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Grüne Steuerpläne

Erstellt von Henk, 29.04.2013, 07:23 Uhr · 304 Antworten · 15.986 Aufrufe

  1. #281
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Trittin hat in einem Interview klargestellt, dass nach den Plänen der GRÜNEN für alles, was man essen und für alles, was man lesen kann, auch künftig der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% gilt. Für alle anderen Produkte und für Dienstleistungen soll der volle Steuersatz von 19% gelten.

    Jürgen Trittin im Interview: "Bahn soll bei 30 Minuten Verspätung zahlen"
    Tritt ihn: In der Gastronomie gilt heute schon der volle Mehrwertsteuersatz. Und das bleibt auch so, auch bei McDonalds.

    Schade nur, dass Mc Doof knapp 50% seines Umsatzes im Gegensatz zur klassischen Gastronomie mit dem reduzierten Steuersatz (ausser Haus Verkauf) generiert... Immer wieder lustig, wie wenig Sachverstand bei der grünen Parteispitze herrscht....

  2.  
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  3. #282
    Avatar von strike

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    Es gibt sie doch noch, die kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten und vor allem Konsequenzen bei der Umsetzung der GRÜNEN Steuerpläne selbst bei den eigentlich linientreuen Medien:

    Green Brother is Watching You!
    Kommentar von Reinhard Schlieker

    Die grüne Lebenswirklichkeit soll den Rest der Republik einholen, so hat es der Grünen-Parteitag am Wochenende ins Wahlprogramm geschrieben – nicht wörtlich, natürlich, aber so ist es gemeint.
    Das neue Wahlprogramm der Grünen zielt bewusst auf das Leben der Bürger als Ganzes, es zielt auf Umerziehung und Formung schon im Kindesalter, und dazu braucht man einen nicht nur starken, sondern einen alles dominierenden Staat.

    Die Grünen setzen auf obrigkeitliche Steuerung mit Hilfe von Steuern, auf ein Gesellschaftsmodell, in dem nicht sein kann, was nicht sein darf. Von politischer Korrektheit, moralinsaurem Weltverbesserungswahn bis hin zu einer planwirtschaftlichen Organisation des Wirtschaftslebens ist alles drin, was der grüne Wähler vermutlich in genau dieser Radikalität haben will.

    Viele Minderheiten werden gestärkt, seien es vermeintlich benachteiligte Mitglieder dieser Gesellschaft: Einwanderer, Homo5exuelle, Genießer von Hanfprodukten oder Transgender-Bewegte, und dann jene Leute, die nichts anderes zu tun haben als darüber zu rätseln, wie man die deutsche Sprache am nachhaltigsten verhunzen kann mit großen "I" mitten im Wort und so weiter. Frauen stehen natürlich unter besonderem Schutz, obwohl die natürlich streng genommen keine Minderheit sind.

    Zaghafte Erinnerungen von Grünen aus dem Süden der Republik, dass die Bundesrepublik keine studentische Wohngemeinschaft mit experimentellem Zusammenleben auf Trial-and-Error-Basis ist, verhallen.
    Dabei wären die nachdenkenswert. Dass die Grünen das Früchteangebot der Supermärkte im Winter regulieren wollen, geschenkt. Ob sie Kunst und Kultur von unten beflügeln, sollen sie doch. Aber abgesehen davon enthält das Wahlprogramm eine Menge Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für das Bundesverfassungsgericht.

    Die künftige Steuerbelastung von Leuten, die mehr als 5.000 Euro im Monat verdienen und eventuell noch ein paar Ersparnisse haben, geht an die Substanz – im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich regen sich Handwerkerschaft und Familienunternehmer auf über neue Steuern, die einen mutigen Schritt in Richtung Beschlagnahme bedeuten.

