Neue Debatte, neue Abstimmung.
    Dann nach einigen Jahren ist der Weg frei. Nun stellt sich die Frage "wer ist denn bedürftig". Es wird ein Gremium bestimmt. Die treffen sich ein paar Monate, geben externe Untersuchungen in Auftrag...

    Dann nach 3-4 Jahren hat man 5 Mio. EUR ausgegeben, um die knapp 1 Mio. an Bedürftige zu verteilen, die mittlerweile im Lotto gewonnen haben.
    Man kann das Geld doch nicht mal eben in den Sozialhaushalt leiten. Es gibt immer ein festes Budget. Das ist dann nicht eben mal "umleiten und neu verteilen". Das muss erstmal durch zahlreichen Ausschüssen, Debatten, Abstimmungen, Sudokuspiele....

    Es klingt in der Theorie immer so schön: wenn wir in Europa weniger Essen wegschmeißen, werden mehr Kinder in Afrika satt. Alles leider nur Theorie.

    Es hilft da nur der ganz große Schlag: ein kompletter Systemwechsel und keine hypothetische Debatte über theoretische Umverteilunngen, die eh nicht klappen,. Solange das Volk kein Mitspracherecht in der Politik hat (und das hat es ja nach Angabe des Kreuzes in der Wahlkabine nicht mehr), geht alles nach Recht und Ordnung. Und da haben vernünftige, kluge, soziale, moralische Entscheidungen keinen Platz.

    Eh der Staat sozial und moralisch handelt, glaube ich eher daran, dass Wulff das meiste Geld an soziale Zwecke spenden wird. Auch wenn das nur wenig wahrscheinlich ist, ist es doch mehr wahrscheinlich als dass der Staat es tut. Oder anders ausgedrückt: lieber das Geld in der Hand von Wulff als in schmutzigen Waffen Geschäften mit Syrien oder ähnlichen Staaten.

  6. #655
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Mir geht es hier nur um die Unverhältnismäßigkeit des Aufregungsgrades, da hierbei klar wird, inwieweit die deutschen Bürger die ALLGEMEINE Verschwendung von Steuergeldern überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wird, bzw. vorher - inwieweit die meisten Politiker mehr Mist bauen als Wulff jemals gemacht hat (ohne seine Taten dadurch zu beschönigen).
    .
    Ich kann für dich nur hoffen, daß du schon alt genug bist bzw. keine Kinder hast, die dir mit dieser Einstellung ansonsten wegen der grotesken Schulden-Hinterlassenschaft sehr "dankbar" sein würden!

    Es dringend erforderlich, schon wegen dem Gerechtigkeitsempfinden aller Steuerzahler solche Auswüchse zu bekämpfen, egal um welche Beträge es sich handelt.
    Denn die Steuergelder-Verschwendung ist sehr wohl im Bewußtsein und manifestiert sich eben auch in dieser Wulff-Diskussion!
    Manche mögen aus Neid sprechen, trotzdem hat die "schwäbische Hausfrau" recht und mit solchen Sparmaßnahmen (die keine Konjunktur abwürgen) müßte begonnen werden! (Kleinvieh macht auch Mist!)
    Bei den sonstigen Sparmöglichkeiten hinsichtlich weniger Verwaltung, kein Bundespräsident u.ä. Überlegungen bin ich voll auf deiner Seite! Systemwechsel wäre ideal!

    Nachtrag zu: lieber das Geld in der Hand von Wulff als in schmutzigen Waffen Geschäften mit Syrien oder ähnlichen Staaten.
    Das ist aber leider keine Frage "entweder/oder"! Kein Geld für Wulff wäre zumindest ein richtiger Anfang!

  7. #656
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Hermannn Beitrag anzeigen
    Ich kann für dich nur hoffen, daß du schon alt genug bist bzw. keine Kinder hast, die dir mit dieser Einstellung ansonsten wegen der grotesken Schulden-Hinterlassenschaft sehr "dankbar" sein würden!
    Na ja, dann müsste ich meinen Eltern auch dankbar dafür sein, dass sie bereits weit vor mir mit dem Schuldenmachen begonnen haben. Ich bin denen aber nicht böse, weil sie es nicht waren. Damals wie heute macht ja das Volk nicht die Schulden, sondern der Staat. Und das trenne ich. Denn Politiker (Staat) haben mit dem Volk soviel gemeinsam wie eine Haarbürste mit einer Marzipankartoffel.
    Und scheinbar stören die hohe Schulden ja keinen Politiker. Sonst hätten sie es ja schon geändert. Das wird sich auch nicht ändern. Die Hoffnung habe ich schon längst aufgegeben. Irgendwann kommt eine neue Währungsreform und die Schulden sind weg. Natürlich auf Kosten der Bürger. Aber das kann keiner verhindern, solange es dieses Staatssystem gibt.

    Daher kann ich meiner Tochter nur raten, sich nie auf den Staat zu vertrauen. Schön Geld verstecken, ggf. umtauschen und selbst vorsorgen. Dann kann meiner Tochter Staatsschulden egal sein. Staatsunabhängigkeit wird immer wichtiger.

