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Hartz 4 nuechtern

Erstellt von strike, 24.09.2010, 07:18 Uhr · 530 Antworten · 22.504 Aufrufe

  1. #471
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Politik vorrangig für das Volk und nicht für Eliten.
    Um es nur mal in einem Satz zusammen zu fassen.
    Wenn Du es in mehreren Sätzen beschrieben haben möchtest, lies Dir das "Ahlener Programm" der CDU mal durch.

    Das Ahlener Programm der CDU der britischen Zone vom 3. Februar 1947, Publikationen, Konrad-Adenauer-Stiftung
    Kenne ich noch gut aus dem Geschichtsuntericht.....

    Es wird immer gesagt, dass Politik für die Eliten gemacht wird...Jetzt frage ich mich, warum das bisle Elite was ich kenne den Firmensitz oder den Wohnort nach Österreich oder in die Schweiz verlegt haben bzw. dies vorhaben?????

  2.  
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  3. #472
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    ...Jetzt frage ich mich, warum das bisle Elite was ich kenne den Firmensitz oder den Wohnort nach Österreich oder in die Schweiz verlegt haben bzw. dies vorhaben?????
    Was willst Du damit sagen?
    Das es bald keine unternehmen mehr in Deutschland gibt, bzw. geben wird?
    Und das mit dem Ahlener Programm, lies es Dir noch mal durch.

  4. #473
    Avatar von Henk

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    Das Ahlener Programm der CDU war ein Schwerpunkt meiner mündlichen Abiturprüfung (hatte 13 Punkte, wusste also ein bisschen Bescheid). Man muss aber den Kontext und vor allem die Zeit in der es entstanden ist berücksichtigen.

    Aber jetzt hilft keine Geschichte, wir diskutieren das jetzt und die Zukunft. Und ich frage mich, ob es Populismus ist oder gerechtfertigte Kritik, dass die Politik sich zu sehr nach den sogenannten Eliten richtet. Ich kann dies für mich nicht klar beantworten. Die Mittelständler die ich persönlich kenne klagen über die Steuerlast, aber vor allem über Bürokratie. Sind meisten absolut auf den Boden gebliebene Menschen. Schließe hier die sogenannte High Society oder SchickiMickis aus, bei deren Verhalten geht mir auch "das Messer im Sack auf".

    Und noch eins. Das alte Sprichwort "von den Reichen lernt man das sparen" stimmt nach wie vor in vielen Fällen. Versuche dies leider erfolglos seit Jahren meiner Thaifrau einzutrichtern

  5. #474
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    ...Man muss aber den Kontext und vor allem die Zeit in der es entstanden ist berücksichtigen...
    Lies es im Kontext der heutigen Zeit, vieles was darin steht, ist aktueller als je zuvor.

  6. #475
    Avatar von Rooy

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    Zitat Zitat von Pee Niko Beitrag anzeigen
    Da tust du wohl daran... weil es nämlich dummes Zeug ist.

    Das Anspruchsdenken von einigen ist inzwischen so ausgeprägt, dass es völlig an der Realität vorbeigeht.
    Als Regalauffüller im Supermarkt ein Lohn von 3000 DM? Spinnerei! Diese Summe habe ich in den 80ern als Bergmann unter Tage verdient, und wir gehörten nicht zu den Einkommenschwächsten.

    Aber es wird mit Händen und Füßen nach Ausreden gesucht, um sich in der sozialen Hängematte auszuruhen.
    Mein spezieller Freund und bekennender Arbeitsverweigerer wingman stellt sogar Beispielrechnungen auf, dass es ihm währendend seinen ALG2 Bezuges völlig unmöglich war, einen Job im Niedriglohnsektor anzunehmen, da seine laufernden Kosten zu hoch sind.
    Deshalb ist es gerechtfertigt, seine Bedürfnisse an der öffentlichen Brust zu stillen. Sollte das auch noch zu wenig sein, gibt es ja noch Möglichkeiten in der Nachbarschafthilfe.
    Das ist kein Blödsinn! Ich habe 1990 als Verkäufer bei KAISERS mit einem Anfangsgehalt von 3000,- DM angefangen ( 38 h ), ungelernt, ich war Hotelfachmann :-) und ich habe im ersten Jahr nur Regale aufgefüllt! Und im Lager mit ner Eisenkugel shaolin Fussball gespielt! Mein Kumpel ist damals ins Kempinski gegangen aber ich hatte keinen Bock mehr... und der " Klofrau" , ja man glaubt es kaum, der ging es gut, Sie hat ja die Scheisse weg gewischt und damals hatten die Gäste noch das Bedürfnis und den Anstand dieses mit einem guten Tip zu vergüten!
    Hartz4 ist nicht viel, aber eine Familie kann davon leben ( selbst erlebt ), die Perversion ist aber das es Arbeit gibt die weniger einbringt....
    Wir leben in einer Marktwirtschaft, was heisst mit wenig Aufwand das Maximum zu erzielen! Das Problem ist, das Maximum ist für viele H4 !!!!

