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Hartz 4 nuechtern

Erstellt von strike, 24.09.2010, 07:18 Uhr · 530 Antworten · 22.442 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Samuirai

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    Warum werden eigentlich Renten und Sozialleistungen laufend gekürzt? Am Haushaltsdefizit kanns nicht liegen, Geld muß da sein. Sonst würde ein Gutenberg doch keine Neumöblierung seiner polit. Residenz im Volumen von 1,2 Millionen € beantragen. Oder Herr Schwesterwelle keine 750.000 € zur Neugestaltung des Lichthofes (Eingangsbereich d. Auswärtigen Amtes), das gerade mal anfang dieses Jahrhundetrts fertiggestellt wurde und da steht wie neu. e.t.c.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von resci

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    Hätte man den toten Banken und anderem sinnlosen nicht fast einen halben Haushaltsetat in den Rachen geworfen, wäre dieses Verschuldungsproblem gar nicht prägnant.
    das staatliche Verschuldungsproblem hat hiermit gar nichts zu tun. Weshalb man diese Banken unterstützen musste liegt auf der Hand, denn dann wäre das komplette Bankensystem zusammengebrochen. Jeder Kleinanleger der auch nur irgendetwas auf der Bank hat, wäre sein Vermögen losgewesen.

    resci

  4. #53
    Avatar von franky_23

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    @ Silom,

    in meinen Augen macht es schon einen Unterschied, ob man von A oder B spricht. Dem Wohngeld liegt nun ein Gedanke zu Grunde, der sich von Harz IV unterscheidet. Wohngeld ist ein Zuschuss um zu verhindern, dass man in die HarzIV Alimentation abrutscht. Das Dumme daran war, dass der mehr bekommen hat, der die Fenster öfters mal offen lies oder sein Heim mit einer Sauna verwechselte.

  5. #54
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Samuirai Beitrag anzeigen
    Warum werden eigentlich Renten und Sozialleistungen laufend gekürzt?
    Seit wann sind 10 EUR mehr Sozialleistungen eine Kürzung?
    Das ist das Merkwürdige an der Sache: Erhöhungen, die nicht auf der Höhe des Erwarteten liegen, werden als Kürzungen empfunden. Es ist alles eine rein psychologische Geschichte. Ganz Deutschland muss mal auf die Couch!

    Dabei müsste es aber Kürzungen geben. Denn wenn alles günstiger wird, warum sollte es da Erhöhungen geben? Entscheidend ist die globale Kaufkraft. Da gibt es Grenzen nach oben. Erhöhungen kann es also nur geben, wenn man anderen Ländern Geld wegnimmt - also alle Nichtdeutschen elendig verhungern lässt. Das ist Sozialpolitik! Oder doch eher Völkermord?

  6. #55
    Avatar von Silom

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    @ Silom,

    in meinen Augen macht es schon einen Unterschied, ob man von A oder B spricht. Dem Wohngeld liegt nun ein Gedanke zu Grunde, der sich von Harz IV unterscheidet. Wohngeld ist ein Zuschuss um zu verhindern, dass man in die HarzIV Alimentation abrutscht. Das Dumme daran war, dass der mehr bekommen hat, der die Fenster öfters mal offen lies oder sein Heim mit einer Sauna verwechselte.
    Franky, ich gebe dir Recht. Nur mit Streichung dieses Zuschusses zieht es wieder mehr Mitbürger in die Hartz IV Schiene.
    Das Problem liegt nicht bei den Hartz IV`lern, ALG I`lern oder Geringverdienern, sondern dem Staat selbst.
    5 €uro ist ein Hohn gegenüber dem Menschen. Der Mensch benötigt keine Almosen, sondern eine Möglichkeit zum Arbeiten, die ansprechend entlohnt wird.

    Die Regierung brüstet sich mit deren Jobwunder und stets fallende Arbeitslosenzahlen. Aber wieviel Personen leben nach wie vor am Existenzminimum, auch wenn sie nicht dem Steuerzahler zur Last liegen? Gehalt- und Lohnerhöhungen liegen im europ. Raum mit Abstand in der unteren Region. Hier wäre die Regierung mit der Wirtschaft gefragt einen Weg zu finden.

  7. #56
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Silom Beitrag anzeigen
    Franky, ich gebe dir Recht. Nur mit Streichung dieses Zuschusses zieht es wieder mehr Mitbürger in die Hartz IV Schiene.
    vielleicht kommt es auch zu einem sparsameren Umgang mit Energie.


    Das Problem liegt nicht bei den Hartz IV`lern, ALG I`lern oder Geringverdienern, sondern dem Staat selbst.
    5 €uro ist ein Hohn gegenüber dem Menschen. Der Mensch benötigt keine Almosen, sondern eine Möglichkeit zum Arbeiten, die ansprechend entlohnt wird.
    Die Möglichkeit haben die meisten, nicht umsonst gibt es viele gutbezahlte Jobs, um die sich die Personen halt bemühen müssen. Das ist nicht Aufgabe des Staates. Das sieht unsere Verfassung anders. Dies ist Aufgabe von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen. Das Problem ist, dass im Zuge der Individualisierung viele Arbeitnehmer sich nicht mehr in Solidarorganisationen zusammenschließen. Überall wo es einen hohen Grad an organisierten Arbeitnehmern gibt, gibt es auch vernünftige Löhne. Dies sind z.B. Metallindustrie, Elektroindustrie, chemische Industrie, .... auch der Bau hat einen Mindestlohn von weit über 10 Euro.



