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Hartz 4 nuechtern

Erstellt von strike, 24.09.2010, 07:18 Uhr · 530 Antworten · 22.470 Aufrufe

  1. #351
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Funktioniert so wie bei den 400 Euro Jobs?
    Das ist doch ein Missbrauch ohne Ende.
    Bei den Minijobs gélten die gleichen gesetzlichen Kündigungsfristen wie bei "normalen" Arbeitsverhältnissen...nur wenige wissen das.

  2.  
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  3. #352
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Rooy Beitrag anzeigen
    Die ganze Hartz4 Debatte kommt doch erst zustande seit dem Arbeit sich nicht mehr lohnt! Früher ist man auch, halt etwas später in Arbeitslosenhilfe und dann in die Sozialhilfe versunken. Und ich kenne noch Leute aus DM Zeiten die hatten nach Abzug, von Ihrer Arbeitslosenhilfe, von Miete, Strom, Telefon noch 200 DM im Monat übrig. Da hat aber keiner nach gekräht! Und warum nicht? Weil man selbst im Supermarkt als Regalauffüller ein Bruttogehalt von knapp 3000 DM bekam!
    Selbst ne Klofrau im Kempinski hat Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld bekommen und konnte im Urlaub nach Mallorca fliegen.
    Und wie ist es jetzt?!!
    Im Supermarkt arbeiten Studenten die die Regale fürn Appel und Ei auffüllen, Klofrauen gibt es nicht mehr, sind jetzt billige 6 Euro Stundenlohn zahlende "Dienstleistungsunternehmen" deren Angestellte noch Hartz4 aufstocken müssen!
    :-)
    Das glaube ich nicht!

  4. #353
    Avatar von Pee Niko

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    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    Das glaube ich nicht!
    Da tust du wohl daran... weil es nämlich dummes Zeug ist.

    Das Anspruchsdenken von einigen ist inzwischen so ausgeprägt, dass es völlig an der Realität vorbeigeht.
    Als Regalauffüller im Supermarkt ein Lohn von 3000 DM? Spinnerei! Diese Summe habe ich in den 80ern als Bergmann unter Tage verdient, und wir gehörten nicht zu den Einkommenschwächsten.

    Aber es wird mit Händen und Füßen nach Ausreden gesucht, um sich in der sozialen Hängematte auszuruhen.
    Mein spezieller Freund und bekennender Arbeitsverweigerer wingman stellt sogar Beispielrechnungen auf, dass es ihm währendend seinen ALG2 Bezuges völlig unmöglich war, einen Job im Niedriglohnsektor anzunehmen, da seine laufernden Kosten zu hoch sind.
    Deshalb ist es gerechtfertigt, seine Bedürfnisse an der öffentlichen Brust zu stillen. Sollte das auch noch zu wenig sein, gibt es ja noch Möglichkeiten in der Nachbarschafthilfe.

  5. #354
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    Bei den Minijobs gélten die gleichen gesetzlichen Kündigungsfristen wie bei "normalen" Arbeitsverhältnissen...nur wenige wissen das.
    Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, ... Urlaubsanspruch, ... u.U. Feiertagsvergütung. Wenn im Betrieb urlaubs- und Weihnachtsgeld geregelt ist, dann im Grunde auch dies, ....

  6. #355
    Avatar von kruegerdennis18

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    Hier mal meine Meinung zum Thema:
    Ich finde, dass die geplante Erhöhung um nur 5 Euro völlig ausreichend ist. Ich bin ganz klar der Meinung, dass Menschen die arbeitslos sind auf jeden Fall in unserem Sozialstaat aufgefangen werden sollten, gleichzeitig aber auch immer der Anreiz gegeben sein muss, dass diese Menschen wieder arbeiten gehen wollen. Und wenn dann manche Arbeitnehmer kaum mehr als ein Hartz4-Empfänger am Ende des Monats haben, so ist das traurig. Deshalb reicht diese Erhöhung vollkommen aus, wer gut wirtschaftet, der kommt auch mit dem Geld aus.

  7. #356
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    ich brauche allein 200,- euro an treibstoffkosten. 354,- euro warmmiete, 68,- strom = bis jetzt 622,- euro, 34,- euro monatlich umgerechnet steuern versicherung auto, 20,- euro internet, 20euro telefon.............ich rechne und ich habe bestimmt noch nicht alles = 696,- euro. verbleiben gerade noch 240,- für 2 personen im monat.
    ich bezweifele das unser conrad dafür arbeiten würde/könnte. seine ausgaben sind garantiert erheblich höher.

