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Grüne Steuerpläne

Erstellt von Henk, 29.04.2013, 07:23 Uhr · 304 Antworten · 15.963 Aufrufe

  1. #131
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    E
    Oder magst Du tatsaechlich, dass Dein Einwurf eines "angeblichen Faktes" ernsthaft besprochen wird?
    Dass Schäuble ein Sparpaket plant, das nach der Wahl wirksam werden soll, darüber haben fast alle Zeitungen berichtet, z.B. auch die Süddeutsche Zeitung:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/s...wahl-1.1557223

    Das ist also nicht völlig aus der Luft gegriffen.

  2.  
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  3. #132
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Wer diese Leistungsträger demotiviert sägt auf dem Ast auf dem wir alle sitzen.
    Nicht jeder, der reich ist, ist auch ein Leistungsträger. Viele sind auch durch Erbschaft reich geworden (Beispiel: Gunther Sachs).

    Außerdem: Bis in die 90er Jahre betrug der Spitzensteuersatz 56%, also erheblich mehr als die jetzt von den GRÜNEN geplanten 49%. Waren also damals die "Leistungsträger" alle demotiviert? Immerhin gilt dies auch für die Zeit, als das "deutsche Wirtschaftswunder" in den 60er und 70er Jahren entstand.

    Noch etwas muss man sich vor Augen führen. Für die hier zur Rede stehenden Einkommen über 80.000 Euro werden keinerlei Sozialabgaben bezahlt. Die Belastung ist somit nur unwesentlich höher wie beim Normalverdiener, der zwar nur ca. 20% Steuern zahlt, aber zusätzlich noch ca. 20% Sozialabgaben.

  4. #133
    Avatar von sombath

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    Ja ist so ,
    die Sozialabgaben sind die " Dummensteuer für die kleinen Leute "
    Da lobe ich mir das Schweizer Modell .

    Sombath



    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Nicht jeder, der reich ist, ist auch ein Leistungsträger. Viele sind auch durch Erbschaft reich geworden (Beispiel: Gunther Sachs).

    Außerdem: Bis in die 90er Jahre betrug der Spitzensteuersatz 56%, also erheblich mehr als die jetzt von den GRÜNEN geplanten 49%. Waren also damals die "Leistungsträger" alle demotiviert? Immerhin gilt dies auch für die Zeit, als das "deutsche Wirtschaftswunder" in den 60er und 70er Jahren entstand.

    Noch etwas muss man sich vor Augen führen. Für die hier zur Rede stehenden Einkommen über 80.000 Euro werden keinerlei Sozialabgaben bezahlt. Die Belastung ist somit nur unwesentlich höher wie beim Normalverdiener, der zwar nur ca. 20% Steuern zahlt, aber zusätzlich noch ca. 20% Sozialabgaben.

  5. #134
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Außerdem: Bis in die 90er Jahre betrug der Spitzensteuersatz 56%, also erheblich mehr als die jetzt von den GRÜNEN geplanten 49%. Waren also damals die "Leistungsträger" alle demotiviert? Immerhin gilt dies auch für die Zeit, als das "deutsche Wirtschaftswunder" in den 60er und 70er Jahren entstand.
    Das war doch eine ganz andere Situation. Das Land lag am Boden. Die Infrastruktur wurde aufgebaut, was allen zugute kam. Man hatte insgesamt ein WIR-Gefühl.
    Aber ab den 90ern hatte man das absolute Maximum erreicht: Wohlstand für alle, Exportweltmeister, Top-Infrastruktur.... was sollte man nun noch allgemein unterstützen, was eh nicht schon da war.

    Es begann die Zeit der Verschwendung: Autobahnen, die schon nach einem Jahr wieder erneuert werden mussten oder Sozialleistungen für Leute, die in 90% aller Land in Saus und Braus leben könnten (und weit von dem entfernt sind, was man eigentlich unter arm bezeichnen würde). Dazu kam eine Übersicherung mit Luxuswaffensystemen und und und...
    Man wusste einfach nicht mehr hin mit dem Geld.