    Die Regierung brüstet sich mit deren Jobwunder und stets fallende Arbeitslosenzahlen. Aber wieviel Personen leben nach wie vor am Existenzminimum, auch wenn sie nicht dem Steuerzahler zur Last liegen? Gehalt- und Lohnerhöhungen liegen im europ. Raum mit Abstand in der unteren Region. Hier wäre die Regierung mit der Wirtschaft gefragt einen Weg zu finden.
    Das ist nicht Aufgabe des Staates die Löhne festzulegen. Da müssen sich halt die Arbeiter mit ihrem Hinterteil halt mal aus dem Sofa bewegen und für ihre Sache eintreten. Offensichtlich kennst du nicht die deutsche Tradition und das Grundgegesetz, dass die individuellen Freiheiten sehr hoch einschätzt. Deutsche Tradition ist, dass sich der Staat primär um Infrastruktur kümmert. Schau dir mal das Straßennetz von D und F an. Auch hat D mit das umfangreichste Schienennetz in Europa.

    Dass die Lohnerhöhungen in Deutschland in den letzten 10 Jahren sehr gering waren bestreitet kaum jemand, ist aber Ausgangspunkt der derzeitigen internationalen Wettbewerbsfähigkeit der dt. Industrie im internationalen Raum. Und international tätige Konzerne zahlen meist ordentliche Löhne, die ein hinreichendes Auskommen ermöglichen. In mehr und mehr internationalen Betrieben wird Sorge getragen, dass die Leiharbeiter adäquat entlohnt werden.

    Auch hier kann es nicht Aufgabe des Staates sein dieses Problem von den Tarifparteien zu lösen.

    Wenn du sagst, dass für einen regulären versichtungspflichtigen Job im Haupterwerb 7 Euro Stundenlohn zu wenig ist, dann stimme ich dir zu, sofern auch eine vernünftige Gegenleistung vom Arbeitnehmer kommt. Es ist nicht Aufgabe des Staates dieses Problem zu lösen.

  8. #57
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Überall wo es einen hohen Grad an organisierten Arbeitnehmern gibt, gibt es auch vernünftige Löhne. Dies sind z.B. Metallindustrie, Elektroindustrie, chemische Industrie, .... .
    Das liegt eher daran, dass die meisten dieser Industriezweige international noch relativ konkurrenzlos sind. Aus ähnlichem Grund verdienen arabische Arbeitnehmer in der Ölbranche ja auch noch gut. Es gibt jedoch kaum noch etwas, was Firmen in anderen Ländern nicht auch oder sogar besser machen als deutsche Firmen. Und dann können die Arbeitnehmer noch so viel streiken und fordern, wie sie wollen. Am Ende entscheidet der Kunde, ob er lieber ein überteuertes minderwertiges Produkt aus Deutschland oder ein günstiges Topprodukt aus Vietnam erwerben möchte. Ich wette, hier im Forum fahren auch nicht alle deutsche Autos oder hören nur deutsche Musik-CDs. Warum begreift den Zusammenhang eigentlich niemand? Liegt das am deutschen Bildungssystem?

  9. #58
    Avatar von wingman

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    Zitat Zitat von Silom Beitrag anzeigen
    Franky, ich gebe dir Recht. Nur mit Streichung dieses Zuschusses zieht es wieder mehr Mitbürger in die Hartz IV Schiene.
    Das Problem liegt nicht bei den Hartz IV`lern, ALG I`lern oder Geringverdienern, sondern dem Staat selbst.
    5 €uro ist ein Hohn gegenüber dem Menschen. Der Mensch benötigt keine Almosen, sondern eine Möglichkeit zum Arbeiten, die ansprechend entlohnt wird.

    Die Regierung brüstet sich mit deren Jobwunder und stets fallende Arbeitslosenzahlen. Aber wieviel Personen leben nach wie vor am Existenzminimum, auch wenn sie nicht dem Steuerzahler zur Last liegen? Gehalt- und Lohnerhöhungen liegen im europ. Raum mit Abstand in der unteren Region. Hier wäre die Regierung mit der Wirtschaft gefragt einen Weg zu finden.
    ein weg aus diesem dilemma westerwelles " arbeit muss sich wieder lohnen" wäre ein angemessener flächendeckender mindestlohn von 9,- euro.
    das ist jede frisörin wert, jede putzfrau etc..
    in der schweiz funktioniert das bestens .....nur das der mindestlohn höher angelegt ist.

  10. #59
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    in der schweiz funktioniert das bestens .....nur das der mindestlohn höher angelegt ist.
    In der Schweiz werden ja auch Unternehmer nicht wie in Deutschland verfolgt und verdammt. In der Schweiz kann man ja auch seine Steuern aushandeln, so dass dort Unternehmer auch gerne für die Gemeinschaft aufkommen. In der Schweiz sind diejenigen, die für die sozial Schwachen aufkommen, auch willkommen und werden nicht wie Hexen verbrannt.

    Zusammengefasst: in der Schweiz arbeiten Arbeitegber und Arbeitnehmer miteinander und nicht gegeneinander wie in Deutschland. Arbeitnehmer werden dort ja auch nicht von Medien und linken Politiker aufgehetzt. Bei so viel Harmonie können die Schweizer dann auch gemeinsam gegen globale Konkurrenz bestehen und hohe Löhne zahlen. In Deutschland herrscht schon lange Bürgerkrieg und das verbrennt natürlich die Kohle zusätzlich. Solange der Egoismus das wichtigste Ziel der Deutschen ist, wird sich das auch nicht ändern.

  11. #60
    Avatar von Sammy33

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    Und dann können die Arbeitnehmer noch so viel streiken und fordern
    Weil hier in German sooooviel gestreikt wird ??
    Schaue dir mal Frankreich od.Italien an.
    Würde sagen unsere Gewerkschaft kann man in der Pfeiffe rauchen.
    Sammy

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