    Die Raffgier der obrigkeitsgläubigen Grünen ist aber damit auch beim Normalverdiener angekommen, der schon bisher den Laden am Laufen hielt, inklusive energiepolitischer Marotten und der Finanzierung alltäglichen Wahnsinns aus Berlin und Brüssel. Natürlich würde die Umsetzung solch eines staatlichen Raubzuges die Wirtschaft massiv schädigen – untergehen würde das Land aber nicht.

    Da ist noch viel Luft nach unten. Viel wichtiger sind die ideellen, die staatsphilosophischen Verheerungen, die ein solches Programm anrichtet: Leben wir damit noch in einer freiheitlichen Gesellschaft?
    Den MitgliederInnen der Grünen ist es erkennbar recht, mehr Steuern zu zahlen, denn sie glauben die Mär vom armen Staat und seinen guten Werken. Ihr Frontmann Ströbele äußerte kürzlich, wenn man Sozialhilfebeziehern ein Leben mit 430 Euro im Monat zumute, dann seien 5.000 doch mehr als reichlich.

    Die Zahlen sind so natürlich nicht richtig und nicht vergleichbar, aber egal: das ist ganz klar die Botschaft: Der Staat soll bestimmen, was genug ist für jeden. Und der Staat brauche mehr Geld, meinte Ströbele noch. Leider vergaß der Reporter zu fragen, ab welchem Punkt denn der Staat mal genug habe, das hätte man doch gern noch erfahren. Irgendwo zwischen hier und 100 Prozent Steuersatz müsste das ja wohl mal erreicht sein, oder?

    Dass der Staat mehr verschwendet als alle Steuersünder zusammen jemals hinterziehen können, kommt den einstigen Protestparteilern nicht in den Sinn. Jeden Nonsens soll er weiterhin machen dürfen, Hauptsache es steht "nachhaltig" drauf. Oder "bio".

    Dass die Regelung aller Lebensumstände durch überwachende Behörden und Institutionen nicht das Gesellschaftsmodell einer freiheitlichen Demokratie sein kann, war einst gerade bei den Grünen Konsens. Noch heute steht ja im Programm, "ziviler Ungehorsam" sei mitunter nötig in einer Demokratie. Man sollte den Grünen eine ordentliche Dosis genau dieser Medizin verabreichen.


    Es macht Mut, zu sehen, dass es noch ein paar Leute gibt, die sich die Details und vor allem die Motivation anschauen und das Ergebnis nicht politisch korrekt verschweigen ........

    Trittin: 90 Prozent der Bürger werden entlastet - heute-Nachrichten



    Vielleicht macht ja irgendjemand noch einen Thread zu FDP, LINKEN und/oder C[S|D]U auf.
    Dann sind wir vollständig ;)

  4. #283
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen

    Die künftige Steuerbelastung von Leuten, die mehr als 5.000 Euro im Monat verdienen und eventuell noch ein paar Ersparnisse haben, geht an die Substanz – im wahrsten Sinne des Wortes.
    Der Verfasser des Kommentar ist der Börsenexperte im ZDF. Für den ist natürlich ein Einkommen von 5000 Euro im Monat normal und deshalb meint er, dass man hier die Steuer nicht erhöhen darf.

    Dass die Masse der Bürger ein geringeres Einkommen hat und diese Masse der Bürger von den Plänen der GRÜNEN bei der Steuer nicht betroffen ist, verschweigt er natürlich in seinem Kommentar.

  5. #284
    Avatar von Yogi

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    Der Kommentar geht runter wie Öl.

  6. #285
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    ... ein Einkommen von 5000 Euro im Monat ...

    Fairerweise muss man (wieder!) sagen, dass es - sollten die Plaene Wirklichkeit werden - nicht bei 5.000 €/brutto/Monat losgeht, sondern ab 4.351 €/brutto/Monat der Zugriff gilt.
    Auch wenn man es nicht Steuer nennt.
    Vermisst wird das bei den Betroffenen dennoch werden.
    Aber das hatten wir ja schon einmal.