    .
    Als Ungelernter wird wohl kaum ein Arbeitgeber mehr als 1000 € netto zahlen, andererseits weiß ich nicht, wie es genau aussieht in einzelnen Branchen. Baubranche, Einzelhandel, Metallbranche usw. Wenn ein Arbeitgeber dringend jemanden sucht, weiß er, dass der dann irgendwie zur Arbeit kommen muß und wenn er sich nicht an den Kosten beteiligt, wird er halt niemanden finden. Pauschal kann man das so aus dem Hut nicht beurteilen, es kommt auf die Branche an, auf die Region usw.

    Für einen gelernten Metallfacharbeiter mit abgeschlossener Lehre, der Drehen und Fräsen kann, auch CNC-Maschinen programmieren kann, selbständig nach Zeichnung auch schwierigere Werkstücke allein herstellen kann, halte ich 1500 € netto für gerade noch ausreichend. Was heutzutage da bezahlt wird, Region Stuttgart z.B., wo ja sehr viel Industrie ist, da sollten 1500 Netto schon drin sein.

    Zumindest geht ja die Arbeitslosigkeit zurück, momentan sinds noch 3 Mio., kann sein, dass es mit der Hartz-Reform doch ganz gut funktioniert. Mit einer völlig unflexiblen Beamtenmentalität und Anspruchsdenken kommt man als Arbeitnehmer sicher nicht weit u. kriegt Streß mit dem Jobcenter. Wenn man schon Ansprüche an die Arbeitgeber hat, sollten auch die entsprechenden aussergewöhnlichen Fertigkeiten vorhanden sein.

  8. #357
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von Henk Beitrag anzeigen
    Bei den Minijobs gélten die gleichen gesetzlichen Kündigungsfristen wie bei "normalen" Arbeitsverhältnissen...nur wenige wissen das.
    Hier meinte ich nicht die Kündigungsfristen.
    Normale Vollzeitjobs werden massenweise vernichtet und in Minijobs umgewandelt, die kaum Sozialbeiträge generieren.
    Nicht im Sinne des Erfinders.

  9. #358
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Rooy Beitrag anzeigen
    Die ganze Hartz4 Debatte kommt doch erst zustande seit dem Arbeit sich nicht mehr lohnt! Früher ist man auch
    Wenn es sich nicht lohnt zu arbeiten, dann ist die Stütze zu hoch.

    So werden das jedenfalls diejenigen sehen, die darüber zu bestimmen haben, wie hoch die Stütze ist. Und ob nun SPD, Grüne, FDP oder CDU darüber zu bestimmen haben ist egal, weil Grüne u. SPD das genauso sehen.

    Tja und früher.............

  10. #359
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    ...Wenn man schon Ansprüche an die Arbeitgeber hat, sollten auch die entsprechenden aussergewöhnlichen Fertigkeiten vorhanden sein.
    Im Niedriglohnbereich unter 8 Euro / Std. arbeiteten 2007 über 5 Millionen Menschen. (wird heute entsprechend mehr sein)
    Jetzt wird immer wieder behauptet, dass dies eben bei ungelernten Arbeitskräften "normal" wäre, wenn die Löhne für diese auch nicht hoch wären.
    Nur, wie viele Ungelernte sind es, die im Niedriglohnsektor arbeiten und wie viele mit Berufsausbildung?
    Gebt mal eure "gefühlten" Zahlen dazu an.
    Die entsprechende Statistik werde ich dann schon nachschieben.

  11. #360
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Wenn es sich nicht lohnt zu arbeiten, dann ist die Stütze zu hoch.
    So werden das jedenfalls diejenigen sehen, die darüber zu bestimmen haben, wie hoch die Stütze ist....
    Das letzte Wort wird dabei aber das Verfassungsgericht haben.
    Unser Grundgesetz fordert ein menschenwürdiges Existenzminimum, was zu gewähren ist, wobei die Teilnahme am sozio-kulturellen Leben nicht ausgeklammert werden darf.
    Dieses Existenzminimum ist nachvollziehbar und transparent zu berechnen (und nicht (nur) politisch zu bestimmen).
    Ergibt sich da ein zu geringer Abstand, oder gar keiner, zu den untersten Lohngruppen, so sind diese eben zu niedrig und die Politik hat alle Anstrengungen zu unternehmen Rahmenbedingen zu schaffen,
    dass diese Lohngruppen angehoben werden und eine Vollzeitarbeit wieder auskömmlich ist und man ohne staatliche Subventionen / "Aufstockungen" davon leben kann.

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