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Grüne Steuerpläne

Erstellt von Henk, 29.04.2013, 07:23 Uhr · 304 Antworten · 15.981 Aufrufe

  1. #141
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Nein, dass die Einkommen in unserem Lande sehr ungleich sind, das ist keine Behauptung, das ist eine Tatsache. Ich habe ja bezüglich Steuern auch entsprechende Quellen belegt. Noch schlimmer ist es bei der Vermögensverteilung.

    Aber wir reden von sozialer Marktwirtschaft. In unserem Grundgesetz steht beispielsweise der Satz, Eigentum verpflichtet.
    Der Satz stammt aus einer Zeit, wo man noch unverschuldet arm war. Wir leben aber heute in einer ganz anderen Zeit. Wer ist denn von der ärmeren Bevölkerung wirklich UNVERSCHULDET arm? Heutzutage gibt es doch eine Chancengleichheit wie nie zuvor.
    Jeder hat die Wahl: risikohaft in den Reichtum oder wohlbeschützt in die untere Einkommensschicht. Aber ohne Risiko reich zu werden auf Kosten derjenige, die den Sprung ins Wasser gewagt haben ist eine Unverschämtheit und hochgradig asozial.

    Warum sehen die "Armen" nicht die Vorteile, die sie dank der Reichen haben: totale Absicherung und ein Recht auf Faulheit (wenn man nur ein bisschen geschickt ist). Man kan sich nach Feierabend und am Wochenende voll und ganz der Familie und seinen Hobbys widmen. Man kann unbesorgt krank und alt werden und erhält sogar eine ungefragte Schulausbildung.

    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Das bedenkliche dabei ist, dass diese Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, weil die Reichen immer reicher werden und auf der anderen Seite die Armen mit Niedriglöhnen abgespeist werden, die kaum dazu ausreichen, den Lebensunterhalt zu bestreiten.
    Im Gegensatz zur Hautfarbe und 5exuellen Ausrichtung ist "arm" und "reich" aber kein Wesenszug, der einem auf Ewigkeit eingehaucht ist. Jeder kann reich werden. Man muss sich ja nicht mit Niedriglöhnen abspeisen. Einfach kündigen, selbst einen Laden aufmachen und dann anderen Hungerlöhen geben. Scheint doch ganz einfach zu sein.
    Umgekehrt kann ja auch jeder Reiche schnell arm werden, wie man an den Raubzügen des Staates sieht.
    Daher finde ich dieses Bild von der Schere schwachsinnig.

    Ich habe es doch selbst auch so gemacht. Früher war ich ein Sicherheitsfanatiker. Ich habe mich auch mit niedrigen Gehältern abspeisen lasen. Aber ich war zufrieden, denn es reichte zum Leben und ich konnte um 16 Uhr den Bleistift fallen lassen.
    Alles andere wäre mir zu risikohaft gewesen. Da ich oftmals praktisch nichts auf dem Konto hatte, galt ich sicherlich als arm.
    Eine Gewerbeanmeldung, harte Arbeit und Ausdauer und schon wurde ich dann doch "reich" (also im Vergleich zu "arm").

    Der Sprung ist im Grunde ganz einfach und von JEDEM machbar. Nur muss man ihn eben selbst machen. Daher kann ich diese Hetzjagd auf reiche absolut nicht verstehen. Die das machen, sind einfach nur zu faul und zu sicherheitsbewusst, um selbst reich zu werden. Und so wird man halt eifersüchtig auf diejenigen, die das doch tun.
    Allerdings besteht dann eben die Gefahr eines frühen Herzinfarkts durch Überarbeitung, einer Vernachlässung der Familie und Freunden und dem Risiko einer Geschäftspleite. Und genau dafür sollen die Stützen der Gesellschaft gefälligst auch unendlich viel verdienen dürfen!

    Und ich finde es eine Schande, dass viele das anders sehen. Aber das spricht ja für ein asoziales Land.

  2.  
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  3. #142
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Wieso soll die Einkomemns-und Vermögensverteilung so wie sie ist schlimm sein und welche Verteilung wäre deiner Meinung nach besser, wenn du, wie du selbst schreibst, keine vollkommene Gleichverteilung anstrebst?