    Und genau diese Gier und dieser Überfluß, diese Wollust demotiviert nun natürlich die Leistungsträger, auch wenn es "nur" noch 49% sind - man bedenke: die HÄLFTE von jedem verdienten Euro! Man arbeitet als die erste halbe Stunde für überflüssigen Prunk, den man sich privat wohl niemals leisten würde und erst dann für seinen lebensunterhalt.
    Das fördert massiv den Frust und erzeugt kreative Ideen, sein Geld zu verstecken.

    Anders würde es sicherlich in Ländern wie Sudan, Swaziland oder auch Laos aussehen. Da wüsste man, dass das Geld für eine Grund-Infrastruktur auch für einen selbst gut angelegt wäre. Aber für ein Luxusland wie Deutschland...?

  6. #135
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Man wusste einfach nicht mehr hin mit dem Geld.

    Und genau diese Gier und dieser Überfluß, diese Wollust demotiviert nun natürlich die Leistungsträger,
    Beschreibst du hier die Situation der Reichen im Land?

  7. #136
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Ja, wenn man das so einseitig siehst wie du. Was soll denn ein Reicher alleine mit so viel Vermögen? Natürlich wird es viele geben, die den Überschuß an ihre Oma geben, da sie mit ihrer Rente nicht auskommt. Nimmt man also den Reichen das Geld, nimmt es praktisch den Hilfsbedürftigen.
    Danke, du hast meinen Tag gerettet!
    Oder wie wir Baiern sage: You made my day!

  8. #137
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Es ist ja der Sinn einer progressiven Besteuerung, dass die starken Schultern (also die Reichen) mehr Steuern zahlen sollen als die schwachen Schultern (die Armen). Dies ist somit kein Gefasel, sondern dies ist das Prinzip einer sozialen Besteuerung.

    Ich finde es immer erstaunlich, wie viele Leute auf das Argument hereinfallen, die Reichen zahlen schon einen Großteil der Steuern (Steuer ist eigentlich falsch, denn gemeint ist in der Regel nur die Einkommenssteuer). Natürlich ist dies so. Aber man muss sich doch die Frage stellen, warum ist dies so?

    Die Antwort ist ganz einfach. Die Einkommensverteilung in unserem Land ist dermaßen ungleich, dass die Reichen eben einen Großteil am Anteil des Einkommens haben. Zusammen mit der Wirkung der Progression muss sich damit zwangsläufig ergeben, dass die Reichen den Großteil der Einkommenssteuer zahlen. Dies ist aber auch so gewollt.

    Dabei ist die prozentuale Belastung durch die Einkommenssteuer auch für die Reichen durchaus im Rahmen. Der Spitzensteuersatz wurde ja in den letzten 25 Jahren mehrmals von ehedem 56% auf aktuell 42% (mit Reichensteuer 45%) gesenkt.

    File:Historie Steuersätze ESt USt D.jpg - Wikimedia Commons

    Aussagekräftiger als der Spitzensteuersatz ist übrigens der effektive Steuersatz, denn er gibt an, wieviel % vom Einkommen tatsächlich als Steuer gezahlt werden. Selbst für die 10% Einkommenssteuerzahler mit dem höchsten Einkommen (im Durchschnitt 89.000 Euro) beträgt die effektiv gezahlte Steuer durchschnittlich nur rund 24%.

    Einkommensteueranteile | bpb

    Man sollte also nicht immer auf das Gejammere der Reichen und der ihnen nahestehenden Interessenvertreter hereinfallen. Kein Reicher wird durch die Erhöhung des Spitzensteuersatzes am Hungertuch nagen müssen.
    Du argumentierst doch weitestgehend nur mit Behauptungen, die ideologische Ursachen haben.

    Dass die Einkommensverteilung zu ungleich ist, das ist erstmal eine Behauptung. Wann soll sie denn gleich genug sein? Im Gegenteil, sage ich, die Einkommen müssen ungleich verteilt sein, das ist ein Grundprinzip unseres Wirtschaftssystem, das uns einen unvergleichbaren Wohlstand gebracht hat, von dem auch Beamte wie du (du bist doch einer?) vorzüglich alimentiert werden.

    Es wird ja dann immer wieder gesagt, die besser verdienenden müssten auch einen höehren Anteil an den Lasten tragen. Dazu zwei Fragen:
    1. Warum eigentlich?
    2. Das tun sie auch bei einer flat tax. Nun haben wir aber bereits eine progressive Steuer. Warum also sollen die bisherigen höheren Steueranteile, die du ja selbst bestätigt hast, nicht ausreichen?