    Ich habe gerade mal ausgerechnt, wie lange die Schuldenzuwachsuhr stehen bleiben würde, wenn Wulff auf seine geschätzten 800.000 EUR verzichten würde: 5 Minuten und ca. 8 Sekunden.
    Na ja, ein Anfang. Aber die Gefahr besteht eben, dass das Volk völlig überschätzt wird und danach eben keinen Blick mehr auf das Wesentliche hat. Da müsste der Staat jedenfalls etliche Milliarden einsparen.

    Wenn ich 1 Million Schulden hätte würde ich jedenfalls nicht damit anfangen, ein Taschentuch doppelt zu benutzen, sondern z.B. mit der Abschaffung des Autos. Es ist ja sogar so, dass man sich durchaus noch viele Kleinigkeiten erlauben kann, die Spaß am Leben bringen, wenn man einzelne wenige, aber dafür sehr teure Luxusartikel verbannt. Daher halt mein Einsatz mit dem "Oben anfangen" und nicht schon beim Kleinkram solch eine Debatte anfangen. Dass man das Wulff-Geld sparen kann und den Präsi-Job ohnehin ist ja klar. Mir geht es eben nur um die Priorität.

  8. #657
    KKC
    Avatar von KKC

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    Darum geht es doch nicht. Es geht darum ob man einem BP, der unehrenhaft aus dem Amt scheidet auch noch 200. Tsd € hinterherwirft.
    Wie will man das der arbeitenden (noch schlimmer der nicht-arbeitenden) Bevölkerung vermitteln.
    Noch mehr Instinktlosigkei unserer Politiker gibt es wohl nicht.

  9. #658
    antibes
    Avatar von antibes
    Würde man hier ein klares Exempel gegen diesen Politiker durchzieht, dann wären in Zukunft nachfolgende Politikergegnerationen nicht mehr sicher, wenn sie in dieser unverantwortlichen Art ihren Job ausüben würden.
    Das ist bestimmt nicht im Sinne der Politiker.

  10. #659
    Avatar von Hermann2

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    Mir ging es in erster Linie um das Gerechtigkeitsempfinden aller Steuerzahler (darum war es fett hervorgehoben)!

    "Wenn`s die da oben so machen, dann darf ich das auch!!!!"
    Und so kann statt der paar Millionen für Wulff und Konsorten ein wesentlich größerer materieller und immaterieller Schaden für uns (der ehrliche Rest) entstehen!

  11. #660
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    Darum geht es doch nicht. Es geht darum ob man einem BP, der unehrenhaft aus dem Amt scheidet auch noch 200. Tsd € hinterherwirft.
    Wie will man das der arbeitenden (noch schlimmer der nicht-arbeitenden) Bevölkerung vermitteln.
    Noch mehr Instinktlosigkei unserer Politiker gibt es wohl nicht.
    Politiker und Instinkt? Das passt doch gar nicht.

    Aber versetz dich doch mal in seine Situation. Bislang ermittelt zwar die Staatsanwaltschaft, aber er ist nach dem Gesetz (noch) unschuldig.
    Er sieht sich ja auch als unschuldig an. Er ist nicht abgetreten, weil er es eingesehen hat, sondern weil er rausgemobbt wurde und daher kein Ansehen im Volk mehr hatte.

    Was würde ich wohl an seiner Stelle sagen: "okay, ich treten zwar widerwillig ab, aber dafür nehme ich jede Menge Kohle mit, ätsch...." Ganz ehrlich: das ist menschlich und würde wohl jeder so machen, der sich selbst tatsächlich für unschuldig und verfolgt hält.
    Was würde eigentlich passieren, wenn er nicht verurteilt wird? Ein Unschuldiger musste gehen....

    Anders sieht die Lage hingegen aus, wenn er schuldig gesprochen wird. Dann sollte er in der Tat so fair sein und sagen: "ja, ich bin halt ein typischer Politiker und habe das Volk verarscht". Ich würde es einfach abwarten.

    Und was dass Vorbild angeht: also, mal ehrlich.... wenn ich hier jedem eine wöchige Reise nach Thailand oder wahlweise in ein anderes Land mit 1.Klasse-Flug und Luxushotel schenken würde... wer würde das ablehnen?
    Würde einer von euch sagen: der Bundespräsident würde das ablehnen, also mache ich das auch. Also Leute... mal ein bisschen mehr Selbstreflexion bitte. Ich würde es jedenfalls annehmen - egal, ob der Präsi ein Vorbild ist oder nicht.

    Meine Moralvorstellungen sind aber auch auf gehobener Ebene. Sollen doch alle Leute mit Pillepalle glücklich werden. Wen schadet das denn wirklich? Entscheidend sind doch die wirklich wichtigen Kungeleien.

    Klar könnte man auch wieder sagen, man muss klein anfangen. Doch dann gilt die Konzentration eben diesen kleinen Dingen und die großen Dinge geschehen dann ungestört im Hintergrund. Das ist doch alles Taktik!
    Das ist wie mit den Bankräubern, die auf einer Straße einen Verkehrsunfall initiieren. Alle schauen dort hin, wären sie dann ungestört die Bank ausrauben können.

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