    Den sozialen Ausgleich gibt es doch ohnehin schon, durch die progressive Besteuerung.
    Ich habe ja geschrieben, dass sich die Kluft zwischen reich und arm immer weiter vertieft. Dies ist eine Entwicklung, die nicht gut ist. Dies führt ja dazu, dass der eine Teil der Bevölkerung immer mehr verarmt, während der andere Teil immer reicher wird.

    Dies wird ja auch zunehmend von der Bevölkerung als Problem gesehen. Es gibt doch bereits eine breite Mehrheit für Mindestlöhne. Selbst die FDP kommt ja nun mit ganz zaghaften Versuchen in diese Richtung. Auf der anderen Seite stehen zunehmend die Einkommen in der Kritik, die jenseits von Gut und Böse sind. Man denke an die Gehälter der Manager, die nun wirklich nichts mehr mit der tatsächlichen Leistung zu tun haben. Selbst wenn diese Manager versagen, kassieren sie noch fette Abfindungen.

    Den sozialen Ausgleich gibt es über die progressive Besteuerung, das ist richtig und genau dies wollen ja auch die GRÜNEN. Aber du stellst ja genau diesen Ausgleich in Frage, indem du die Flat tax in die Diskussion bringst.

    Ein gleicher Steuersatz für alle bedeutet, dass die Reichen weniger Abgaben zahlen wie der Normalverdiener, weil der Normalverdiener zusätzlich zur Steuer noch mit Sozialabgaben belastet ist.

  4. #143
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Den sozialen Ausgleich gibt es über die progressive Besteuerung, das ist richtig und genau dies wollen ja auch die GRÜNEN. Aber du stellst ja genau diesen Ausgleich in Frage, indem du die Flat tax in die Diskussion bringst.
    Meinen eigentlichen Fragen weichst du immer geschickt aus. Bist du eigentlich in der Politik?
    Also noch einmal, wenn der soziale Ausgleich bereits über eine progressive Besteuerung erfolgt, warum der Steuersatz nicht ausreichen soll, trotz Rekordeinnahmen. Nur der Hinweis, früher seien die Sätze ja höher gewesen, ist ein wenig schwach.

  5. #144
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Meinen eigentlichen Fragen weichst du immer geschickt aus. Bist du eigentlich in der Politik?
    Also noch einmal, wenn der soziale Ausgleich bereits über eine progressive Besteuerung erfolgt, warum der Steuersatz nicht ausreichen soll, trotz Rekordeinnahmen. Nur der Hinweis, früher seien die Sätze ja höher gewesen, ist ein wenig schwach.
    Nein, ich bin nicht in der Politik. Ich bin bisher nicht einmal ein Wähler der GRÜNEN. Mich wundert es nur, wie sich manche für die Reichen einsetzen, obwohl sie selber nicht dazu gehören und mich stört auch manche Berichterstattung in den Medien.

    Warum eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes, obwohl doch Rekordeinnahmen zu verzeichnen sind? Ganz einfach: Trotz der Rekordeinnahmen bei den Steuern macht ja die derzeitige Regierung von Union und FDP immer noch zusätzliche Schulden. Es gibt aber ein Gesetz, dass innerhalb der nächsten Jahre der Haushalt ausgeglichen sein soll.

    Und endlich mit der Schuldentilgung anzufangen wäre auch nicht verkehrt. Schließlich erfüllt selbst Deutschland nicht mehr die Maastricht-Kriterien, nachdem die Gesamtverschuldung nicht über 60% des Bruttosozialproduktes sein soll. In Deutschland sind es wegen der Schuldenaufnahme von Schäuble und Merkel in den letzten Jahren fast 80%.

  6. #145
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Der Satz stammt aus einer Zeit, wo man noch unverschuldet arm war. Wir leben aber heute in einer ganz anderen Zeit. Wer ist denn von der ärmeren Bevölkerung wirklich UNVERSCHULDET arm? Heutzutage gibt es doch eine Chancengleichheit wie nie zuvor.
    Dein Weltbild weist schon erhebliche Lücken auf. Wer ist schon unverschuldet arm?