  7. #476
    Avatar von wingman

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    vorgestern lief eine reportage über die gurkenernte auf den sogenannten gurkenfliegern. der stundenlohn liegt bei 3,70 euro. neben zumeist polnischen saisonarbeitern waren auch einige deutsche dabei.
    die leute haben meinen vollen respekt. ich würde den job aufgrund meines moraden rückens und meines defekten knies nicht mehr schaffen.
    leben kann man davon allein sicher kaum....................
    trotz allem war diese sendung ein interessanter einblick.

  8. #477
    Avatar von andydendy

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    Zitat von Pee Niko
    Da tust du wohl daran... weil es nämlich dummes Zeug ist.

    Das Anspruchsdenken von einigen ist inzwischen so ausgeprägt, dass es völlig an der Realität vorbeigeht.

    Als Regalauffüller im Supermarkt ein Lohn von 3000 DM? Spinnerei! Diese Summe habe ich in den 80ern als Bergmann unter Tage verdient, und wir gehörten nicht zu den Einkommenschwächsten.

    Aber es wird mit Händen und Füßen nach Ausreden gesucht, um sich in der sozialen Hängematte auszuruhen.

    Mein spezieller Freund und bekennender Arbeitsverweigerer (gelöscht) stellt sogar Beispielrechnungen auf, dass es ihm währendend seinen ALG2 Bezuges völlig unmöglich war, einen Job im Niedriglohnsektor anzunehmen, da seine laufernden Kosten zu hoch sind.
    Deshalb ist es gerechtfertigt, seine Bedürfnisse an der öffentlichen Brust zu stillen. Sollte das auch noch zu wenig sein, gibt es ja noch Möglichkeiten in der Nachbarschafthilfe.


    Das Problem ist doch hier, das einige wollen das man für einen Hungerlohn arbeitet, aber gleichzeitig ohne soziale Hilfe auskommen soll. Dann wird gerne von mangelnde Bildung
    gesprochen, was auch nicht wieder den Tatsachen entspricht. Man sollte den Mindestlohn auf 10,- € festlegen, egal welche Branche. Das können die Unternehmen auch problemlos zahlen.
    Minijob und und ein € Jobs sofort abschaffen, gernerell darf zusätzlich jeder einen Nebenjob haben, wenn es in der Familie einen Hauptverdiener gibt.
    Rentenkasse wird umgehend wieder auf den Stand incl. Zinsen gebracht, bevor man sie geblündert hat.

    Bin für weitere Vorschläge offen, ohne das hier einige Member persönlich werden. Das Geld ist da, Porsche hat den grössten Umsatz in der Firmengeschichte eingefahren.

  9. #478
    antibes
    Avatar von antibes
    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    vorgestern lief eine reportage über die gurkenernte auf den sogenannten gurkenfliegern. der stundenlohn liegt bei 3,70 euro. neben zumeist polnischen saisonarbeitern waren auch einige deutsche dabei.
    die leute haben meinen vollen respekt. ich würde den job aufgrund meines moraden rückens und meines defekten knies nicht mehr schaffen.
    leben kann man davon allein sicher kaum....................
    trotz allem war diese sendung ein interessanter einblick.
    Die polnischen Arbeitskräfte wollen im nächsten Jahr nicht mehr dort arbeiten. Mag sein daß die "Spreewälder Gurken" aufgrund des niedrigen Lohnes so günstig sind. Nur als die Arbeiter- und Arbeiterinnen 10-12 Stunden auf der kaltfeuchten Pritsche lagen, konnte ich mir die Folgeschäden für Arbeiter und später für die Allgemeinheit sehr gut vorstellen.
    Das ist so eine der vielen Milchmädchenrechnungen, denen die Hardliner um Hartz4 gerne unterliegen. Letztendlich dienen diese Arbeitsverhältnisse nur dem Unternehmer, dem Steuerzahler nur kurzfristig.