    Mir ging es aber viel mehr um das Fazit des Kommentierenden.
    Unabhängig von irgendwelchen diskutierten Einkommensgrenzen (die immer und vielen willkuerlich erscheinen werden): die Regelung der Lebensumstände, die Organisation der eigenen Familie durch Behörden und Institutionen widerspricht fuer mich in der Tat dem Gesellschaftsmodell einer freiheitlichen Demokratie.

    Ideologisch dominierte Familienmodelle - zumal wenn sie sozialistisch-kommunistischen Anstrichs sind - sollten eigentlich jeden muendigen Buerger aufschrecken. Denn eine sozialistische Demokratie haben wir vor nicht allzu langer Zeit gerade erst hinter uns gelassen haben.....

  7. #286
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Ideologisch dominierte Familienmodelle - zumal wenn sie sozialistisch-kommunistischen Anstrichs sind - sollten eigentlich jeden muendigen Buerger aufschrecken. Denn eine sozialistische Demokratie haben wir vor nicht allzu langer Zeit gerade erst hinter uns gelassen haben.....
    Die einzige "Umerziehung", die ich bei den GRÜNEN erkennen kann, ist die Förderung eines umweltbewußten Verhalten. Dass in Sachen Umwelt Deutschland bei den Industriestaaten eine führende Stellung einnimmt, ist sicher zum Teil den GRÜNEN zu verdanken.

    Wenn ich da beispielsweise an Thailand denke, da würde ich mir wünschen, dass dort auch von den politischen Parteien mehr Wert auf den Umweltschutz gelegt würde (Stichwort Müllverbrennung; Abfackeln der abgeernteten Felder usw).

  8. #287
    Avatar von strike

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    Die Plaene der GRÜNEN haben fuer mich(!) zweifellos Umerziehungscharakter. Sie haben definitiv regulativen Charakter und damit Auswirkungen auf die Organisation der privaten Beziehungen bzw. Familien. Dies zu erkennen halte ich(!) fuer keine grosse Herausforderung. Muss aber natuerlich damit leben, dass dies der eine oder andere sogar toll findet.

    Die meisten, die die Steuerung von Familien und Beziehungen schon einmal in der sozialistischen Demokratie der einzigartigsten DDR aller Zeiten erleben durften, werden nach Bewusstwerden der eigentlichen Zielsetzung dieses Programmes sicher etwas unruhiger werden.

  9. #288
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Die einzige "Umerziehung", die ich bei den GRÜNEN erkennen kann, ist die Förderung eines umweltbewußten Verhalten. Dass in Sachen Umwelt Deutschland bei den Industriestaaten eine führende Stellung einnimmt, ist sicher zum Teil den GRÜNEN zu verdanken.
    Das ist die ideologische Lüge dabei, Förderung findet jetzt schon statt, das geht den Grünen aber nicht weit genug, deshalb wollen sie Umerziehung und alles in ihren Augen nach falsche verbieten. Dabei wird übersehen, dass die Grünen nicht die Wahrheit gepachtet haben und es daher durchaus zulässig ist eine andere Meinung zu haben.

    Insbesondere die Förderung von Solarenergie halte ich zum Beispiel für einen ausgemachten Unsinn.

  10. #289
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Die Plaene der GRÜNEN haben fuer mich(!) zweifellos Umerziehungscharakter. Sie haben definitiv regulativen Charakter und damit Auswirkungen auf die Organisation der privaten Beziehungen bzw. Familien.
    Du solltest vielleicht einmal darlegen, was du denn konkret meinst. Dann kann man auch darüber diskutieren. Allgemeines Geschwafel bringt nicht viel.

  11. #290
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Insbesondere die Förderung von Solarenergie halte ich zum Beispiel für einen ausgemachten Unsinn.
    Dass Solarenergie aus Gründen des Umweltschutzes vernünftiger ist als Kohle- und Ölkraftwerke oder auch die Atomkraftwerke kann doch wohl kaum bestritten werden. Lediglich die Höhe der Förderung für die Solarenergie ist ein Kritikpunkt, wo man in der Tat verschiedener Meinung sein kann.

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