    Beispielsweise die Oma, die eine Schar Kinder großgezogen hat und nun von einer geringen Rente lebt.

    Beispielsweise die alleinerziehende Mutter, die vom Vater in Stich gelassen wurde, und die nun Kindererziehung und Beruf vereinbaren muss.

    Beispielsweise der Wachmann, der jede Nacht Dienst schiebt, aber mit einem äußerst mickrigen Lohn abgespeist wird.

    Beispielsweise die Verkäuferin, die den ganzen Tag hinter der Kasse steht oder Waren auffüllt.

    Beispielsweise der Polizist, der in einer teuren Großstadt wie München seinen Dienst verrichten muss.

    Soll ich noch mehr Beispiele aufführen? Aber deiner Meinung nach sind die ja alle selber schuld. Sie hätten ja nur Unternehmer werden müssen.

    Mal abgesehen davon, dass auch so mancher Ex-Unternehmer arm ist, weil sein Geschäftsmodell nicht funktioniert hat, wie soll den überhaupt eine Gesellschaft funktionieren, die nur aus Unternehmern besteht?

    Wie soll es denn funktionieren, wenn niemand mehr die Waren produziert, verteilt und verkauft, die die Unternehmer herstellen wollen?

    Nein, es ist nicht so, wie du schreibst, dass jeder reich werden kann, wenn er nur will. Wenn du es geschafft hast, dann gratuliere ich dir dazu. Aber du bist dann eher der Ausnahmefall als der Regelfall.

  7. #146
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Warum eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes, obwohl doch Rekordeinnahmen zu verzeichnen sind? Ganz einfach: Trotz der Rekordeinnahmen bei den Steuern macht ja die derzeitige Regierung von Union und FDP immer noch zusätzliche Schulden. Es gibt aber ein Gesetz, dass innerhalb der nächsten Jahre der Haushalt ausgeglichen sein soll.
    Ja, ganz einfach. Leider sind Steuererhöhungen der einfache Weg, vor allem auch der des geringsten Widerstandes, denn da tut man ja immer nur einer Minderheit weh, zumindest wird das geschickt suggeriert, wohingegen man bei Ausgabenkürzungen meist sehr vielen weh tut.

    Strike hat es ja hier schon etliche Seiten zuvor gesagt, wie wäre es mal anzufangen zu sparen?

    Es ist ja im übrigen auch nicht so, als stünde ein ausgeglichener Haushalt bei den Grünen im Vordergrund.

  8. #147
    Avatar von Dieter1

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    Seit der Antike wissen wir, hohe Steuern = weitverbreitete Armut, niedrige Steuern = prosperierender Wohlstand.

    Das ist so, kompromislos.

  9. #148
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Seit der Antike wissen wir, hohe Steuern = weitverbreitete Armut, niedrige Steuern = prosperierender Wohlstand.

    Das ist so, kompromislos.
    Dann sind die Skandinavier alle arm, denn dort sind die Steuern recht hoch.

  10. #149
    Avatar von Micha

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    Soeben wurde im Hessischen Rundfunk (HR) der Grünenabgeordnete Özdemir zitiert, der für eine Steuererhöhung bei den "Besserverdienenden" plädiert. Jetzt sind sie es also schon gar keine "Reichen" mehr. Dabei sind wir noch lange vor der Wahl.

    Oh was werden einige dumm aus der Wäsche schauen, wenn sie erst mal realisieren, wen es nach der Wahl letztendlich tatsächlich trifft.

  11. #150
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Dann sind die Skandinavier alle arm, denn dort sind die Steuern recht hoch.
    Das waeren inzwischen einige von ihnen, wenn man in der Frage nicht gerade noch rechtzeitig und radikal umgedacht haette.

    Im uebrigen, wenn Du Leute mit einem Bruttojahreseinkommen von 35.000 Euro (in Deinem Fall, Ehepaar mit 70.000) als wohlhabend oder reich einstufst, hast Du mit Verlaub nicht alle Tassen im Schrank.

    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

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