  10. #479
    Avatar von Thaimax

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    Zitat Zitat von antibes Beitrag anzeigen
    Das ist so eine der vielen Milchmädchenrechnungen, denen die Hardliner um Hartz4 gerne unterliegen. Letztendlich dienen diese Arbeitsverhältnisse nur dem Unternehmer, dem Steuerzahler nur kurzfristig.
    Eigentlich ist es gar keine Milchmädchenrechnung.... zumindestens nicht aus der Sicht der Regierungsparteien. - Die Folgeschäden und enormen Kosten kommen erst viele Jahre später zum Tragen, da ist das politisch absolut kein Thema mehr.

    Und zum Zeitpunkt der Entscheidung ist den Regierungsparteien der Jubel der Michels gewiss. - Es gibt weniger Arbeitslose, und so richtig zum in die Hände Klatschen bringt man die Michels damit, dass man endlich diese faulen Tagediebe von Arbeitslosen zur Arbeit zwingt. - Das bringt viele Stimmen. Der Jubel ist gewiss.

  11. #480
    Monta
    Avatar von Monta
    Ein Beitrag aus SPON, der mich sehr angesprochen hat.


    Zitat (Beitrag #8):
    "In einer Individualgesellschaft Menschen für jeden mm² ihrer Lebensführung auf Euro und Cent vorzurechnen, was sie zu brauchen haben, KANN nicht Inhalt eines soziokulturellen Existenzminimums sein.

    Der Sinn von Pauschalisierung wird ebenfalls restlos auf den Kopf gestellt, wenn in allem obskur ermittelte Minimalbeträge angesetzt werden - denn Pauschalisierung ist ja eine Folge der Unmöglichkeit exakter Bedarfserfassung und muss deren Unwägbarkeit durch eine Mittelwertbildung ersetzen, die nicht vom Sparwahn sondern von Vernunft geprägt ist...


    Menschen sind verschiedenen, haben verschiedene Lebenssituationen und es gibt regionale Unterschiede usw. Einer braucht mehr zum Essen, andere sind krank oder haben Allergien, der nächste hat ungünstige Kleidergrößen, andere eben einfach mal Pech, weil etwas Teures kaputt geht etc.


    Viele müssen einen Teil ihres Regelbetrages für Miete abzwacken, da es keinen oder nicht genügend Wohnraum für die gezahlten KdU gibt - und obendrein Umzugskosten in einem derart lächerlichen Umfang erstattet werden, dass man praktisch von Nichterstattung sprechen muss.


    Und damit nicht genug. Was bitte hat es mit soziokulturellem Existenzminimum zu tun, wenn der Berufstätige bei zusammenlebenden Paaren für seinen Partner aufkommen muss, bis er selbst fast an den Hartz-Rand gedrückt ist? Hieran zerbrechen selbst Partnerschaften, die unter normalen Umständen durchaus stabil und tragfähig wären.


    Folge: Leute in Arbeit werden einen möglichst weiten Bogen um jene machen, die weniger glücklich dran sind. All das ist nicht sozio-kulturell, sondern klar das Gegenteil davon... Zusammen mit fortschreitender "Bezahlbildung" kann das nur zu einem Desaster führen: gesellschaftliche Ghetto-Bildung - mit all ihren Folgen...


    Und "zufälligerweise?" arbeiten all die zahlreichen anderen Zwangsvorschriften in diesem unerträglichen Gesetzesunrat in die gleiche Richtung: Zerstörung von Beruf, Lebensleistung, Lebensumgebung und Selbstbewusstsein der Menschen, die nichts weiter verbrochen haben, als grade mal keine ordentlich bezahlte Arbeit zu finden.


    Durch und durch widerlich... und ich schäme mich dafür, was dieses Land aus seinen Möglichkeiten gemacht hat. Die ersten Folgen des bereits angerichteten gesellschaftlichen Flurschadens werden bereits sichtbar - Und es wird noch VIEL schlimmer kommen, wenn sich arme arbeitende Menschen weiter gegen arme nicht arbeitende aufhetzen lassen und dabei übersehen, wo die Feinde einer vernünftigen menschenwürdigen Gesellschaft wirklich hocken."

    SPIEGEL ONLINE Forum - Hartz-IV-Reform: Von der Leyen lenkt im Streit mit Ländern ein

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