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Hartz 4 nuechtern

Erstellt von strike, 24.09.2010, 07:18 Uhr · 530 Antworten · 22.407 Aufrufe

  1. #331
    Avatar von Thaimax

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Sag Du es mir.
    Angeblich soll der Anteil an "Leiharbeit" ja nur 3 % betragen.
    Muss da noch mal googeln. Weißt Du da mehr?
    Nicht länderspezifisch, ich weiss nur, dass es für kurze Projekte attraktiver erscheint einer Leiharbeitsfirma für jemanden, der keine 1000 Euro im Monat bekommt, 30 Euro die Stunde zu bezahlen, als den Typen selber einzustellen. - Ist in Österreich auch so, nur mit dem Unterschied, dass da die Leute oftmals mehr verdienen (durch Trennungsgeld zb.) als die Leute, die bei der Firma fix beschäftigt sind. Dürfte ein deutsches Phänomen sein, denn auch in den Niederlande ist Leiharbeit für die Beschäftigten nicht wirklich unattraktiv.

  2.  
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  3. #332
    Monta
    Avatar von Monta
    Was würde mit der Zeitarbeit in Deutschland passieren, wenn per Tarifvertrag oder Gesetz flächendeckend der gleiche Lohn wie für die Stammbelegschaft bezahlt werden müsste?
    Evtl. noch einen Zuschlag für die notwendige Flexibilität, wie in Frankreich?

  4. #333
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Nehmen wir mal die Frisörläden an. Deren Konkurrenz sind ja nicht international, sondern privat. Dank vieler neuer Geräte kann heutzutage ja praktisch jedes Kind Haare schneiden. bei mir macht es z.B. meine Frau, weil wir einen wunderbares Schneidegerät für 5 EUR haben. Auch in Deutschland hatte ich jahrelang einen Privatfrisör. Und ich bin ja kein Einzelfall.
    Zudem gibt es mittlerweile in Großstädten 5 Frisöre auf 100 Meter.

    du haust aber auch alles blind durcheinander.

    In den Städten gibt es relativ viel Frisöre, das es kaum nennnenswerte private Konkurrenz gibt.

    Was machen die meisten Frisördamen seit Jahrzehnten? Och bei der Freundin, und da schneide ich mal privat, sprich arbeite schwarz und hintergehe meinen Chef, Entziehe mich Sozialabgabenlast und der Versteuererung meines Einkommens. Dies ist asozial. Wenn sie einen Hausservice anbietet, dann soll die Frau dies doch als Gewerbe anmelden. Das hintert sie nicht für einen anderen Chef auf Lohnsteuerkarte zu arbeiten.

    Dieses asoziale Getue dient Knarf dann noch als Leitlinie für adequates Handeln. Ich versteuere alle meine Einkünfte.




    Und ich weiß aus eigenen Erzählungen und aus Talkshows, dass die Preis für einen einfachen Herrenhaarschnitt auf über 20 EUR müssten, wenn die Frisöre den Lohn zahlen müssten, den alle fordern. Derzeit liegt er wohl bei 5-10 EUR. Welcher Mann in der normalen Einkommensschicht würde denn dann noch zum Frisör gehen?
    Und gerade in der Frisörbranchen lässt sich Schwarzarbeit ja fast nicht nachweisen.
    hier in einer Gegend mit relativ niedrigen Preisen für den Frisör liegt der Trockenhaarschnitt so ca. bei 10 Euro für den Mann.



    Und ich kenne keinen Friseurmeister, der sein Vermögen täglich nach Liechtenstein transferiert. Die leben garantiert nicht in Goldwannen
    da du deine Infos ja primär aus talk shows ziehst, dürftest du überhaupt keinen Frisörmeister mit eigenen Salon kennen. Logisch, dass du dann auch keinen kennst der sein Geld ausser Landes schafft.


    , warum Frisörbesuche plötzlich 100 EUR kosten. Das würde wieder als Wucher an den Kunden ausgelegt werden.
    dann frag doch einfach mal was so im Schnitt mit waschen legen fönen, tönen, ... so kostet.

    was du nicht kapierst ist der Umstand, das die Branche überwiegend im Niedriglohnsektor angesiedelt ist. Von Ausnahmen abgesehen.

  5. #334
    Monta
    Avatar von Monta
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    ...Was machen die meisten Frisördamen seit Jahrzehnten? Och bei der Freundin, und da schneide ich mal privat, sprich arbeite schwarz...
    Seriöse Statistik mit Link?

  6. #335
    Avatar von kcwknarf

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    Der sogenannte "Kündigungsschutz" ist genauso Heuchelei wie vieles andere auch in der BRD. Wenn überhaupt sollte man das Abfinderungssicherung nennen. Aber es gibt so gut wie niemanden, der nach einer Kündigung wieder eingestellt werden musste.
    Nur gibt es anscheinend noch Firmen, die das nicht wissen und deshalb Angst davor haben. Zudem erspart man sich natürlich die Wutausbrüche der Gekündigten, die Tränen, die Anwaltskosten, die Gerichtstermine etc. Zeitarbeiter sind also wohl eher eine eine mentale Erleichterung.

  7. #336
    Avatar von Thaimax

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    Zitat Zitat von Monta Beitrag anzeigen
    Was würde mit der Zeitarbeit in Deutschland passieren, wenn per Tarifvertrag oder Gesetz flächendeckend der gleiche Lohn wie für die Stammbelegschaft bezahlt werden müsste?
    Evtl. noch einen Zuschlag für die notwendige Flexibilität, wie in Frankreich?
    Es würde für ein bissl mehr Gerechtigkeit gesorgt werden.