    Wir hatten in Deutschland schonmal ein Wirtschaftssystem, indem die Gleichheit zu sehr forciert wurde, und ich war da jedesmal froh wenn ich da wieder weg war.

  9. #138
    Avatar von beran

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dass die Einkommensverteilung zu ungleich ist, das ist erstmal eine Behauptung. Wann soll sie denn gleich genug sein? Im Gegenteil, sage ich, die Einkommen müssen ungleich verteilt sein, das ist ein Grundprinzip unseres Wirtschaftssystem, das uns einen unvergleichbaren Wohlstand gebracht hat, von dem auch Beamte wie du (du bist doch einer?) vorzüglich alimentiert werden.

    Es wird ja dann immer wieder gesagt, die besser verdienenden müssten auch einen höehren Anteil an den Lasten tragen. Dazu zwei Fragen:
    1. Warum eigentlich?
    2. Das tun sie auch bei einer flat tax. Nun haben wir aber bereits eine progressive Steuer. Warum also sollen die bisherigen höheren Steueranteile, die du ja selbst bestätigt hast, nicht ausreichen?
    Nein, dass die Einkommen in unserem Lande sehr ungleich sind, das ist keine Behauptung, das ist eine Tatsache. Ich habe ja bezüglich Steuern auch entsprechende Quellen belegt. Noch schlimmer ist es bei der Vermögensverteilung.

    Niemand verlangt, dass die Einkommen gleich sein müssen (die Kommunisten haben ja in unserem Lande keine Bedeutung mehr).

    Aber wir reden von sozialer Marktwirtschaft. In unserem Grundgesetz steht beispielsweise der Satz, Eigentum verpflichtet.

    Was bedeutet denn soziale Marktwirtschaft? Dass bedeutet eben, dass es einen gerechten Ausgleich geben muss. Wir haben heute schon die Situation, dass 1% der Bevölkerung über 23% des gesamten Vermögens verfügt. Die 5% reichsten Mitbürger verfügen über 46% des Vermögens.

    Google-Ergebnis für http://www.bpb.de/cache/images/2/61782-1x2-orginal.gif?AD741

    Das bedenkliche dabei ist, dass diese Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, weil die Reichen immer reicher werden und auf der anderen Seite die Armen mit Niedriglöhnen abgespeist werden, die kaum dazu ausreichen, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Diese ungute Entwicklung muss durch geeignete Maßnahmen gebremst werden. Das hat nichts mit Gleichmacherei zu tun, das ist einfach eine Frage der Vernunft, weil es sonst vermehrt zu Spannungen in der Gesellschaft kommt.

  10. #139
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dass die Einkommensverteilung zu ungleich ist, das ist erstmal eine Behauptung. Wann soll sie denn gleich genug sein? Im Gegenteil, sage ich, die Einkommen müssen ungleich verteilt sein, das ist ein Grundprinzip unseres Wirtschaftssystem, das uns einen unvergleichbaren Wohlstand gebracht hat, von dem auch Beamte wie du (du bist doch einer?) vorzüglich alimentiert werden.
    Nichts ist ungerechter als die Gleichbehandlung von ungleichen Menschen.


    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Die 5% reichsten Mitbürger verfügen über 46% des Vermögens.
    Du schreibst zum einen von reichen Leuten und dann wieder von Menschen die zwischen 60 und 80 TEuro pro Jahr verdienen. Genau da liegt der Hund begraben. Rein verbal wird ein kleiner Bevölkerungsteil beschrieben. Tatsächlich geht es aber um die breite arbeitende Masse.

  11. #140
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von beran Beitrag anzeigen
    Nein, dass die Einkommen in unserem Lande sehr ungleich sind, das ist keine Behauptung, das ist eine Tatsache. Ich habe ja bezüglich Steuern auch entsprechende Quellen belegt. Noch schlimmer ist es bei der Vermögensverteilung.
    Wieso soll die Einkommens-und Vermögensverteilung so wie sie ist schlimm sein und welche Verteilung wäre deiner Meinung nach besser, wenn du, wie du selbst schreibst, keine vollkommene Gleichverteilung anstrebst?

    Den sozialen Ausgleich gibt es doch ohnehin schon, durch die progressive Besteuerung.

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