    Das Schlimme ist ja, dass man nie das Rad neu erfinden muss, sondern einfach bei vielen Regelungen in Nachbarländer schauen kann, in denen es funktioniert, und dann einfach nur nüchtern betrachten muss, was dagegen spricht das auch im eigenen Land umzusetzen. - Leider ist die Antwort auf das "dagegen" viel zu häufig der erfolgreich betriebene Lobbyismus. - In einer Demokratie wäre sowas zb. nicht möglich, zumindestens nicht in so einem Ausmass.

    Zeitarbeit ist ja per se nix Schlechtes, funktioniert ja in einigen Ländern sehr gut, und auch zur Zufriedenheit der Zeitarbeiter. - Dass es in Frankreich einen "Flexibilitätszuschlag" gibt wusste ich nicht, zeigt mir aber, dass es ausser in den Niederlanden, Österreich und Belgien in noch einem Land funktioniert...

  8. #337
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Dieses asoziale Getue dient Knarf dann noch als Leitlinie für adequates Handeln. Ich versteuere alle meine Einkünfte.
    Ich versteuere auch meine Einkünfte. Man mag das asozial von Menschen finden, wie man will. Es ist aber breitflächiger Status Quo, der nicht einfach so abzuschaffen ist. Im Gegenteil. Es wird immer leichter, selber etwas zu produzieren. Technik und Anleitungen im Internet machen es möglich. Ich bin z.B. seit einigen Jahren Arzt. Ich hätte nie gedacht, wie einfach es ist, Symptome selbst Krankheiten zuzuordnen (also indirekt selbst - natürlich durch die erfahrenen Experten im Internet). Selbst wenn man der Sache nicht ganz traut, ist man bei einem zusätzlichen Arztbesuch besten vorbereitet und kann dem Mediziner dann auch richtig auf den Zahn fühlen. Das ist einfach irre! Irre gut.

    Als Softwareentwickler sehe ich die Sache realistisch: heutzutage kann das jeder ............. mit 10 Jahren. Im Internet gibt es Tipps, Anleitungen und Vorlagen ohne Ende. Ich wäre doch bescheuert, heutzutage noch nach einer Festanstellung zu suchen.

    Private Freundschaftsdienste und gewerbliche Dienstleistungen verschwimmen immer mehr. Ich habe ja schon mal prophezeit: bald ist jeder ein Allrounder mit Heimbüro, der alles anbieten kann. Da sind festangestellte Mitarbeiter völlig out. Aber es entstehen vielfältige Chancen für alle. Es entstehen auch neue Berufsfelder und Möglichkeiten. Bürosharing ist angesagt. Dann gibt es auch keine Löhne mehr, sondern Erfolgsentgelt. Die Grenzen zwischen angestellt und selbstständig werden auch weiter verschwimmen.

    Und auf diese Jobs der Zukunft sollte man sich langsam vorbereiten. Ein Verhindern geht nicht. Man braucht auch nicht zu diskutieren, ob man das gut oder schlecht findet. Nur: wie geht man dann damit um?

  9. #338
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Und auf diese Jobs der Zukunft sollte man sich langsam vorbereiten. Ein Verhindern geht nicht. Man braucht auch nicht zu diskutieren, ob man das gut oder schlecht findet. Nur: wie geht man dann damit um?
    Die Jobs für die Zukunft gehören nicht den Stümpern sondern Profis.


    Wer sich wegen Eigendiagnosen schon als Arzt bezeichnet leidet an Realitätsverlust. Und in 90 % der Erkrankungen mag dies ja möglich sein, doch teiweise benötigst du doch noch einen Arzt, der was kann halt.

  10. #339
    Avatar von Thaimax

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Da sind festangestellte Mitarbeiter völlig out. Aber es entstehen vielfältige Chancen für alle. Es entstehen auch neue Berufsfelder und Möglichkeiten. Bürosharing ist angesagt. Dann gibt es auch keine Löhne mehr, sondern Erfolgsentgelt. Die Grenzen zwischen angestellt und selbstständig werden auch weiter verschwimmen.

    Und auf diese Jobs der Zukunft sollte man sich langsam vorbereiten. Ein Verhindern geht nicht. Man braucht auch nicht zu diskutieren, ob man das gut oder schlecht findet. Nur: wie geht man dann damit um?
    Gut, das betrachte ich eigentlich auch als Fakt. Persönlich, also auf mich bezogen, finde ich es gut, weil es mir Möglichkeiten eröffnet, allgemein halte ich es jedoch für eine Katastrophe, weil mindestens die Hälfte der Bürger für sowas nicht fit genug sind. - Und mit fit meine ich nicht die schulische Ausbildung, sondern den kreativen Teil, der einem imho angeboren ist, oder halt nicht angeboren ist. - Und genau daraus ergibt sich auch, wie "man" damit umgeht, nicht umgeht, oder inwieweit man das ignorieren wird. "Wird" deswegen, weil wir ja noch nicht soweit sind, oder halt nur zum Teil schon in dieser Realität angelangt sind, Stichwort Ich-AGs.

  11. #340
    Avatar von Conrad

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    Wenn es keine Kündigungsfristen geben würde oder die Kündigungsfrist nur maximal 1 Woche wäre, würde es keine Zeitarbeitsfirmen geben. Die wären dann nämlich überflüssig.

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